DE16718C - Neuerungen an Stauch- und Schweifs-Maschinen - Google Patents
Neuerungen an Stauch- und Schweifs-MaschinenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B21J9/02—Special design or construction
- B21J9/06—Swaging presses; Upsetting presses
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
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Die Neuerungen an. Stauch- und Schweifsmaschinen sind auf beiliegender Zeichnung dargestellt. Eine derartige Maschine stellt Fig. 1
in der Vorderansicht und Fig. 2 in der Oberansicht dar, und es sind die Klemmhebel als
bekannt und unwesentlich für die Einrichtung fortgelassen.
Es ist A der Gufskörper mit der festen Backe B und den vorderen Armen A1 ,<
welche die Lager A2 für die Vorgelegewelle V tragen.
In den unteren Verlängerungen von A1 befinden sich die Lager A3 für die Kurbelwelle K.
Der Hin- und Hergang der anderen Backe oder des Läufers L erfolgt dadurch, dafs die
Kurbel S1 des Schwungrades S gedreht und die
rotirende Bewegung von V durch die Zahnräder R und R1 auf K, und von K durch die
K und L verbindende Pleuelstange P auf L übertragen wird.
Die bei diesen Maschinen nothwendige grofse Schnelligkeit im Vor- und Rückgange von L
kann in vielen Fällen durch die Einwirkung der treibenden Kraft auf das Vorgelege allein nicht
erreicht werden, und es sind deshalb Vorrichtungen zur directen Bewegung von K erforderlich.
Diese bestehen in einer Art Gesperre, welche a) am Zahnrade R1 selbst, oder b) am
vorderen Ende von K angebracht sind. Die unter a) angedeuteten Vorrichtungen befinden
sich entweder α) an der Stirn des Rades R1 ,
oder ß) an der Seitenfläche desselben und bestehen in Knaggen, auf welche durch Hebel
ein Druck ausgeübt wird.
α) Da K nur eine halbe Umdrehung in der einen und anderen Richtung macht, so ist auch
die Stirnfläche von R1 nur auf etwas mehr als der Hälfte mit Zähnen versehen (in Fig. 1 sind
diese durch die äufseren Punktirlinien bezeichnet). Auf dem übrigen Theile befinden sich Knaggen I,
Fig. ι bis 4, hinter welche sich der Riegel A legt, der vor den Gabelenden H1 H1 eines auf
K drehbaren und R1 umfassenden Hebels H
sitzt. Drückt man am Handgriff H2 des letzteren in der Richtung des Pfeiles, so bewegt
sich L vorwärts nach A hin.
Damit aber der Riegel A beim Rückgange von R1 nicht hindert, ist derselbe mit einer
Stange Zi1, die in den Stegen A2 geführt wird,
versehen. Auf A1 ist die verstellbare Mutter A3
und die Spiralfeder A1, welche unten gegen A2,
oben gegen A3 und so h stets selbsttätig nach
oben drückt. Im Handgriffe H2 ist ein Winkelhebel
angeordnet, dessen ein Schenkel H3 auf A1 liegt, und dessen anderer Schenkel H4,
durch den Druck von A1 aus H2 heraustritt,
Fig. 3. Beim Erfassen von H2 wird Η± durch
die Hand nach innen und dadurch h heruntergedrückt. Liegt Hi am Zwischenstück Hs an,
so hat A seine tiefste Lage eingenommen, und es ist nun die Uebertragung des auf ZT2 wirkenden
Druckes mittelst der Knaggen / auf K und L möglich. Sobald aber H1 losgelassen
wird, geht auch A sofort wieder in seine obere Stellung zurück.
S) Die Fig. 5 bis 7 zeigen die Construction an der Seitenfläche von R1 in Verbindung mit
dem Hebel H. Die Form von / ist in Fig. 7 in der Oberansicht eines Kranzstückes dargestellt,
und es wird dabei der Hebel H vom Knaggen / umfafst. Ein am Handriff H2 in
der Richtung des Pfeiles wirkender Druck wird auch hier durch / auf K übertragen, und so L
vorwärts bewegt. Damit aber beim Rückgange von H1 der im Knaggen / sitzende Hebel H
nicht hindert; ist die Nabe von H ausgerundet, Fig. 5, und- es wird der Hebel H entweder
durch die Hand in die punktirte Stellung gebracht; oder durch die um K drehbare, an II
befestigte Spiralfeder H3 sofort zurückgezogen, sobald der Hebel aus / entfernt ist. Statt der
Ausrundung der Nabe kann man auch H mit einem Scharnier H1, Fig. 8, versehen.
' Die Vorrichtung am vorderen Ende von K besteht (s. Fig. ι und 2, 9 und 10) aus dem
daselbst befestigten Rade Q mit Zähnen Q1 und
der Uebersteckgabel G, die an beiden Enden G1
so geformt sind, dafs sie bei einem am Handgriffe G2 in der Richtung des Pfeiles wirkenden
Drucke sich um die Welle K legen. Hierbei prefst sich die Schulter Gs in die Lücken
von Q1, und es findet so durch den Druck die Drehung von K und die Annäherung der
Backen L und A statt. Ein Druck auf G2 in
der entgegengesetzten Richtung löst G1 von K
und Gz aus den Lücken von Q1, ermöglicht
somit den Rückgang von K und L.
Es kommt häufig vor, dafs sich bei Stauch- und Schweifsmaschinen Operationen hinter einander
und in gleicher Weise wiederholen. Um hierbei denselben Effect zu erzielen, mufs der
Läufer stets bis zu demselben Punkte vorgehen und dann zurückgezogen werden. Auch mufs,
da R1 nicht am ganzen Umfange gezahnt ist,
dafür Sorge getragen werden, dafs K höchstens eine halbe Umdrehung nach vorwärts macht.
Beide Zwecke werden durch die neue Stell- und Schutzvorrichtung erreicht. Diese besteht
darin, dafs ein am Gufskörper A angebrachter Widerstand, der elastisch oder unelastisch sein
kann, gegen einen ebensolchen am Zahnrade R1 befindlichen und verstellbaren Widerstand stöfst,
und so nicht allein den Weitergang von K verhindert, sondern auch durch den elastischen
Rückprall die Drehung von K in die entgegengesetzte umgeändert wird.
Die Widerstände bestehen entweder in festen Stiften, Knaggen etc., oder in Hebeln, auf
deren einen Schenkel der Druck wirkt und deren andere Schenkel mit Spiralfedern verbunden
sind, oder in einfachen Blattfedern, oder in Buffern mit Spiralfedern etc. Die
Fig. 11 bis 16 zeigen diese und die Einrichtung
am Zahnradi?!. Letzteres hat denSchlitz.^,
worin entweder, wie in Fig. 11 und 12, der
Stift T1, oder, wie in Fig. 13 und 14, der Winkelhebel
T1 mit der am Haken T2 der Nabe N
befestigten Spiralfeder Ts, oder wie der in Fig. 15 und 16 gezeichnete Buffer T mit Spiralfeder
T3 in der Hülse T2 durch den an ihnen
sitzenden Kloben M mit Schraube, Scheibe und Mutter befestigt werden. In Fig. 1 ist die Anbringung
des Winkelhebels T1 am Gufskörper A gezeichnet und der Haken T3 mit der Spiralfeder
T3 angegeben. Der in R2 befindliche
verstellbare Stift T1 schlägt gegen den freien Schenkel T4,. ■
In Fig. 13 und 14 ist letzterer mit dem
Lappen T5 versehen, welcher direct unter die
Arme A1 schlagen kann.
Der Buffer, Fig. 15 und 16, kann bei seiner
Verwendung am Gufskörper A in ein Ohr desselben, und zwar mit dem Kopfe T1 nach unten,
geschraubt Werden; dann mufs das Zahnrad einen verstellbaren Stift .T1, Fig. 11 und 12,
haben.
Die Verwendung einer unter dem Arme A1
angebrachten Blattfeder bedarf keiner weiteren Auseinandersetzung.
Sind bei den Stauch- und Schweifsmaschinen nur kleine Drucke nothwendig, die eine Mitwirkung
am Schwungrade S nicht erfordern, so kann durch Ausrückung der Kupplung R auf
der Vorgelegewelle V in bekannter Weise dieses abgestellt und die Operation mittelst der unter
ei) beschriebenen Vorrichtung allein ausgeführt
werden. Dabei hat man nur den Riegel h so fest gegen die Stirn von R1 zu drücken, dafs
die geringen, für den Rückgang von L zu überwindenden Reibungswiderstände am Hebel H
bewältigt werden. Es bietet dann die bezeichnete Vorrichtung ein geeignetes Mittel zur
schnellen Ausführung sich häufig wiederholender Processe mit geringen Drucken. Die ausgerückte
Kupplung R ist in Fig. 2 punktirt gezeichnet.
Werden in der Maschine Körper von gröfserer Breite gestaucht oder geschweifst, so ist der
Widerstand gegen das Vorrücken von L in der ganzen Breite desselben gleichmäfsig, während
bei schmalen Körpern, da diese durch die nicht gezeichneten Klemmhebel gegen die
Backen B und B1 geprefst werden, ein Kanten
von L entsteht. Hierdurch werden die unten in A1 geführten Lappen L1 mit den Ecken L1
und Z2 (vorn rechts und hinten links) gegen
A1 geprefst. Auch findet in allen Fällen eine Drehung der Vorderkante von L um den Verbindungsbolzen
L3 (mit der Pleuelstange R)
und zwar nach oben statt. Um die so veranlafsten Reibungen zu verhindern bezw. zu verkleinern,
sind, wie Fig. 17 und 18 zeigen, bei L1 und L2 horizontale Rollen x, die auf Bahnen
an A1 laufen, angebracht. Ebenso befindet sich vorn zwischen Z4 und A1 je eine
Rolle y, welche sich ebenfalls auf Bahnen an A1 führen. Die Rollen χ und y bewegen sich
beim Vorwärtsgange des Läufers Z mit demselben. Damit sie aber bei seinem Rückwärtsgange
nicht stehen bleiben, sind sie durch Stifte an Stängelchen befestigt. Letztere sind
mit Spiralfedern so verbunden, dafs, sobald die Rollen frei werden, diese durch die Federn in
die richtige Lage gezogen oder gedrückt werden. In Fig. 18 ist eine Unteransicht von Z mit
gleichzeitigem Durchschnitt von Z4 gezeichnet.
Claims (4)
- Man sieht hier die Rollen χ mit den Stängelchen X1 und den Spiralfedern X2, welche in Vertiefungen von Z liegen.Die Rolle y, welche in L1 unter χ und an der anderen Seite unter der Spiralfeder liegt, ist zur Vermeidung von Undeutlichkeiten fortgelassen. Die Anbringung der Stängelchen und der Spiralfedern ist bei y gerade wie bei x, und sie liegen ebenfalls in einer Vertiefung von L1.Der durch Rollen erleichterte Gang von Z wird sich in vielen Fällen empfehlen. Vereinfacht wird die Einrichtung, wenn statt der Rollen Gleitschienen genommen werden. In Fig. 19 und 20 ist diese Construction in Durchschnitt und Unteransicht von Z gezeichnet. Hier liegen in den Vertiefungen von Z und Z4 Stahlschienen χ und y, welche auf den an A1 befestigten Stahlschienen χ und yx, welche, wie die ersteren, auf den Gleitflächen sauber bearbeitet sind, sich hin- und herbewegen.Beim Stauchen etc. biegen sich die Körper infolge der hohen Temperatur und des Druckes leicht nach oben, statt sich zusammenzupressen. Zur Vermeidung dieses Uebelstandes ist an der festen Backe B ein Druckhebel D angebracht (s. Fig. ι und 2, 21 und 22). Derselbe dreht sich um einen in Ohren d d gelagerten Bolzen d, und hat ein Druckstück D1, welches in D geschraubt ist und durch Hoch- und Niederstellen der Dicke des jedesmaligen Arbeitsstückes leicht angepafst werden kann. .Drückt man nun- während des Stauchens etc. auf das vordere Ende D2 des Hebels D, so prefst man D1 auf das Arbeitsstück und verhindert dessen Ausbiegen.Patenτ-Ansprüche:
An Schweifs- und Stauchmaschinen:
i. Die Vorrichtungen zur directen Bewegung der Welle K für den Hin- und Hergang des Läufers an Stauch- und Schweifsmaschinen, und zwar:α) die Knaggen / an der Stirnfläche des auf K sitzenden Rades R1, der Hebel H mit Riegel h, welcher auf / wirkt und durch die Stange H1 mit Führungsstegen h2, Mutter A3, Spiralfeder ht, vermittelst des im Handgriffe H2 liegenden Winkelhebels ZT3 H1 auf- und niederbewegt wird (s. Fig; 1 bis 4);ß) die Knaggen I an der Seitenfläche des Rades R1 und der auf / wirkende Hebel H mit innen ausgerundeter Nabe H2, oder dem Scharniere H4 mit oder ohne Spiralfeder ZT3 (s. Fig. 5 bis 8); -..y) das auf K befestigte Rad Q mit Zähnen Q1 und die auf letztere wirkende Uebersteckgabel G, Fig. 9 und 10. - 2. Die Schutz- und Stellvorrichtung, bestehend aus dem im Rade R1 befindlichen Schlitze R2, dem in R2 verstellbaren, durch Kloben M, Schraube, Mutter und Scheibe festgehaltenen Widerstände, als: dem einfachen Stifte T1, Fig. 11 und 12, dem Winkelhebe], Fig. 13 und 14, dessen einer Schenkel T1 durch den Haken T2 und die Spiralfeder T3 mit der Nabe JV verbunden und dessen anderer Schenkel T1 gerade oder mit Lappen T5 versehen ist, dem Buffer, Fig. 15 und 16; mit Kopf T1, Hülse T2 und Spiralfeder T3, der nicht gezeichneten Spiralfeder und dem gleichen, im Gufskörper der Maschine befestigten Widerstände, auf welchen der in R2 befindliche beim Drehen von R1 stöfst.
- 3. Die Vorrichtungen zur besseren Führung des Läufers, und zwar:et) die auf Bahnen der Führungen A1 laufenden Rollen χ und y, welche durch Stangen X1 und yx mit Spiralfedern x3 und jy2 in die ursprüngliche Stellung gebracht werden (s. Fig. 17 und 18);ß) die sauber bearbeiteten Gleitschienen χ und y und X1 und y1} welche erstere in Z und Z4 liegen, während letztere an den Führungen A1 befestigt sind, Fig. 19 und 20.
- 4. Der mit der festen Backe durch Ohren dd und Drehbolzen dx verbundene Druckhebel D mit Druckstück D1, angebracht zur Verhinderung des Aufbiegens der Arbeitsstücke beim Stauchen oder Schweifsen mit der Maschine, Fig. 20 und 21.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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