DE63599C - Verfahren zur Verbindung des Einführungsdrahtes von Glühlampen mit der Glasbirne - Google Patents

Verfahren zur Verbindung des Einführungsdrahtes von Glühlampen mit der Glasbirne

Info

Publication number
DE63599C
DE63599C DENDAT63599D DE63599DA DE63599C DE 63599 C DE63599 C DE 63599C DE NDAT63599 D DENDAT63599 D DE NDAT63599D DE 63599D A DE63599D A DE 63599DA DE 63599 C DE63599 C DE 63599C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
incandescent lamps
glass
wires
glass bulb
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63599D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. scharf und R. latzko, beide in Wien i, Wipplingerstr. 38
Publication of DE63599C publication Critical patent/DE63599C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C27/00Joining pieces of glass to pieces of other inorganic material; Joining glass to glass other than by fusing
    • C03C27/04Joining glass to metal by means of an interlayer
    • C03C27/042Joining glass to metal by means of an interlayer consisting of a combination of materials selected from glass, glass-ceramic or ceramic material with metals, metal oxides or metal salts
    • C03C27/046Joining glass to metal by means of an interlayer consisting of a combination of materials selected from glass, glass-ceramic or ceramic material with metals, metal oxides or metal salts of metals, metal oxides or metal salts only

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Common Detailed Techniques For Electron Tubes Or Discharge Tubes (AREA)
  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um in elektrischen Glühlampen dem Kohlenbügel oder sonstigen Leiter, der zum Glühen gebracht werden soll, den Strom zuzuführen, mufste bisher jener Theil des metallischen Leiters, welcher durch die Glasbirne führt, unbedingt aus Platin gemacht werden.
Diese Verwendung von Platin erhöht wesentlich den Erzeugungspreis der Lampen, daher ist es seit langem das Bestreben der Glühlampenerzeuger, dieses Metall durch ein anderes, billigeres zu ersetzen.
Diese Bemühungen blieben bisher ohne Er-, folg, da kein anderes Metall und keine Metalllegirung die drei folgenden Eigenschaften des Platins in sich vereinigt: 1. nahezu gleichen Ausdehnungsco.efficienten mit dem Glase, 2. Unoxydirbarkeit und 3. Unschmelzbarkeit in der Glasbläserflamme, deren gleichzeitige Erfüllung allein das Einschmelzen der Einführungsdrähte ermöglicht und dann einen festen und dichten Verschlufs für die Dauer gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Anwendung von Drähten aus unedlem Metall (Kupfer, Eisen) statt des Platins, ohne dafs hierdurch die Vortheile einer festen und dichten Verbindung der Birne mit den Metalldrähten verloren gehen.
Das Verfahren, durch welches dies erzielt wird, besteht nun darin, dafs man an denjenigen Stellen der Glasbirne, durch welche die Metalldrähte hindurchgeführt und befestigt werden sollen, und welche zu diesem Zweck mit Glasröhrchen oder Glasansätzen versehen oder auch nur einfach durchlocht sind, einen am Glas festhaftenden Edelmetällüberzug herstellt und hierauf die Metalldrähte mit diesem Ueberzug durch Löthen oder im galvanischen. Bad oder durch ein Zusammenwirken beider Verfahren verbindet.
Zur Ausführung der Erfindung werden reine Edelmetalle in Pulverform, so wie sie in der Porcellanmalerei verwendet werden, mit dickflüssigem OeI (Terpentindicköl oder mit Weichharz, Canadabalsam, Copaivabalsam) zu einer breiigen Masse innigst verrührt, auf das Glas an den entsprechenden Stellen aufgetragen, getrocknet und dann in der Flamme eines Bunsenbrenners bis zur Rothglut erhitzt (eingebrannt).
Die Erfahrung ergiebt die dabei einzuhaltende Temperatur. Ist dieselbe zu gering, so haftet der Ueberzug nicht fest am Glase, während bei zu hoher Temperatur das Metall schmilzt, sich in Form von Kügelchen sammelt und einzelne Glasstellen freilegt.
Der Kohlenfaden wird mit den unedlen Metalldrähten in gebräuchlicher Weise verbunden und dann in die Birne eingesetzt.
Das Einsetzen des Bügels kann von oben oder von unten aus geschehen. In beiden Fällen ist die Glasbirne, wie die beiliegende Zeichnung veranschaulicht, im Untertheil entweder mit zwei kurzen oder langen Ansatzröhrchen a, Fig. i, oder mit zwei Löchern b, Fig. 2, versehen, durch welche die Kupferoder Eisendrähte hindurchgesteckt werden.
Die freien Drahtenden ragen mehr oder weniger aus den Ansatzröhrchen oder Oeffnungen hervor und können auch gegebenen Falles zu Häkchen umgebogen werden.
Der oben erwähnte Edelmetallüberzug wird an den Enden dieser Röhrchen α bezw. um den Rand der Löcher b herum angebracht.
Um alsdann die Metalldrähte mit dem Glase zu verbinden, wird ein Weichloth (Zinnloth) angewendet, welches um die Drähte herum und über dem Edelmetallüberzug bei / durch sehr rasche Berührung aufgetragen wird, daselbst sofort erstarrt und eine dichte, feste Verbindung bildet, die vom Glase nicht getrennt werden kann.
Die Verbindung kann auch vortheilhaft mit Hülfe eines gelochten Hütchens c, Fig. 3, aus unedlem Metall (Kupfer) hergestellt werden, welches über das mit Edelmetallüberzug versehene Ende des Ansatzröhrchens aufgeschoben wird und durch welches der Draht d hindurchgeht.
Zwischen das Hütchen c und das Rohrende wird das Weichloth eingegossen und der Draht durch Löthen mit dem Hütchen und somit auch mit der Glasbirne fest verbunden.
In allen angeführten Fällen werden die zu löthenden Stellen in bekannter Weise mit Löthsäure angefeuchtet.
Die Verbindung der mit Edelmetallüberzug versehenen Stellen der Glasbirne mit den Drähten kann auch, und zwar unmittelbar oder unter Anwendung eines Hütchens c, im galvanischen Bad vorgenommen werden, indem man so lange Metall (Kupfer, Eisen) niederschlagen läfst, bis die Zwischenräume ausgefüllt sind.
An Stelle des reinen Metalles in Pulverform kann man auch ein entsprechendes Metallsalz (wie Chlorsilber, Silbernitrat, Goldchlorid, Platinchlorid) anwenden, doch werden damit minder günstige Ergebnisse, erzielt.
Bei unmittelbarer Löthung, bei welcher eine hinreichende Dicke des Edelmetallüberzuges nöthig ist, erscheint die Anwendung des reinen Metalles angezeigt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zur Herstellung einer luftdichten ' festhaftenden Verbindung des Einführungsdrahtes mit der Glasbirne an Glühlampen, welches ein Einschmelzen der Drähte in die Birne dadurch entbehrlich macht, dafs das Glas an den Durchtrittsstellen der Drähte durch vorheriges Einbrennen von Edelmetallen mit einem gut haftenden Ueberzug versehen wird, welcher durch Löthung oder galvanische Niederschläge mit dem aus unedlem Metall bestehenden Einführungsdraht verbunden wird.
2. Nach dem unter 1. gekennzeichneten Verfahren hergestellte Glühlampen, bei denen die Löthung oder galvanische Verbindung zwischen den Ansatzröhrchen fa), Fig. 3, und dem aufgeschobenen Hütchen (c) erfolgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT63599D Verfahren zur Verbindung des Einführungsdrahtes von Glühlampen mit der Glasbirne Expired - Lifetime DE63599C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE63599C true DE63599C (de)

Family

ID=337515

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT63599D Expired - Lifetime DE63599C (de) Verfahren zur Verbindung des Einführungsdrahtes von Glühlampen mit der Glasbirne

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE63599C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH401186A (de) Verfahren zum Herstellen von Thermoelementschenkeln
DE2602308A1 (de) Elektrische lampe
DE2037553A1 (de) Rucklotbare Anschlußverbindung
DE3312713A1 (de) Silberbeschichtete elektrische materialien und verfahren zu ihrer herstellung
DE63599C (de) Verfahren zur Verbindung des Einführungsdrahtes von Glühlampen mit der Glasbirne
DE2732060C2 (de) Elektrische Leuchtstofflampe
AT84158B (de) Einrichtung zur Befestigung der Elektroden in Vakuumröhren, insbesondere Röntgenröhren.
DE8325961U1 (de) Kupferdraht mit einer Zinnauflage
DE1254727B (de) Verfahren zum Herstellen gedruckter Leitungen
DE495005C (de) Stromeinfuehrungsdraht
DE2138083C3 (de) Verfahren zum Anbringen der Anschlußdrähte eines keramischen Kondensators
DE737412C (de) Verfahren zur Herstellung loetfaehiger Metallschichten auf keramischen Koerpern
DE928807C (de) Verfahren zum Aufdampfen von Silberspiegeln
DE2003884A1 (de) Einsockel Wolfram-Halogenlampe
DE196021C (de)
DE899774C (de) Verfahren zur vakuumdichten Verbindung von keramischen Koerpern mit metallischen oder keramischen Koerpern
DE2354045A1 (de) Metallischer manteldraht
DE43113C (de) Verfahren zum Verbinden von Glas, Porzellan und Marmor mit Metall
DE660114C (de) Verfahren zum Weichloeten von Aluminium
DE223652C (de)
DE19640168A1 (de) Hochgoldhaltige gelbe Lotlegierung für Dentalteile
DE297043C (de)
DE204617C (de)
AT235983B (de) Verfahren zum Anlöten von Gitterdrähten, insbesondere an Rahmen von Spanngittern elektrischer Entladungsröhren
DE58802C (de) Verfahren zur Ausbesserung von Glühlampen