DE897232C - Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle - Google Patents

Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle

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DE897232C
DE897232C DEC3848A DEC0003848A DE897232C DE 897232 C DE897232 C DE 897232C DE C3848 A DEC3848 A DE C3848A DE C0003848 A DEC0003848 A DE C0003848A DE 897232 C DE897232 C DE 897232C
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Frank Cookson
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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    • E21C37/00Other methods or devices for dislodging with or without loading
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Description

  • Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle, das sich bei an sich allgemeiner Anwendungsmöglichkeit. besonders für den Langfrontabbau eignet. Sie bezweckt, die Möglichkeit einer maschinellen Hereingewinnung der Kohle, und zwar auch von härterer Kohle, die nicht mehr mit dem Abbauhammer; sondern nach den bisher zur Verfügung stehenden Methoden nur durch Schießarbeit gewonnen werden kann, unter Vermeidung der Schießarbeit zu schaffen.
  • Das neue Verfahren vermeidet damit sowohl die Gefahren der Schießarbeit wie auch die hierbei eintretende unerwünschte Zerkleinerung der Kohle und führt zur Gewinnung derselben in der erwünschten grobstückigen Form.
  • Das neue Verfahren baut auf dem Grundgedanken der ältesten bergmännischen Gewinnungsmethode, nämlich des Hereintreibens mit Schlägel und Eisen auf. Vorschläge, diese Hereintreibearbeit durch Verwendung von in Bohrlöchern eingeführten Absprengvorrichtungen wirksamer zu gestalten, sind bereits gemacht worden, jedoch ermöglichen diese im Gegensatz zu dem neuen Verfahren nicht eine völlig maschinelle und weitgehend automatische Hereingewinnung der Kohle mit hoher Leistung.
  • Das neue Verfahren besteht seinem Grundgedanken nach darin, daß in dem hereinzugewinnenden Stoß, der vorzugsweise vorher durch einen Schram am Flözliegenden unterschrämt worden ist, in bestimmter Anordnung, möglichst unter Berücksichtigung der Lage der Schlechten, Reihen von aufeinanderfolgenden Bohrlöchern in gleichmäßigen Abständen über die Flözmächtigkeit verteilt hergestellt werden, in die in einer zweiten Phase hereintreibende Werkzeuge eingeführt werden, die, oberhalb des Schrams beginnend, nach oben fortschreitend jeweils einen sich von dem Bohrloch bis zu dem freien Teil des Stoßes erstreckenden Kohlenklotz lossprengen. Die Entfernung der Bohrlöcher voneinander in Richtung von unten nach oben sowie in streichender Richtung und damit die Vorgabebestimmt sich nach der Festigkeit der Kohle und dem Verlauf der Schlechten.
  • Dadurch, daß in schneller Aufeinanderfolge zunächst der unmittelbar über dem Schramschlitz liegende, dann der nächst darüberliegende Kohlenblock usw. in .dieser Weise losgesprengt werden, liegt der jeweils hereinzutreibende Block auf dem größten Teil seines Umfangs frei, d. h. die mechanische Arbeit, die bei dem Hereintreiben zu leisten ist, ist verhältnismäßig gering. Vorzugsweise schreitet die Gewinnung in schwebender Richtung fort, wobei der Arbeitsstoß, in welchem die Bohrlöcher in streichender Richtung verlaufend hergestellt werden, schräggestellt wird, und zwar so, daß der hangende Teil des Flözes überhängt. Die hereingetriebenen Kohlenstücke lagern sich derart so, wie sie herabfallen, unterhalb der überhängenden Teile gewissermaßen in Art einer Mauer in der für den Angriff einer Lademaschine günstigsten Weise ab, ohne daß ein weites Verstreuen der Kohle und eine Zerkleinerung derselben stattfindet, wie sie bei jedem anderen Gewinnungsverfahren unvermeidbar ist.
  • Die Bohrlöcher, die die Ansatzpunkte für die Hereintreibevorrichtungen bilden, erhalten zweckmäßig eine Tiefe, die der Tiefe des Schrams bzw. einer Feldesbreite entspricht, und das Hereintreiben der Vorgabe erfolgt unter absatzweiser Einführung der Hereintreibevorrichtungen in die Bohrlöcher, wobei die Absätze unter normalen Verhältnissen etwa je 15 cm betragen, derart, daß jeweils das in dem nächsthöheren Bohrloch arbeitende Werkzeug um eine solche Stufe gegenüber .dem nächstunteren zurück ist. Nach jedem Hereintreibevorgang wenden die Werkzeuge erneut vorverschoben, und der Arbeitsvorgang wiederholt sich. Auf diese Weise liegt, wie bereits erwähnt, die untere Fläche des jeweils hereinzutreibenden Blocks immer frei.
  • Die beiden Arbeitsphasen, nämlich die Herstellung einer Reihe von Bohrlöchern und die Hereintreibearbeit werden gleichzeitig durchgeführt, so daß während des Bohrens der einen Reihe von Löchern das Hereintreiben von der vorhergehenden Reihe aus erfolgt.
  • Das Bohren eines Bohrlochs von etwa 1,35 m Tiefe in Kohle mit neuzeitlichen Bohrmaschinen nimmt bei einem Fortschritt von etwa 4 cm je Sekunde etwa 34 Sekunden in Anspruch. Das Hereintreiben von einem solchen Bohrloch aus erfolgt in neun Absätzen von je 15 cm, die innerhalb dieser 34 Sekunden ohne weiteres durchzuführen sind, und zwar auch einschließlich der abschließenden Stufen, die in den weiter oben liegenden Bohrlöchern noch auszuführen sind, wenn die Hereintreibearbeit von den Barunterliegenden Bohrlöchern aus bereits beendet ist.
  • Die Bohrmaschine ebenso wie die Hereintreibevorrichtungen können, insbesondere wenn umlaufende Hereintreibevorrichtüngen von noch zu beschreibender Bauart verwendet werden, auf einem gemeinsamen Maschinenrahmen angeordnet werden. Im Falle der Verwendung hin und her gehender Hereintreibevorrichtungen kann es sich empfehlen, die Bohrmaschinen und die Hereintreibevorrichtungen auf voneinander unabhängigen Maschinenrahmen anzuordnen.
  • Bei der oben angenommenen Zeitdauer für das 'Abbohren einer Reihe von Bohrlöchern und die gleichzeitige Durchführung der. Hereintreibearbeit von der vorhergehenden Reihe aus von je 34 Sekunden und einem angenommenen Zeitraum von io Sekunden für den Vorschub der Maschine um jeweils den Abständen der Bohrlöcher voneinander in schwebender Richtung von etwa 30 cm ergibt sich in 5 tatsächlichen Arbeitsstunden je Schicht ein Gesamtvorschub der Maschine von etwa i2o m, d. h. es kann mit einer Maschine in einem Streb je Schicht ein Feld von dieser Länge herausgenommen werden, bei größerer Bohrleistung noch mehr.
  • In Abb. i ist schematisch in Aufsicht auf den Stoß die grundsätzliche Arbeitsweise des neuen Verfahrens unter vorhergehender Unterschrämung des Stoßes veranschaulicht. Der Verhieb erfolgt in Richtung des Pfeiles A, und die Maschine fährt in dem freien Feld längs des Stoßes entlang.
  • Am Liegenden a verläuft der Schram b von beispielsweise io bis 15 cm Stärke.
  • Die Reihen von Bohrlöchern sind gemäß dem Ausführungsbeispiel um etwa 45"°' schräg gestellt. In der dargestellten Phase werden die Bohrlöcher Cl, c2, c3, c4, c5, c6, c7 gebohrt, während in den dem Arbeitsstoß zunächst liegenden Reihen von Bohrlöchern dl, d2, d3, d4, d5, d6, d7 die Hereintreibewerkzeuge arbeiten.
  • Durch die die Bohrlöcher d1, d2, d3, d4, d5, d6, d7 verbindende gebrochene Linie ist angedeutet, wie nach erfolgtem Hereintreiben der Arbeitsstoß verläuft, ferner ist schematisch angedeutet, in welcher Art sich die hereingetriebene, zum größten Teil in Blöcken anfallende Kohle gewissermaßen in Art einer Mauer e unterhalb des überhangenden Stoßes auftürmt, um zweckmäßig mittels einer Lademaschine abgefördert zu werden.
  • Die Abbildung läßt die Verteilung der Bohrlöcher erkennen, insbesondere daß das oberste der Bohrlöcher möglichst dicht unter das Hangende gesetzt wird, während die weiteren Bohrlöcher nach unten in vertikalen Abständen von etwa je 15 cm folgen und in der Vortriebsrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel sämtliche Bohrlöcher etwa die doppelte Vorgabe, d. h. von 30 cm, erhalten.
  • Die Lage der im Zuge des weiteren Fortschritts des Verhiebs zu bohrenden Bohrlöcher f1, f2, f3, f4, f5, f6, f7 ist durch Kreuze angedeutet.
  • Mit g ist schematisch ein mechanisch betätigter Träger bzw. eine Führung für die Maschine angedeutet, die in den Schram hineinreicht.
  • Die Werkzeuge sind an dem nicht dargestellten Maschinenrahmen so angeordnet, daß die ganze Einrichtung Mächtigkeitsänderungen des Flözes und Unregelmäßigkeiten im Verlauf des Hangenden oder Liegenden angepaßt werden kann, wobei es sich empfehlen kann, sowohl die Bohrvorrichtungen wie die Hereintreibevorrichtungen ihrerseits voneinander unabhängig an der Rahmenkonstruktion verschwenkbar anzubringen.
  • Zwecks vollkommener Automatisierung des Verfahrens kann der Vorschub der ganzen Maschine geschaltet werden, sobald die Bohrer das Bohrlochtiefste erreicht haben, beispielsweise mittels eines in eines der Bohrlöcher eingeführten Eisenstabs, durch welchen, sobald er eine entsprechende Stellung erreicht hat, ein Schalter betätigt wird, der den Vorschub der Maschine einschaltet, die z. B. wie üblich an einem Seil mittels an den Enden des Strebes aufgestellter Haspel wahlweise in der einen oder anderen Richtung verfahren werden kann.
  • Die für das Hereintreiben verwendeten abkeilend wirkenden Vorrichtungen können, wie bereits bemerkt, sowohl umlaufende wie durch in Richtung der Bohrlochachse bewegte Organe betätigte sein.
  • Die Verwendung von umlaufenden Hereintreibevorrichtungen hat den Vorteil des gleichmäßigen und ruhigen Laufs der Maschine und den, daß es keine Schwierigkeiten macht, auf einen gemeinsamen Maschinenrahmen sowohl die Bohrmaschinen wie die Hereintreibevorrichtungen anzubringen.
  • Umlaufende Vorrichtungen bestehen beispielsweise aus einem Körper, dessen Drehachse exzentrisch zu der B@ohrlochachse liegt, so daß bei ihrem Umlauf daran angebrachte Ansätze im abkeilenden Sinne auf die Bohrlochwandung wirken und daher das Absprengen des nach dem freien Stoß zu liegenden Kohlenkörpers herbeiführen.
  • Diese Vorrichtungen arbeiten in streichender Richtung um jeweils 15 cm gegeneinander versetzt, d. h. die untersten reichen entsprechend weiter in das zugeordnete Bohrloch hinein als die nach oben folgenden.
  • Nach jedem Absprengvorgang erfolgt in geeigneter Weise, automatisch gesteuert, der Vorschub der ganzen Vorrichtung um je weitere, beispielsweise 15 cm. An den Werkzeugen sind Begrenzungsanschläge vorgesehen, die ihre zu weite Einführung in das Bohrloch verhüten, d. h. jeweils nur die Einführung um 15 cm ermöglichen.
  • Die Arbeitsweise dieser Vorrichtungen, die ständig in Drehung verbleiben, d. h. nicht etwa nach jeder Stufe angehalten zu werden brauchen, ist also so, daß sie jeweils nur eine vollständige Umdrehung ausführen, die das Absprengen bewirkt, um dann weiter in das Loch vorverschoben zu werden.
  • Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Stufen betragen hierbei lediglich 1/4 und 1/s Sekunde, gegebenenfalls noch weniger.
  • Es ist auch nicht erforderlich, die Hereintreibewerkzeuge stillzusetzen, nachdem der gesamte Vorgang bei einer Reihe von Löchern beendet ist. Um das Zurückziehen sämtlicher Hereintreibewerkzeuge in dieser Phase zu erleichtern, kann sich an sie nach rückwärts hin ein Element z. B. in Form einer Rohrschale anschließen, welche sich in vorwärtiger Richtung etwas erweitert. Dieses Rohrelement kann gleichzeitig dazu dienen, dadurch, daß es seitlich verkantet wird, etwa nicht vollständig hereingebrochene Teile durch Hebelwirkung zu lösen. Es wird für diesen Zweck nach beiden Seiten hin konisch ausgebildet, so daß sein größter Durchmesser in der Mitte liegt.
  • Die automatische Wiedereinführung der Werkzeuge in die nächste Reihe von Bohrlöchern wird vorzugsweise zusammen mit dem Stillsetzen des Vorschubantriebs der Maschine geschaltet.
  • Es kann sich unter Umständen auch als zweckmäßig erweisen, die Hereintreibevorrichtungen mit Voreilung gegenüber den Bohrern wirksam werden zu lassen, um derart sicherzustellen, daß zunächst die Hereintreibevorrichtungen sich in ihrer richtigen Stellung gegenüber den Löchern befinden und dann die neuen Bohrlöcher ebenfalls genau an der richtigen Stelle angesetzt werden. Sind, wie dies bei Verwendung von drehend wirkenden Hereintreibevorrichtungen die Regel ist, diese mit den Bohrmaschinen auf einem gemeinsamen Rahmen angebracht, so ist es zweckmäßig, eine Verstellmöglichkeit der Hereintreibevorrichtungen gegenüber dem Rahmen vorzusehen.
  • Auf diese Weise wird vermieden, daß sich etwaige Fehler in bezug auf die genaue Lage der Bohrlöcher bzw. der Abstand zwischen den Bohrern und den Hereintreibevorrichtungen addieren und derart ungünstige Beanspruchungen der Werkzeuge eintreten.
  • Statt umlaufender Vorrichtungen können insbesondere für das Hereintreiben auch durch ein in Längsrichtung des Bohrlochs bewegtes Organ gespreizte, nach dem Prinzip von Keil und Feder wirkende Vorrichtungen verwendet werden, wobei Vorsorge getroffen werden muß, daß der Spreizkeil automatisch nach jedem Vorgang, beispielsweise durch eine Spiralfeder zurückgezogen wird, so daß das Werkzeug nach dem Absprengen des einen Abschnitts in wieder eingezogenem Zustand in den folgenden Abschnitt des Lochs vorverschoben werden kann und so fort.
  • In dieser Weise wirkende Vorrichtungen werden vorzugsweise dann verwendet, wenn eine größere absprengende Kraft notwendig ist, beispielsweise, wenn Bergemittel in der Kohle vorhanden sind, oder wenn das neue Verfahren, wie dies gegebenenfalls möglich ist, nicht zur Gewinnung von Kohle, sondern zum Vortrieb von Gesteinsstrecken angewendet wird.
  • In diesem Falle müssen die Löcher in besonderer Weise angeordnet werden, nämlich so, daß von einem zunächst in der Mitte hergestellten Einbruchsloch aus die Hereintreibearbeit in radialer Richtung fortschreitet. Bei geschrämtem Gestein ist selbstverständlich in zweckentsprechender Weise je nach der Schichtung vorzugehen. Auch für Gestein ergibt das neue Verfahren erhebliche Vorteile, insbesondere dann, wenn die Gebirgserschütterungen der Schießarbeit vermieden werden sollen. .Das. oben im -wesentlichen in Anwendung auf einen ünterschrämten Stoß beschriebene Verfahren kann auch ohne Unterschrämung des Stoßes verwendet werden. In diesem Falle muß die Anordnung der Reihen von Bohrlöchern zu dem Liegenden bzw. Hangenden etwas anders sein, so daß sich ein - entsprechender unterschnittener Arbeitsstoß ergibt.
  • Um die hereinzutreibenden Blöcke in zweckmäßiger Aufeinanderfolge laufend freizulegen, werden in diesem Falle die Bohrlöcher nicht in streichender Richtung angesetzt, wie bei der erstbeschriebenen Ausführung des Verfahrens, sondern unter einem Winkel zu der Streichrichtung gestellt und ferner nicht in einer durchgehenden Reihe von unten nach oben in Aufeinanderfolge angeordnet, sondern, auf den Stoß gesehen, in Form eines V, derart, daß die Spitze des V in der Marschrichtung der Maschine nach vorwärts zeigt, wobei sie je nach den Eigenschaften der Kohle etwa in der Hälfte der Flözmächtigkeit oder darüber oder darunter liegt, und die Bohrlöcher schräg nach rückwärts verlaufen. Selbstverständlich müssen dann auch die Hereintreibewerkzeuge in gleicher Weise angeordnet sein und in den sich ergebenden Richtungen arbeiten.
  • Das oberste und unterste der Bohrlöcher können in diesem Falle zweckmäßig außerdem leicht schräg nach dem Liegenden bzw. Hangenden zu gerichtet sein.
  • Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise bei entsprechender Reihenfolge der Hereintreibevorgänge von dem in der Mitte der Flözmächtigkeit liegenden, die Spitze des V bildenden Bohrlochs aus beginnend, eine Hereingewinnung mit hoher .Leistung auch ohne vorherige Unterschrämung der Kohle möglich ist.
  • Abb. 2 und 3 veranschaulichen schematisch diese Arbeitsweise, und zwar zeigt Abb. z eine Aufsicht auf- den Stoß und Abb. 3 den Verlauf der Bohrlöcher.
  • In Abb. 2 sind mit i, 2 und 3 die beispielsweise fünf überenanderliegenden, in Form eines V angeordneten Bohrlöcher bezeichnet, die, wie Abb. 3 erkennen läßt, spießwinklig zum Stoß verlaufen, wobei die Hereintreibearbeit mit dem die Spitze des V bildenden Bohrlochs i beginnt, um dann gleichzeitig in Richtung nach. unten und oben fortzuschreiten.
  • In weiterer Entwicklung der Erfindung kann das neue Verfahren auch unter unmittelbarer Kombination des Bohr- und des Hereintreibevorgangs miteinander ausgeführt werden, d. h. das Hereintreiben unmittelbar dem Bohren anschließend erfolgen.
  • In diesem Falle wird -der Bohrkopf von einer Bohrstange von kleinem Durchmesser getragen, die mit einer Schneckenspirale zur Entfernung des Bohrkleins versehen ist und in einer Röhre von verstärkter Konstruktion läuft, welche ihrerseits einen Teil der Hereintreibevorrichtung, die sowohl drehbar oder nach Keilprinzip arbeitend ausgebildet sein kann, bildet. An geeigneten Punkten, von denen der erste unmittelbar- hinter dem Bohrkopf liegt, sind Umfangswulste vorgesehen, die an den Wandungen des Bohrlochs anliegen und die seitlichen Beanspruchungen des Bohrkopfs bei dem Hereintreiben abfangen.
  • Im Falle der Verwendung einer nach dem Keilprinzip arbeitenden Hereintreibevorrichtung in Gestalt eines konischen Rohrsegments kann dieses dann etwa 15 cm hinter der verstärkten Röhre, welche die Bohrstange schützt, angeordnet werden.
  • Dieses Rohr kann in entgegengesetzten Richtungen konisch ausgebildet sein, ähnlich wie bei der normalen nach dem Keil-. und Federprinzip wirkenden Hereintreibevorrichtung.
  • Die der Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtungen, d. h. die entsprechende Zahl von Bohrmaschinen und von Hereintreibevorrichtungen werden in allen Fällen auf einem oder zwei miteinander verbundenen Rahmen montiert, der durch Winden an den Enden des Strebes vor- und zurückverfahren wird. Im Falle der erstbeschriebenen Ausführungsform des Verfahrens bei einem unterschrämten Stoß fährt vor der Maschine eine Schrämmaschine. Die Verwendung einer der-Vorrichtung folgenden Lademaschine ist immer zweckmäßig, um ein Wiederzusammenpressen der hereingebänkten Kohle, das eintreten könnte, wenn sie nicht sofort weggeladen wird, zu verhindern.
  • - Selbstverständlich sind die vorstehend im einzelnen erläuterten einzelnen Ausführungsbeispiele des neuen Verfahrens nur als solche anzusehen, und es sind zahlreiche Änderungen und Weiterentwicklungen möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle durch Abkeilen von Bohrlöchern aus, dadurch gekennzeichnet, d@aß Reihen von in idem in schwebender Richtung hereinzugewinnenden Stoß in streichender Richtung verlaufenden Bohrlöchern in gleichmäßigen Abständen sowohl der Bohrlöcher wie der Reihen von solchen voneinander in Richtung von unten nach oben über die Flözmächtigkeit verteilt wie in Richtung der Einfallenden hergestellt werden und das Abkeilen von der dem freien Stoß zunächst liegenden Reihe von Bohrlöchern aus durch Einführung von Abkeilwerkzeugen in diese von unten nach. oben fortschreitend erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während des Hereintreibens von einer Reihe von Bohrlöchern aus das Ab- bohren der in der Verhiebsrichtung anschließenden Reihe von solchen erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß das Hereintreiben unter stufenweiser Einführung der Hereintreibewerkzeuge in die Bohrlöcher jeweils unter Hereintreiben des betreffenden Abschnitts zrfolgt, wobei die in der Bohrlochreihe nach oben folgenden der Hereintreibewerkzeuge den jeweils unteren nacheilen. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrlöcher im Streichenden hergestellt werden und der Verhieb in schwebender Richtung fortschreitet. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der Herstellung der Bohrlöcher und der Hereintreibearbeit die Herstellung eines vergleichsweise breiten Schrams am Liegenden vorhergeht. 6. Verfahren nach Anspruch i bis q. ohne vorherige Unterschrämung des Kohlenstoßes, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrlöcher spießwinklig zu der Richtung des Stoßes in Form eines V so angeordnet sind, daß das mittelste, die Spitze des V bildende Bohrloch in der Verhiebsrichtung vorn liegt, wobei die Hereintreibearbeit von dem mittelsten Bohrloch aus nach oben und unten fortschreitend beginnt. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Hereintreibewerkzeuge in die Bohrlöcher eingeführt werden, worauf in der hierdurch fixierten Stellung das Abbohren der folgenden Reihe in Angriff genommen wird. B. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Hereintreiben durch unmittelbar den Bohrern folgende Hereintreibewerkzeuge, unmittelbar an das Bohren anschließend, erfolgt. g. Verfahren nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der Maschine sowie die Einleitung des Bohrvorgangs und die stufenweise Durchführung des Hereintreibevorgangs automatisch durch die Vorgänge selbst gesteuert werden. io. Verfahren nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorgaben, d. h. der Abstand der Bohrlochreihen voneinander in streichender Richtung etwa 30 cm und die jeweiligen Stufen des Hereintreibevorgangs etwa 15 cm betragen. i i. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i bis io zum Hereintreiben von Gestein, dadurch gekennzeichnet, daß das Hereintreiben von einem mittleren Einbruch aus in streichender Richtung fortschreitend unter entsprechendem Ansatz der Bohrlöcher erfolgt. 12. Vorrichtung zur Ausführung des Ve@-fahrens nach Anspruch i bis g, gekennzeichnet durch eine entsprechende Anzahl von auf einem Maschinenrahmen angeordneten Reihen von Bohr- und Hereintreibewerkzeugen. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch exzentrisch zur Bohrlochachse umlaufende, mit Abkeilflügeln od. dgl. versehene Hereintreibewerkzeuge, durch .deren je- weils einmalige Drehung der Hereintreibev organg erfolgt. 1q.. Vorrichtung nach Anspruch 12 und 13, gekennzeichnet durch die während der aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen ständig in Drehung verbleibenden umlaufenden Werkzeuge. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12 bis 1q., dadurch gekennzeichnet, daß sich an das eigentliche Hereintreibewerkzeug eine beispielsweise als Rohrschale ausgebildete, sich nach dem Bohrlochende zu erweiternde starre Vorrichtung anschließt, die eine Führung für die Hereintreibewerkzeuge bildet und durch deren Verkanten gegebenenfalls stehengebliebene Teile der Bohrlochwandlung hereinbrechbar sind. 16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Hereintreibewerkzeug auf der gleichen Achse mit dem Bohrwerkzeug angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der den Bohrkopf tragende Teil des Bohrwerkzeugs zur Abstützung gegen die bei der Hereintreibearbeit auftretenden Beanspruchungen verstärkt ausgebildet ist. 18. Vorrichtung nach Anspruch 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von nach dem Prinzip von Keil und Feder wirkenden Hereintreibevorrichtungen diese auf einem besonderen Rahmen angeordnet sind. ig. Vorrichtung nach Anspruch 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bohrvorrichtungen und/oder Hereintreibevorrichtungen auf dem oder den sie tragenden Maschinenrahmen unabhängig voneinander verschwenkbar angeordnet sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 44 755, 597 64-5.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971194C (de) * 1954-07-09 1958-12-24 Konrad Grebe Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kohle in steil gelagerten Floezen mit schlittenartigem Haenge-Abdrueckgeraet

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE44755C (de) * G. W. ELLIOTT in Sheffield, Grfsch. York, England, 12 Clarkehouse Road Neuerung an Bergbaukeilen
DE597645C (de) * 1933-02-14 1934-05-31 Fritz Trachte Bergmaennisches Gewinnungsverfahren

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