DE179380C - - Google Patents

Info

Publication number
DE179380C
DE179380C DENDAT179380D DE179380DA DE179380C DE 179380 C DE179380 C DE 179380C DE NDAT179380 D DENDAT179380 D DE NDAT179380D DE 179380D A DE179380D A DE 179380DA DE 179380 C DE179380 C DE 179380C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
car
parts
motor
braking
braked
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT179380D
Other languages
English (en)
Publication of DE179380C publication Critical patent/DE179380C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D37/00Stabilising vehicle bodies without controlling suspension arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63 c. GRUPPE "21.
GEORGE CLEINOW in STPETERSBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1903 ab.
Bei Motorwagen, welche hauptsächlich für den Verkehr auf guten Wegen und auf mäßigen Steigungen, z. B. in Städten, bestimmt sind, ganz besonders bei mit mäßiger Geschwindigkeit fahrenden Lastenautomobilen oder Motorwagen von hohem Eigengewicht, z. B. durch elektrische Akkumulatoren betriebenen, wird der Antriebmotor nur beim Anfahren voll ausgenutzt.
ίο Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Anordnung an derartigen Motorwagen, durch welche die Anzugskraft wesentlich verringert wird. . ■
Zu diesem Zwecke wird das Gesamtgewicht des beladenen Wagens gleichmäßig auf zwei in der Fahrtrichtung gegeneinander verschiebbare Teile des Wagenuntergestelles verteilt. Beim Anfahren wird zunächst nur die eine Gewichtshälfte und erst, nachdem dieser eine gewisse Beschleunigung erteilt ist, auch die andere Gewichtshälfte in Bewegung gesetzt. Die Verringerung der Anzugskraft ermöglichtdie Verwendung eines Motors von geringerer Leistung, gestattet also die Anordnung eines kleineren, mithin leichteren Motors mit kleineren und leichteren Zubehörteilen (Akkumulatoren, Benzin, Kühlwasser usw.), deren Mindergewicht wieder der Motorleistung zugute kommt.
Endlich wird der Unterschied zwischen der beim Anfahren auftretenden Maximalbelastung und der durchschnittlichen Betriebsbelastung des Motors ein geringerer, der Motor kann also dauernd in der Nähe des günstigsten Wirkungsgrades arbeiten, was eine weitere Möglichkeit zur Verkleinerung der Akkumulatoren, des Benzinvorrates usw. bietet.
Ähnlich günstig wirkt die Unterteilung auf die Bremsarbeit.
Wagen mit gegeneinander verschiebbaren Teilen, nämlich solche, deren Vordergestell und Hintergestell gegeneinander verschiebbar sind, sind bereits bekannt. Bei diesen bekannten Einrichtungen wird ebenfalls eine Verringerung der Anzugskraft erzielt, weil die beiden Wagenteile beim Anfahren nicht gleichzeitig, sondern nacheinander in Bewegung gesetzt werden. Man hat jedoch mit derartigen Einrichtungen noch nicht eine wesentliche Verringerung der Motorgröße erreichen können, da die Wagenlast für diesen Zweck zu ungünstig verteilt war.
Die beiliegende Zeichnung stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, und zwar zeigt Fig. ι einen durch elektrische Akkumulatoren betriebenen Wagen im senkrechten Längsschnitt und Fig. 2 im Grundriß mit weggenommenem Oberteil. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 2.
Am hinteren Untergestell des Wagens ist eine Führung i mit Schlitz α vorgesehen, in dem ein Zapfen b (Fig. 3) sich hin- und herbewegen kann. Ein Ecken der Führung kann z. B. durch zwei seitliche, auf die Führung i sich stützende Tragflächen c und d verhütet werden. Die Verteilung der Belastung ist insofern günstig und gleichmäßig, als der eine Teil des Wagens den Motor g,

Claims (1)

  1. der andere Teil die Akkumulatoren h trägt; eine ähnliche günstige Lastverteilung läßt sich indessen auch in anderer Weise erzielen. Die Pfeilrichtung in Fig. ι zeigt die Fahrtrichtung an. Wird nun der Motor g zum Bremsen des Wagens benutzt, so bewegt sich zunächst der mit der A'Orderachse verbundene Teil der Wagenmasse ungebremst weiter nach vorwärts und Zapfen b verschiebt sich längs a. Erst nach Auftreffen des Zapfens am vorderen Schlitzende, woselbst sich ebenso wie am hinteren Ende eines der bekannten Stoßabschwächungsmittel befinden kann, erfolgt die Bremsung dieses vorderen Teiles, entweder lediglich durch die Bremswii'kung des Motors oder außerdem noch durch gesonderte Bremseinrichtungen, wie eine solche in der Zeichnung dargestellt ist. Es ist klar, daß die Bremsung stets an dem mit der Triebkraft verbundenen Teil der Wagenhauptmasse (bei dem gezeichneten Beispiel also an der Hinterachse) zu erfolgen hat.
    Die Bewegung der beiden Wagenteile gegeneinander kann zum Anziehen und Lösen einer selbsttätigen Bremse benutzt werden.
    Am Vorderende des den Schlitz α enthaltenden hinteren Wagenteiles ist eine Gelenkstange / angebracht, welche mittels der Achse u auf die zu beiden Seiten des Wagenvordergestelles um Zapfen s drehbaren zweiarmigen Hebel m wirken kann. Die kürzeren Arme der Hebel m bilden Gabeln, welche zwischen zwei Bunde am oberen Ende des verschiebbaren Bolzens η greifen, so daß der mit der Schwingungsachse des schwenkbaren Achsschenkels gleichachsige Bolzen η durch den Hebel in in seiner Längsrichtung verschoben werden kann, ohne daß er an einer Drehung um seine Achse beim Lenken verhindert ist. Die Stellung der Bremsklötze/ zu den Vorderrädern ist infolgedessen unabhängig von der jeweiligen Lenkstellung der Vorderräder.
    Wird bei dem in Fahrt befindlichen Wagen (Fig. 1) etwa durch Gegenstrom im Motor die Hinterradachse gebremst, so geht infolge der langsamen Bewegung des Hinterteiles der Zapfen b mit dem noch ungebremsten Vorderteil nach vorn, d. h. die beiden Wagenteile entfernen sich voneinander. Der Winkel zwischen / und m wird größer, mithin werden die Bolzen η gehoben und die Bremsklötze / allmählich gemäß der sich vergrößernden Entfernung der beiden Wagenteile immer fester gegen die Räder angepreßt, so daß der Vorderteil später als der Hinterteil gebremst wird und der Wagen zum Stillstand kommt. Hierbei wird der Spielraum zwischen den beiden Wagenteilen so eingestellt, daß jedesmal beim Anfahren dann zunächst der Hinterteil an den gebremsten Vorderteil heranrückt, wodurch der Bolzen η gesenkt und die Vorderradbremsung gelöst wird und die Wagenteile in der Fahrt wieder die in Fig. 1 gezeigte Stellung zueinander einnehmen.
    Die Erfindung ist von ganz besonderer Bedeutung für elektrisch betriebene Motorwagen, bei welchen sie eine Verringerung des Gewichtes der sehr schweren und infolge der großen Abnutzung sehr teuren Akkumulatoren gestattet.
    Pate ν ϊ-Α ν Spruch:
    Einrichtung zur Verringerung der Anzugskraft bei Motorfahrzeugen mit nicht starr verbundenen Einzelteilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Motorwagen selbst in zwei in der Fahrtrichtung gegeneinander bewegliche Teile zergliedert ist, von denen beide während des normalen Betriebes etwa gleiches Gewicht besitzen und eines die Triebräder trägt, wobei die Verschiebung der Teile eine so große ist, daß die Anzugsarbeit in zwei etwa gleich große, nacheinander zu leistende Teile zerlegt wird, so daß der Antriebmotor bei gleichem Wagengewicht wesentlich .kleiner bemessen werden kann als üblich.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT179380D Active DE179380C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE179380C true DE179380C (de)

Family

ID=443711

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT179380D Active DE179380C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE179380C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767675C (de) * 1935-12-16 1953-03-16 Daimler Benz Ag Kraftfahrzeug

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767675C (de) * 1935-12-16 1953-03-16 Daimler Benz Ag Kraftfahrzeug

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2331985A1 (de) Antriebsvorrichtung fuer den hubmast eines seitenladers
DE179380C (de)
DE4320993A1 (de) Kraftfahrzeug
DE1405830A1 (de) Hubfahrzeug mit gegenlaeufigen Doppel-Fahrmotoren
DE3141024A1 (de) "verfahren und vorrichtung zur umwandlung einer durch schwingen einer masse erzeugten energie in eine kontinuierlich sich drehenden antriebskraft, insbesondere zum betrieb eines kraftfahrzeuges"
DE547778C (de) Lastwagenzug
DE1605297C3 (de) Einrichtung zur Sicherung zweier auf gleichem Gleis laufender seilgetne bener Wagen gegen Zusammenstoß
DE584930C (de) Vorrichtung zum Heben und Drehen von Kraftfahrzeugen auf der Stelle
DE1214545B (de) Fahrzeug, insbesondere zum Befoerdern schwerer Lasten
DE102020202997A1 (de) Fahrradanhänger und Fahrradgespann mit einem Fahrradanhänger
DE1086726B (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten der Antriebsmotoren in Triebfahrzeugen, insbesondere in Diesellokomotiven
DE110570C (de)
AT126190B (de) Elektrische Antriebsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem in der Längsmittelebene des Wagens angeordneten, das Fahrgestell bildenden rohrförmigen Träger.
DE761082C (de) Vorschub- und Vorziehvorrichtung fuer Foerderwagen, insbesondere fuer den Grubenbetrieb
DE1261796B (de) Hublader
DE155777C (de)
DE1605117B2 (de) Kraftfahrzeug fuer strassen- und schienenfahrt
DE585746C (de) Antriebseinrichtung fuer elektrische Lokomotiven mit Einzelachsantrieb
DE330555C (de) Vorrichtung zum Verriegeln von Eisenbahnwagentueren
DE192714C (de)
EP2216232B1 (de) Motorkutschengespann und entsprechendes Zugfahrzeug
DE3215830A1 (de) Hublader mit zwei fahrmotoren
DE247701C (de)
DE326087C (de) Gruben- und Tageslokomotive
DE620918C (de) Vorrichtung mit Motoranttieb zur Fortbewegung von Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnfahrzeugen