DE174123C - - Google Patents

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DE174123C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/30Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing magnesium cements or similar cements
    • C04B28/32Magnesium oxychloride cements, e.g. Sorel cement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 174123 KLASSE 806. GRUPPE
ETIENNE LAINE in BRÜSSEL.
Zellulose und Harz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1905 ab.
Man hat häufiger versucht, frischgebrannten Dolomit und Magnesit oder geglühte Magnesia in Verbindung mit Chlormagnesiumlösung zur Herstellung von Gegenständen der dekorativen Kunst, von Zwischenwänden und Decken in Baulichkeiten usw. zu verwenden ; doch sind diese Versuche vergeblich gewesen, da die daraus nach erfolgter Umwandlung in das Oxychlorür hergestellten
ίο Gegenstände sich werfen und deformieren, Risse bekommen und mannigfache andere Mangel zeigen. ■ Eingehende Versuche haben nun ergeben, daß es für die Vermeidung dieser Übelstände zunächst erforderlich ist, den Rohstoff im höchsten Grade der Feinheit bezw. Zerkleinerung zur Verwendung zu bringen, damit die chemische Reaktion sich durchaus gleichmäßig und durch die ganze Masse gleichzeitig vollzieht. Hierfür aber genügt nicht ein einfaches Zerkleinern und Beuteln der Rohstoffe, wenn man auch für letzteren Zweck die feinsten Seidensiebe anwendet, wie sie in Mehlmühlen gebraucht werden. Es ist vielmehr notwendig, daß man den zu verwendenden Rohstoff auf nassem Wege durch Fällung in der Wärme erzeugt, wodurch man ihn gewissermaßen in molekularem Zustande erhält und ihn dann gut wäscht und feucht in offenen Behältern kalziniert, um ihn völlig zu entwässern und die letzten Spuren von Kohlensäure auszutreiben.
Wird die nach bekanntem Verfahren so erhaltene Magnesia in gleichfalls bekannter Weise mit Magnesiumchlorid weiter verarbeitet, so erhält man Massen, die immer noch Mängel haben. Die aus ihnen hergestellten Gegenstände sind wegen zu schneller Erhärtung nicht durch dje ganze Masse gleichmäßig; sie schwitzen leicht aus, wodurch die Reinheit von Zeichnungen und Farben beeinträchtigt wird, und bieten schließlich auch keinen genügenden Widerstand gegen die schädlichen Einflüsse der Witterung. Diese Übelstände werden nun in folgender Weise beseitigt:
Die Magnesia wird in entsprechendem Verhältnis mit einer wie folgt zusammengesetzten Flüssigkeit gemischt: 1. Drei Vol. von reinem Magnesiumchlorid, 2. ein Vol. von mit Aceton denaturiertem Alkohol, der mit Zellulose versetzt ist und der ferner Elemi, Sandarak oder Harz von Pinus laryx in wechselnden Mengen gelöst enthält. Die Zellulose hält in ihre» Fasern längere Zeit Flüssigkeit fest und verhindert hierdurch ein zu schnelles Erhärten der Masse. Durch den Zusatz der Harze in alkoholischer Lösung wird der Kunststeinmasse eine gewisse Politurfähigkeit gegeben. ''Da der Firnis die Masse ganz gleichmäßig durchsetzt, so ist der Stein vor schädlichen Witterungseinflüssen geschützt und erhält schließlich einen Glanz, der eine weitere Nachbehandlung überflüssig macht.
Man erhält in angegebener Weise eine weiße, von fremden Stoffen, wie Eisensalzen usw., freie, homogene, körnerfreie Masse, die eine beträchtliche Härte erlangt, vollkommen
gleichmäßige Dichte hat und selbst bei Zusatz von Farbstoffen oder Füllstoffen nicht klüftig wird. Die Masse haftet fest an rauhen Flächen, wie verglühtem Porzellan, Terrakotta usw., und behält dauernd ihre Weiße und Durchscheinbarkeit.
Nach der britischen Patentschrift 17142 v. J. 1893 soll zwar Magnesiazement auch Holzzeug, Pflanzenfasern oder dergl. und ίο Harz zugesetzt werden. Von einem Tränken' der Zellulose mit alkoholischer Härzlösung ist dort aber keine Rede.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Magnesia, Chlormagnesiumlösung, Zellulose und Harz, dadurch gekennzeichnet, daß man die in bekannter Weise gefällte und geglühte Magnesia mit einer Flüssigkeit mischt, die aus etwa drei Vol. Magnesiumchlorid und etwa ein. Vol. Alkohol besteht, welch letzterer mit Zellulose versetzt ist und Elemi, Sandarak, Harz von Pinus laryx oder ein anderes geeignetes Harz gelöst enthält.
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