DE173474C - - Google Patents

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DE173474C
DE173474C DE1904173474D DE173474DA DE173474C DE 173474 C DE173474 C DE 173474C DE 1904173474 D DE1904173474 D DE 1904173474D DE 173474D A DE173474D A DE 173474DA DE 173474 C DE173474 C DE 173474C
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mixture
gabbro
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/04Portland cements

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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Aftertreatments Of Artificial And Natural Stones (AREA)

Description

Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1904 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marmor mit blanker, porenloser Oberfläche, bei welchem das Schleifen und Polieren in Fortfall kommt.
Von anderen bekannt gewordenen Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marmor, die darin bestehen, daß geeignete Kunststeinmassen in Formen mit glatten Flächen gegössen werden, um eine glänzende Oberfläche zu erzielen, unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß einer bekannten Mischung aus Zement, trockenen Farbstoffen und Sand, welche durch Wasserzusatz zu einem dicken Brei verarbeitet ist, ein Gabbro-(Kaseinfarben-) zusatz gegeben wird, wodurch die Masse flüssig und gießfähig wird, da Gabbro (Kaseinfarbe, Kaltwasserfarbe) auf die Mischung verflüssigend wirkt. Wegen ihrer Leichtflüssigkeit schmiegt sich die eingegossene Masse den glatten Flächen der Form derartig an, daß die Körper eine glatte, glänzende und porenfreie Oberfläche nach dem Abbinden zeigen.
Um Gegenstände nach diesem Verfahren herzustellen, nimmt man 16 Teile Portlandzement, 4 Teile Schwefelzink,' 1 Teil trockenen Farbstoff, 8 Teile Sand, rührt sie unter Wasserzugabe zu einem dicken Brei zusammen, setzt darauf 2 Teile Gabbro (Kaltwasserfarbe, Kaseinfarbe) zu und rührt ohne weiteren Wasserzusatz so lange, bis die Masse flüssig ist. Besonders mischt man 2 Teile Zement, 1Z3 Teil Zementfarbe (schwarz, rot, grün usw.), 1Z3 Teil trockenen Farbstoff, 1 Teil Sand, rührt diese unter Wasserzugabe zu einem Brei und setzt darauf 1Z4 Teil Patent-AνSPRUcη :
40
Gabbro zu und rührt darauf ohne weiteren Wasserzusatz, bis die Masse flüssig ist. Diese Masse gießt man zu der zuerst bereiteten Masse, rührt beide schwach durcheinander und gießt sie in Formen mit glatten Flächen aus.
Will man eine bestimmte Marmorimitation herstellen, so trägt man die Aderungsmischung mit einem Pinsel auf die Formflächen auf und gießt nachher die andere Mischung darüber. Durch Zusatz von Graphit erhält man glänzende Punkte auf den Flächen.
Die gefüllten Formen überläßt man 3 bis 4-Tage ruhig sich selbst, um die Masse erhärten zu lassen. Sie werden dann herumgedreht. Nach 5 bis 6 Tagen löst sich das Fertigprodukt von der Form von selbst los. Ein gewaltsames Lösen des künstlichen Marmors aus der Form ist schädlich, da dann eine matte Oberfläche entsteht.
Der so gewonnene künstliche Marmor zeichnet sich vor ähnlichem Kunstmarmor dadurch aus, daß er wetterbeständig ist, einen großen Härtegrad aufweist, spezifisch fast gleich schwer wie Marmor ist, in Zement verlegt werden kann und viel billiger als echter Marmor ist.
Verfahren zur Herstellung von marmorartig glänzenden Gegenständen durch Einbringen von Kunststeinmasse in Formen mit glatten Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß man einer Mischung aus Portlandzement, Schwefelzink, trockenen Farbstoffen und Sand, welche mittels Wasser zu einem dicken Brei verarbeitet ist, die als Gabbro in den Handel gebrachte Kaseinfarbe zusetzt.
(S- Auflage, ausgegeben am io. April igoS.)
EERUN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    - M 173474 KLASSE 80 b. GRUPPE
    GUSTAV LENSCH in BORNHÖVED.
DE1904173474D 1904-08-03 1904-08-03 Expired - Lifetime DE173474C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT35600D AT35600B (de) 1904-08-03 1906-09-01 Verfahren zur Herstellung von marmorartig glänzenden Gegenständen.

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DE173474C true DE173474C (de)

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ID=438279

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DE1904173474D Expired - Lifetime DE173474C (de) 1904-08-03 1904-08-03

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DE (1) DE173474C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE873374C (de) * 1950-11-14 1953-08-10 Peter Eyrich Fugenloser Wandbelag

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE873374C (de) * 1950-11-14 1953-08-10 Peter Eyrich Fugenloser Wandbelag

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