DE551160C - Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz - Google Patents

Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz

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DE551160C
DE551160C DE1930551160D DE551160DD DE551160C DE 551160 C DE551160 C DE 551160C DE 1930551160 D DE1930551160 D DE 1930551160D DE 551160D D DE551160D D DE 551160DD DE 551160 C DE551160 C DE 551160C
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drill
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/60Devices for withdrawing props or chocks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz Es ist bekannt, zum Rauben von Grubenstempeln (Grubenholz, Säulen, Stützen usw.) neben dem zu raubenden Stempel o. dgl. eine oder mehrere Bohrungen herzustellen, wodurch der Erddruck auf den Stempel o. dgl. soweit verringert wird, daß derselbe aus dem Versatzmaterial praktisch unversehrt und verhältnismäßig leicht herausgehoben werden kann.
  • Das angedeutete Verfahren hat in der Praxis die berechtigt erscheinenden Erwartungen keineswegs erfüllt, und zwar hauptsächlich aus dem Grunde, weil für die Art der Herstellung der Bohrung oder Bohrungen neben dem Stempel o. dgl. bisher noch keine Lösung gefunden wurde, die den Anforderungen der Praxis in jeder Hinsicht entsprochen hätte. Hierfür wurde nämlich bisher vorgeschlagen: i. die Wasserspülbohrung, 2. das Bohren bzw. das Entfernen des Materials mittels Druckluft und 3. das Bohren durch Schraubenbohrer durch Antrieb mit menschlicher Kraft.
  • 7.u i. Die Bewerkstelligung des Bohrens mit Spülwasser ist verhältnismäßig sehr kostspielig und umständlich, und das Arbeiten mit Wasser ist in Gruben aus grubentechnischen Gründen und wegen der Arbeiter nicht erwünscht bzw. vielfach gar nicht möglich. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich dadurch, daß zum Rauben der Grubenstempel neben denselben genau gerichtete Bohrungen hergestellt werdeh müssen, die im Vergleich zu ihrem kleinen, etwa ioo bis igo mm betragenden Durchmesser verhältnismäßig sehr (z. B. 2 bis 3 m) tief sind. Bei einem solchen tieferen Loch kann jedoch einerseits das Nachstürzen des Sandes, wodurch die Arbeit gehindert wird, nur durch langsames Ausfüttern des bereits erbohrten Loches mittels Rohre verhindert werden, und anderseits gelingt es im Falle der Wasserspülbohrung normalerweise auch nicht, die Bohrung in der gewünschten genau gerichteten Weise herzustellen. Da aber die letztere Anforderung auf alle Fälle erfüllt sein muß, ist man gezwungen, das fehlgerichtete Loch auszubessern, und es muß sogar vielfach dieses fehlgebende Loch verlassen und ein neues Loch erbohrt werden. Die Wasserspülbohrung ist also schon wegen ihrer Langsamkeit und Unzuverlässigkeit nicht wirtschaftlich.
  • Zu 2. Das Bohren mittels ausgeblasener Druckluft, die schon an sich äußerst teuer ist, wird noch dadurch in ganz unzulässiger Weise weiter erhöht, daß hierbei die Druckluft gezwungenermaßen nur ohne Regelung Anwendung finden kann, so daß sie geradezu vergeudet wird. Als weiterer Nachteil gilt dabei, daß die Arbeit langsam und nur in trockenem Sande durchführbar ist, und dabei ist auch die Tiefe, die auf diese Weise erbohrt werden kann, nur gering.
  • Zu 3. Das Bohren mit von Hand angetriebenen Erdbohrern, die als Schraubenbohrer ausgebildet sind, stellt in einer Tiefe über etwa 1,5 bis 2 m normalerweise schon eine äußerst schwere, ermüdende und langsame Arbeit dar, was sich auch darin zeigt, daß hierbei die Arbeitsleistung und das Arbeitsresultat wenig zufriedenstellend ist, indem die Herstellung einer etwa 3,5 m tiefen Erdbohrung etwa 23 Minuten Arbeitszeit erfordert.
  • Die Erfindung bezweckt, eine Einrichtung zur Herstellung von Erdbohrungen zum Rauben insbesondere von Grubenstempeln o. dgl. zu schaffen, durch die sämtliche angedeuteten Übelstände und Schwierigkeiten in einfachster Weise beseitigt werden.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Bohrvorrichtung aus einer Freihanddrehbohrmaschine und einem Bohrwerkzeug zusammengesetzt ist, das während des Bohrens einen Teil des erbohrten Versatzmaterials kontinuierlich herausbefördert. Dadurch wird nicht nur gegenüber dem Handbohrer eine Vergrößerung und Verbesserung der Arbeitsleistung erzielt, sondern es ist eine Vorrichtung geschaffen, vermittels derer auf leichte Weise in bezug auf den Grubenstempel ausgerichtete Bohrungen, die zum Rauben von Grubenstempeln unbedingt erforderlich sind, sich herstellen lassen. Letzteres Erfordernis ist auch die Ursache dafür, daß seither. selbsttätige maschinelle Bohrvorrichtungen zum Rauben von Grubenstempeln keine Verwendung gefunden haben. Denn beim Übergang zum motorischen Antrieb dieser Bohrvorrichtungen ergab es sich von selbst, daß man sie mit einem entsprechenden Aufbau ausrüstete und dadurch fest abstützte, um ein Widerlager gegen den vom Bohrer ausgeübten Zug zu erhalten und um ihm eine sichere Führung zu geben, die unbedingt erforderlich erschien, da ja der Bohrer bei maschinellem Antrieb auf eine Tiefe von etwa 2 m schon in etwa 2 Minuten und auf eine Tiefe von etwa 3 bis 4 m in etwa 3,5 bis q. Minuten hinunterschnellt. Diese Anordnung ist jedoch nicht nur in dem Untertagebau höchst unbequem, sondern führt auch -beim Rauben von Grubenstempeln nicht zum Ziele. Der Bohrer findet nämlich in dem Spülversatz vielfach Hindernisse, wie z. B. kleinere oder größere Steinstücke, die ihn von der praktisch graden Richtung des Grubenstempels ablenken,- so daß er sich verläuft. Bei der festen Abstützung und Führung des Bohrers kann diesem Übel nicht abgeholfen werden. Dagegen ist es mit der Freihandbohrmaschine ohne weiteres möglich, durch geringes Anheben des Bohrers und Ausrichten seiner Spitze den Steinen auszuweichen oder ihn mit der Förderschnecke zu erfassen, um dann sofort wieder das Bohren in der Stempelrichtung fortzusetzen.
  • Die Verwendung von Freihanddrehbohrmaschinen im Grubenbau ist bekannt. Es handelt sich aber hierbei um die Herstellung von Vorbohrungen im Flöz selbst, wobei es auf genaue Ausrichtung der Bohrung gar nicht ankommt und der Bohrer wegen der verhältnismäßig gleichmäßigen Stoffmasse und größeren Härte des Kohlenflözes prak tisch keine Neigung zeigt, die einmal angesetzte Richtung zu verlassen. Das Überraschende in der Erfindung demgegenüber ist die Verwendung der Drehbohrmaschine in Verbindung mit einem das Versatzmaterial selbsttätig heraus- und hochfördernden Bohrwerkzeug gerade zur Herstellung von genau ausgerichteten Bohrungen im Versatzmaterial, deren maschinelle Herstellung bisher aus den bereits angegebenen Gründen nur unter Anwendung eines festen Bohrgestänges für möglich gehalten wurde.
  • Die Erfindung soll ausführlicher an Hand des auf der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert werden.
  • g bedeutet eine mit Druckluftmotor oder einem elektrischen Motor angetriebene Freihanddrehbohrmaschine, die mit zwei Handhaben kI, h2 ausgerüstet ist. lt bedeutet die Antriebswelle des Motors, an die mittels seines Zapfens f ein Bohrwerkzeug lösbar angeschlossen werden kann.
  • Das untere Ende des Bohrwerkzeuges, das vorteilhaft in einer Spitze d ausläuft, stellt eine mehr-, z. B. zweigängige konische Spirale c dar, die das eigentliche Bohrorgan bildet und an die sich oben eine Transportschraube b anschließt, die weniger Schraubengänge als die konische Spirale c, also z. B. nur einen einzigen Schraubengang besitzt, wobei der Konüs der Spirale c in den durchwegs gleichbleibenden Durchmesser der Transportschnecke b mit allmählichem Übergang übergeführt ist: Eine sehr leicht herstellbare und einfache Bauart wird erhalten, wenn einzelne Gänge der konischen Spirale c nach oben zu der Reihe nach einfach fortgelassen und nur die übrigen Gänge der Spirale c fortgesetzt werden, so daß sich also mindestens einer von den Gängen der Spirale in den Schraubengängen der Transportschnecke b fortsetzt. Diese Bauart, bei der der Spiralbohrer als mehrgängige Schnecke ausgeführt wird, bietet den Vorteil, daß der Bohrer und die Freihanddrehbohrmaschine beim Bohren mit verhältnismäßig kleinerer Kraft in den Erdboden hineingezogen werden. Dadurch wird das arbeiten wesentlich erleichtert, weil der die Preibanddrehbohrmaschine handhabende Arbeiter kleinere Kraft auzuüben hat, um dem Hineinziehen der ganzen Apparatur in den Erdboden entgegenzuwirken. Dies ist besonders von Wichtigkeit beim Spülversatz, dessen Struktur weniger dicht ist als der von Gesteinen und in dem die ganze Bohroperation, wie dies bereits erwähnt wurde, innerhalb i bis 2 Minuten beendet sein kann.
  • Zum Bohren wird das mit der Welle 1z der Freihanddrehbohrmaschine g gekuppelte Bohrwerkzeug a mittels der Handhaben k" h_ mit seiner Spitze d am Boden neben dem zu raubenden Grubenholz in angesetzt, und hierauf wird der Motor angelassen. Während des Bohrens wird die Freihanddrehbohrmaschine g bei den Handhaben k" k= gehalten, und hierdurch wird nicht nur die Drehbewegung des Gehäuses g verhindert, sondern es muß dabei auf das Gehäuse g von Hand auch eine nach oben gerichtete Kraft von entsprechender Größe ausgeübt werden, weil sonst das Bohrwerkzeug a das Gehäuse g allmählich mit in den Boden reißen würde. Mit Hilfe der Handhaben k" k , kann ferner die Bohrung von Hand entsprechend auch gerichtet bzw. es kann die Richtung der Bohrung erforderlichenfalls, und zwar ohne Unterbrechung der Bohrarbeit, also während des Bobrens, berichtigt werden. Während des Bohrens wird das erbohrte Erdmaterial von der Transportschraube b kontinuierlich teerausbefördert, und dieses Material kommt oben neben der Transportschnecke bei o in Ringform zu liegen.
  • Das als konischer Spiralbohrer ausgebildete Ende des Bohrwerkzeuges ermöglicht die genaue Einhaltung der beabsichtigten Richtung der Bohrung bzw. die etwa notwendig werdende Korrigierung dieser Richtung auch während der Bohroperation, wobei die Transportschnecke dafür sorgt, daß das erbohrte Material während der Bohroperation kontinuierlich entfernt wird, so daß das Bohrwerkzeug im Boden nicht steckenbleiben kann. Mit der neuen Einrichtung, die auch an sich äußerst billig ist und leicht gehandhabt werden kann, kann das Bohren, insbesondere wenn elektrischer Antrieb angewendet wird, mit im Vergleich zu dem Werte des geraubten Grubenholzes ganz unbedeutenden Kosten rasch (innerhalb einiger Minuten) und leicht bewirkt werden. So kann z. B. mit der erfindungsgemäßen Einrichtung in trockenem oder nassem Schlammaterial von et-,va 3 mm Körnergröße, welches Material evtl. auch tonhaltig sein kann, ein Bohrloch von i8o mm Durchmesser von einem einzigen Arbeiter auf 2 m Tiefe in etwa 2 und auf 3 m Tiefe in etwa 3,5 bis d. Minuten vollkommen fertiggestellt werden, wobei die Bohrmaschine, deren Gewicht etwa i? kg beträgt, im Falle eines elektrischen Antriebes etwa 9 Amp. Strom von iiö V Spannung verbraucht.
  • Soll ein Loch von größerer, z. B. von 3 m Tiefe erbohrt werden, so wird diese Arbeit in zwei Abschnitten bewirkt, indem zunächst mit einem kürzeren Bohrwerkzeug auf z. B. 1,5 m Tiefe und dann mit einem längeren Bohrwerkzeug auf 3 m Tiefe gebohrt wird. Hierdurch wird erreicht, daß die Handhaben k" k. des Gehäuses g in ihrer Ausgangsstellung beim jeweiligen Beginn des Bohrens sich etwa in Schulterhöhe des Arbeiters befinden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl, aus dem Versatz, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer an sich bekannten Freihanddrehbohrmaschine (g) mit lösbar gekuppeltem Bohrwerkzeug (a) besteht, das das erbohrte Versatzmaterial während des Bohrens kontinuierlich aus der Bohrung teerausbefördert.
  2. 2. Verwendung eines an sich bekannten Bohrers zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz mit einer Transportschraube (b) von gleichbleibendem Außendurchmesser, deren Windungen sich in einem Spiralbohrer (c) fortsetzen, der sich gegen eine Spitze (d) konusartig allmählich verjüngt.
  3. 3. Bohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiralbohrer (c) mehrgängig ausgebildet ist und einzelne Gänge der Spirale nach oben zu der Reihe nach fortgelassen sind, wobei sich aber mindestens einer von den Gängen der Spirale in den Schraubengängen der Transportschraube (b) bis oben fortsetzt.
DE1930551160D 1930-02-20 1930-02-25 Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz Expired DE551160C (de)

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DE1930551160D Expired DE551160C (de) 1930-02-20 1930-02-25 Bohrvorrichtung mit Spiralbohrer zum Rauben von Grubenstempeln o. dgl. aus dem Versatz

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DE (1) DE551160C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2779259A (en) * 1954-02-12 1957-01-29 Cadwallader W Kelsey Soil stirring device
DE1027217B (de) * 1956-06-13 1958-04-03 Andreas Stihl Eisbohrer

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2779259A (en) * 1954-02-12 1957-01-29 Cadwallader W Kelsey Soil stirring device
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