DE17887C - Sackreinigungs - Maschine - Google Patents

Sackreinigungs - Maschine

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DE17887C
DE17887C DENDAT17887D DE17887DA DE17887C DE 17887 C DE17887 C DE 17887C DE NDAT17887 D DENDAT17887 D DE NDAT17887D DE 17887D A DE17887D A DE 17887DA DE 17887 C DE17887 C DE 17887C
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DE
Germany
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sack
cleaning machine
chains
bag cleaning
brushes
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DENDAT17887D
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English (en)
Original Assignee
C. VOGELGESANG, FR. MEYERS Sohn in Tangermünde, Kreis Stendal und F. SCHMERSOW in Berlin N., Chausseestr. 86
Publication of DE17887C publication Critical patent/DE17887C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06GMECHANICAL OR PRESSURE CLEANING OF CARPETS, RUGS, SACKS, HIDES, OR OTHER SKIN OR TEXTILE ARTICLES OR FABRICS; TURNING INSIDE-OUT FLEXIBLE TUBULAR OR OTHER HOLLOW ARTICLES
    • D06G1/00Beating, brushing, or otherwise mechanically cleaning or pressure cleaning carpets, rugs, sacks, hides, or other skin or textile articles or fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
Sackreinigiings-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1881 ab.
Bei dem jetzigen Verfahren, den Zucker oder das Salz etc. nicht mehr in Fässern, sondern in Säcken zu verpacken und zu verschicken, tritt an den Empfänger dieser Waare das Bedürfnifs heran, dafür Sorge tragen zu müssen, dafs die Säcke von den an der Innenseite haftenden Krystallen wieder gereinigt, ehe dieselben an den Absender zurückgeschickt werden. Zieht man namentlich die Zuckerraffinerien in Betracht, welche jeden Tag mehrere Arbeiter mit dem Reinigen der grofsen Anzahl von Säcken beschäftigen und hierfür einen bedeutenden Tagelohn zahlen müssen, so stellte sich schon lange das Bedürfnifs heraus, diese Reinigung mittelst Maschinen zu bewirken.
Die neue Sackreinigungs-Mäschine reinigt die Säcke vollkommen und braucht nur von einem Arbeiter bedient werden. Die Maschine ist in beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι ein Horizontalschnitt nach E-F mit Ansicht der Bürstenwalzen α α', der beiden Zahnräder c c' nebst Antriebriemscheiben r r', und der Zwischenwelle ζ zum Betriebe der oberen Holzwalze d;
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt nach A-B durch die Bürstenwalzen a a', die obere Holzwalze d und die unteren KettenführungswOllen d' und d", sowie mit Ansicht der geschlossenen Laschenketten / und des Gestelles G;
Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach C-D durch das Gestell G mit Ansicht der Bürstenwalze a der beiden Laschenketten /, verbunden mit einjsrti, ^Fla-citeiaen ο und daran geschraubten Kla^nimenp^Mn Halten des Sackes S;
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt nach A-B durch die obere Holzwalze d, das Schutzbrett /, mit Ansicht der Laschenkette f mit daran befindlichem Klammerhalter 0 und Klammer m;
Fig. ς Ansicht eines Stückes der Laschenkette f in Verbindung mit dem Klammerhalter 0 und daran befindlicher Klammer m;
Fig. 6 Ansicht eines Doppelhakens Ή ohne Griff mit einpunktirtem Schieber q;
Fig. 7 Schwungrad w mit Kurbelgriff u zum Handbetrieb.
Die Sackreinigungs - Maschine besitzt die Bürstenwalzen α α', Fig. 1, 2 und 3, welche in der Weise hergestellt sind, dafs man um eine eiserne viereckige Welle eine Holzwalze bildet, in welcher die Piassava- oder andere harte Bürsten im Umkreise eingesetzt werden. Die: Bürste a' hat an dem Gestell G feste Lager, und sitzen an dieser Welle zu gleicher Zeit die festen und losen Antriebriemscheiben r r'. Die Bürste a hat indessen Schiebelager, welche verstellt werden können, je nachdem die Dicke des Sackes es erfordert, oder durch Abnutzung der Bürsten ein Zusammenstellen nöthig wird.
Den Betrieb dieser beiden Bürsten a a' mit einander vermitteln die Zahnräder c c', Fig. 1 und 2, welche sich in der Richtung der Pfeile v' ca. 60 bis 70 mal pro Minute umdrehen. Die obere Holzwalze d, sowie die unteren Wellen d' und d" ruhen in festen Lagern und haben an beiden Enden innerhalb des Gestelles G Kettenrollen t mit vorspringenden Zahnstücken. Ueber diese Kettenrollen t laufen die beiden geschlosse-
nen Laschenketten /; diese Ketten sind mit einem oder zwei Flacheisen o, genannt Klammerhalter, Fig. 5, verbunden, und an diesen Klammerhaltern ο sind die Klammern m angeschraubt, welche zum Einspannen und Halten des Sackes S dienen.
Die Klammern m, Fig. S, von deren schnellem 'Oeffnen und Schliefsen die Leistungsfähigkeit der Maschine bedingt wird, bestehen jede aus einer zusammengebogenen stählernen Feder m, über welcher sich ein Schieber q mit seitlichen Ansätzen s hin- und herschiebt, wie aus Fig. S zu ersehen ist.
Die Anwendung der Ansätze s, Fig. 5, sowie das mit der Feder verbundene Scharnier finden später ihre Erklärung.
Die Holzwalze d nebst darauf sitzenden zwei Kettenrollen t erhält den Antrieb von der in festen Lagern ruhenden Bürstenwelle a' und der Zwischenwelle 2 durch die Zahnräder h h' und die beiden Riemscheiben ti'. Die Reinigung der Säcke mittelst dieser Maschine und die Bedienung derselben geht folgendermafsen vor sich:
Der Arbeiter, welcher auf der Seite J, Fig. 1, 2 und 4, seinen Stand hat, nimmt den zu reinigenden Sack S, öffnet die Klammern m nach einander und schiebt den Sack zwischen die Federn, welche dann vermittelst des Schiebers q geschlossen werden. Zum Oeffnen und Schliefsen bedient man sich eines Doppelhakens H, wie ein Theil davon in Fig. 6 angegeben ist, und zwar in der Weise, dafs man mit den beiden Haken η hinter die beiden Ansätze s, Fig. 5, am Schieber q fafst, und durch Ziehen entweder die Klammer öffnet oder schliefst. Nachdem der Sack 5 in der ganzen Breite eingespannt ist, rückt man die Maschine ein. Es nimmt der Sack, welcher nun mit dem Klammerhalter 0, welch letzterer an seinen beiden Enden mit den Ketten f fest verbunden ist, denselben Weg wie die Ketten, nur mit dem Unterschiede, dafs die Ketten /, Fig. 3, seitlich zwischen den beiden Bürsten α α' hindurchgehen, während der Klammerhalter 0 mit dem daran hängenden Sack 5 langsam in der Richtung der Pfeile v, Fig. 2, die Bürsten α α' passirt, und letztere den Sack S in seiner ganzen Breite und Länge von den anhaftenden Krystallen etc. reinigen. Da die Ketten f ohne Ende sind, so machen dieselben einen Kreislauf, ebenso auch der daran befindliche Klammerhalter 0 mit dem Sack »S1.
Hat nun der Sack .S die Bürsten α α' verlassen und hat der Klammerhalter 0 die Stelle L, Fig. 4, berührt, so zieht der Arbeiter mit dem Doppelhaken Ή sämmtliche Schieber q nach unten; hierdurch ist der Sack ausgeschaltet.
Es wird nun ein anderer bereit liegender Sack eingespannt, und um dies schnell bewerkstelligen zu können, ist jede Klammer m mit einem Scharnier versehen.
Man giebt also der Klammer die Lage, wie in Fig. 4 angegeben ist, schiebt nun zwischen die geöffneten Federn den zu reinigenden Sack und schliefst mittelst des Doppelhakens H die Klammern m. Diese Procedur geht ziemlich schnell von statten, und da der Weg von L nach N lang genug ist, ferner die Ketten / sich ziemlich langsam fortbewegen, so ist der Arbeiter im Stande, das Ein- und Ausschalten der Säcke zu bewirken, ohne die Maschine anhalten zu müssen.
Das Schutzblech / hat den Zweck, dafs der Sack S bei dem Aus- und Einspannen nicht in das Bürstwerk fällt.
Der Holzbalken b, Fig. 1 und 2, dient dazu, dafs die Klammern m, nachdem der Sack eingeschaltet ist, bei dem Passiren der Leitwelle d' von selbst die richtige Lage wieder annehmen.
Zu bemerken ist noch, dafs statt der Riemscheiben r r' .ein Schwungrad w, Fig. 7, mit Kurbelgriff u zum Handbetrieb angebracht werden kann.

Claims (1)

  1. P ATENT-An spruch:
    Eine Sackreinigungs-Maschine, in der Weise construirt, dafs zwei über die Kettenrollen t geführte Laschenketten / ohne Ende, welche durch einen oder zwei Flacheisenstäbe 0 verbunden sind, . den an letzteren mittelst der Klammern m befestigten Sack S durch die beiden rotirenden Bürsten α α1 ziehen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT17887D Sackreinigungs - Maschine Active DE17887C (de)

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