DE178474C - - Google Patents

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DE178474C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildet ein Verfahren zur Herstellung von Leuchtkörpern für elektrische Glühlampen,
' bei welchen auf einem elektrisch leitenden,
z. B. aus Kohle bestehendem Faden ein Überzug aus reinem graphitischen Kohlenstoff und einem Metall von hohem Schmelzpunkt erzeugt wird.
Es ist ein in der Glühlampenfabrikation ίο bekanntes Verfahren, zur Härtung und Egalisierung von Kohlenfäden diese in einem Kohlenwasserstoff bade mittels eines elektrischen Stromes zu erhitzen und auf diese Weise einen Überzug aus Kohlenstoff zu erzeugen.
• Es hat sich nun gezeigt, daß die Dichtigkeit und Härte derartiger Überzüge und damit deren Dauerhaftigkeit auch bei hoher Belastung der Glühfäden wesentlich erhöht werden kann, wenn man gleichzeitig mit dem
ao Kohlenstoff ein Metall von höherem Schmelzpunkt als die Glühfemperatur des Fadens auf den letzteren niederschlägt.
Um solche Niederschläge aus einer Mischung von reinem graphitischen Kohlenstoff und einem Metall von hohem Schmelzpunkt zu erzielen, wird nach vorliegender Erfindung das Glühen des Fadens in einem Kohlenwasserstoffbade vorgenommen, in welchem eine organische Verbindung des betreffenden Metalles gelöst ist.
Zur Ausführung des Verfahrens kann irgend eine homogene Faser Verwendung finden, welche durch Hitze in Kohle umgewandelt werden kann, z. B. ein Faden, der aus Zellulose besteht, die in dickflüssigem Zustande in eine geeignete Härteflüssigkeit durch eine Düse gepreßt wird; statt dessen könnte man auch einen zusammengesetzten Faden verwenden, da das Verfahren in. gleicher Weise sowohl bei jeder Art von Kohle-, Metall- oder Karbidfäden, als auch bei zusammengesetzten Fäden, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen, angewendet werden kann, sofern nur einer der Bestandteile des Fadens ein Leiter erster Klasse ist.
Nachdem der Faden karbonisiert oder in anderer Weise in einen Leiter umgewandelt worden ist, wird er in Klemmen eingespannt, die mit einer Elektrizitätsquelle in Verbindung stehen, und in eine Dampfatmosphäre oder in ein Flüssigkeitsbad gebracht, die aus chemisch reinem Kohlenwasserstoff, in dem eine organische Metallverbindung gelöst ist, bestehen. Alsdann wird der Faden durch Hindurchleiten des elektrischen Stromes auf Rotglut erhitzt, wobei sowohl graphitische Kohle als auch Metall ausgeschieden und auf der Oberfläche des Fadens niedergeschlagen wird. Diese Niederschläge entstehen durch Zersetzung des Kohlenwasserstoffes und der organischen Metallverbindungen unter dem Einfluß der Hitze des glühenden Fadens.
Als Lösungsmittel für die organischen Metallverbindungen wird zweckmäßig chemisch reines Benzol verwendet, welches von allen Unreinigkeiten, wie Schwefel und Wasser, befreit worden ist. Es kann jedes beliebige Metall Verwendung finden, dessen Schmelzpunkt höher liegt als die Temperatur, bei welcher der Faden in der Lampe glüht und welches eine organische Verbindung bildet. Bor oder Silicium bilden derartige Verbin-

Claims (3)

  1. düngen, von denen Silicium-Tetraphenyl ein gutes Beispiel gibt. Das Trietylphenyl von Silicium oder Bor ist ebenfalls brauchbar. Für gewöhnlich wird man eine gesättigte Lösung in Anwendung bringen, wobei durch Veränderung der Zusammensetzung der Lösung das Verhältnis zwischen der Kohle und dem Metall in dem Niederschlag geregelt werden kann. Die nach diesem Verfahren ίο hergestellten Fäden halten viel besser die Kerzenstärke aufrecht, wenn sie auch sehr stark beansprucht werden, als es die gebräuchlichen Kohlenfäden tun.
    1S Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von
    Leuchtkörpern für elektrische Glühlampen, bei dem ein elektrisch leitender Faden durch Glühen in einem Kohlenwasserstoffbade mittels des elektrischen Stromes mit Kohlenstoff überzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kohlenwasserstoffbade eine organische Verbindung eines Metalles von hohem Schmelzpunkt aufgelöst ist, so daß beim Glühen des Fadens gleichzeitig reiner graphitischer Kohlenstoff und Metall auf denselben niedergeschlagen wird, zu dem Zweck, durch Beimengung des Metalles den Überzug dichter und widerstandsfähiger zu machen.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Bades aus reinem Kohlenwasserstoff, in welchem Silicium-Tetraphenyl gelöst ist.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Bades aus chemisch reinem Kohlenwasserstoff, in welchem 40^ Trietylphenyl von Silicium oder Bor ge- \ löst ist.
    Berlin, gedruckt in der reichsdrückereI.
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