DE169409C - - Google Patents

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DE169409C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE-22 f.
In dem Patent 169408 ist ein Verfahren zur Herstellung von Papierleim (Gerbleim) geschützt, das darin besteht, daß Horn in mit überschüssiger Soda hergestelltem Harzleim bei nahe ioo° gelöst und das Produkt weiter mit Harz und Sulfitablauge versetzt wird, welch letzterer zur Unschädlichmachung des Kalkes Glaubersalz zugesetzt ist. Dieses Verfahren zeigt den Nachteil, daß die Leimfällungen dem Papier geringe dunklere Färbungen geben. Es ist nun festgestellt worden, daß man die Entstehung der dunkleren Färbung verhindern bezw. beseitigen kann, wenn man Harzleim oder Gerbleim und meist auch Ablauge mit metallischem Zink, am besten in Form von feinem Zinkmetallpulver, in ganz geringen Mengen, z. B. 0,05 Prozent des Körpers, versetzt. Als Zinkpulver läßt sich auch der im Handel erhältliehe Zinkstaub verwenden. Es ist zweckmäßig, der Ablauge der Sulfitzellstoff abrikation in bekannter Weise beim Eindampfen ganz geringe Mengen Soda bis nahe zur neutralen Reaktion derselben zuzusetzen, um das Entweichen der darin vorhandenen
. schwefligen Säure zu verhindern. Eine größere Menge Soda in der Ablauge wirkt nachteilig durch Entstehung einer schwer zu beseitigenden Bräunung in derselben.
Es ist bekannt, Kleb- und Verdickungsmittel aus Sulfitablauge durch Zusatz von Zinkkarbonat oder Zinkoxyd oder überhaupt Zinksalzen zu derselben herzustellen.
Dieses Verfahren hat jedoch mit dem vorliegenden Verfahren nichts gemeinsam, weil bei letzterem nicht Zinkverbindungen, sondern metallisches Zink zur Verwendung kommt, dessen reduzierende Eigenschaften benutzt werden. Zinkoxyd oder Zinksalzverbindungen üben eine reduzierende Wirkung bekanntlich nicht aus und können daher den Zweck, den das Zinkmetall erreicht, nicht erfüllen.
Zinkstaub, der im wesentlichen aus metallischem Zink besteht, aber auch Anteile von Zinkoxyd enthält, kann bei vorliegendem Verfahren verwendet werden, weil das vorhandene Zinkoxyd keine nachteiligen Wirkungen ausübt. Doch ist zu beachten, daß das Zinkoxyd für die bei dem vorliegenden Verfahren angestrebten Wirkungen nicht in Betracht kommt.
Es soll hier bemerkt werden, daß es bereits durch die deutsche Patentschrift 48146 bekannt ist, tierischen Leim, Gelatine, Blutalbumin durch gleichzeitige Anwendung von Zinkstaub und Oxalsäure zu bleichen. Dieses bekannte Verfahren kann jedoch mit dem vorliegenden in keine Beziehung gebracht werden, da es sich bei letzterem um die Entfernung von Papierleim handelt, der aus Harzleim, Sulfitablauge und Gerbleim besteht, Produkte, die mit tierischem Leim nichts gemeinsam haben. Der Harzleim besteht aus harzsauren Alkalisalzen und wirkt nicht als Leim im Papier, sondern als wasserabstoßendes Mittel. Auch der Gerbleim als solcher
und die Sulfitablauge lassen sich mit tierischem Leim nicht vergleichen, da ersterer aus einer Harzhornlösung in Sulfitablauge mit Soda besteht und letztere überhaupt keine. Ähnlichkeit mit demselben hat. Von dem Verhalten des Zinkstaubs zu tierischem Leim kann daher auf das Verhalten desselben zu diesen Papierleimen nicht geschlossen werden. Dies ergibt sich übrigens selbst aus den Angaben der Patentschrift 48146, daß bei tierischem Leim bei alleiniger Anwendung von Zinkstaub keine befriedigenden Resultate erreicht werden können. Zum Bleichen von Tierleim wird daher die Verwendung von Zinkstaub und Oxalsäure vorgeschlagen. Beim Harzleim, der Sulfitablauge und dem Gerbleim wird aber gemäß dem vorliegenden Verfahren eine gute und dauernde Entfärbung mit Zinkstaub allein erreicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Herstellung von Papierleim (Gerbleim) nach Patent 169408 dahin abgeändert, daß den Lösungen der Ausgangsmaterialien, namentlich dem Harzleim, der Sulfitablauge und dem Gerbleim, Zink am besten in Form von feinem Zinkmetallpulver zugesetzt wird, zum Zweck, eine hellere Färbung zu erzielen bezw. die helle Färbung zu erhalten.
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