AT24695B - Schrämverfahren, im besonderen für den Kohlenbergbau. - Google Patents

Schrämverfahren, im besonderen für den Kohlenbergbau.

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  Schrämverfahren, im besonderen für den Kohlenbergbau. 



   Gegenstand vorliegender   Erfil1dusg   bildet ein Verfahren zum   Sch r1imen bezw.   zur Herstellung von Einschnitten in Gebirge, insbesondere im Kohlengebirge zur Gewinnung der Kohle. Einschnitte bezw. Schräme werden bisher mit der Keilhaue, dem Schrämspiess oder mit Schrämmaschinen hergestellt. Diese Arbeiten sind beschwerlich und kostspielig und   ausserdem   gefährlich, da wegen der Entwicklung von Kohlenstaub die Gefahr von   Kohlenstaub-Explosionen   sehr naheliegt. Es ist nun vorgeschlagen worden, zum Bohren von Löchern in Gestein Sandstrahlen zu benutzen, welche man mittels gepresster Luft odor 
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   Durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren wird die   Schrämarbeit sehr   vereinfacht und verbilligt und gleichzeitig die unangenehme und gefhährliche Staubentwicklung vermieden. 



     Die Erfindung besteht im wesentlichen   darin, dass die Herstellung der   Schräme   bezw. 



  Einschnitte oder bohrlöcher im Kohlengebirge in dem   Kohlenflöz   oder an den   Grenzen   desselben in dem hänenden und liegenden Gestein mit einem hochgepressten, feinen Wasserstrahl geschieht, welcher sägend, schneidend bezw. bohrend wirkt. 



   Wasser wird zwar schon seit längerer Zeit auch als gepresster Wasserstrahl im Bergbau. 
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 fast nur zur Bildung von Salzsolen benutzt und hat hiebei lediglich eine lösende Wirkung. 



    Ahnlieh verhält es sich bei   der Anwendung des Wassers im   Goldbergbau,   wo es auch nur den Zweck hat, das Gebirge zufzuweichen. Diese aufweichende Eigenschaft des Wassers ist schliesslich auch beim   Tiefbohren benutzt worden (dänisches Spritzbohrverfahren).   



     Zwischen diesem bekannten Verfahren   und dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren besteht der wesentliche Unterschied, dass gemäss vorliegender Erfindung die mechanische Kraft des Wassers, welches auf einen Druck von 10-100 Atm. gebracht wird, ausgenützt wird. Dabei ist die aufweichende Wirkung des Wassers ganz   nebensächlich.   
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   pneumatischen   Bohrwerkzeuges verglichen werden.

   Bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens lässt sich, da der   Abbau der Kohlenflöze meist   in grosser Tiefe geschieht, der 
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 Druck kann durch   Pumpwerke   noch bedeutend erhöht werden. handelt es sich darum, einen Kohlenflöz vom hängenden bezw. liegenden Gestein   ab)ntrennen,   so wird der Schram an der oberen und unteren Grenze des   Kohlenflözes     hergestellt. ! n den meisten Fällen   wird man, da das Gestein meist härter ist, wie die Kohle in dem Kohlenmaterial schrämen ; zumal der Verlust an   Kohle wogen des schmalen   
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   Einführen   von Sprengstoff zersprengt wird. 



   Die Ausführung der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise ver-   anschan ! icht. Ein   Rohr a, Krücke genannt, ist am oberen und unteren Ende dem jeweiligen Einfall des Flözes entsprechend gebogen. Der mittlere Teil der Krücke dient dem Spritzmoister als Handhabe beim   Schrägen.   Am unteren Ende der Krücke ist ein Ring vorgesehen, weicher nach unten zu mit einem Dorn versehen ist, der den Zweck hat, das Rohr in der Solo bezw. an einem besonders angebrachten Stück Sole oder Brett so zu 
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 kann dabei auch das bisher zum mechanischen Bohren bezw. Schrämen angewandte Bohrgostoll benutzen. Die Zeichnung zeigt, wie mit der Krücke a ein Schram an der Grenze des hangenden und mit der   drücke   c ein ebensolcher an der Grenze des liegenden Gesteins   9   hergestellt wird.

   Durch die Krücke b wird ein Schram in die Mitte des Kohlenflözes k eingearbeitet. Anf diese Weise wird das   Kohlenflöz   in zwei Streifen geteilt, welche sich   bricht   abtrennen lassen. Diese Methode wird zweckmässig bei   mächtigen   Flözen angewendet. 



  Sind zwei Flöze durch ein Mittel von nur geringer Mächtigkeit getrennt, wie das häufig der Fall ist, so wird man den Schram in diese Mittel anbringen, so dass durch die Herstellung des Schrames eine doppelte Wirkung erzielt wird. Versuche haben ergeben, dass   bei   einer Prossung von zirka   30 Atm.   ein Wasserstrahl von 3 mm Stärke am vorteilhaftestenist. 



   Man kann dem Wasserstrahl auch Sand oder andere geeignete Fremdkörper zuführen, 
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 Weise verfahren, dass man die Wasserdüse injektorartig ausbildet und mit einem Sandbehälter verbindet. Gegebenenfalls kann man den Sand in Wasser auflösen und mit diesem durch die Düse hindurchdrücken ; jedoch bietet das Verfahren, bei welchem der Wasserstrahl den Sand bezw. die geeigneten Hilfskörper selbst ansaugt, gewisse Vorzüge. Bei Benutzung von Sand als   Hilfsmittel   kann man die erforderlichen   Saudmengou dem Versatz-   material entnehmen. Auch Wasser ist stets in den Gruben genügend vorhanden, um den Sand aufzuschlämmen. Der Sand wirkt bei diesem Verfahren nicht lästig, da er von dem Wasserstrahl aus dem Schrämeinschnitt sofort mitgerissen wird bezw. in dem Wasser ge-   wissprmassen   gebunden bleibt. 



   Einen mit Sand beschwerten Wasserstrahl kann man auch gleichzeitig in Verbindung mit einem Luftsandstrahl verwenden. In den Gruben steht in der Regel   komprimierte   Luft zur Verfügung, weil diese Luft zur   Wetterbeschaffuug ohnehin gebraucht wird. Durch   die Verbindung des Luftsandstrahles mit einem Wasserstral wird wiederum der Vorteil erzielt,   dass   die Staubentwicklung, welche allein bei Anwendung von   Luftsandstrahlen unvermeidlich   wäre, vollkommen durch den Wasserstrahl vermieden wird. 



     Natürlich kann man   anstatt des Sandes auch andere Fremdkörper, z.   B.   zerkleinerte Cesteinstrümmer bezw. scharfkantiges Gesteinspulver, anwenden0 In den meisten Fällen wird jedoch Sand in Betracht kommen. Das vorliegende Verfahren kann mit Vorteil auch ausser im   Kohlenbergbau   noch in anderen   Bergbaues   Verwendung finden. 



    PATENT. ANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zum Schrämen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Schräme ein hochgepresster, feiner Wasserstrahl angewendet wird.

Claims (1)

  1. H. verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstrahl Fremdkörper, wie Sand oder dgl. enthält, um seine schrämende Wirkung zu erhöhen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstrahl zusammenmiteinemSandstrahlzumSchrämenbenutztwird.
    4. Verfahren nach Anspruch L gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung eines gepressten Wasserstrahles bezw. Wassersandstrahles neben einem Luftsandstrahl oder eines Wasserstrahles mit einem Luftsandstrahl oder mehrerer Wasserstrahlen mit mehreren Luftsandstrahlen.
AT24695D 1904-05-28 1904-05-28 Schrämverfahren, im besonderen für den Kohlenbergbau. AT24695B (de)

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AT24695B true AT24695B (de) 1906-06-25

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