DE17779C - Neuerungen an Drahtflechtmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Drahtflechtmaschinen

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DE17779C
DE17779C DENDAT17779D DE17779DA DE17779C DE 17779 C DE17779 C DE 17779C DE NDAT17779 D DENDAT17779 D DE NDAT17779D DE 17779D A DE17779D A DE 17779DA DE 17779 C DE17779 C DE 17779C
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Germany
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spindles
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rack
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DENDAT17779D
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English (en)
Original Assignee
O. WEBER in Leipzig
Publication of DE17779C publication Critical patent/DE17779C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F27/00Making wire network, i.e. wire nets
    • B21F27/02Making wire network, i.e. wire nets without additional connecting elements or material at crossings, e.g. connected by knitting
    • B21F27/06Manufacturing on twister-gear machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE !-.ySmkcn- und Drahterzeugung.
OSWALD WEBER in LEIPZIG. Neuerungen an D r a h t fl e c h t m a s c h i η e n.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1881 ab.
Um Drahtgeflecht in grofsen Mengen und zu niedrigen Preisen herstellen zu können, ist man seit längerer Zeit bemüht gewesen, Maschinen zu construiren, mittelst derer auf mechanische Weise die Manipulation des Flechtens ausgeführt werden soll. Die bisher construirten Maschinen konnten sich indefs, nach Angabe des Erfinders, wegen ihrer mangelhaften Function und complicirten Anordnung nicht einführen, da besonders der Umstand, verschieden weite Maschen mit ein und derselben Maschine zu flechten, constructiv nicht durchführbar erschien. Fortgesetzte Versuche etc. führten nun zu der auf beiliegenden Zeichnungen in Fig. 1 bis 10 dargestellten Maschine, welche in ihren constructiven Anordnungen wesentliche vortheilhafte Eigenthümlichkeiten zeigt, die im hohen Grade geeignet sind, den an eine Maschine gestellten Anforderungen in jeder Hinsicht zu entsprechen.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus dem Gestelle A, Antriebsmechanismus, Spanntisch, Spindelwechsel und Flechtmechanismus nebst besonderer Einrichtung zum Verschieben des Spanntisches.
Die Hauptbestandtheile der Maschine sind die eigenthümlich angeordneten Flechtspindeln ί', welche in ihrem hinteren Theil aus einem vollen runden Stück bestehen und auf welchen der Trieb t und eine Drahtrolle α befestigt sind, wohingegen ihr vorderer Theil s1 aus einer genau halbcylindrisch geformten Welle besteht, die, in dem festen Rahmen B gelagert, an ihrem vorderen Ende den halbcylindrischen Flechtkopf trägt, der ebenfalls in B gelagert ist. Ueber dem halbcylindrischen Theil sl der Spindeln liegt ein anderer halbcylindrischer mit s1 genau conformer Theil r, welcher in dem beweglichen Rahmen R gelagert ist, und dann durch Spindel s zur Rotation gebracht wird, wenn beide Theile genau über einander zu liegen kommen und alsdann als eine vollkommen cylindrische Welle functioniren. Bei diesem Zusammenwirken der beiden halbcylindrischen Spindeln s1 und r findet folgender Vorgang statt:
Spindeln r ebenso wie Spindeln ί tragen je eine Drahtrolle a; die Drähte beider Spindeln, d. h. der Spindeln ί und r, werden bei i und i1 durch die halbrunden Flechtköpfe geführt. Sind beide Spindeln genau über einander gebracht durch Bewegung des Rahmens i? und werden dieselben durch Trieb t in Umdrehung versetzt, so müssen die beiden Drähte um einander gewunden werden, d. h. die Verbindung der Flechtmasche wird bewirkt. Sobald dies geschehen ist, gelangt der Vorschubmechanismus zur Wirkung, die Drähte werden um ein gewisses Stück aus den Flechtköpfen herausgezogen, und hierauf findet ein Wechseln der Spindeln r statt, indem dieselben durch den beweglichen Rahmen, welcher durch Kurbelschleifmechanismus E periodisch verschoben wird, von den früheren Spindeln s1 auf die Nachbarspindeln gebracht werden, so dafs nunmehr zwei andere Drähte zusammengedreht, und sonach der gezeichnete Maschenwechsel erfolgen mufs. Nach erfolgter Verbindung der Maschen wird wiederum vorgeschoben und hierauf durch den Rahmen die frühere Zusammenrwirkung der Spindeln s1 und r hervorgerufen. Dieses' Spiel wechselt fortwährend und bedingt stets ein sicheres Functioniren des Ganzen. Die Anzahl· der neben einander liegenden Spindeln

Claims (6)

  1. richtet sich nach der Maschenweite des Geflechts ; während für feinere Maschen eine gröfsere Anzahl Spindeln angeordnet wird, ist bei weitmaschigem Geflecht nur nöthig, die überflüssigen Spindeln zu entfernen und die Flechtkopflager nach der gewünschten Maschenweite einzustellen, was mit Hülfe der in Rahmen B und C angeordneten Schlitzlöcher geschieht. Der Wechselrahmen R ist entsprechend geführt und läfst sich die genauere Stellung desselben durch die an der Pleuelsfange C angebrachte Schraubenstellung G genau fixiren. Der Mechanismus, welcher die Rotation der Spindeln s bewirkt, besteht aus der Kurbelschleife JT, die, ebenfalls mit Stellmechanismus G versehen, mit der entsprechend geführten Zahnstange verbunden ist, in welch letztere sämmtliche Triebe t der Spindeln eingreifen. Bei Verschiebung der Zahnstange machen die Spindeln s eine genau bemessene Drehung, indem als mafsgebend betrachtet werden mufs, dafs die Flechtköpfe bezw. Spindeln i1 und r in ihrer Ruhelage stets so stehen müssen, dafs die Schnittlinien der aus den Halbcylindern s1 und r gebildeten rotirenden Spindeln stets genau horizontal liegen, damit Rahmen r regelmäfsig und ohne Hemmung verschoben und der Spindelwechsel stattfinden kann. Das Geflecht wird an beiden Seiten mit einem sogenannten Saumseil abgegrenzt, welches aus zwei oder mehreren Drähten gebildet wird. Dieses Saumseil, welches an dem äufsersten Flechtkopfe als einfacher Draht zur Wirkung kommt, d. h. mit in das Geflecht hineingearbeitet wird, mufs, bevor es zur Spindel s gelangt, bereits gedreht sein. Zu diesem Zwecke sind zu beiden Seiten die Seilspinner 5 angeordnet. Dieselben bestehen aus einer Spindel, welche je nach Erfordernifs zwei oder mehr Drahtrollen η trägt und durch einen besonderen Mechanismus stets nur dann in Rotation versetzt wird, wenn durch den Vorschub Saumseil abgezogen wird (es kann die Einrichtung auch derart getroffen werden, dafs die Seilspinner constant langsam rotiren). Das periodische Spinnen des Seiles geschieht stets während der Bewegung des Spanntisches, die durch einen besonderen Mechanismus bewirkt wird. Der Spanntisch, welcher aus einem mit Rolle u versehenen Rahmen U und dem Führungsgestelle V gebildet wird, ist mit den Zahnstangen ζ und z1 versehen. In diese Zahnstangen ζ greift ein Rad χ, welches auf Welle y sitzt, die periodisch bewegt wird..
    Welle y ist mit einem einer Bohrknarre ähnlich wirkenden Sperrmechanismus versehen, und zwar besteht letzterer aus Sperrrad m, Feder / und Hebel p. Letzterer wird durch die auf der Scheibe P angebrachten, je nach Erfordernifs stellbaren Knaggen K alterirend bewegt. Sobald Knaggen K am Hebel / vorübergleiten, drücken sie denselben seitwärts, wobei der Hebel durch das Sperrrad m die Welle y um ein Gewisses dreht, und dadurch Rad χ die Zahnstange ζ des Rahmens U ebenfalls um ein Bestimmtes verschiebt. Durch die Bewegung des Rahmens U gelangt dessen obere Zahnstange zur Wirkung, indem Rad / in Drehung versetzt wird und durch die Uebersetzung mittelst Räder c und g auch die Seilspinnspindeln »S in Umdrehung gerathen, um das für den Vorschub erforderliche Saumseil zu drehen. Zur sicheren Führung der Gewebdrähte sind die Spindeln mit den Drahtführern ο σ1 versehen und aufserdem die Drahtrollen α auf den Spindein so angeordnet, dafs sie ohne weiteres leicht aus ihrer Lage herausgenommen und durch neue ersetzt werden können. Die Maschine kann für verschiedene Flechtbreiten ausgeführt und zu Dampf- oder Handbetrieb eingerichtet werden. Das Gestell, welches in der Zeichnung als aus Holz dargestellt ist, kann event, auch aus Eisen gefertigt werden. Ueberhaupt ist die Anordnung der einzelnen Constructionstheile von der Art des zu fertigenden Gewebes und der Drahtstärke abhängig.
    PATENτ-Ansprüche:
    An einer Flechtmaschine:
    ι. die Anordnung der aus zwei halbcylinderförmigen Theilen bestehenden Flechtspindeln sj1 und r in Combination mit dem Wechselrahmen R,
  2. 2. der Antrieb der Spindeln s durch Triebe i mittelst Zahnstange,
  3. 3. der Vorschubmechanismus des Spanntisches, bestehend aus der Knaggenscheibe P, Sperrhebel p, Welle y und Rad χ,
  4. 4. die Anordnung der Saumseilspinner und deren Betriebsmechanismen, bestehend aus Zahnstange z1, Rädern Ie g und Spindeln S,
  5. 5. der Gesammtantriebsmechanismus, gebildet aus der Kurbelschleifscheibe, in Verbindung mit den regulirbaren Pleuelstangen,
  6. 6. die Verstellbarkeit der Flechtkopf lager in Rahmen B und R zum Zwecke der Veränderung der Maschenwerke.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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