DE17293C - Photographischer Apparat mit doppeltem Linsensystem nebst Stativ - Google Patents

Photographischer Apparat mit doppeltem Linsensystem nebst Stativ

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DE17293C
DE17293C DENDAT17293D DE17293DA DE17293C DE 17293 C DE17293 C DE 17293C DE NDAT17293 D DENDAT17293 D DE NDAT17293D DE 17293D A DE17293D A DE 17293DA DE 17293 C DE17293 C DE 17293C
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DE
Germany
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glasses
glass
objective
photographic
tripod
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Application number
DENDAT17293D
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English (en)
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A, LOISEAU und J. B. G. BONNAUD in Paris
Publication of DE17293C publication Critical patent/DE17293C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/16Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight
    • G02B23/18Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight for binocular arrangements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
in PARIS. ■
Unsere Erfindung hat den Zweck, Doppelgläser, wie Operngläser, Krimstecher, Marinegläser etc., mit einer Einrichtung zu versehen, Welche sie geeignet macht, als photographische Apparate zu dienen. Das im Gehäuse angebrachte Objectivglas kann als photographisches Objectiv dienen. Zu dem Zweck ersetzt man die grofsen Linsen, welche im Gehäuse angebracht sind, durch einen Rahmen, welcher ein mattes Glas trägt, das zum Einstellen dient, und einen negativen Rahmen, welcher ein präparirtes Glas erhält, welches das erste Bild empfängt. Touristen, Spaziergänger etc. können so, wenn sie eine schöne Landschaft etc. finden, mit Hülfe ihres Opernglases leicht eine Photographie derselben aufnehmen.
Durch Anbringung eines empfindlichen Glases auf jeder Seite des Gehäuses kann man auch stereoskopische Bilder aufnehmen.
Die Fortschritte, welche kürzlich in der Herstellung trockner Platten gemacht sind, gestatten die Aufnahme von Bildern im Augenblick, so dafs man das Glas in die Hand nehmen und damit ohne weiteres operiren kann. Wenn man aufserdem auf das eine Rohr des Opernglases ein mattes Glas setzt, welches die Einstellung gestattet, und auf dem anderen ein empfindliches Glas anbringt, kann man die durchreiste Landschaft oder einen sich vorbeibewegenden Gegenstand beobachten und in dem geeigneten Augenblick eine Photographic desselben nehmen. Dies geschieht dadurch, dafs man plötzlich die das präparirte Glas deckende Glocke beseitigt, wodurch das photographische Bild augenblicklich erhalten wird.
Aus obigem haben wir die verschiedenen Anordnungen combinirt, welche unsere Erfindung einschliefsen und in beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind.
Bei der in Fig. 1 gezeichneten Anordnung ist das Gehäuse in eine Röhre d verlängert, auf der ein flaches Schraubengewinde angebracht ist. Ueber dieses Gewinde ist die ringförmige Mutter e geschraubt, welche die äufsere Röhre / überfafst und das Rohr d beim Fortschrauben in dieses schiebt, wobei eine gegenseitige Drehung durch den in / eingeschraubten, in der Nuth h auf d gleitenden Schraubenstift g vermieden ist.
Als Dunkelkammer wenden wir hierbei einen blasebalgartig zusammenlegbaren Körper k an, wie er bei gewöhnlichen Apparaten gebräuchlich ist. Die Innenseite dieses Körpers schliefst sich dem Ende der Röhre f an und ist durch Bajonnetverschlufs i mit demselben verbunden.
Das in Fig. 2 dargestellte Instrument ist von der Art und Gröfse angenommen, wie es für Marinezwecke gebräuchlich ist, nur mit dem Unterschied, dafs die die Oculargläser und die Objectivgläser haltenden Theile mittelst Bajonnetverschlusses eingesetzt sind, um sie leicht herausnehmen zu können. An den Kappen sind kleine doppelte Objectivgläser ο ο eingeschaltet. Man ersetzt die Büchse auf dem einen Rohr durch den Ring m, Fig. 3, welcher das matte Glas / trägt, und auf das andere Rohr setzt
man die Kappe η, Fig. 4, welche die Colodiumplatte ν aufnimmt. Die Umänderung des Opernglases ist mit Hülfe des Bajonnetverschlusses schnell zu bewirken.
Die Colodiumplatte wird in der Büchse η in einer Rinne oder "Vertiefung gehalten. Bevor sie dem Licht ausgesetzt wird, ist sie durch einen Schieber / bedeckt, den man von oben nach unten bewegen kann. Damit durch die Spalte, in welcher der Schieber geführt ist, keine Lichtstrahlen in das Innere dringen, ist dieselbe durch ein halbkreisförmiges Segment q automatisch verschlossen, welches von metallischen Federn r oder Kautschukfedern am Platz gehalten wird. Der Schieber t trägt einen kleinen Stift, der ihn in der Stellung unten festhält und der in eine Vertiefung an der kreisförmigen Unterlage eingelassen ist.
Bei der vorbeschriebenen Anordnung ist es nicht allein nöthig, um den photographischen Apparat wieder als Opernglas herzustellen, die Ringe und Rahmen zu entfernen, sondern man mufs auch die kleinen Objectivgläser herausnehmen und sie durch die Kappen mit den Oculargläsem ersetzen. Wir vermeiden diese Unbequemlichkeit mittelst der in Fig. 5 im Schnitt gezeichneten Anordnung, welche darin besteht, dafs man die kleinen Objectivgläser darin läfst und einfach die Kappe b mit dem doppelt concaven Glas darüber schraubt.
Für den Zweck, dafs man in dieser Richtung noch weiter gehen und der Person, welche sich des Apparates bedient, alles Auseinandernehmen ersparen will, haben wir noch eine Anordnung construirt, bei der die Anwendung als Opernglas mehr nebensächlich ist, und die hauptsächlich photo graphischen Zwecken dienen soll.
Die Anordnung dieses Apparates ist in Fig. 6 im Horizontalschnitt dargestellt. Fig. 7 ist eine Endansicht desselben, Fig. 8 eine Innenansicht des Rahmens und Fig. 9 ein Querschnitt desselben.
Die beiden Zwillingsrohre A und A1 nehmen an einem Ende die Röhren B und B1 mit den Objectivgläsern b b auf; dieselben sind durch ein Querstück C verbunden, welches die Röhre D mit Schraube Έ trägt, durch welche ein Verschieben der Rohre mit den Objectivgläsern b b erreicht wird, um dieselben einzustellen. Das Rohr B ist mit einer in Gelenken beweglichen Platte F bedeckt, die durch eine kleine Feder gegen dasselbe gehalten wird, welche in dem Gelenk angebracht ist. Die andere Röhre B1 ist mit einer Kappe G zugeschraubt und wird kurz vor der Operation entfernt.
Am anderen Ende sind die speciell für photographische Zwecke angeordneten Apparate angebracht. Auf dem Gehäuse A ist ein Rahmen H befestigt, in welchen die zur Aufnahme des Bildes bestimmte Platte eingedrückt ist. Dieselbe wird durch eine Spalte in der Decke des Rahmens _£T eingeschoben, und eine Kappe h deckt den Schlitz und greift über zwei kleine Zapfen. Um die Platte vor und während der Operation vom Licht zu isoliren, ist in dem Rahmen ein Schirm J angebracht, der aus einem kleinen Stück geschwärzten Leinens besteht und von einer Seite der Platte zur andern geht, wobei derselbe von einem kleinen Rouleauxstab j geführt wird. Von einer Klappe L, welche man auf den Zapfen / hakt, wird derselbe in der Position gehalten, wo er die Platte während des Aussetzens derselben an das Licht freiläfst. Wenn dies aufhört, löst man den Haken, der Schirm wird durch Wirkung der Feder k wieder aufgezogen und bedeckt die Platte auf der Seite, wo das Bild sich zu bildenbeginnt. Dieser kleine Mechanismus functionirt sehr schnell und verhindert ein Eindringen von Lichtstrahlen in die Dunkelkammer sicher.
Das andere Rohr A1 trägt den Ring M, der mit einem matten Glase N versehen ist, welches zum Einstellen dient. Die Dimensionen dieses Ringes können nach Wunsch reducirt werden, um einen gröfseren Rahmen H für das andere Rohr anwenden zu können, welcher dann gröfsere Platten für photographische Aufnahmen empfangen kann.
Die gedrängte Einrichtung des Apparates läfst denselben leicht tragen und handhaben. Aufser dem Apparat selbst hat sich der Operateur nur mit mehreren Platten auszurüsten, die vielleicht mit Brom-Gelatine präparirt sind und die er in einer kleinen, mit Abtheilungen versehenen Büchse mit sich führt.
Durch die Empfindlichkeit und die schnelle, fast augenblickliche Wirkung des Apparates ist es möglich, allein durch Halten desselben in der Hand und Richten desselben auf den Gegenstand das Bild aufzunehmen. In einzelnen Fällen, so bei zweifelhaftem Wetter, wo man warten mufs, oder bei der Aufnahme fester Gegenstände, ist die Anwendung eines Stativs wünschenswerth. Ein für diesen Zweck geeigneter Dreifufs ist in Fig. 10 dargestellt.
Derselbe unterscheidet sich von anderen durch die Klaue P, welche den Zweck hat, die eine Röhre des Glases oder die beschriebene Doppelröhre zu halten. Sie besteht aus zwei Armen, welche mit der mit Schraubengewinde versehenen Stange Q durch Zapfen verbunden sind. Auf dem Gewinde der Stange kann die Mutter R auf- und niedergeschraubt werden; dieselbe drückt die Gabel aus einander oder zusammen.

Claims (4)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE:
  2. i. Die Einrichtung an Operngläsern, Krimstechern und anderen Doppelgläsern für Land und Marine, wodurch dieselben für den Doppelzweck geeignet gemacht werden, erstens ihren gewöhnlichen Functionen zu
  3. genügen und zweitens zur Aufnahme photographischer Bilder zu dienen.
    Bei der zuerst beschriebenen Art die Anordnung der Dunkelkammer an derselben Seite, an der das Objectivglas, welches im Gebrauch bleibt, sich befindet, Fig. ι.
    Bei der nächst beschriebenen Art die dargestellte Anordnung, welche den Gebrauch beider Rohre des Glases erlaubt, wobei das eine zum Einstellen dient, während das andere zur Aufnahme des Bildes geeignet gemacht ist, und wobei die Oculargläser durch speciell für Photographiezwecke geeignete Objectivgläser ersetzt sind, Fig. 2 bis
  4. 4. Die Einfügung des doppelt concaven Glases, wie in Fig. 5 gezeigt, zum Umändern in das Opernglas, wodurch das Herausnehmen der für den photographischen Zweck dienenden Objectivgläser vermieden ist, wie beschrieben und dargestellt.
    Die in den Fig. 6 bis 9 dargestellte Anordnung, bestehend aus einem kleinen photographischen Apparat mit zwei Gehäusen, der leicht zu transportiren und zu handhaben ist, sonst wie beschrieben und dargestellt.
    Das Stativ mit der zangenförmigen Klaue, wie beschrieben und in Fig. 10 dargestellt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT17293D Photographischer Apparat mit doppeltem Linsensystem nebst Stativ Active DE17293C (de)

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