DE16759C - Neuerungen an Schachtöfen Jtum Brennen von Kalk und Ziegeln - Google Patents

Neuerungen an Schachtöfen Jtum Brennen von Kalk und Ziegeln

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DE16759C
DE16759C DENDAT16759D DE16759DA DE16759C DE 16759 C DE16759 C DE 16759C DE NDAT16759 D DENDAT16759 D DE NDAT16759D DE 16759D A DE16759D A DE 16759DA DE 16759 C DE16759 C DE 16759C
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P. MONTAGNE in Paris
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/20Arrangements of devices for charging
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/21Arrangements of devices for discharging

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung, welche in Neuerungen an continuirlichen Oefen besteht, läfst sich. anwenden auf Kalköferi und auf Oefen zum Brennen von Backsteinen und Ziegeln, und überhaupt von Thonwaaren. Die Neuerungen bestehen nicht nur in der Form der Oefen, sondern auch in den Vorrichtungen, um den Inhalt der Oefen weiterzuschieben.
I. Kalkofen, Fig. 1 bis 3.
Fig. ι ist der Verticalschnitt eines Ofens mit rechteckigem Schacht,
Fig. 2 der Querschnitt eines Ofens mit ovalem Schacht, und
Fig. 3 der Querschnitt eines Ofens mit rundem Schacht.
Iri Fig. ι sind α eine Reihe von Zahnrädern, welche das im Ofen enthaltene Material gegen den Ausgang b hin bewegen; sie werden durch einen Motor und geeignete Uebersetzungen bewegt. Der Schacht N1 erhält am besten die in Fig. ι dargestellte Form.
Ein oder mehrere Züge c (Luftkanäle) führen Luft von unten her nach dem in der oberen Hälfte des Schachtes brennenden Feuer.
II. Ziegelofen, Fig. 4 bis 6,
Hier ist Fig. 4 die Ansicht, Fig. 5 der Verticalschnitt und Fig. 6 der Querschnitt des Ofens. Der Schacht dieses Ofens wird am besten rechteckig gemacht.
III. Vorrichtungen zum Weiterschieben des Materials und zum Reguliren des
Abwärtsrutschens, Fig. 7 bis 10.
Nach Fig. 7 bestehen diese Vorrichtungen, welche stets am Untertheil des Schachtes an der Stelle der Räder α α a, Fig. 1, anzuordnen sind, aus einer Reihe Walzen mit Zahnrädern, welche in einander greifen. Sie sind in einem Gestell gelagert und werden an einem Ende durch eine Kurbel mit der Hand oder durch einen geeigneten Motor in Bewegung gesetzt.
Zwischen die inneren Walzen werden Schienen von T-förmigem Querschnitt eingesetzt, derart, dafs gröbere Stücke von Ziegeln etc. nicht zwischen die Walzen fallen können und die Rutschfläche eine beinahe continuirliche ist.
Fig. 8 zeigt eine andere Anordnung, welche sich namentlich für Kalköfen eignet und im wesentlichen aus einem Paternosterwerk besteht. Auf zwei Reihen von Rollen, welche in einem Gestell gelagert sind, rollt ein aus schmalen Lamellen zusammengesetztes Band ohne Ende, welches über zwei gröfsere Rollen läuft, von denen die eine durch einen Motor in Drehung versetzt wird.
Eine dritte Modification zeigt Fig. 9. Ein Trieb treibt zwei Zahnräder, welche am Ende von glatten Walzen angebracht sind. Eine Anzahl kleiner Walzen sind' mit diesen Walzen in einem passenden Rahmen verbunden; sie werden durch die herabsinkenden Steine in Bewegung gesetzt; der Antrieb kann an verschiedenen Punkten stattfinden.
In Fig. 10 erhalten die Walzen, welche wie oben in zwei eisernen Stangen gelagert sind, vermittelst Sperrklinken durch eine Reihe von Hebeln eine Rotation; sämmtliche Hebel sind durch die Gelenkstange xy mit einander verbunden, so dafs sie alle zu gleicher Zeit durch die Handhabe M hin- und herbewegt werden können.
IV. Ofen mit verticalem Schacht,
Fig. 11 bis ι s.
Dieser Ofen ist in Fig. 11 und 12 im Schnitt und in Fig. 13 im Grundrifs dargestellt; Fig. 14 und 15 sind Details.
Um das Herabsinken des in Schacht A enthaltenen Materials (Kalk oder Ziegel) zu regeln, ist am unteren Ende des Schachtes eine starke verticale Schraubenspindel E gelagert, welche durch eine Mutter mit Schaltvorrichtung F gedreht und dadurch auf- und abbewegt wird.
Das obere Ende von E trägt einen Wagen mit vier Rädern D, welche, wenn der Wagen in seiner tiefsten Stellung ist, auf Schienen am Boden des Schachtes laufen. Der Wagen besteht aus einem Gestell von horizontalen Trägern C, auf denen eine Anzahl kleinerer Träger η η η liegen, zwischen denen Zwischenräume bleiben. Die im Schacht enthaltenen Backsteine werden nun so aufgebaut, dafs in Abständen lange Hohlräume B neben einander bleiben. Diese entsprechen genau den Zwischenräumen zwischen η und wiederholen sich in entsprechenden Abständen.
Der Betrieb dieses Ofens ist nun folgender:
Ehe der Ofen gefüllt wird, werden durch die Löcher P in der Wandung des Ofens die Träger ni eingeführt, welche einerseits in P, andererseits in gegenüberliegenden Löchern P1 aufliegen und so einen beweglichen Rost bilden. Auf diesen Trägern m werden nun die Backsteine R, Fig. 14 und 15, aufgebaut, wobei man von Zeit zu Zeit die Hohlräume B freiläfst. Wenn der Ofen voll ist, wird das Feuer angezündet und gleichzeitig der Wagen durch die Spindel E in die Höhe gehoben.
Die Träger 11 desselben gelangen durch die Zwischenräume von m, Fig. 14, und heben schliefslich die Backsteine in die Höhe (s. die punktirte Stellung in Fig. 14). Nunmehr sind die Träger m entlastet; sie können aus dem Ofen durch die Löcher P herausgezogen werden.
Hierauf läfst man den Wagen, der jetzt die ganze Ladung Backsteine des Ofens trägt, langsam herabgehen, indem man die Ratsche F dreht, bis die Hohlräume B in Linie PP' zu stehen kommen; dann werden wieder die Träger m eingeschoben, welche den Inhalt des Ofens provisorisch unterstützen. Der Wagen wird nun ganz herabgedreht, bis die Räder D auf den Schienen stehen. Er trägt dann eine Lage fertig gebrannter Backsteine, welche an Höhe dem Abstand von B B und P1 P gleich ist, wird nunmehr aus dem Ofen gefahren und entleert. Er selbst oder ein anderer leerer Wagen wird eingefahren und wieder in die Höhe gehoben, bis seine Träger η die Träger m entlasten. Es wird weiter eine Lage ungebrannter Steine und Kohle, entsprechend den ausgefahrenen, oben in den Schacht eingelegt.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Oefen, Fig. 1 bis 6, zur Fabrikation von Kalk, Ziegelsteinen oder Thonwaaren und anderen Artikeln, mit gebogenem Schacht JV1, Fig. 1, von rechtwinkligem, ovalem oder rundem Querschnitt in Verbindung mit Vorrichtungen α im unteren Theile des Schachtes zum Fortbewegen der fertigen Waare und mit Luftkanälen c, welche die zum Brennen nöthige Luft von unten in den oberen Theil des Schachtes führen.
  2. 2. Die Anordnung Fig. 7 der durch Kurbel oder einen anderen Mechanismus getriebenen, im unteren Theil des Schachtes liegenden, am Ende gezahnten Walzen.
  3. 3. Die Anordnung Fig. 8 einer endlosen, über zwei Rollen laufenden und von Walzen getragenen, aus schmalen Lamellen bestehenden Decke.
  4. 4. Die Anordnung Fig. 9 der durch Trieb und Zahnräder getriebenen glatten Walzen.
  5. 5. Die Anordnung Fig. 10 der durch Hebel und Sperrklinken in Rotation gebrachten Walzen, sämmtlich im unteren Theile des gebogenen Schachtes liegend und zur Abfuhr des gebrannten Materials gegen die Ofenmündung dienend.
  6. 6. Für Oefen mit geradem Schacht die Einrichtung Fig. 11 und 12 des auf Rädern D ruhenden, vermittelst Schraube E zu hebenden und senkenden Tisches C, um durch denselben die fertige Waare schichtweise aus dem Ofen nehmen zu können. ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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