DE16637C - Formverfahren - Google Patents
FormverfahrenInfo
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- DE16637C DE16637C DENDAT16637D DE16637DA DE16637C DE 16637 C DE16637 C DE 16637C DE NDAT16637 D DENDAT16637 D DE NDAT16637D DE 16637D A DE16637D A DE 16637DA DE 16637 C DE16637 C DE 16637C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/20—Stack moulds, i.e. arrangement of multiple moulds or flasks
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
JULES DEMOGEOT in BOUSSU bei MONS (Belgien). Formverfahren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. April 1881 ab.
Zur Herstellung meiner Gufsformen bediene ich mich einer Presse irgend welchen Systems,
etwa wie sie in Fig. A und B dargestellt ist. Diese Presse besteht im wesentlichen
aus einem unteren festen Tische α und einem oberen beweglichen Tische b. Der bewegliche
Tisch b wird durch Handkurbel oder Riemscheibe und ein Wendegetriebe derart in Bewegung
gesetzt, dafs er bis auf eine gewisse, sich nach der Art des abzuformenden Gegenstandes
richtende Stellung nach unten geprefst wird. Der Ausrücker kehrt sodann die Bewegung
um und der Tisch steigt wieder nach oben. ■
Beim Formen verwende ich anstelle der gewöhnlichen Modelle sogenannte Modellplatten.
Statt der jetzt gebräuchlichen Gufskasten bediene ich mich zweier Rahmen e und f und
eines Formkastens g, welch letzterer mit Scharnier zum seitlichen Oeffnen versehen ist.
Der untere Rahmen e ist mit Knaggen versehen und führt den Formkasten g, der seinerseits
ebenfalls Knaggen trägt und den oberen Rahmen / führt. Die drei Kästen haben im Lichten genau gleiche Dimensionen. Die Knaggen
dienen dazu, ein seitliches Verschieben der Kästen unter einander zu verhüten.
Ich stelle jetzt den unteren Rahmen auf den Vorsprung des Untertisches α und lege die
eine Modellplatte hinein. Der Rahmen hat im Liqhten gemessen genau die Gröfse der Platte
und die Oberkante des Rahmens schneidet derart mit der Oberkante der Platte ab, dafs nur die
Modellhälfte darüber hervorragt. Ich setze jetzt den Gufskasten^· auf den unteren Rahmen e und
auf den Gufskasten den Rahmen /. Der Untertisch ist mit Führungsleisten versehen, so dafs,
wenn ich jetzt die drei über einander liegenden Kästen unter die Presse schiebe, dieselben stets
denselben genau bezeichneten Platz einnehmen. Die zweite Modellplatte befestige ich jetzt unter
dem oberen beweglichen Tische derart, dafs jeder Punkt der oberen Modellplatte genau
senkrecht über den entsprechenden Punkt der unteren Modellplatte zu liegen kommt, und dafs
ferner die obere Modellplatte genau schliefsend in den Oberrahmen / eintritt, wenn der Tisch
nach unten geprefst wird.
Ich regele nunmehr die Bewegung des Obertisches derart, dafs bei seinem tiefsten Stand
die Unterkante der oberen Modellplatte genau mit der Oberkante des Formkastens g zusammentrifft.
Nunmehr kann zur Herstellung der Gufsformen geschritten werden.
Ich fülle den Formkasten g und den Oberrahmen / mit Sand und presse den oberen
Tisch nach unten. Durch die Einwirkung der Presse wird das Sandvolumen g -\-f auf das
Volumen g reducirt, und, nachdem dieses geschehen, hebt sich der Tisch von selbst durch
den Mechanismus der Presse.
Ich erhalte auf diese Weise eine Sandform, genau von den Innendimensionen des Formkastens
g; oben und unten ist diese Sandform mit je einem' durch die Form der Modellplatte
hervorgebrachten Eindruck versehen, und zwar liegt jeder Punkt des oberen Eindruckes
genau senkrecht über dem entsprechenden Punkt des unteren Formeindruckes, d. h. zwei Punkte, die bei dem ursprünglichen Modell
senkrecht über einander lagen, kommen auch jetzt senkrecht über einander zu liegen.
Der untere Rahmen e hat den Zweck, die Lage der unteren Modellplatte zu sichern, der
obere Rahmen f nimmt den nöthigen Sand auf, durch dessen Comprimirung die Sandform
die nöthige Consistenz erhält. Der obere Rahmen f dient demnach als Druckregulator.
Ich schiebe nunmehr die drei Kästen auf den Vorsprung des Tisches a, hebe den oberen
Rahmen f ab und hierauf gleichfalls den Formkasten g, welcher die Sandform mit den Formeindrücken
enthält, und stelle den Formkasten dorthin, wo später der Gufs vor sich gehen soll.
Ich nehme sodann einen zweiten Formkasten g, dem ersten genau congruent, verfertige
auf die oben beschriebene Weise eine zweite Sandform und stelle diesen zweiten Formkasten mit der Form auf den ersten, wobei
die Knaggen des ersten Formkastens dem zweiten als Führungsleisten dienen. Der untere
Formeindruck der zweiten Sandform kommt auf diese Weise derart auf den oberen Eindruck
der ersten Sandform zu liegen, dafs ich eine vollständige Gufsform erhalte, die dem ursprünglichen
Modell genau entspricht.
Ich kann nunmehr den ersten Formkasten vermittelst des Scharniers öffnen, ihn weg-■
nehmen und mit demselben eine dritte Sandform herstellen. Ich stelle sodann den ersten
Gufskasten auf den zweiten, wie dieses oben beschrieben ist u. s. w.
Auf diese Weise kann ich, je nach der Art des abzuformenden Gegenstandes eine ganze
Reihe einzelner Sandprismen auf einander "stellen und zum Gufs zu einer Säule vereinigen.
. Ich erhalte dadurch zwischen je zwei zusammengehörigen Sandformen eine complette
Gufsform, bereit, das flüssige Metall aufzunehmen. Enthält die Säule η Formen, so erhalte
ich η — ι Ganzformen, der oberste und unterste Eindruck werden nicht benutzt.
Um mir fernerhin die Mühe zu ersparen, späterhin noch besondere Gufs- und Luftlöcher
zu machen, versehe ich gleich die Modellplatten an passender Stelle mit den nöthigen
Ansätzen. Das Gufsloch geht alsdann von oben nach unten senkreht durch die ganze
Säule hindurch und verbreitet sich an jeder Auflagefläche zweier Sandformen strahlenförmig
nach aufsen. Ist das unterste Gufsloch verstopft, das oberste entsprechend vergröfsert und die
Säule mit den nöthigen Gewichten belastet, so kann man sofort mit dem Gusse beginnen.
Der Formkasten g dient somit nur zur Herstellung der Gufsformen; der Gufs selbst geschieht
ohne Kasten.
Mein Verfahren ermöglicht also, in einer Modellplatte eine ganze Reihe von einzelnen
Modellen zn vereinigen. Ich habe hierzu nur nöthig, die einzelnen Modelle durch Gufskanäle
passend zu verbinden.
Ferner kann ich den Untertisch der Presse gleichfalls beweglich gestalten, wenn der abzuformende
Gegenstand dieses erfordert.
Um die Herstellung der Gufsformen noch mehr zu beschleunigen,· kann ich wie folgt verfahren.
Ich verwende zwei Formkasten g, zwei Rahmen und drei Modellplatten, von denen
die eine doppelt ist, stelle Kasten und Modellplatten auf einander, mache beide Tische beweglich
und presse den Sand von beiden Seiten gegen die mittlere, doppelte Modellplatte. Auf
diese Weise erhalte ich gleich zwei Sandformen durch jede Pressung, die ich, wie oben beschrieben,
zum Gufs zu einer Säule vereinigen kann.
Ich kann ferner, wenn der zu fabricirende Gegenstand es erfordert, an den Seiten des
Formkastens g noch besondere Modellplatten anbringen und sodann von oben, unten und
von der Seite gleichzeitig pressen. Dieser Fall tritt.ein, wenn ein Modell beim gewöhnlichen
Formverfahren mehr als zwei Kästen nöthig macht.
Die Sandformen von kleineren Dimensionen erhalten sich während der verschiedenen Manipulationen,
infolge der Cohäsion, welche der auf den Sand ausgeübte Druck zwischen den Seitenflächen des Formkastens und der Form
hervorbringt, von selbst im Formkasten.
Wenn jedoch die Dimensionen des abzuformenden Gegenstandes gewisse Grenzen überschreiten,
so wird es nöthig, im Formkasten besondere Armaturen anzubringen, um ein Gleiten der Form im Formkasten oder gar ein
Brechen der Form zu verhüten.
Diese Armaturen sind einfache Eisenstäbe, die man zur selben Zeit in den Formkasten
bringt, wenn man den Sand einfüllt.
Mein Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung von Ornament- und Verzierungsstücken in Gufseisen, Bronze oder Zink; es ist
jedoch gleichfalls mit Vortheil anwendbar zur Herstellung von Gufsstücken des gewöhnlichen
Maschinenbaues in Gufseisen, schmiedbarem Gufs oder Bronze.
Claims (2)
1. Die gleichzeitige Herstellung des Formeindruckes zur Bildung von Ober- und Unterkasten in einem und demselben Rahmen.
2. Vereinigung mehrerer nach dem im Patent-Anspruch ι angegebenen Verfahren hei'gestellter
Doppelformen mit gemeinschaftlichem Eingufs.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16637C true DE16637C (de) |
Family
ID=293622
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16637D Active DE16637C (de) | Formverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16637C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238776B (de) * | 1959-06-03 | 1967-04-13 | Renault | Antrieb fuer hydraulische Pressen, Heber und Spannvorrichtungen |
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- DE DENDAT16637D patent/DE16637C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238776B (de) * | 1959-06-03 | 1967-04-13 | Renault | Antrieb fuer hydraulische Pressen, Heber und Spannvorrichtungen |
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