DE179176C - - Google Patents

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DE179176C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/34Arrangements of heating devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Brennen von Zement in Drehrohrofen. Um den zum Kalzinieren des Gutes erforderlichen geringeren Hitzegrad zu erzeugen, wird eine langsam brennende Flamme verwendet, welche in bekannter Weise dadurch erzeugt wird, daß man durch den Rost oder den Verbrennungsraum ein neutrales oder indifferentes Gas in einer vorher bestimmten ίο Mischung mit Luft hindurchschickt. Diese1 langsam brennende Flamme ist von erheblich · niedrigerer Temperatur als die gewöhnliche Heizflamme und von größerer Ausdehnung in Querschnitt und Länge.
Für das Sintern und teilweise Schmelzen der Klinker ist jedoch eine höhere Temperatur erforderlich, welche durch künstliche Aufwallung der Flammenbestandteile oder der Brennstoffgase erreicht wird, und zwar durch Verwendung eines Mittels, welches die Flamme in innige Berührung mit dem zu verarbeitenden Gut bringt. Zu diesem Zwecke wird ein gegen den Herd gerichteter Luft- oder. Gasstrahl eingeführt, welcher die Flamme an derjenigen Stelle, wo er zur Wirkung gelangt, begrenzt und durch Erhöhung der Temperatur, wie ■ sie zum Sintern erforderlich ist, zu intensiverer Wirkung bringt.
Auf den Zeichnungen ist ein zur Ausführe rung vorstehenden Verfahrens geeigneter Drehrohrofen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt eines solchen Ofens,
Fig. 2 einen Querschnitt nach 2-2 der Fig. 1.
Die schräg liegende Herdkammer 10 ist in bekannter Weise als Drehrohrofen ausgebildet und erhält den Antrieb für ihre Bewegung gemäß der gezeichneten Ausführungsform durch ein Schneckengetriebe; das zu brennende Gut wird an deren höchster Stelle mittels, einer bekannten Förderschnecke 12 zugeführt. An demselben Ende der Herdkammer befindet sich auch in bekannter Weise der Schornstein 20, so daß die Flamme im Gegenstrom zur Förderrichtung des Gutes sich bewegt. Am anderen Ende der Herdkammer ist eine Feuerbüchse 11 vorgesehen und eine Abstichöffnung 13, von der aus die gebrannten Klinker in die Kühlvorrichtung 14 gelangen können. Die Feuerbüchse enthält in bekannter Weise einen Herd 15 zur Aufnahme des Brennstoffes, ferner einen Aschenfall 16 und den Verbrennungsraum 19. Weiterhin sind in bekannter Wreise die öffnungen 17 und 18 vorgesehen, welche gewöhnlich geschlossen gehalten werden, um einen verstärkten und beschleunigten Zug ztT erhalten.
In eine vom Schornstein 20 zum Aschenfall 16 führende Leitung 21 ist ein Exhaustor 22 eingebaut, sowie vor dem letzteren ein Luftzuführungsrohr 23. Die Luftleitung wie das Leitungsrohr 21 erhalten einstellbare Absperrorgane 24, 25, so daß das voraus zu bestimmende Mengenverhältnis der dem Aschenfall zuzuführenden Luft und Schornsteingase geregelt werden kann; hierbei bewirken die Schonisteingase eine Verzögerung der Verbrennung, wodurch eine langsam brennende, voluminöse Flamme von verhältnismäßig niedriger Temperatur erzeugt wird. Diese Flamme nimmt den weitaus größten Teil des Querschnittes der · Herdkammer 10 ein und
bleibt auf einem möglichst langen Wege von der Feuerbüchse aus in Wirksamkeit, ■ indem sie das zementbildende Gut schon bei Einführung in den Arbeitsgang kalziniert.
In der Nähe der Feuerbüchse 11 ist eine Strahldüse 30 angeordnet, welche durch eine Schutzvorrichtung selbst gegenüber den Feuergasen geschützt ist; letztere besteht in der Anordnung von zwei oder mehreren schräg gegen die Mittelachse gerichteten Klappen 29, deren Vorderränder so weit voneinander entfernt sind, daß der aus der Düse 30 ausströmende Strahl hindurchzutreten vermag. Die vor den Schutzklappen sich bildende heiße Zone kann daher nicht auf die Zuführungsleitung 31 sowie die Düse 30 in nachteiliger Weise einwirken. Eine Leitung 31 steht mit einem die Druckluft liefernden Kompressor 32 in Verbindung; in einem innerhalb der Kühlvorrichtung 14 befindlichen Raum 33 oder auch in anderer geeigneter Weise kann die Druckluft vorgewärmt werden.
Der aus der Düse 30 kommende Luft- oder Gasstrahl ist gegen den am tiefsten liegenden Teil des sich allmählich auf dem Herd nach abwärts bewegenden Gutes gerichtet und begrenzt die. Verbrennung desjenigen Teiles der Flamme oder des Gasstromes, welcher in seine Wirkungssphäre gelangt, wodurch der Verbrennungsvorgang erhöht und ein größerer Hitzegrad als bei der Hauptflamme erzielt wird; hierbei werden die Klinker endgültig gesintert und geschmolzen.
Zur Ausführung des Verfahrens können naturgemäß auch andere Arten von Brenn- oder Flammöfen Verwendung finden, ebenso wie die Art des Brenngutes eine beliebige sein kann.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Brennen von Zement in Drehrohröfen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kalzinierung des Brenngutes eine Vorfeuerung von niedriger Temperatur Verwendung findet, während die zum Sintern und Schmelzen des Brenngutes notwendige gesteigerte Hitze durch Einführung eines Druckluft- oder Gasstrahles in die Herdkammer geschaffen wird.
2. Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung von Schutzklappen (29), welche die durch den Druckluftbezw. Gasstrahl erzeugte Hitze nicht unmittelbar auf die Einströmdüse (30) bezw. die Zuführungsleitung- (31) zurückwirken lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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