DE165740C - - Google Patents

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DE165740C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/02Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
    • H04L27/06Demodulator circuits; Receiver circuits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Empfangsschaltung für Funkentelegraphie, bei welcher die ankommenden Zeichen von einem Schreibapparat aufgenommen werden können.
Bei derartigen Empfangsschaltungen ist die Abstimmung auf einen entfernten Sender mit unbekannter Wellenlänge nur schwer durchführbar.
ίο Durch die vorliegende Erfindung wird dieser Mangel beseitigt und ermöglicht, die Abstimmung des Empfängers auf einen unbekannten Sender auf einfachstem und schnellstem Wege so genau durchzuführen, daß der Empfänger zugleich zur genauen Bestimmung der Wellenlänge bezw. der Frequenz des Senders benutzt werden kann, etwa in der gleichen Weise, wie dies mit Hilfe eines der bekannten Wellenmesser am Orte des Senders ausgeführt werden kann.
Zur Erreichung dieser Wirkung wird gemäß vorliegender Erfindung außer dem auf einen Schreibapparat wirkenden Detektor gleichzeitig ein auf Stromintensitäten ansprechender Detektor mit dem Empfangskreis verbunden, und zwar in der Weise, daß letzterer unmittelbar in den Empfangskreis zu liegen kommt.
In den Indikatorkreis des quantitativ wirkenden Detektors, sowie in den Empfangskreis selbst wird zweckmäßig ein veränderlicher Kondensator eingeschaltet, mit Hilfe dessen die Abstimmung des Luftleiters vorgenommen werden kann.
Die Wirkungsweise der Einrichtung soll nachstehend unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung, welche schematisch eine gemäß vorliegender Erfindung ausgeführte Empfangsschaltung darstellt, näher beschrieben werden.
Der geerdete Luftleiter α enthält die Primärspule b, welche mit der Sekundärspule c des Indikatorkreises I zusammenwirkt. In diesem Indikatorkreis ist außer der Sekundärspule der Kohärer d und der Kondensator f enthalten. Parallel zu der Sekundärspule ist außerdem ein Kondensator g angeordnet, welcher ' zum Zwecke der Abstimmung in seiner Kapazität verändert werden kann. Von dem Kondensator / ist in bekannter Weise eine Batterie mit Relais h abgezweigt, welches mit dem den Morseapparat enthaltenden Lokalstromkreis zusammenwirkt. Wird der Kohärer d durch eine ankommende Welle erregt, so kommt ein Stromlauf von der Batterie über das Relais, den Kohärer und die Sekundärspule zustande, wodurch der Morseapparat in bekannter Weise zum Ansprechen gebracht wird.
In den Luftleiter α ist ferner ein in seiner Kapazität veränderlicher Kondensator i, eine veränderliche Selbstinduktion /, sowie ein elektrolytischer Detektor k eingeschaltet. Parallel zu diesem elektrolytischen Detektor liegt ein in seiner Kapazität veränderlicher Kondensator m, zu dessen beiden Seiten die Batterie 0 und das Telephon ρ zum Abhören der ankommenden Signale über Drossel-
spulen η an den so gebildeten Detektorkreis II angeschlossen sind. Sobald der elektrolytische Detektor von ankommenden Wellen beeinflußt wird, wird der durch denselben beständig fließende schwache Strom der Batterie ο erheblich verstärkt, was vermittels des Telephones p deutlich wahrgenommen werden kann.
Um den mit dem Schreibapparat zusammenwirkenden Indikatorkreis I auf einen unbekannten entfernten Sender abstimmen zu können, ist zunächst die genaue Abstimmung des Empfangsleiters α erforderlich. Hierzu bedient man sich des in dem zweiten Indikatorkreis liegenden Telephones, sowie der Kondensatoren i und m, sowie event, der Selbstinduktion /. Hierbei geht man vorteilhaft in folgender Weise vor: Der Kondensator m wird zunächst auf eine kleine Kapazität eingestellt und alsdann die Kapazität des Kondensators i so lange verändert, bis die Zeichen im Telephon am lautesten wahrnehmbar sind. Hierauf wird die Kapazität von m vergrößert und nun von neuem durch Veränderung der Kapazität von i die größte Lautstärke im Telephon herbeigeführt. Auf diese Weise fährt man fort, bis die Kapazität von vi einen hinreichend hohen Wert erlangt hat, um die durch die elektrolytische Zelle hervorgerufene Dämpfung des Empfangskreises α genügend zurücktreten zu lassen, wobei man im Telephon die höchste Lautstärke mindestens erreicht, vielleicht überschritten hat. Auf diese Weise ist der Luftleiter möglichst genau abgestimmt und damit auch die Primärspule b des Transformators befähigt, eine maximale Energie aufzunehmen. Nunmehr erfolgt die Abstimmung des Indikatorkreises I, welche zunächst bei etwas minder loser Kopplung vorgenommen wird, indem man die Selbstinduktion der Spule c so lange verändert, bis der Kohärer bezw. der Schreibapparat präzise arbeitet. Alsdann wird die Kopplung immer loser gewählt, bis eine Wellenzerlegung nicht mehr stattfindet, und die Selbstinduktion und Kapazität des Kondensators g entsprechend nachkorrigiert.
Auf diese Weise kann die Abstimmung
des Indikatorkreises I so genau durchgeführt werden, daß die Schwingungszahl dieses Kreises als Maß für die. Wellenlänge des Senders betrachtet werden kann. Diese Schwingungszahl kann nun dadurch leicht ermittelt werden, daß man sowohl die Selbstinduktionsspule c als auch den Kondensator g mit Marken versieht, welche gestatten, den jeweiligen Betrag an wirksamer Selbstinduktion und Kapazität zu erkennen und daraus vermittels geeigneter Tabellen die Wellenlänge bezw. die Periodenzahl zu ermitteln.
Auch könnte die Spule c und der Kondensator g so geeicht werden, daß sie die Wellenlänge oder Periodenzahl unter Bezugnahme aufeinander direkt erkennen lassen.
Die gute Abstimmfähigkeit des Systems gestattet, mit Hilfe desselben selbst die Partialwellen festzustellen, welche beispielsweise von Sendern ausgehen, die mit einem geschlossenen Erregerkreis fest gekoppelt sind, und ferner auch die Intensitäten dieser Wellen zu bestimmen, so daß es also möglich ist, ein genaues Bild des Schwingungsdiagramms des Senders zu erlangen, in gleicher Weise, wie dies mit dem Dönitz'schen Wellenmesser möglich ist.
Das gleichzeitige Betreiben des Schreibers und Hörers vermindert in geringem Maße die Intensitäten der beiden Detektoren. Soll der Schreiber, beispielsweise während des regelrechten Empfanges, volle Intensität erhalten, so ist weiter nichts erforderlich, als die elektrolytische Zelle k nach öffnung des Stromkreises der Batterie 0 kurzzuschließen und den Kondensator i entsprechend nachzuregulieren. Soll dagegen die elektrolytische Zelle maximale Intensität bekommen, so ist nur nötig, den aus Sekundärspule c und Kondensator g gebildeten Kreis außer Resonanz zu bringen.
Die besondere Beschaffenheit der Detektoren ist zur Erzielung der beschriebenen Wirkung unwesentlich. Wesentlich ist jedoch, daß der lose mit dem Luftleiter gekoppelte Detektor geeignet ist, mit Hilfe eines Relais einen Schreibapparat zu betreiben, und daß ferner der unmittelbar in dem Luftleiter liegende Detektor quantitativ wirkt, d. h. die Intensität des wirksamen Stromes erkennen läßt, wie dies z. B. bei dem elektrolytischen Detektor von Schlömilch der Fall ist.
. In dem dargestellten Falle wird die lose Kopplung vermittels Transformators erzielt, dessen Sekundärspule in einem gewissen Abstände von der Primärspule angeordnet ist. Durch die Veränderung dieses Abstandes kann der Grad der losen Kopplung leicht verändert werden. Es ist leicht einzusehen, daß die lose Kopplung des Empfangskreises mit dem Indikatorkreis I noch in anderer Weise als in der dargestellten erreicht werden kann, z. B. durch direkten Anschluß.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Empfangsschaltung für Funkentelegraphie mit Schreibapparat zur Aufnahme der Zeichen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Empfangskreis außer dem auf den Schreibapparat wirkenden Indikator gleichzeitig ein zweiter auf Stromintensitäten ansprechender Indikator
    zusammenwirkt, welcher unmittelbar in den Empfangskreis eingeschaltet ist, zu dem Zwecke, den Empfänger an irgend einen unbekannten Sender leicht anpassen zu können.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Empfangsschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Schreibapparat wirkende Indikator in einem besonderen Indikatorkreis liegt, welcher so lose mit dem Empfangskreis gekoppelt ist, daß eine Wellenzerlegung nicht stattfindet, zu dem Zwecke, die Anordnung zugleich zur Bestimmung der Wellenlänge eines entfernten Senders nutzbar machen zu können.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Empfangsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfangskreis zwei in ihrer Kapazität veränderliche Kondensatoren (i und m) enthält, von denen dem einen der auf Stromintensitäten ansprechende Detektor parallel geschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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