DE179205C - - Google Patents

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DE179205C
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Germany
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bust
chest
adjustable
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rubber
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H5/00Dress forms; Bust forms; Stands
    • A41H5/02Inflatable forms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3d. GRUPPE
OTTO HOLZAPFEL in BRESLAU.
Verstellbare Kleiderbüste. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Mai 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine auf verschiedene Größen einstellbare Kleiderbüste, welche die Herstellung genau sitzender Kleidungsstücke ohne vorherige Anprobe gestattet. Von bekannten verstellbaren Kleiderbüsten unterscheidet sich dieselbe insbesondere dadurch, daß die verstellbaren Teile, die eine Verstellung der. Büste sowohl in der Breite als auch in der Höhe ermög-
liehen, mit einem Überzug aus Gummi oder einem anderen elastischen Stoff versehen sind, welcher sich dicht an das Gestell der Kleiderbüste anlegt. Dieser Gummiüberzug bildet einen die Kleiderbüste umschließenden, dichten, dehnbaren Mantel, welcher, ohne die Verstellbarkeit der Büste zu beeinträchtigen, stets eine geschlossene, glatte, kanten- und eckenlose Form bildet und bei der Anprobe des Kleidungsstückes durch Druckluft aufgeblasen wird. Die Büste wird durch entsprechende Einstellung ihrer Teile zunächst auf diejenige Höhe und Breite gebracht, welche dem Musterstück, nach dem gearbeitet' werden soll, entspricht. Das Musterstück zieht man auf die Büste auf und bläst durch eine Luftpumpe den Überzug so weit auf, bis er das Musterstück vollkommen ausfüllt, Ist jetzt das Kleidungsstück genau nach den Maßen des Musterstückes angefertigt, so läßt sich eine Anprobe an dem Büstenständer in derselben genauen Weise vornehmen wie an dem Körper, bis die Form der Kleiderbüste das neu anzufertigende Kleidungsstück ebenso voll ausfüllt wie vorher das Musterstück.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in
Fig. ι in Vorderansicht und in
Fig. 2 in einem Längsschnitt.
Die Büste steht auf einem Fuß und ist aus einem Rumpfteil α, einem Hüftenteil b, einem Brustteil c und zwei Schulterteilen d und e zusammengesetzt. An dem Rumpfteil α ist ein Bolzen f befestigt, welcher in seinem oberen Teile mit Gewinde g versehen ist, auf welches eine in dem Brustteil c drehbar angebrachte Schraubenmutter i aufgeschraubt ist. Bei einer Drehung der Mutter i ändert sich der Abstand des Brustteiles c von dem Rumpfteil α und damit auch die Höhe der Büstenform.
Die Schulterteile d, e sind mit dem Brustteil c in ähnlicher Weise verstellbar verbunden, und zwar erfolgt die Verstellung der Schalterteile durch Drehung der Muttern k, welche auf die an dem Brustteil c befestigten Schraubenbolzen / aufgeschraubt sind. Die Muttern 2 und k sind mit Zapfen ν bezw. m versehen, auf welche eine Kurbel h aufgesteckt werden kann. Die Öffnungen an dem Brustteil c und den S.chulterteilen d, e, durch welche die Kurbel eingeführt wird, können nach der Einstellung der Büste durch Kapseln η und ο luftdicht abgeschlossen werden. Der zwischen dem Brustteil c und dem Rumpfteil α angeordnete Hüftenteil b sitzt lose verschiebbar und gegen Drehung gesichert auf dem Bolzen f. Sämtliche Teile der Büste sind durch einen aus Gummi oder anderem elastischen Stoff gefertigten Mantel ρ ηο
überzogen, welcher sich dicht an die Büstenteile anlegt. Sobald die Büste in ihrer Höhe verstellt wird, wird der lose auf dem Bolzen f sitzende Hüftenteil b an dem Bolzen durch den sich dicht um den Hüftenteil b herumlegenden Mantel ρ in seine richtige Lage verschoben.
In das Innere der Büste führt ein Ventil q, an welches der Schlauch r einer Luftpumpe s
ίο angeschlossen ist. Außerdem ist an der Büste noch ein zweites Ventil t angebracht, durch welches bei einem Druck auf den Knopf u die Luft aus der Büste schnell herausgelassen werden kann.
Soll die Büste in ihrer Höhe verstellt werden, so schraubt man die Kapsel η ab, setzt die Kurbel h auf den Zapfen ν der Mutter i auf und schraubt durch Drehung der Mutter i den Brustteil c an dem Gewinde g der Spindel f so weit nach oben, bis die Büste die erforderliche Höhe besitzt. Alsdann zieht man die Kurbel h ab und schraubt die Kapseln η wieder auf. Soll die Büste auch in ihrer Breite verstellt werden, so schraubt man auch die Kapseln ο von den Schulterteilen d und e ab,' setzt die Kurbel h auf die Zapfen m der Mutter k auf und schraubt letztere auf den Schraubenspindeln / so weit zur Seite, bis die Büste ihre erforderliche Breite besitzt. Alsdann dichtet man die Öffnungen für die Kurbel wiederum durch Aufschrauben der Kapseln 0 ab. Hat man alsdann das Musterstück auf die Büste aufgezogen, so drückt man durch die Luftpumpe s Luft in die Büste hinein. Hierbei wird der Mantel ρ aufgeblasen und gibt infolge seiner hohen Elastizität an den Stellen nach, an welchen er Raum findet, so daß er schließlich das Musterstück vollkommen ausfüllt. Damit ist die der Körperform vollkommen gleiche Form der Kleiderbüste geschaffen, an welcher alsdann eine genaue Anprobe des neu anzufertigenden Kleidungsstückes erfolgen kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verstellbare Kleiderbüste, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Teile in einem mit Druckluft aufzublasenden Mantel aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff angeordnet sind.
2. Kleiderbüste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit verstellbaren Schulterteilen (d, e) versehene Brustteil (c) an einer an dem festen Rumpfteil (α) befestigten Spindel (f) gegen den Rumpfteil in verschiedener Höhe eingestellt werden kann, und daß zwischen dem Brustteil (c) und dem Rumpfteil (a) ein auf der Spindel (f) lose beweglicher Hüftenteil (b) angebracht ist, welcher bei der durch die Verschiebung des Brustteiles gegen den Rumpfteil hervorgerufenen Dehnung des Gummimantels in seine richtige Lage verschoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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