DE1792329C - Insektizide synergistische Gemische Auscheidung aus 1300725 - Google Patents
Insektizide synergistische Gemische Auscheidung aus 1300725Info
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Description
Schwammspinnerraupen (Lymantria dispar L.) nach dosierter Tierbehandlung und 4tägiger
Exposition der Larven auf behandelten Futterpflanzen.
Der Vergleich mit den heute bekannten, unter gleichen Versuchsbedingungen in vielfach geringeren
Konzentrationen voll wirksamen Insektiziden macht die Unwirksamkeit der hier geprüften Verbindungen,
die ihre ökonomisch vertretbare Verwendung in der praktischen Schädlingsbekämpfung kaum rechtfertigt,
besonders deutlich.
Tabelle I
Unwirksame Carbamidsäureester
Unwirksame Carbamidsäureester
Nr.
Pyrrolidin - N - carbonsäure - (3 - methyi-5-isopropylphenyl)-ester
Piperidin - N - carbonsäure - (3,5 - dimethylphenyl)-ester
Benzyl-N, N-diallylcarbamat
Dodecyl-N.N-diallylcarbamat
/3-(Butoxy-äthoxy)-äthyl-N,N-diallyl-
carbamat
Äthylenimin-N-carbonsäure-octylester
Äthylenimin-N-carbonsäure-octylester
2- Propenyl-4-methylphenyl- N - methylcarbamat
Die vorstehenden Verbindungen wurden im Gemisch mit dem als wirksam bekannten Carbamat
zwei un,ter konstanten Bedingungen durchgeführten Versuchsreihen.
Zur Prüfung der Kontaktwirkung auf Stabheuschrscken (Carausius morosus Brunner) wurden je
fünfzehn frisch gehäutete Larven. IV für 3 Sekunden in wäßrige Emulsionen der erfindungsgemäßen Gemische
getaucht, auf Filterpapier vom noch anhaftenden Flüssigkeitsüberschuß befreit und in einem Drahtgazekäfig
auf Tradescantientriebe als Futterpflanzen gesetzt. Bei täglichen Wirkungskontiollen wurde
zwischen toten, schwer geschädigten, wenn nur auf Berührungsreiz mit ungeordneten Extremitätenbewegungen
reagierenden sowie leicht geschädigten und normal überlebenden Versuchstieren unterschieden.
Die nach Abbott errechneten Versuchsergebnisse sind aus Tabelle II ersichtlich.
ao Tabelle 11
Kontaktwirkung synergistischer Gemische
auf Carausius morosus Brunner (Larven IV)
nach Tauchkontakt
30
35
A. 5-(l-Isopropyl-3- methylpyrazolyl)-N,N-dimethylcarbamat
in verschiedenen Relationen der Einzelkomponenten geprüft. Aus dem folgenden Beispiel ist die synergistische
Wirkung der erfindungsgemäßen Gemische ersichtlich. Die in der Tabelle II angegebenen Wirkungsgiade
beziehen sich auf Mittelwerte aus wenigstens
| Verbindung | Wirkstoff | Prozentuale Wirkung nach | 2 | 3 | 4 | 5 |
| (Bezeichnung | konzentra | 1 | Tagen | |||
| bzw. Nr.) | tion in °/o | 10 | 10 | 10 | 12 | |
| A | 0,05 | 7 | 42 | 56 | 60 | 67 |
| 0,25 ' | 33 | 67 | 83 | 93 | 100 | |
| 0,5 | 45 | |||||
| Synergi | ||||||
| stische | ||||||
| Gemische | ||||||
| aus | 40 | 50 | 50 | 60 | ||
| A+ 1 | 0,06+0,06 | 40 | 50 | 60 | 60 | 60 |
| A + 2 | 0,06+0,06 | 40 | 77 | 80 | 80 | 80 |
| A+3 | 0,06+0,06 | 63 | 47 | 50 | 50 | 60 |
| A + 4 | 0,06+0,06 | 37 | 43 | 50 | 50 | 60 |
| A+ 5 | 0,06+0,06 | 33 | 37 | 43 | 43 | 45 |
| A + 6 | 0,06+0,06 | 30 | 53 | 60 | 60 | 67 |
| A+ 7 | 0,06+0,06 | 50 |
Claims (1)
- ι 2der vorliegenden Anmeldung Mischungen von insekti-Patentansprach: ^ wirksamen 5_(i-lSOpropyl-3-methylpyrazolyl)-N N-dimethylcarbamat mit bestimmten an sich unInsektizides Mittel, enthaltend ein synergistisches „^^π Carbamaten einen wesentlichen und in allen Gemisch von Carbamaten, dadurch ge- ^ signifikanten Synergismus zeigen, kennzeichnet, daß es Gegenstand der Erfindung sind somit insektizide Pyrrolidin-N-carbonsäure-iS-methyl-S-iso- Mittel, die das voistehende Carbamat im Gemisch nut propylphenyl)-ester, den Carbamaten Nr. 1 bis 7 gemäß Tabelle I enthalten. Piperidin-N-carbonsäure-{3,5-dimethylphenyl)- Die erfindungsgemäßen synergistischen Gemische ester, io können allein oder zusammen mit anderen Schädling-Benzyl-N.N-diallylcarbamat, bekämpfungsmitteln, wie Insektiziden, Akanziaeu Dodecyl-N.N-diallylcarbamat, oder Fungiziden, zur Anwendung kommen. Die /.uj?-(Butoxy-äthoxy)-äthyl-N,N-dialIylcarbamat, bereitung erfolgt in einer für Pflanzenschutzpraparate Äthylenimin-N-carbonsäure-octylester oder üblichen Form unter Verwendung flussiger oder fesicr a-Propenyl-^methylphenyUN-methylcarbamat 15 Trägerstoffe. Geeignete flüssige Trägerstoffe sind um·.·.. • r ■ . .. anderem Wasser, Mineralöle oder Lösungsmittel; ä,-im Gemisch mit ^^ ^ Ί^ sjnd z B Bentonit) Bleicherde5-(l-Isopropyl-3-methylpyrazoIyl)-N,N-di- Gips, Kalk, Kieselgur, Pyrophyllit, Sihciumdiov. ,methylcarbamat oder Talkum. Die Zubereitungen können auch Zusa 1, . 2O wie z. B. Emulgatoren, Netz- oder Bindemittel, Tngase, Riechstoffe, Stabilisatoren, Attraktivstoffe od. Repellents, enthalten. Die Mittel können unter anorem als Staub, Streumittel oder Granulat, als vernebiversprüh- oder verspritzbare Flüssigkeiten, als Ae; as sole oder Räuchermittel angewandt werden.Es wurde gefunden, daß die Wirkung des bekannten Die Menge des synergistischen Gemisches, die i··Insektiziden Wirkstoffs 5-(l-Isopropyl-3-methylpyr- Pflanzenschutzmitteln verwendet werden soll, kann i azolyl)-N,N-dimethylcarbamat durch den Zusatz von weiten Grenzen variieren. Sie hängt unter andere bestimmten, an sich insektizid unwirksamen Carbama- von dem Verhältnis der Komponenten, von der Art tk ten synergistisch verstärkt wird. 30 Zubereitung, dem Anwendungsverfahren, dem an.t:cAls insektizid unwirksame Carbamate sollen gemäß strebten Bekämpfungserfolg sowie der Art der zu be der Erfindung Verbindungen verstanden werden, die kämpfenden Schädlinge ab.bis zu einer Dosis von etwa 0,8 mg/dm2 herauf prak- Je nach Zubereitungsform kann der Gehalt artisch keine Abtötung von Insekten bewirken, während synergistischem Gemisch zwischen etwa 0,1 und 90 Ge 5-(l-Isopropyl-3-methylpyrazoIyl)-N,N-dimethyl- 35 wichtsprozent der Mittel betragen, die in Konzentracarbamat unterhalb dieser Dosis voll wirksam ist. tionen bis herab zu 0,001 Gewichtsprozent angewendetIm Vergleich zur alleinigen Anwendung der insekti- werden können. Im allgemeinen ergeben jedoch Anzid wirksamen Komponente zur Bekämpfung von Wendungskonzentrationen zwischen etwa 0,025 und Insekten wird durch Applikation der erfindungsgemä- 10°/0 in flüssigen oder festen Trägerstoffen ausgezeichßen Gemische insbesondere der Wirkungsgrad erhöht 40 nete Ergebnisse. Für manche Zwecke können höhere sowie die Initialwirkung verkürzt, wodurch die Be- Anwendungskonzentrationen erwünscht sein, kämpfung sicherer gestaltet werden kann. Außerdem In den erfindungsgemäßen synergistischen Gemi-wurde festgestellt, daß bei den Mischungen im Ver- sehen kann das Gewichtsverhältnis der Komponenten gleich zu dem insektizid wirksamen Carbamat die im allgemeinen von etwa 25 bis 1 Gewichtsteilen der Warmblütertoxizität reduziert werden kann, was be- 45 wirksamen und von etwa 1 bis 50 Gewichtsteilen der deutet, daß sich die Bekämpfung von Schadinsekten unwirksamen Komponenten betragen. Vorzugsweise bei Verwendung dieser Mischungen im Vergleich zur werden synergistische Gemische mit einem Gewichtsalleinigen Applikation der in ihnen enthaltenen insek- verhältnis von 1 bis 10 Teilen des wirksamen Carbamatizid wirksamen Einzelkomponenten für den Anwender tes auf 5 bis 50 Teile der unwirksamen Verbindungen wie für Haustiere gefahrloser durchführen läßt. 50 eingesetzt.Zu den Verbindungen aus der Klasse der Carbamate, In wiederholten Laborversuchen waren die invon denen eine insektizide Wirksamkeit bekannt ist, Tabelle Γ aufgeführten Carbamidsäureester nach dogehören z. B. S-Methyl-S-isopropylphenyl-N-methyl- sierter Applikation (4 mg/cm") als wäßrige Emulsionen carbamat, 1 - Naphthyl - N - methylcarbamat, 3 - Iso- bis zu Konzentrationen von wenigstens 0,25 Volumpropylphenyl-N-methylcarbamat und 5-(l-Isopropyl- 55 prozent unwirksam gegen 3-methylpyrazoIyl)-N,N-dimethylcarbamat.Es ist auch bekannt, daß eine den erwarteten additi- Stubenfliegen (Musca domestica L.) nach 24stün-ven Effekt deutlich übertreffende Wirkungssteigerung diger Dauerexposition auf Spritzbelägen,mit Gemischen aus jeweils zwei verschiedenen, bereits Kornkäfer (Sitophilus granarius L.) nach 4tägigerbekannten Carbamat-Insektiziden als Analog-Syner- 60 Dauerexposition auf Spritzbelägen,gismus besteht. Dieser Beobachtung kommt jedoch _ ,, . , ,,, D xkeine allgemeine Bedeutung zu, da Voraussagen über Stabheuschrecke (Carausius morosus Brunner)die einer Verbindung eigeSe potenzierende Wirkung nach Tauchbehandlung und Stagiger Expositionnach kombinierter Applib^on mit bekannten biolo- auf behandelten Futterpflanzen,gisch aktiven Substanzen wegen heute noch fehlender 65 Schaben (Blatella germanica L., Periplaneta ame-Kenntnisse der dem Synergismus zugrunde liegenden ricana L., Leucophaea maderae F.) nachWirkungsmechanismen im Insektenorganismus nicht Tauchbehandlung bzw. nach 4tägiger Exposi-möglich sind. Es war daher überraschend, daß gemäß tion auf Spritzbelägen,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19621792329 DE1792329C (de) | 1962-06-23 | Insektizide synergistische Gemische Auscheidung aus 1300725 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19621792329 DE1792329C (de) | 1962-06-23 | Insektizide synergistische Gemische Auscheidung aus 1300725 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1792329A1 DE1792329A1 (de) | 1971-10-28 |
| DE1792329C true DE1792329C (de) | 1973-04-19 |
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