DE167484C - - Google Patents

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DE167484C
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seam
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C25/00Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
    • E21C25/60Slitting by jets of water or other liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVl 167484 KLASSE 5 h.
in ZABRZE.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildet ein Verfahren zum Schrämen oder zur Herstellung von Einschnitten in Kohlenflözen oder deren Hangendem oder Liegendem zum Hereingewinnen von Kohlenflözen.
Die Herstellung solcher Einschnitte in der üblichen Weise mittels Keilhaue, Schrämspieß oder Schrämmaschinen ist nachteilig und gefährlich, da bei der Handhabung dieser Werkzeuge sich sehr viel Kohlenstaub entwickelt, der die Bergleute belästigt und leicht zu Kohlenstaubexplosionen Anlaß geben kann.
Gemäß der Erfindung wird zur Herstellung der Schräme oder Einschnitte oder Bohrlöcher im Kohlenflöz oder in dessen Hangendem oder Liegendem ein hochgepreßter feiner Wasserstrahl, welcher sägend, schneidend oder bohrend wirkt, benutzt und infolgedessen die Entstehung von Kohlenstaub gänzlich ausgeschlossen.
Im Salzbergbau ist zwar schon neben der lösenden Wirkung des Wassers auch die mechanische Kraft der Wasserstrahlen zu den gleichen Arbeiten verwendet worden; jedoch bietet deren Verwendung im Kohlenbergbau sowohl dem Salzbergbau wie auch dem Abbau von Seifen und Schottern gegenüber den Vorteil, daß mit der Ausführung der Gewinnungsarbeit zugleich die Kohlenstaubentwicklung verhindert wird.
Bei der Ausführung des Verfahrens läßt sich der natürliche Druck einer ho.hen Wassersäule mit Vorteil verwenden, da der Abbau der Kohlenflöze meist in großer Tiefe erfolgt. Genügt dieser Druck nicht, so kann man ihn durch Pumpwerke noch bedeutend erhöhen.
Handelt es sich darum, ein Kohlenflöz im ganzen von seinem Hangenden oder Liegenden zu trennen, so wird der Schräm am Dach oder an der Sohle des Kohlenflözes hergestellt. In den meisten Fällen wird man, da das Gestein meist härter ist als die Kohle, in der letzteren schrämen, zumal wenn der Verlust an Gut durch Herstellung des Schrams nicht ins Gewicht fällt. Läßt sich das Gebirge dagegen vorteilhafter mit dem Wasserstrahl bearbeiten, so wird man es vorziehen, den Schräm in das Nebengestein einzuarbeiten. .
Man bedient sich des gepreßten Wasserstrahles ebenfalls vorteilhaft auch zur Herstellung der Schräme in den Kohlenflözen selbst. Man kann auf diese Weise die Kohlenflöze in Bänke teilen, die sich dann leicht abtrennen lassen.
Die Ausführungsweise der Erfindung ist auf den Zeichnungen zur Anschauung gebracht.
In Fig. ι ist ein Rohr a, Krücke genannt, gezeigt, welches am oberen und unteren Ende dem jeweiligen Einfallen des Flözes entsprechend gebogen ist. Der mittlere Teil der Krücke dient dem Spritzmeister als Hand-
habe beim Schrämen. Am unteren Ende der Krücke ist ein Ring h angebracht, welcher nach unten zu mit einem Dorn d versehen ist, der den Zweck hat, das Rohr in der Sohle oder an einem besonders angebrachten Stück Bohle oder Brett so zu halten, daß die Bewegung des Mundstückes e sowohl seitlich als auch von oben nach unten zu möglich ist. Man kann dabei auch das bisher zum mechanisehen Bohren oder Schrämen angewendete Bohrgestell benutzen.
In Fig. 2 wird die Anwendung zweier Krücken α b zur gleichzeitigen Herstellung von Schrämen in zwei Flözen veranschaulicht. Hierbei ist ein Holzstempel 0 zwischen Sohle und First des Flözes eingebaut. In der Höhe des Zwischenmittels wird das Spritzrohr oder die Krücke in einen an dem Stempel 0 befestigten Halter oder Haken/ hineingelegt. Um die Rückwärtsbewegung des Rohres beim Spritzen zu verhindern, ist auch hier ein mit einem entsprechenden Dorn versehener Ring g angebracht. Zweckmäßig wird die Anordnung so getroffen, daß man die Krücke leicht in dem Maße nachschieben kann, wie der Schräm sich vertieft.
In Fig. 3 ist die Anwendung von drei Krücken ab c an einem stärkeren Kohlenflöz dargestellt.
Mit der Krücke α wird ein Schräm am Dach, mit der Krücke c ein ebensolcher an der Sohle des Flözes hergestellt. Durch die Krücke b wird ein Schräm in die Mitte des Kohlenflözes eingearbeitet. Das Kohlenflöz wird auf diese Weise in zwei Bänke geteilt, welche sich leicht hereingewinnen lassen. Man kann natürlich mehrere Schräme in das Kohlenflöz selbst einarbeiten und dadurch das Kohlenflöz in mehrere Bänke schneiden; dies wird zweckmäßig bei mächtigen Flözen ausgeführt. Sind zwei Flöze, wie dies häufig der Fall ist, durch ein Mittel von nur geringer Mächtigkeit getrennt, so wird man naturgemäß den Schräm in diesem Mittel anbringen, so daß durch die Herstellung des Schrams eine doppelte Wirkung erzielt wird. Versuche haben ergeben, daß bei einer Pressung von etwa 30 Atm. ein Wasserstrahl von 3 mm Stärke am vorteilhaftesten ist. Je größer man den Druck steigert, um so feiner kann man naturgemäß den Wasserstrahl nehmen und um so größer ist seine schneidende bezw. sägende Wirkung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Schrämen mittels der mechanischen Kraft eines hochgepreßten Wasserstrahls, dadurch gekennzeichnet, daß ein feiner Wasserstrahl für die Schrämarbeit im Kohlenbergbau benutzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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