DE17734C - Neuerungen in der Herstellung von Absteifstangen für Corsets und andere Bekleidungsgegenstände, sowie an den dazu dienenden Apparaten - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Absteifstangen für Corsets und andere Bekleidungsgegenstände, sowie an den dazu dienenden Apparaten

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DE17734C
DE17734C DENDAT17734D DE17734DA DE17734C DE 17734 C DE17734 C DE 17734C DE NDAT17734 D DENDAT17734 D DE NDAT17734D DE 17734D A DE17734D A DE 17734DA DE 17734 C DE17734 C DE 17734C
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L. C. WARNER in New-York (V. St. A.)
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41CCORSETS; BRASSIERES
    • A41C1/00Corsets or girdles
    • A41C1/12Component parts
    • A41C1/14Stays; Steels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Die in folgendem beschriebenen Absteifstangen sollen an Stelle der bei der Anfertigung von Corsets, Crinolinen etc.. bisher gebräuchlichen Honl·, Knochen-, Stähl- und Fischbeinstangen treten. Sie werden aus vegetabilischen Fasern, der sogenannten »Tampico« oder »mexikanischen« Faser hergestellt.
Zu diesem Zweck werden genannte Fasern verschiedenenBehandlungsprocessen unterworfen, bevor sie in die zur Anfertigung von Corset-, Crinolinenstangen u. s. w. dienenden Apparate kommen.
1 Die Herstellung von Corsets unter Anwendung solcher Stangen nach einer neuen Methode bildet ebenfalls einen Gegenstand der Erfindung.
Die vorgenannten vegetabilischen Fasern, die aus verschiedenen Theilen einer mexikanischen Pflanze fabricirt werden, erweisen sich nach Angabe des Erfinders als aufserordentlich brauchbar für die erwähnten Zwecke, indem sie Steifigkeit, Festigkeit, Zähigkeit und Elasticität mit einander vereinigen, durch Feuchtigkeit und Schweifs nicht verderben und durch die Erwärmung eine erhöhte Elasticität und Dauerhaftigkeit annehmen, ganz ähnlich, wie Stahl solche durch das Tempern erlangt. Es ist durch Versuche festgestellt worden, dafs genannte Faser nach einer solchen »Temperung« sich ungleich besser trägt, als wenn sie nicht so behandelt wurde, so dafs daraus hergestellte Gegenstände ihre Form und Steifigkeit selbst bei einer Inanspruchnahme noch beibehalten haben, bei. der. auf gewöhnlichem Wege hergestellte Artikel vollständig unbrauchbar geworden sein würden.
In Fig. i. bis 8 beiliegender Zeichnung sind verschiedene Formen der Vereinigung genannter Fasern zu : Absteifstangen dargestellt. Fig. 10 bis 12 stellen einen Apparat dar, in dem das-Zusammenbinden dieser Fasern durch Drähte: stattfindet. ' In Fig. 14 bis 18, sowie Fig. 19 bis 22 sind Maschinen dargestellt, um die zunächst zusammengewickelten Fasern zu Flachstangen, wie in Fig. ι bis 8 dargestellt, zu vereinigen. In Fig. 23 bis 2.5 ist die Anwendung derartiger Stangen, bei der Corsetfabrikation veranschaulicht.
Die Vereinigung der Fasern zu einem Stäbchen oder einer Stange kann durch Fäden, welche ringsherum gelegt oder auch durchgezogen werden, geschehen.
Wie Fig. i, 2, 3 und 4 zeigen, gehen einige Fäden über und unter die Fasern fort, andere durchdringen indessen die Fasermasse, um die oberen und unteren Fadenlagen fest gegen die einzelnen Stangen zu ziehen.
Die Fasern können zu einer Stange a, Fig. 1, durch Fäden b zusammengewickelt werden, bevor die Vereinigung solcher Stangen zu. einer Flachstange erfolgt. Derartige umwickelte oder auch nicht umwickelte Stangen a, Fig. 3, können zu Flachstangen durch Verflechten oder durch Umwickeln mit Fäden c c verbunden werden.
Kürzere. Fasern, die sonst zur Herstellung langer Stangen keine.'.. Verwendung finden können, kann man durch Aneinandersetzen dazu brauchbar: machen.'.. Ebenso können längere.
Stangen auch aus einer Combination von Fasern und Hornstreifen gefertigt werden, wozu man dann kürzere, dünne Streifchen von Horn oder anderem Material, die sonst geeignete Verwendung nicht mehr finden könnten, benutzen kann.
Derartige kürzere Hornstreifchen e e werden, wie in Fig. 9 dargestellt, mit einander verbunden, dann zusammen mit ungeteilten langen Fasern a, wie in Fig. 5 und 6 z. B., oder auf irgend eine andere zweckmäfsige Weise, wie in Fig. 8 z. B., zu einem Flachstab vereinigt. In manchen Fällen werden die kurzen Hornstückchen bei der Herstellung langer und steifer Stangen verwendet, indem dadurch die Steifigkeit eine gröfsere wird als bei alleiniger Anwendung der Fasern.
Zur Erleichterung der Vereinigung der kurzen Hornstreifen mit den uiigetheilten langen Fasern werden, wie in Fig. 9 dargestellt, die Streifenenden durch umgewickelte Fäden verbunden. Dadurch können solche verlängerte Streifen aus Horn in gleicher Weise gehandhabt werden wie die Fasern selbst, und braucht man dann auch nicht jedes einzelne Streifchen besonders zwischenzulegen.
Irgend ein guter Kitt kann auch statt der Drähte zur Vereinigung der einzelnen Hornstreifchen Verwendung finden.
Wünscht man steifere oder stärkere Stangen herzustellen, so versetzt man in einem geeigneten Stadium der Fabrikation die Fasern etc. mit einem wasserdichten Lack, mit Schiffleim, Farbe etc., wodurch die sonst zwischen den einzelnen Theilen verbleibenden Zwischenräume gefüllt werden, so dafs das Material compacter wird. Auch kann man durch Pressung und Anwendung von Wärme die Dichtigkeit der Masse leicht erhöhen.
Es hat sich herausgestellt, dafs, wenn man den Faden, den man zur Verbindung der einzelnen Fasern verwendet, ausschliefslich nach der gleichen Richtung fortführt, die einzelnen Fasern sich leicht gegen einander verschieben, was eine Krümmung und Verdrehung der auf diese Weise gebildeten Stangen hervorruft, so dafs sie die Corsets, in welchen sie zur Verwendung kommen, dadurch aus der gewünschten Form bringen. Führt man dagegen die Fäden zur Vereinigung der einzelnen Fasern abwechselnd nach entgegengesetzten Richtungen fort, so bleiben die Stangen steif und gerade.
Das Umwickeln der Fäden kann mittelst verschiedenartiger Apparate geschehen; unter diesen hat sich der in Fig. 10 bis 12 dargestellte als sehr-.brauchbar erwiesen.
Auf der Grundplatte A erhebt sich ein Ständer B. In letzterem ist eine hohle Büchse fest gelagert. Die über diese Büchse geschobene Nabe T trägt an ihrem einen Ende eine Schnurscheibe b, am anderen Ende eine Scheibe C, in deren Einschnitt eine Spule X auf einer Achse d drehbar gelagert ist.
Auf der Nabe T dreht sich eine zweite Nabe U, die an ihrem einen Ende ebenfalls eine Schnurscheibe δ1 trägt, während ungefähr auf ihrer Mitte in dem Einschnitt einer Scheibe C1 auf einer Achse ä1 eine Spule X1 drehbar gelagert ist. Beide Scheiben werden durch um die Schnurscheiben gelegte Schnüre mit ihren Spulen nach entgegengesetzten Richtungen hin in rasche Rotation um die Büchse α versetzt.
Aus einem Behälter D werden durch einen Zuführungstrichter die Fasern χ in die vorgenannte hohle Welle α eingeleitet, während die beiden Fäden der Spulen X und X1 nach entgegengesetzten Richtungen, wie Fig. 13 zeigt, infolge der Rotation der Spindeln in Schraubenlinienform sich um die Fasern wickeln. Der Draht der Spule X wird durch ein Auge e am Ende der Nabe T geführt, während der Draht der Spule X1 über einen passend gebogenen Arm / gefuhrt wird, wodurch eine Berührung des Fadens mit der Spule X verhindert und ein richtiges Aufleiten auf die sich vorbewegenden Fasern χ bewirkt wird.
Die Fäden beider Spulen werden bei dieser Einrichtung gleichzeitig um die Faserbündel gewunden. Man kann verschiedene Einrichtungen treffen, um das Faserbündel durch die hohle Büchse α fortzubewegen. So kann man z. B. zwei Leitwalzen HH1 verwenden, deren Peripherie passend ausgehöhlt sein mufs, um dadurch die zur Vorwärtsbewegung der Fasern erforderliche Klemmung zu verursachen. Diese Leitwalzen können von Zahnrädern JJ1, die ihre Drehung von der Nabe T durch Zahnräder i P erhalten, gedreht werden, i1 ist mit einer Schnecke / auf einer gemeinsamen Achse befestigt. Diese Schnecke dreht ein Schneckenrad k, das mit dem oberen Zahnrad J von derselben Achse getragen wird.
Bei dieser Einrichtung bleibt das Mafs des Vorschiebens der zu umwickelnden Fasern mit der Länge der Abwickelung der Fäden stets in bestimmtem Verhältnifs.
Um je nach der Dicke des einzuführenden Faserbündels ein richtiges Einstellen der Leitwalzen H Hx zu ermöglichen, ist die Achse der oberen Walze H in einem Stück K gelagert, das am Ständer B verstellbar ist, während die untere Walze Hx in einem Stück L gelagert ist, das verschiebbar auf jenem Stück K. ist, wie dies aus Fig. 11 und 12 zu ersehen.
Natürlich kann man verschiedenartige Einrichtungen treffen, um die verschieden vereinigten Streifen und Stangen zu überziehen, und es können dabei auch verschiedene Stoffe in Anwendung kommen.
Verschiedener Einrichtungen kann man sich ferner bedienen, um eine Vereinigung der Faserbündel zu Stangen zu bewirken.
Wie bei der in Fig. 14 bis 18 dargestellten Maschine ersichtlich ist, werden die einzelnen Streifen oder Stangen in paralleler Lage zu einander vorgeschoben und während dieses Vorschiebens durch einen Schiffchenfaden b, von einem Schiffchen B, Fig. 17, geführt, durch einen Schlittenfaden P, von einem Schlitten C geführt, sowie durch Nadelfaden P P, die zwischen den einzelnen Streifen oder Stangen hindurch mittelst Nadeln D auf- und niedergeführt werden, mit einander verbunden.
Das Gestell der Maschine trägt ein Führungsbett χ für das Schiffchen B, Fig. 16 und 17. Die Vorderwand d dieses Bettes ist durchlocht oder mit Leithülsen d1 versehen, in welche die mit einander zu vereinigenden Faserbündel a a eingeführt werden, Fig. 14 und 15.
Diese einzelnen Bündel ziehen über das Schiffchen fort und gelangen zwischen Leitrollen E E, denen eine intermittirende Drehung durch einen aus Fig. 14 und 15 zu ersehenden Mechanismus ertheilt wird, wodurch dann die Bündel absatzweise nach jedesmaliger Verschlingung der Fäden b bx P fortgerückt werden. Auf Triebwelle G sitzt nämlich ein Zahnrad z, das in ein anderes, am Gestell drehbar gelagertes Zahnrad z1 eingreift. Letzteres besitzt als Kurbel eine geschlitzte Scheibe, worin der eine Zapfen der Schubstange s, Fig. 14, verschiebbar ist, um mehr oder weniger Hub erzielen zu können. Das andere Ende der Stange greift an einen mit der unteren Leitrolle E auf der gleichen Achse befestigten Hebel d3 an, der dadurch beim Gang der Maschine hin- und herschwingt.
Eine von einer Feder auf ein Sperrrad dl gedrückte Sperrklinke d2 schiebt beim Vorwärtsgang des Hebels d3 die untere Leitrollenachse um einen bestimmten Winkel herum, während beim Rückwärtsgang eine Drehung der Achse nicht stattfindet.
Der die Nadeln D tragende Rahmen F kann mit einer Welle F1 in Lagern des Gestelles auf- und niederschwingen, und wird demselben diese Schwingung von einer mit einer Seitennuth versehenen Scheibe F2 ertheilt, welche auf der Triebwelle G der Maschine befestigt ist, Fig. 16!
Auf der genannten Welle F1 ist nämlich ein nach abwärts gerichteter Hebel f befestigt, dessen Ende einen Stift f1 trägt, der in die erwähnte Seitennuth greift und von derselben bei der Drehung der Scheibe bin- und herge- ^choben wird.
Die Nadeln D sind am Ende des Rahmens F in paralleler Lage zu einander, Fig. 15, befestigt und stehen zu demselben unter einem solchen Winkel, dafs, wenn der Rahmen in seine tiefste Position gekommen ist, ihre inneren Seiten genau an der Wand d, Fig. 14, in Nuthen i, Fig. 16, derselben und zwischen den Hülsen d1 liegen. Hierbei legen sich die Nadelfaden P. quer durch das Führungsbett des Schiffchens B über die Kante eines darüber tretenden Plättchens d5 zwischen die zu vereinigenden Faserbündel, so dafs das Schiffchen leicht und sicher längs den Nadeln durch die von ihnen gebildeten Fadenschlingen durchschlüpfen kann.
Nadeln verschiedener Form können in Anwendung kommen, z. B. solche aus dünnen Stahlplättchen hergestellte; die Plättchen werden zusammengebogen oder doppelt gelegt, bis ihre Seitenflächen sich beinahe berühren, so dafs noch genügender Zwischenraum für den Durchgang eines Fadens verbleibt.
Die Nadelfaden PP werden auf Spulen B% gewickelt, und jeder Faden wird durch einen Fadenspanner Bi, Fig. 14 und 15, welcher an dem Gestell der Maschine befestigt ist, passend gespannt. Von diesem Fadenspanner aus gehen die Fäden durch die Löcher eines Führungsstückes B\ Fig. 16, dann durch ein gelochtes Plättchen am Ende eines auf- und niederschwingenden Hebels JT, Fig. 14, der auf der genannten Welle F1 befestigt ist; die Nabe desselben trägt einen nach hinten gerichteten Daumen n, Fig. 17, dessen Stift sich in die Seitennuth der Scheibe F2 einlegt, wodurch diesem Hebel diejenige Auf- und Abwärtsbewegung ertheilt wird, welche für das Anziehen und die Schleifenbildung der Fäden erforderlich ist.
Der Fadenschlitten C, Fig. 17 und 18, besteht aus einer flachen Schiene, welche in einem nach oben gerichteten Ansatz ein Auge m trägt; an der Seite dieses Ansatzes sitzt ein federnder Haken m1. Ein eben solcher Haken m1 befindet sich ferner an der Führung dieser Schiene, Fig. 18. Dieser Schlitten wird durch einen um einen Bolzen am Gestell drehbaren Hebel I, Fig. 16 und 17, hin- und herbewegt; dieser trägt einen nach abwärts gerichteten Stift/2, der in der Nuth einer Scheibe P, Fig. 17, der Triebwelle G liegt, durch deren Drehung er rechtzeitig die erforderliche Bewegung erhält.
Der Faden P dieses Schlittens führt von einer der Spulen B 3 durch die Spannvorrichtung B* und weiter durch ein Auge g des Hebels /, dann unter die federnden Haken««1«1 fort durch das erwähnte Auge m, Fig. 18, des Schlittens.
Die Hinj und Herbewegung des Schiffchens B bewirkt ein Hebel J, Fig. 17, der von einer auf der Triebwelle G festsitzenden Scheibe dadurch um seinen am Gestell der Maschine befestigten Drehzapfen hin- und herschwingt, dafs ein nach abwärts gerichteter Stahlstift des Hebels von einer Nuth in der Peripherie der Scheibe Jx verschoben wird.
Wenn die einzelnen Faserbündel um ein bestimmtes Stück von den Leitrollen E E durch die Hülsen dx d1 hervorgezogen worden sind, die Nadeln D D hochstehen, Schlitten und Schiffchen mit ihren Fäden, beide auf derselben Seite der zu vereinigenden Bündel, Fig. 19, liegen, so functioniren die einzelnen Organe der Maschine wie folgt:
Zunächst gehen die Nadeln nach abwärts, indem sie ihre Fäden zwischen die einzelnen Faserbündel durchschieben, Fig. 19. Durch ein entsprechendes Nachfolgen des Fadenführers H findet dann ein Stauchen der einzelnen Fäden b 2 b 2 statt, infolge dessen sie sich in Schleifenform innerhalb des Schiffchenführungsbettes einstellen und dabei sich auf das Deckplättchen ds legen, wie dies bereits erörtert wurde.
Dadurch wird das Durchschlüpfen des Schiffchens nach links in der bekannten Weise ermöglicht, wobei es seinen Faden b quer durch die Schlingen der Nadelfaden unter die zu vereinigenden Bündel fortführt.
Nun findet durch Hebel F das Wiederheben der Nadeln statt; die Fäden der letzteren werden dabei gegen die untere Seite der Faserbündel gezogen, worauf diese wieder von den Leitrollen etwas vorbewegt werden. Dadurch entstehen die in Fig. 19 veranschaulichten schrägen Lagen des Schlittenfadens.
Dann bewegt sich Schlitten C nach links, indem er seinen Faden bl über die zu vereinigenden Bündel fortführt, wie in Fig. 20 dargestellt ist, und wiederum findet ein Abwärtsgehen der Nadeln und eine Schleifenbildung, über den von C gelegten Faden fort, statt; dieser Faden wird erst fest gegen die oberen Bündelseiten gezogen, wenn hierauf der Aufwärtsgang der Nadeln wieder erfolgt. Bei dem erwähnten Niedergang der Nadeln findet indefs zuvor wieder eine Schlingenbildung, wie vorbeschrieben, statt, das nach links gegangene Schiffchen bewegt sich wieder nach rechts zurück, durch diese Schleifen hindurch, und bei dem nun erfolgenden Aufwärtsgang der Nadeln findet dann durch den Fadenführer H ein passendes Anziehen des Ober- und Unterfadens b und b1 von den auf diese Weise um sie herumgeschlungenen Nadelfäden b"1 statt. Dann bewegt sich der nach links gegangene Schlitten wieder nach rechts und legt seinen Faden über die Bündel; derselbe wird von den dann abwärts gehenden Nadeln nach einwärts geschoben, von den Fäden derselben umschlungen; beim Tiefergang der Nadeln findet wieder die Bildung der Schlingen statt, das Schiffchen schlüpft wieder nach links durch etc.
Durch diese fortgesetzte Operation der sich wiederholenden Fadenverschlingungen werden die. einzelnen Faserbündel zu einer flachen, elastischen Stange fest vereinigt, so dafs man auch aus kürzeren Fasern Stangen beliebiger Länge herstellen kann.
Durch passende Anordnung derLeithülsen d1d1, sowie bei Benutzung der erforderlichen Anzahl von Nadeln kann man endlich auch die Stangen von beliebiger Dicke bezw. Breite herstellen.
Fasern verschiedener Gattung kann man auf diese Weise vereinigen. Fischbein oder Hornstangen können mit Fasersubstanz zusammen zu einer Stange nach Fig. 5 vereinigt werden. Es können aber auch solche Hornstangen auf die Faserbündel gelegt und damit zusammen verbunden werden.
Häufig ist es erwünscht, die so gebildeten Stangen mit einem Ueberzug zu versehen; dann werden die Faserbündel α α, bevor sie in die Leithülsen d1 eingeführt werden, in ein entsprechendes Bad eingebracht; es kann dies Eintauchen aber auch nach der Vereinigung der Bündel stattfinden.
Um bei dem Vernähen der einzelnen Bündel die Fasern fester mit einander zu vereinigen, werden sie durch einen von Plättchen η η1 gebildeten Kanal, Fig. 18, geführt, der gerade weit genug ist, um den vernähten Theil der Bündel hindurchgehen zu lassen. Die Weite dieses gerade über dem Führungsbett des Schiffchens B liegenden Kanales kann durch Kopfschrauben regulirt werden, welche eine Verschiebung der beiden Plättchen auf dem erwähnten Deckplättchen db gestatten..
Es ist nicht unbedingt nothwendig, den Schlitten C anzubringen, indem die Nadeln oder auch die Faserbündel nach jeder Aufwärtsbewegung der Nadeln seitwärts gedrückt werden können, so dafs sie bei darauffolgendem Niedergang zwischen andere Bündel durch-, passiren, dann wieder durch jene, zwischen denen sie vorher durchgetreten waren etc., so. dafs durch den Schiffchenfaden und die Nadelfaden allein eine feste Verbindung der einzelnen Faserbündel erreicht wird.
Wofern man nicht Fäden zur Vereinigung der einzelnen Faserbündel auzuwenden beabsichtigt, kann man auch dünne Metallstreifen zum Ueberziehen der einzelnen Bündel benutzen.
Eine flache Stange kann man z. B. auf die Weise herstellen, dafs man die Fasern zwischen Platten oder Walzen, preist. Wünscht man hierbei der Tampicofaser gröfsere Elasticität und Zähigkeit zu ertheilen, so kann man dieses: Pressen auch zwischen heifsen Platten vor-; nehmen.
Der Umstand, dafs man mit Hülfe der vorbeschriebenen Mittel, elastische Absteifstangen: jeder beliebigen Länge herstellen kann, ermöglicht die Verwendung solcher Stangen zur Herstellung von Crinolinen, zum Binden- vonr

Claims (5)

  1. Hüten etc., zu welchen Zwecken kurze Fischbeinstangen nicht verwendet werden können.
    Die wesentlichsten Vortheile bieten derart hergestellte Absteifungen bei der Corsetfabrikation.
    Das hierbei einzuschlagende Verfahren veranschaulichen die Fig. 23, 24 und 25. Zunächst wird gegen die Naht zweier Stoffe b und c eine Absteifstange gelegt, dann diese Stange der ganzen Länge nach eingenäht. Hierauf wird der überflüssige Theil der Stange abgeschnitten und der abgeschnittene Theil fest an die letzt ausgeführte Naht der bereits eingenähten Stange gelegt etc.
    Um diese Operation zu erleichtern, kann man auch die mit dem Corsetstoff zu vernähende elastische Stange auf eine Spule JS, Fig. 24, aufwickeln. Diese Spule dreht sich mit ihrer Achse in feststehenden Lagern, die man an einer Nähmaschine anbringen kann, so dafs beim Vernähen der Stange auf der Nähmaschine eine Abwickelung derselben von der Spule nach Mafsgabe der fortschreitenden Vernähung stattfindet.
    Zunächst wird das freie Ende der aufgewickelten Stange mit den Ueberzügen b c eines Corsettheiles A der Länge nach eingenäht, dann vernäht man die Ueberzüge eines zweiten, dritten Corsettheiles etc. und schneidet endlich nach dem Einnähen einer beliebigen Anzahl von Corsettheilen A A1 A2 die Stange dicht am Ende des letzten Ueberzugtheiles bei y ab.
    Dann legt man das lose Ende der Stange dicht an die erste Stangenlage in A und vernäht es mit den betreffenden Ueberzügen, dann an die erste Stangenlage in A1 etc. Hat man die einzelnen Ueberzüge vollständig mit Stangen durchzogen, so trennt man die einzelnen Theile A A1 A"2 durch Abschneiden der Stangen dicht an den Stellen yy1.
    Dieses Abschneiden mufs längs der Ränder der Stoffe sorgfältig geschehen, denn, wie aus Fig. 25 zu ersehen, werden hierauf Einfassungen b nach der Linie e mit den Stangenenden und den Ueberzugsstoffen b c, Fig. 23, fest vernäht. Die Nadelstiche gehen durch die Stangen selbst, so dafs es unmöglich ist, dafs die Stangen lose werden können, da ihre Enden aufserdem fest an den Einfassungen liegen.
    Anstatt die nun so versteiften Corsettheile gleich mit einander zu vernähen, daraus das fertige Corset zu bilden und es hierauf, wie es gewöhnlich geschieht, durch Pressen in die passende Form zu bringen, prefst Erfinder jeden noch flachen Corsettheil vor dem Vernähen in die erforderliche Form.
    Hierbei kann man auch eine ganze Anzahl von versteiften Corsettheilen auf einander legen und durch eine einzige Pressung in die gewünschte Form bringen; die Pressung kann so weit gesteigert werden, dafs die Theile dadurch ein dichteres Gefüge, infolge dessen mehr Steifigkeit und Elasticität, sowie aufserdem ein glatteres Aussehen erlangen.
    Stangeneinlagen aus Tampicofasern prefst man vortheilhaft mit heifsen Prefsplatten, wodurch dies Material eine aufserordentliche Elasticität und Zähigkeit erhält.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι . Die Herstellungsweise von Absteifstangen für Corsets aus Tampicofaserbündeln a a oder anderem Faserstoff, mit oder ohne elastische Einlage e e und mit oder ohne Umwickelung von Fäden b b, Fig. 1, welche Bündel durch Fäden c c umwickelt oder verflochten oder durch Fäden b b1 b2 zusammengenäht werden.
  2. 2. Die Construction des in Fig. 10 bis 12 dargestellten Apparates mit den Scheiben C und C1 der hohlen Büchse a, Nabe T mit Scheibe b, Nabe U mit Scheibe b1, dem Arm /, Auge e, in Verbindung mit dem Behälter D und den Leitwalzen JIJi1, wodurch die Fäden unter Kreuz auf die Bündel aufgewickelt werden.
  3. 3. Die Construction der in Fig. 14 bis 18 dargestellten Nähmaschine mit den Scheiben J1 I2 F* auf der Triebwelle G, der Achse F1 mit Rahmen F und Nadeln D, dem Fadenführer JT, den Fadenspulen JS3, Fadenspanner J5l, in Verbindung mit Hebel / und Schiffchen JS, Hebel / und Schlitten C, sowie den Leitrollen E E, welche durch den Mechanismus ζ ζ1 s ds d^ absatzweise gedreht werden, um ein Vernähen der Faserbündel zu ermöglichen.
  4. 4. Das beschriebene Verfahren des Einnähens derartiger Faserstangen mittelst einer solchen Maschine, entweder in Stücken oder längeren Enden, zugleich in mehrere Stoffe A A1 A2 behufs Anfertigung von Corsets, wobei die auf eine Spule JS gewickelten Stangen in dem Mafse, wie das Vernähen fortschreitet, von JS abgewickelt werden.
  5. 5. Corsets mit Einlagen aus Faser- oder anderen elastischen Stangen, die der ganzen Länge des Stoffes nach einzeln und dicht neben einander eingenäht sind, Fig. 23 und 25, wobei die Stangen- und Stoffenden mit Randeinfassungen e zusammen vernäht werden, um dadurch die Lage der einzelnen Absteifstangen zu sichern.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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