DE1768614A1 - 17alpha-(1',3'-Alkadiinyl)-17ss-acyloxy-(17ss-aroyloxy)-steroide und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

17alpha-(1',3'-Alkadiinyl)-17ss-acyloxy-(17ss-aroyloxy)-steroide und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE1768614A1
DE1768614A1 DE19681768614 DE1768614A DE1768614A1 DE 1768614 A1 DE1768614 A1 DE 1768614A1 DE 19681768614 DE19681768614 DE 19681768614 DE 1768614 A DE1768614 A DE 1768614A DE 1768614 A1 DE1768614 A1 DE 1768614A1
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acetoxy
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Burgess Colin Michael
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Description

Patentanwälte 176361A
. Dipl. Ing. F. Weickmann, Dipl. Ing. H. Weickmaim, Dipl. Phys. Dr. K. Fincke Dipl. Ing. F. A. Weickmann, Dip}. Chcm. B. ..über
8 München 27, Höhlstr. 22
TKE BRITISH DRUG K0US5S LIKITBD in London (England)
17cc-(1' ,5'-Alkadiinyl)-17i3-acyloxy-.(17ß-aroyloxy)-3teroide und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf organische' Verbindungen und insbesondere auf 17a-(1',3'-Alkadiinyl)-17ßacyloxy-(i7ß-aroyloxy)-steroide.
Ziel der Erfindung ist es, neue 17<x-(1' ,3'-Alkadiinyl)-17ß-acyloxy-(17ß-aroyloxy)-steroide der Androstan- und östran- reihe zu schaffen, die in 17-Stellung die folgende Struktur
OR1 . ■ C=C-C=O-R (I)
aufweisen, worin R eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen und R1 ein Acylrest, ein cycli.--r.er Acylrest oder ein Aroylrest mit nicht mehr als 20 Kohlenstoffatomen ist.
BAD ORIGINAL
109847/1736 '
17686H
Die neuen, erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen sind auf Grund ihrer Hormon- und Antihormoneigenschaften, einschließlich östrogener, progestativer, claudogener , ovulationshemaaender und gonadotropinhemmender Eigenschaften von Wert. So sind die Verbindungen in Präparaten anwendbar, die für die Behandlung verschiedener Zustände und Störungen des Fortpflanzungssystems und für die Beschränkung oder Erhöhung der Fruchtbarkeit anwendbar sind. Überdies können die "erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen ihre biologische Aktivität für einen ausgedehnten Zeitraum nach Verabreichung ausüben.
Die neuen Steroide können in Form von Standardpräparaten, wie sie in der Pharmazie und Veterinärmedizin üblich sind, verabreicht werden, beispielsweise als Tabletten, Injektionen, Vaginalschwämme und Tampons.
Durch die vorliegende Erfindung werden die folgenden speziellen 17ct-(1' ,3'-Alkadiinyl)-17ß-acyloxy-(i7ß-aroyloxy)-steroide geschaffen:
17ß-Acetoxy-i7<x-(1 · ,3'-hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-
östratrien;
17ß-Acetoxy-3-methoxy-i7a-(1',3'- pentadiinyl)-1,3,5(1O)-östratrien;
I7ß-Acetoxy-I7<x-(1 · ,3'-hexadiinyl)-4-östren-3-on; 3ß,17ß-diacetoxy-17a-(1 · ,3'-hexadiinyl)-4-östren; 17ct-(1' ,3' -Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-4—östron-3-on; 17ß-/"(1'-Adamantyl)-acetoxy_7-17a-(1",3"-hexadiinyl)-4-östren-3-on;
17ß-Acetoxy-i7a-(1·,3'-heptadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-östratrien;
- 2 -109847/1736 BAD original
17686H
(1 · ,3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-i7ß-propionoxy-1,3,5(1O)-östratrien;
Ι7α-(1' ,3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-i7ß-(3"-phenylpropionoxy)-
Ί ,3»5(1O)-Östratrienj
17ß-Benzoyloxy-17a-(1' ,3'-hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-
östratrien;
17a-(1' ,3'-Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-3-iaethoxy-1,3,5(10)-östratrien;
3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1' ,3'-hexadiinyl)-5-androsten; 3ß,i7ß-Diacetoxy-17a-(1· ,3'-hexadiinyl)-4~androsten.
Das erfindungs gemäße Verfahren zur Herstellung eines 17a-(1*t3l-Alkadiinyl)-i7ß-acyloxy-(i7ß-aroyloxy)-steroidsi das in 17-Stellung die oben angegebene Struktur (I) aufweist, besteht in seinem Wesen darin, daß man ein I7<r-(1 · ,3'-Alkadiinyl)-17ßhydroxysteroid (Ij R1 « H) verestert. Die Veresterung kenn durch Umsetzung des I7ß-Hydroxysteroids (I; R1 » H) mit einem entsprechenden Säurechlorid oder -anhydrid "bewirkt werden. Die Veresterung kann in Gegenwart einer organischen Base, beispielsweise Pyridin, ausgeführt werden.
Die Acylgruppen, cyclischenAcylgruppenund Aroylgruppen (R1 in der Formel I) können sich von aliphatischen Carbonsäuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Capronsäure und Stearinsäure, von alicyclischen Carbonsäuren, wie Adamantylessigsäure, und Phenylgruppen enthaltenden Carbonsäuren, wie Benzoesäure und Phenylpropionsäure, ableiten.
Λ 7α-(1',3'-Alkadiinyl)-17ß-hydroxys teroide, die zur Verwendung als Ausgangsmaterialien geeignet sind, können nach Verfah rensweisen erhalten werden, wie sie in den österr. Patentschrif-
-3 -109847/1736
ten Nr ,Nr und Nr (Anmeldungen
A 8640/66; A 732/67 und A 23W68) sowie in der britischen Patentschrift Nr. ....... (Anmeldung 11039/66) beschrieben sind.
Gewisse funktioneile Gruppen, die von der Hydroxylgruppe in Stellung C^r7 verschieden sind, können, falls sie im Molekül des Steroidausgangsmaterials enthalten sind, einer Reaktion mit den veresternden Reagenzien, die beim erfindungsgemäßen Verfahren angewendet werden, unterliegen. So erfolgt beispielsweise leicht eine Veresterung von Hydroxylgruppen und insbesondere Hydroxylgruppen in den Stellungen Cx,, C,, C^ und C^; enolisierbare Oxogruppen, beispielsweise eine 3-Oxogruppe in Gegenwart einer 4-En-Bindung, kann einer Enolveresterung unterliegen. Solche Hydroxy- und enolisierbare Oxogruppen können gewünschtenfalls selektiv durch geregelte Hydrolyse regeneriert werden.
In gewissen Fällen kann eine unerwünschte Enolveresterung von leicht enolisierbaren Oxogruppen und eine Veresterung von Hydroxygruppen, insbesondere Hydroxygruppen in den Stellungen Cr oder C^x,, durch Wahl geeigneter Reagenzien und Reaktionsbedingungen vermieden oder auf einen Minimalwert herabgesetzt werden.
Alternativ kann gewünschtenfalls ein 17oc-(1' ,3'-Alkadiinyl)-17ß-hydroxysteroid als Ausgangsmaterial verwendet werden, das Gruppen und/oder Doppelbindungen aufweist, die von Jenen, wie sie im Endprodukt gewünscht werden, verschieden sind, die aber in solche durch ein mildes Hydrolyseverfahren und anschliessende Veresterung der 17ß-Hydroxygruppe übergeführt werden können. Beispielsweise kann ein 3-Ketal-5-en oder 3-Enoläther (einschließlich eines 3-Alkoxy-2,5(10)-diene) anschließend unter
98 % 7"
109847/1736 bad original
S ■ 17686U
geregelten Bedingungen hydrolysiert werden, um zu einem 4-En-3-on zu gelangen; oder es kann ein Tetrahydropyranyläther unter Bildung einer Hydroxygruppe hydrolysiert werden.
In gewissen Fällen kann eine gleichzeitige Enolveresterung und/oder Veresterung von solchen Gruppen, die von der-17ß-Hydroxygruppe verschieden sind, Steroide mit wertvollen biologischen Eigenschaften liefern.
Neue Steroide, die durch die vorliegende Erfindung geschaffen werden, können der Androstan- oder östranreihe angehören und können zusätzlich zu den vorerwähnten 17a-(1',3'-Alkadiinyl)-17ß-acyloxy-(aroyloxy)-Gruppen gegebenenfalls ungesättigte Bindungen in den Stellungen C^, C2, Oy C^, C^, °5(^o)' C6' °7' C8'
CL/1 oder G^1, oder Kombinationen zweier oder mehrerer solcher ungesättigter Bindungen, einschließlich aromatische Systeme in den Ringen A und B, aufweisen; ferner Hydroxygruppen in den Stellungen CL, G,, C^, Or, Cg, Cx,^ oder davon abgeleitete Acyloxy- oder Aroyloxygruppen (die, falls sie die gleichen sind wie in Stellung C^, bis zu 20 Kohlenstoff atome aufweisen können und falls sie davon verschieden sind, bis zu 5 Kohlenstoffatome enthalten können); außerdem Kombinationen zweier oder mehrerer solcher Hydroxy- und/oder abgeleiteter Acyloxy- oder Aroyloxygruppen; 3-Diaminoalkoxygruppen, worin die Alkylgruppen bis zu 5 Kohlenstoffatomen enthalten können; 3-Alkoxygruppen, die bis zu 5 Kohlenstoffatome enthalten; Alkyl- oder Alkenylgruppen, die bis zu 3 Kohlenstoffatome aufweisen, in den Stellungen C., C2, C^, Cg, Cn oder C^g; 18-Methyl- oder 18-Äthylgruppen; Carbonylgruppen in den Stellungen C2, C,, Og, O^ oder C^2 oder Kombinationen zweier oder mehrerer solcher Gruppen.
BADORiGlNAL
Beispiel östren-3-on
176Ö6U
17ß-Acetoxy-17a-(i',3'-hexadiinyl)-4-
OCH
Eine Mischung aus 1,80 g 17a-(1' t3l-Hexadiinyl)-4-östren-17ß-ol-3-on, 29 ml Pyridin und 17 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung unter Feuchtigkeitsausschluß in einer Stickstoff atmosphäre 2 1/2 Stunden erhitzt, abgekühlt und in eine verdünnte wässerige Natriumbicarbonatlosung gegossen. Das Steroidprodukt wird durch Extraktion mit Äther gewonnen und durch Kristallisation aus Äther/Petroläther sowie aus Methanol gereinigt, wobei I7ß-Acetoxy-I7a-(1 * ,3'-liexadiinyl)-4-östren-3-on mit
dem-P. 1800C,
» -97° (c - 0,82; in Dioxan) erhalten wird.
Beispiel 2 χ 17ß-Acetoxy-3-metlioxy-i7a-(1l ,3'-penta-)-1,3,5(iO)-öBtratrien
OCOCH. H,C
Eine Mischung aus 0,80 g 3-Methoxy-i7a-(1',3'-pentadiinyl)-1,3,5(10)-östratrien-i7ß-ol, 8 al Pyridin und 4,8 ml Essigsäureanhydrid wird 2 1/2 Stunden unter Rückfluß erhittt, dann abgekühlt und in Vaster gegossen. Sa« 8teroidprodukt wird abgetrennt
10M47/173·
BAD ORIGINAL
? 17686H
und durch Umkristallisation aus Methanol gereinigt, wobei man 17ß-Acetoxy-3-methoxy-i7a-(1',3'-pentadiinyl)-1i3,5(1O)-östra trien mit dem F. 1440O, /~a_J7Jp » -58° (c ■ 0,34; in Dioxan) erhält.
Beispiel J: i7ß-Acetoxy-17a-(1' ,3'-liexadiinyl)-3-methoxy-1,3t
OCOCH-
Eine Mischung aus 8,0 g 17a-(1',3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-östratrien-17ß-ol, 80 ml Pyridin und 48 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 2 1/2 Stunden unter einer Stickstoffatmosphäre erhitzt, abgekühlt und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird abgetrennt und aus wässerigem Methanol gereinigt, wobei 17ß-Acetoxy-17ct-(1' ,3'-hexadiinyl)-3-methoxyi^^dO^östratrien', P. - 1300C, /"a_7^2 - -59° (c - 0,96; in Dioxan) erhalten wird.
Die Verbindung zeigt eine ausgesprochene claudogene Aktivität beim Rattentest. Bei oraler Verabreichung im Claudogentest mit Ratten führt eine Dosis von 10 yUg/kg/Tag innerhalb Von 5 Tagen zu keiner Trächtigkeit und ergibt 100 #ige Claudogenaktivität.
I C
1 09 I Cl 11 7 3 6
8AD
"1 YbHBU
Beispiel 4- : 3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1 · ,3'-hexadiinyl)-4-östren
OCOCH,
I
CE7GO'
0,50 g I7a-(1',3'-Hexadiinyl)-4-östren-3ß,17ß-diol werden zu 12,5 ml Pyridin und 12,5 ml Essigsäureanhydrid gegeben und die Mischung wird 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, abgekühlt und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird abgetrennt und durch Kristallisation aus wässerigem Methanol gereinigt; dabei erhält man 3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1·,3'-hexadiinyl)-4-östren, F. - 137°O, Z"a_7§6 - -105° (c - 0,18; in Äthanol).
Beispiel 5 : 17a-(1',3'-Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-4-öetren-3-on
Eine Mischung aus 1,61 g.17a-(1·,3'-Hexadiinyl)-4-ästren-17ß-ol-3-on, 0,95 g Toluol-p-sulfonsäure und 25 ml Hexansäureτ anhydrid wird 5 1/2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt und dann in 250 ml Wasser, das 22 ml Pyridin enthält, gegossen. Die entstehende wässerige Suspension wird teilweise von Verunreinigungen durch Wasserdampfdestillation befreit und der zurück-
109ϊΛ7ΐ7
3 17686IA
bleibende Gummi wird abgetrennt und in 75 ^l Methanol mit 0,75 nil konz. Chlorwasserstoffsäure behandelt. Die Mischung wird 15 Minuten unter Rückflußkühlung in einer Stickstoffatmosphäre erhitzt und dann zu Wasser gegeben, worauf das Steroidprodukt durch Ätherextraktion isoliert wird. Nach Reinigung durch Dünnschichtchromatographie über Silicagel und Eluieren mit Toluol/ Äthylacetat erhält man amorphes 17a-(1',3'-Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-4-östren-3-on, 7^4- - 2955, 2930, 2870, 2250, 174-7,
1676, 1616; v£^§ - 1161 cm""1, X^8x - 239,5 mu (ε = 15-700).
Beispiel 6: 17ß-/~(1 '-Adamantyl)-acetoxy_7-17a-(1n, 3M-hexadiinyl)-4--östren-3-on
0.CO-CH2-
--O=O-OSO-OpH 2
0'
Eine Mischung von 12 g (1-Adamantyl)-essigsäure und 150 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 3 1/2 Stunden erhitzt. Der größte Teil des Essigsäureanhydrids wird dann durch Destillation entfernt und der Rückstand durch Umkristallisation aus Leichtpetroleum gereinigt. (i-Adamantyl)-essigsäureanhydrid bildet Kristalle mit dem P. ■ 87 - 89°C.
Ein Gemisch aus 17a-(1·,3'-Hexadiinyl)-4~östren-i7ß-ol-3-on (2,00 g), 10 ml Pyridin und 2,0 g (i-Adamantyl)-essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 21 Stunden erhitzt, dann
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ΛΌ 17BÖ6U
abkühlen gelassen und in Wasser gegossen. Flüchtige Verunreinigungen werden durch Wasserdampfdestillation entfernt. Das amorphe Steroidprodukt wird gesammelt und in 50 ml Methanol
/ChIormit 2,0 ml 4-n-wasserstoffsäure bei Zimmertemperatur 1 Stunde lang behandelt, um Steroidenolester, der sich gebilde.t haben könnte, zu hydrolysieren. Es wird Wasser zugesetzt und das Steroidprodukt durch Ätherextraktion isoliert.
Durch Reinigung mittels Dünnschichtchromatographie über Silicagel, Eluieren mit Toluol/Äthylacetat und Umkristallisation aus Methanol erhält man 17ß-/"~(il-Adamantyl)-acetoxy_7-17a-(1fl,3"-hexadiinylM-östren-3-on, P. - 1700C, /~a_7p9 » -33° (c - 0,60; in C2H5OH); λ JjJfx^011 » 239 mu (e - 17.100).
Beispiel 7: 17ß-Acetoxy-17a-(1' ,3'-heptadiinyl)-3-metlioxy-1,3»5(10)-östratrien '
—-C^C-C"
Eine Mischung aus 17a-(i',3'-Heptadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-östratrien-17ß-ol (3»50 g), 28 ml Pyridin und 16,8 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 2 1/2 Stunden erhitzt, abgekühlt und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird abgetrennt und durch Umkristallisation aus Methanol gereinigt; dabei erhält man I7ß-Acetoxy-I7a-(1·,3'-heptadiinyl)-3-methoxy-1*3,5(1O)-östratrien, F. - 127°C, /"a_7|6 - -52° (c - 0,21; in Dioxan).
- 10 - ORIGINAL INSPECTED
1098A7/1736
17686H
Beispiel 8: Ι7α-(1' ,3'-Hexadiiny.l)-3-methoxy-17ßpropionoxy-1,3»5(iO)-östratrien
ΟΗ,Ο
Eine Mischung aus 5,00 g 17α-(1',3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(1O)-östratrien-17ß-ol, 80 ml Pyridin und 46 ml Propionsäureanliydrid wird am Wasserbad 14 Stunden erhitzt, abgekühlt und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird abgetrennt und durch umkristallisation aus Methanol gereinigt, wobei man (1',3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-i7ß-propionoxy-1,3,5(1O)-östra-
trien, F. - 114,5°0, Ζ"α_7ρ5 - -63,5° (c - 0,96; in Dioxan) er
Beispiel 9: 17α-(ΐ · ,3·- (3w-phenylpropionoxy)-1,3»5(1O)-östratrien
0H,0
2,50 ml 3-Kienylpropionylchlorid gibt man tropfenweise zu einer Lösung von 17o-(1' ,3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-östratrien-i7ß-ol (2,50 g) in 40 ml wasserfreiem Pyridin. Das
109
1*8 Vj 7
1736
ORIGINAL INSPECTED
1VBBB U
Gemisch wird 20 Stunden unter Rückflußkühlung erhitzt, abgekühlt und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird durch Extraktion mit Äther isoliert und durch Chromatographieren über neutrales Aluminiumoxid gereinigt. Durch Eluieren mit Toluol erhält man amorphes I7a-(1',3l-Hexadiinyl)~5-methoxy-17ß-(5"-phenylpropionoxy)-1,3,5(iO)-östratrien, £"aJ^ β ~W° (c a 1»4> in Dioxan);
(e m 21oo); 259 mu (ε - 2600); 269 mu (ε j/ f
2500); 277,5 mu (ε « 2300); 287 mu (ε - 2100); V^ - 2255, , 1610, 1454- cm""1; V°?| = 1237, 1156, 1031, 698 cm""1.
max
Beispiel 10: I7ß-Benzoyloxy-I7a-(1 · 3-methoxy-1,3,5(1O)-Östratrien
1,8 ml Benzoylchlorid gibt man tropfenweise zu einer Lösung von 0,50 g 17<r-(1' ,3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-1 ^
ol in 4 ml wasserfreiem Pyridin. Die Mischung wird auf 800C 15 Stunden lang erhitzt, dann abgekühlt und in V/asser gegossen. Das Steroidprodukt wird durch Extraktion mit Methylendichlorid isoliert und durch Chromatographieren über einer trockenen Aluminiumoxids äule gereinigt. Durch Eluieren mit einem Gemisch aus Cyclohexan und Äthylacetat (Vol.-Verhältnis 10 : 1) erhält man amorphes i7ß-Benzoyloxy-17a-(1'f3'-hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10) östratrien, /"a_7Jp ·» 16,4° (c - 0,39; in Dioxan); t\
-12-109 847/1736 original inspected
σσι,
270,5 mu (ε. « 3280); 286 mu (ε = 2870); V 1608, 1449, 1379» 1311 cm"1; V2f2 a 710 cm"1.
2250, 1725,
Beispiel 11: 17α-(1 · ,3'-Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-3-me thoxy-1 »3,5( 10 ) - ös tr atrien
.00.
c—OsC-Cs
OOpHc
Eine Mischung aus 1,50 g 17a-(i' ,3'-Hexadiinyl)-3-niethoxy-1»3i5(iO)-östratrien-i7ß-ol, 15 ml Pyridin und 7,5 ml Hexansäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 8 Stunden erhitzt, abkühlen gelassen und in Wasser gegossen. Das Steroidprodukt wird durch Extraktion mit Äther isoliert und durch Ohromatographieren über Aluminiumoxid gereinigt. Durch Eluieren mit Toluol erhält man amorphes 17a-(1',3'-Hexadiinyl)-17ß-hexanoyloxy-3-methöxy-1,3,5(1O)-östratrien, /"a_7p6 = -36° (c - 0,6; in Dioxan);
' = 278 mu (e = 2070); 287 mu (ε = 1880); °^4 = 2250,
"1
1748, 1610, 1465, 1453
HlcüC
, 116Ο, IO3O cm
Beispiel- 12: 3ß,17ß-Diacetoxy-i7a-(1',3'-hexadiinyl)· 5-androsten
3V I 3
GH,.C0.0
- 13 -109 84 7/17 36
Aa 1/686H
Eine Mischung aus 0,50 g I7a-(1',3'-Hexadiinyl)-5-androsten-3ß,17ß-diol, 12 ml Pyridin und 12 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 1 Stunde erhitzt, abkühlen gelassen und in Wasser gegossen. Die Fällung wird abgetrennt und durch Umkristallisieren aus wässerigem Äthanol gereinigt, wobei 3ß"»17ß-Diacetoxy-i7tt—(1' *3'-hexadiinyl)-5—androsten, F. ■ 143 C, ^ cc /ZL ■ -134° (c - 0,51; in O2H5OH) erhalten wird.
Beispiel 13:. 3ß,17ß-Diacetoxy-i7a-(1',3f-nexadiinyl)-4-androsten
l. 00. OH,
OH,.00.0
■ Eine Mischung aus 0,50 g 17cc-(1' ,3'-Hexadiinyl)-4-androsten-3ß,17ß-cLiol, 12 ml Pyridin und 12 ml Essigsäureanhydrid wird unter Rückflußkühlung 1 Stunde erhitzt, dann abkühlen gelassen und in Wasser gegossen. Die Fällung wird abgetrennt und durch Umkristallisation aus wässerigem Äthanol gereinigt; dabei erhält man 3ß,i7ß-Diacetoxy-17a-(1',3l-hexadiinyl)-4-androsten, F. -
, Z""«7d5 - -71° (c - 0,41; in O2H5OH); VJJS* " 2253, 1750,
1737, 1664 cm"1; VJj^ - 1229, 1020 cm"1
73 8

Claims (1)

17686H At
Patentansprüche
1. 17α-(1·,3 »-Alkadiinyl)-17ß-acyloxy-(17ß-aroyloxy )-steroide der Androstan- und östranreihe, welche in Stellung 17 eine Struktur der Formel
OR1
C--.—0 SC-CeC-R 17
aufweisen, in der R eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen und R1 eine Acyl-, cyclische Acyl- oder Aroylgruppe mit nicht mehr als 20 Kohlenstoffatomen bedeuten.
2. 17ß-Acetoxy-17a-(1»,3'-hexadiinyl)-4-östren-3-on.
3. 17ß-Acetoxy-3-aethoxy-17a-(1',3'-pentadiinyl)-1,3,5(1O)-ö'stratrien.
4. 17ß-Acetoxy-17a-(1«,3'-hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5(10)-östratrien.
5. 3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1·,3l-hexadiinyl)-4-östren.
6. 17a-(1·,3'-HexadiinyD-17ß-hexanoyloxy-4-ö stren-3-on.
- 15 -
109847/1736 Λ Λ
ORIGINAL INSPECTED
17686K
7. 17Β-/Γ1 l-Adamantyl)-acetox27-17a-(1n,3lt-hexadiinyl)-4-östren-3-on.
8. 17ß-Aceto^-17a-(iS3'-heptadiinyl)-3-metho:iy-1,3,5(10) östratrien.
9. 17α-(1 ',3'-liexadiinyl)-3-inethoxy-17ß-propionoxy-1,3,5(10)-östratrien.
10. 17a-(1 · ,3'-Hexadiinyl)-3-methoxy-17ß-(3w-plienylpropionoiy)-1,3,5(1O)-östratrien.
11. 17ß-Benzoylo:xy-17a-( 1 ·, 3 '-hexadiinyl)-3-methoxy-1,3,5( 10)-östratrien.
12. i östratrien.
13. 3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1»,3l-hexadiinyl)-5-androeten. U. 3ß,17ß-Diacetoxy-17a-(1' ^'-hexadiinylM-androeten.
15. Verfahren zur Heretellung einer Verbindung nach Anspruch bis Ht dadurch gekennzeichnet, daß nan ein 17a-(1',3'-Alkadiinyl)-17ß-hydroxysteroid durch Umsetzung mit einem entsprechenden Säurechlorid oder -anhydrid verestert.
- 16 -109847/1736
17686H
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man die Veresterung in Gegenwart einer organischen Base ausführt.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Base Pyridin verwendet.
- t? « t09847/t?36
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