DE17151C - Elektrischer Apparat zur Vermeidung von Zusammenstöfsen der Eisenbahnzüge - Google Patents
Elektrischer Apparat zur Vermeidung von Zusammenstöfsen der EisenbahnzügeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/02—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die Vorrichtung setzt sich zusammen:
1. Aus einem kräftigen Magneten U in Hufeisenform, Fig. 12, der unterhalb des Hintertheiles
der Lokomotive einseitig befestigt ist; er wird von einer vierkantigen Stange so getragen,
dafs eine Verbindungslinie der beiden Enden des Hufeisens parallel zur Richtung der
Bahnstrecke läuft. Die Stange kann nach Belieben in den an der Galerie des Führerstandes
angebrachten Coulissen LL hin- und hergeschoben und in der gewünschten Höhe mittelst
Klammer und Schraube ν festgestellt werden, so dafs der Magnet in geringer Entfernung
über Federn aus weichem Eisen, welche weiter unten näher beschrieben sind, passiren kann.
Bei anhaltendem Rückwärtsgange der Lokomotive mufs der Magnet L auf der entsprechenden
Seite des Vordertheiles angebracht werden.
2. Aus Holzkästen k von ungefähr 1 m Länge und 20 bis 25 cm Breite mit abnehmbarem
Deckel aus Zink oder Kupfer. Die Anordnung und Construction dieser Kästen sind
durch die Fig. 2 bis 11 dargestellt.
Die Kästen enthalten, mit Ausnahme der zwei ersten und zwei letzten einer Strecke, die Batterien
P, einen Communicator JR., einen Interrupter J?' und einen starken, senkrecht stehenden
Elektromagneten M, dessen Pole ein wenig aus der Spule (Drahtumwickelung) hervortreten
und den Deckel berühren.
Die Kästen stehen in Entfernung von 4 zu 4 km horizontal im Boden, parallel und zwischen
den Schienen r r, so dafs der an der Lokomotive angebrachte Magnet genau über
dem Communicator passiren mufs. Die Kästen sind durch Eisendrähte mit einander verbunden,
welche sich vom Bahndamm aus an die gebräuchlichen Telegraphenstangen anschliefsen,
von denen einige in Fig. 1 schematisch angedeutet sind.
Der erste Kasten steht in Verbindung mit
dem dritten, der zweite mit dem vierten, der dritte mit dem fünften u. s. f., so dafs die ein-;
zelnen Abschnitte (z. B. vom ersten bis dritten Kasten) ungefähr 8 km betragen und dafs die
Unterbrechungspunkte zweier Abschnitte in der Mitte des anderen fortlaufenden Drahtes sich
befinden, also 3 soll sich in der Mitte zwischen 2 und 4, und 4 in der Mitte zwischen 3 und 5
befinden u. s. f.
Der Communicator R besteht aus weichem Eisen, ist äufserst leicht und empfindlich, 1 m
lang und 1 cm breit, mit senkrecht umgelegten Rändern versehen, um ihm mehr Steifigkeit zu
geben; eines seiner Enden jedoch ist vollständig glatt und auf dem Obertheil der Kiste, nach
der Ankunftsseite des Zuges hin, mittelst eines Stiftes bei t befestigt. Das entgegengesetzte
freie Ende ruht auf den Spulscheiben, sehr nahe der Achse derselben, ist mit einer kleinen, sehr
leichten Platte y aus Kupfer garnirt, welche mittelst sie isolirenden Gummilackes befestigt
ist. 2 bis 3 mm über dieser Platte/, d. h. zwischen ihr und dem Deckel, welcher an dieser
Stelle mit einer Schicht isolirenden Firnisses be- * deckt ist, befindet sich eine Unterbrechung des
von den Batterien kommenden und den Elektromagneten passirenden Drahtes; die beiden durch
die Unterbrechung entstehenden Enden ei tragen kleine, dünne Kupferplatten, von denen die
eine starr und die andere sehr biegsam ist, um die Berührung im Augenblick des Wirkens zu
erleichtern. Im Zustande der Ruhe ist der Strom an dieser Stelle unterbrochen.
Der Communicator R des ersten Kastens eines Abschnitts ist durch einen Draht mit einem
Interrupter R' verbunden, der sich in dem am Ende des anderen Abschnitts stehenden Kasten
befindet; dieser Draht passirt vorerst einen Elektromagneten IV, welcher in einem besonderen
kleinenKasten, nahe der anderen Schiene r, aufgestellt ist und welcher in dem Falle funetionirt,
wo ein Zug im entgegengesetzten Sinne auf dem Geleise sich bewegt. Dieser Interrupter
ist dem Communicator ähnlich und ein wenig kürzer, sein freies Ende ist auf der entgegengesetzten
Seite und befindet sich 2 oder 3 mm vom Deckel. Die kleine Kupferplatte /
befindet sich darunter und stützt sich im Zustande der Ruhe auf zwei Drahtenden e' i' des
Abschnitts, ähnlich denen des Communicators, wodurch der Strom, welcher sich im Erdreich
verliert, an dieser Stelle geschlossen wird.
Die beiden ersten Kästen einer Strecke enthalten nur einen Communicator, und die beiden
letzten sind nur mit Interruptoren versehen, während alle übrigen Kästen je mit einem
Communicator und einem Interrupter ausgerüstet sind.
Die Lokomotive, Fig. 12, trägt unten aufserdem
wenigstens 1 m vor dem Magneten eine . horizontale, der Strecke parallele, sehr leichte
und biegsame Feder / (ähnlich dem Communicator oder Interrupter), welche dicht über
den Deckel der verschiedenen Kästen hinweggehen kann. Das vordere Ende dieser Feder
ist bei / auf dem Boden eines viereckigen, länglichen Kastens K aus Zink oder Kupfer
befestigt. Dieser Kasten wird an seinen beiden Enden durch die Schienenräumer // gehalten,
Fig. 13, 14 und 15. Die kleine Platte y"
dieser Feder befindet sich im Zustande der Ruhe ungefähr 2 mm von zwei Drahtenden pn,
welche, wie die vorhergehenden, kleine Kupferplatten tragen und auf dem Boden des Kastens K,
welcher an dieser Stelle mit einer Schicht isolirenden Firnisses belegt ist, angebracht sind.
Die Drähte gehen nach einer Batterie, welche sich in einem an der Lokomotive befestigten
Kasten 0 befindet, darauf nach einem Elektromagneten, welcher hinter dem Schirm W angebracht
ist.
Ungefähr 3 mm von den Polen dieses Elektromagneten, Fig. 16 und 17, befindet sich ein
vierkantiges, ziemlich langes Rohr α' aus weichem
Eisenblech, das an einem Ende in Angeln g drehbar ist und am anderen freien Ende einen
zu a' senkrechten Stift s' trägt, der den Wind schirm durchdringt und ein Gewicht G unterstützt,
welches die Neigung hat, auf einen Handgriff 5 zu fallen, mittelst dessen die Dampfpfeife
in Thätigkeit gesetzt werden kann.
Wirkung des Apparats. Wenn- der Magnet der Lokomotive, indem
er von A in' einen Abschnitt eintritt, oberhalb der Platte y des Communicators R passirt, so
wird diese angezogen, stützt sich auf die beiden Drahtenden, und der Strom wird geschlossen.
Die Elektromagneten MN treten augenblicklich in Thätigkeit; Λ/erfafst dieCommunicatorstangei?
von der Seite und hält sie, bis der Strom, wie unten näher beschrieben, von neuem unterbrochen
wird.
Wenn der Magnet U oberhalb des Kastens C, Fig. i, dessen Communicator mit dem Interrupter des Kastens E verbunden ist, passirt,
so bringt er dieselbe Wirkung als in A hervor, und die Elektromagneten dieses Abschnitts sind
ebenfalls in Thätigkeit.
Wenn der Magnet U, indem er bei D, Fig. 1,
aus dem ersten Abschnitt tritt, oberhalb des Interrupters R' passirt, so verläfst dieser, angezogen
durch den Magnet, den Contact mit den beiden Drahtenden, auf denen er ruht, und der Strom wird in dem Abschnitt DA
unterbrochen. Der Communicator R am anderen Ende des Abschnitts, also bei A, fällt
augenblicklich auf die Spulenscheiben zurück, und wenn nach dem Passiren des Magneten U
der Interrupter R' auf die Drähte zurückfällt, so ist der Strom bei R, Fig. 2, unterbrochen
und erwartet einen neuen Zug u. s. f.
Aus dem vorstehenden ist ersichtlich, dafs, wenn eine Lokomotive sich innerhalb eines
Abschnitts befindet, die Elektromagneten jedes Endes in Thätigkeit sind. Wenn nun eine andere Lokomotive in denselben Abschnitt eindringen
will, gleichgültig, von welcher Seite, so passirt die Feder / oberhalb eines der beiden
Elektromagneten MN; sie wird angezogen, die kleine Platte y" stöfst gegen die Drahtenden,
und der Strom der Batterie O wird augenblicklich geschlossen, der hinter dem Windschirm W
angebrachte Elektromagnet zieht die mit in den Angeln g drehbare Stange a' an, welche das
Gewicht G stützt, und die letztere fällt auf den Handgriff der Pfeife. v .
Für die Rückfahrt funetionirt der Apparat in
genau derselben Weise.
Es ist aus dem Vorstehenden ersichtlich, dafs es bei regelrechter Function der Apparate absolut
unmöglich ist, dafs mehrere Züge sich auf mehr als 4 km auf demselben Geleise einander
nähern, ohne dafs der Führer durch die Dampfpfeife davon in Kenntnifs gesetzt werde.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Anordnung von in bestimmten Entfernungen von einander aufgestellten und mit Metalldeckel versehenen Kästen k, welche : enthalten eine Batterie P, einen Elektromagneten J/ und einen Communicator Roder Interrupter R' bezw. einen Communicator R und einen Interrupter R .
Die Construction und Anordnung des Communicators, dessen Platte y unterhalb der Unterbrechung einer metallischen Drahtleitung liegt, welche P mit den Elektromagneten M und N und den am anderen Ende des betreffenden Abschnitts stehenden Kästen verbindet, zu dem angegebenenZweck.Die Construction und Anwendung des Interruptors, dessen Platte / auf der Unterbrechung der von jV durch den Kasten des bezüglichen Interruptors nach dem Erdboden führt, zu dem angegebenen Zweck.An der Lokomotive zu dem angegebenenZweck: .a) die Anordnung des Magneten U,b) der zwischen zwei Schienenräumern befestigte Kasten K mit Feder /, deren Platte y" über den Enden zweier Drähte pn Hegt, welche nach einer in ο befindlichen Batterie und einem hinter dem Windschirm angebrachten Elektromagneten m führen, ■.;cV die Combination von m mit Rohr V, das einen Stift s' trägt, welcher ein Gewicht G unterstützt, das nach Wegnahme von s1 auf den Handgriff der Dampfpfeife fallen kann.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17151C true DE17151C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17151D Active DE17151C (de) | Elektrischer Apparat zur Vermeidung von Zusammenstöfsen der Eisenbahnzüge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17151C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4720614A (en) * | 1985-05-03 | 1988-01-19 | Licentia Patent-Verwaltungs Gmbh | Pushbutton switch with latching arrangement |
| US5136130A (en) * | 1991-04-02 | 1992-08-04 | Waxing Corporation Of America | Locking actuator trigger button for electrical switch |
-
0
- DE DENDAT17151D patent/DE17151C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4720614A (en) * | 1985-05-03 | 1988-01-19 | Licentia Patent-Verwaltungs Gmbh | Pushbutton switch with latching arrangement |
| US5136130A (en) * | 1991-04-02 | 1992-08-04 | Waxing Corporation Of America | Locking actuator trigger button for electrical switch |
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