DE179229C - - Google Patents

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DE179229C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/96Dyeing characterised by a short bath ratio
    • D06P1/965Foam dyeing
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M23/00Treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, characterised by the process
    • D06M23/04Processes in which the treating agent is applied in the form of a foam
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/02Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 179229 KLASSE 29 δ. GRUPPE
GEBRÜDER SCHMID in BASEL
aus diesen Stoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 27. Juli 1904 anerkannt.
die Priorität
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entbasten (Entschälen) der Rohseide und der Rohseidenabfälle sowie der Gespinste und Gewebe aus diesen Stoffen. Das neue Verfahren besteht darin, daß die zu entbastende Seide in Gegenwart von Dampf und
. Luft mit Seifenschaum behandelt wird, um den Bast (Schale) zu erweichen und löslich zu machen, worauf er durch Waschen mit Wasser entfernt wird.
Gegenüber dem bisher üblichen Verfahren zum Entbasten von Seide mit warmen Seifenlösungen unter beständigem Bewegen der Ware hat dieses neue Verfahren folgende Vorteile:
i. Das Entbasten geht viel rascher vor sich;· bisweilen ist es schon in wenigen Minuten vollzogen.
2. Da das beständige Bewegen der Ware in der Seifenlösung wegfällt, d. h. die Ware nicht hin- und her- und auf- und abgezogen und nicht. von der Seifenlösung gepeitscht wird, so bleiben die Fasern der Seide in Ruhe, behalten ihren Zusammenhang und es wird kein Verfilzen der Faser verursacht, so daß bei Anwendung des neuen Verfahrens auf Grege diese nach dem Entbasten spulfähig erhalten bleibt und sich wie ein geschlossener Faden verhält.
3. Erhärtete Gummistellen, wie sie z. B.. durch Überhitzen beim Trocknen oft entstehen, werden gelöst, was bei dem bisherigen Verfahren nicht möglich war.
Um beispielsweise 100 kg Seidensträhne zu entbasten und zu entschälen, verfährt man folgenderweise:
In den Oberteil eines nicht dicht verschlossenen Kessels, welcher eine durch Lösung von 33 kg Seife in ungefähr 5801 Wasser gewonnene Seifenlauge enthält, werden die Seidensträhne an herausnehmbaren und drehbaren Garnträgern in der Weise aufgehängt, daß die Flüssigkeit des Kessels nicht mit den Seidensträhnen in Berührung gelangen kann.
Die Seifenlauge wird dann durch Erhitzen, z. B. mit Dampf, zum Kochen gebracht, um sie in Schaum zu verwandeln, welcher im Kessel an den Strähnen in die Höhe steigt und sie allseitig umhüllt, so daß sie der vereinten Wirkung des Dampfes, der heißgewordenen Luft und des Seifenschaumes ausgesetzt werden, wodurch eine rasche Erweichung und Löslichmachung des Bastes (Schale) erreicht wird. Die Schaumbildung wird entweder durch den natürlichen Zutritt von Außenluft in den Kessel oder durch Einblasen von Druckluft in die Seifenlauge gefördert. Nach einiger Zeit
ß. Auflage, ausgegeben am 2/. Dezember igio.)
ist der Bast hinreichend erweicht und löslich geworden. Man hebt alsdann die Garnträger mit samt den Seidensträhnen aus dem Kessel und wäscht diese aus, ohne sie von den Garnträgern abzunehmen, d. h. ohne sie mit den Händen zu berühren. Sollte nicht aller Bast durch die erste Behandlung entfernt worden sein, so kann das Entbasten durch eine zweite Behandlung der Strähne mit Seifenwasserschaum und nachfolgendem Waschen vervollständigt werden.
Man erhält auf diese Weise eine schöne entbastete und entschälte Seide sowie als Nebenprodukt reine Bastlösungen, welche für die Zwecke des Färbens weiter verwendet werden können. Die im Kessel nach einer ersten Verwendung zurückbleibende Flüssigkeit hat sich infolge Dampf Verlustes auf ungefähr 3/5 ihres ursprünglichen Volumens verringert. Sie kann für eine erneute Behandlung derselben oder einer anderen Seide benutzt werden, wofern man wieder ungefähr 230 bis 240 1 Wasser und ungefähr 16,5 bis 22 kg Seife zusetzt. Die anzuwendende Seifenmenge richtet sich nach der Natur der zu behandelnden Seide.
Statt auf drehbaren Garnträgern kann die Seide auch auf herausnehmbaren Hürden mit Seifenschaum behandelt werden, was namentlich bei Anwendung des neuen Verfahrens zum Entbasten von Seidenabfällen angezeigt ist. Diese Hürden können entweder unmittelbar vom Kessel getragen werden oder an endlosen Ketten aufgehängt sein, die an dem Kessel befestigt sind und gestatten, jede Hürde im Kessel nach und nach in verschiedene Höhenlagen zu bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Entbasten von Rohseide, Rohseidenabfällen, Gespinsten und Geweben aus diesen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Seide in Gegenwart von Dampf und Luft mit Seifenschaum behandelt und hierauf mit kaltem oder warmem Wasser gewaschen wird.
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