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Schrämverfahren, im besonderen für den Kohlenbergbau.
Gegenstand vorliegender Erfil1dusg bildet ein Verfahren zum Sch r1imen bezw. zur Herstellung von Einschnitten in Gebirge, insbesondere im Kohlengebirge zur Gewinnung der Kohle. Einschnitte bezw. Schräme werden bisher mit der Keilhaue, dem Schrämspiess oder mit Schrämmaschinen hergestellt. Diese Arbeiten sind beschwerlich und kostspielig und ausserdem gefährlich, da wegen der Entwicklung von Kohlenstaub die Gefahr von Kohlenstaub-Explosionen sehr naheliegt. Es ist nun vorgeschlagen worden, zum Bohren von Löchern in Gestein Sandstrahlen zu benutzen, welche man mittels gepresster Luft odor
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Durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren wird die Schrämarbeit sehr vereinfacht und verbilligt und gleichzeitig die unangenehme und gefhährliche Staubentwicklung vermieden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Herstellung der Schräme bezw.
Einschnitte oder bohrlöcher im Kohlengebirge in dem Kohlenflöz oder an den Grenzen desselben in dem hänenden und liegenden Gestein mit einem hochgepressten, feinen Wasserstrahl geschieht, welcher sägend, schneidend bezw. bohrend wirkt.
Wasser wird zwar schon seit längerer Zeit auch als gepresster Wasserstrahl im Bergbau.
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fast nur zur Bildung von Salzsolen benutzt und hat hiebei lediglich eine lösende Wirkung.
Ahnlieh verhält es sich bei der Anwendung des Wassers im Goldbergbau, wo es auch nur den Zweck hat, das Gebirge zufzuweichen. Diese aufweichende Eigenschaft des Wassers ist schliesslich auch beim Tiefbohren benutzt worden (dänisches Spritzbohrverfahren).
Zwischen diesem bekannten Verfahren und dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren besteht der wesentliche Unterschied, dass gemäss vorliegender Erfindung die mechanische Kraft des Wassers, welches auf einen Druck von 10-100 Atm. gebracht wird, ausgenützt wird. Dabei ist die aufweichende Wirkung des Wassers ganz nebensächlich.
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pneumatischen Bohrwerkzeuges verglichen werden.
Bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens lässt sich, da der Abbau der Kohlenflöze meist in grosser Tiefe geschieht, der
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Druck kann durch Pumpwerke noch bedeutend erhöht werden. handelt es sich darum, einen Kohlenflöz vom hängenden bezw. liegenden Gestein ab)ntrennen, so wird der Schram an der oberen und unteren Grenze des Kohlenflözes hergestellt. ! n den meisten Fällen wird man, da das Gestein meist härter ist, wie die Kohle in dem Kohlenmaterial schrämen ; zumal der Verlust an Kohle wogen des schmalen
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Einführen von Sprengstoff zersprengt wird.
Die Ausführung der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise ver- anschan ! icht. Ein Rohr a, Krücke genannt, ist am oberen und unteren Ende dem jeweiligen Einfall des Flözes entsprechend gebogen. Der mittlere Teil der Krücke dient dem Spritzmoister als Handhabe beim Schrägen. Am unteren Ende der Krücke ist ein Ring vorgesehen, weicher nach unten zu mit einem Dorn versehen ist, der den Zweck hat, das Rohr in der Solo bezw. an einem besonders angebrachten Stück Sole oder Brett so zu
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kann dabei auch das bisher zum mechanischen Bohren bezw. Schrämen angewandte Bohrgostoll benutzen. Die Zeichnung zeigt, wie mit der Krücke a ein Schram an der Grenze des hangenden und mit der drücke c ein ebensolcher an der Grenze des liegenden Gesteins 9 hergestellt wird.
Durch die Krücke b wird ein Schram in die Mitte des Kohlenflözes k eingearbeitet. Anf diese Weise wird das Kohlenflöz in zwei Streifen geteilt, welche sich bricht abtrennen lassen. Diese Methode wird zweckmässig bei mächtigen Flözen angewendet.
Sind zwei Flöze durch ein Mittel von nur geringer Mächtigkeit getrennt, wie das häufig der Fall ist, so wird man den Schram in diese Mittel anbringen, so dass durch die Herstellung des Schrames eine doppelte Wirkung erzielt wird. Versuche haben ergeben, dass bei einer Prossung von zirka 30 Atm. ein Wasserstrahl von 3 mm Stärke am vorteilhaftestenist.
Man kann dem Wasserstrahl auch Sand oder andere geeignete Fremdkörper zuführen,
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Weise verfahren, dass man die Wasserdüse injektorartig ausbildet und mit einem Sandbehälter verbindet. Gegebenenfalls kann man den Sand in Wasser auflösen und mit diesem durch die Düse hindurchdrücken ; jedoch bietet das Verfahren, bei welchem der Wasserstrahl den Sand bezw. die geeigneten Hilfskörper selbst ansaugt, gewisse Vorzüge. Bei Benutzung von Sand als Hilfsmittel kann man die erforderlichen Saudmengou dem Versatz- material entnehmen. Auch Wasser ist stets in den Gruben genügend vorhanden, um den Sand aufzuschlämmen. Der Sand wirkt bei diesem Verfahren nicht lästig, da er von dem Wasserstrahl aus dem Schrämeinschnitt sofort mitgerissen wird bezw. in dem Wasser ge- wissprmassen gebunden bleibt.
Einen mit Sand beschwerten Wasserstrahl kann man auch gleichzeitig in Verbindung mit einem Luftsandstrahl verwenden. In den Gruben steht in der Regel komprimierte Luft zur Verfügung, weil diese Luft zur Wetterbeschaffuug ohnehin gebraucht wird. Durch die Verbindung des Luftsandstrahles mit einem Wasserstral wird wiederum der Vorteil erzielt, dass die Staubentwicklung, welche allein bei Anwendung von Luftsandstrahlen unvermeidlich wäre, vollkommen durch den Wasserstrahl vermieden wird.
Natürlich kann man anstatt des Sandes auch andere Fremdkörper, z. B. zerkleinerte Cesteinstrümmer bezw. scharfkantiges Gesteinspulver, anwenden0 In den meisten Fällen wird jedoch Sand in Betracht kommen. Das vorliegende Verfahren kann mit Vorteil auch ausser im Kohlenbergbau noch in anderen Bergbaues Verwendung finden.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schrämen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Schräme ein hochgepresster, feiner Wasserstrahl angewendet wird.