DE16355C - Halbrunder Setzkasten in Verbindung mit den in systematischer Weise zusammengesetzten Lettern - Google Patents
Halbrunder Setzkasten in Verbindung mit den in systematischer Weise zusammengesetzten LetternInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Setzmaterials, womit der Setzer im Stande ist, dreimal so viel in derselben Zeit zu leisten, als bisher.
Früher mußte man in den Buchdruckereien, um Worte oder Summen zu bilden, einzelne Buchstaben an einander fügen und beim Zerlegen dieser Worte oder Summen, um den ausgesetzten Kasten wieder mit Buchstaben zu füllen, jeden Buchstaben und jede Ziffer einzeln in das hierzu bestimmte Fach legen.
Der Erfinder zerlegt die Wörter nicht in Buchstaben, sondern in Glieder, welche nach einem besonderen System zusammengesetzt werden.
Für die durch die Zergliederung der Wörter und Summen entstandenen neuen Typen wählte derselbe die Bezeichnung "Wort- und Summenglieder-Lettern".
Die auf den Zeichnungen vorgeführten Wort- und Summenglieder stellen zusammengegossene Typen vor.
Art der Zergliederung.
Die Zergliederung der Sprache und der Summen wird in der Weise vorgenommen, daß die Gliederlettern an Stelle der einzelnen Buchstaben treten, so daß jedes Wort und jede Summe damit schneller als bisher gesetzt und abgelegt werden kann.
Das Vorkommen solcher Glieder oder Wortteile, welche aus mehr als 4 oder 5 Buchstaben bestehen und somit die praktische Durchführung der Erfindung erschweren, habe ich dadurch verhindert, indem ich an deren Stelle Verbindungs- und Verlängerungsglieder setzte. So wird beispielsweise: schaft durch scha/ft, bläst durch blä/st, schwer durch sch/wer, schwarz durch sch/wa/rz u.s.w. ersetzt. Jedoch auch diese Theilung habe ich in der Weise vorgenommen, daß diese Glieder eine allgemeine Verwendung haben, z.B.: cht in Ma/cht, Re/cht, bri/cht, la/cht, lei/cht, F/ur/cht; ngt in bri/ngt, fä/ngt u.s.w., Fig. 3.
Das gleiche Verfahren gilt für alle Sprachen. Die Zergliederung der Summen ist einfach. Sie besteht in zwei- und dreigliederigen Lettern, Fig. 4 und 5. Die einzelnen Ziffern dienen als Verbindungen.
Die Herstellung der Wort- und Summenglieder geschieht auf folgende Art:
Zur Erlangung der Matrizen, um diese Gliederlettern gießen zu können, ist es zweckmäßig, zuerst aus einer neu geschnittenen und zu diesem Zwecke das erste Mal eingeschlagenen Schrift die einzelnen Buchstaben abzugießen. Aus diesem womöglich schwachen Abgusse werden dann die von mir aufgezeichneten Wort- und Summenglieder, Fig. 2, 3 und 5, abgesetzt und hiervon auf galvanischem Wege durch starke Kupferniederschläge Matrizen gewonnen und dieselben zum Gießen der Gliederlettern benutzt.
Das Gießen geschieht auf dieselbe Art wie bei den einzelnen Buchstaben.
Die Gliederlettern werden derartig gegossen, daß beim Zusammensetzen derselben im Druck keine auffallende Entfernung sichtbar ist, so daß die damit erzeugten Wortbilder wie aus einzelnen Buchstaben zusammengesetzt erscheinen.
Eine Ausnahme hiervon machen die in den Fig. 2 und 3 mit dem [-Zeichen versehenen Buchstaben, sowie die Zeichen ! ? ; :, welche
beim Gießen ein feines Spatium voraus haben. Dieses Spatium, welches bisher zwischen einzelne Buchstaben gesetzt werden mußte, um die Schrift gesperrt erscheinen zu lassen, und sehr zeitraubend war, wird an den einzelnen Buchstaben voraus angegossen und wird dieses Spatium die Stärke des sechsten Theiles eines Geviertes des betreffenden Kegelgrades der Schrift besitzen. Ich sage deshalb voraus, damit die nicht so gegossenen einzelnen großen Buchstaben bei spationirtem Satze verwendet werden können.
Die Summenglieder werden auf System gegossen, so daß sie sowohl zu fortlaufendem Ziffernsatz, wie auch zu tabellarischen Arbeiten gleiche Verwendung finden können, und muß die Stärke der zweigliederigen genau wie zwei einzelne, und die der dreigliederigen genau so wie drei einzelne Ziffern sein.
Die Form und Herstellung des Setzkastens.
Die Schwierigkeit, viele Wort- und Summenglieder in der Weise in einem Setzkasten unterzubringen, daß die praktische Durchführung hierdurch nicht leidet, habe ich durch Erfindung eines Setzkastens, Fig. 6, in halbkreisrunder
Form und mit halbkreisrundem Ausschnitte beseitigt.
Die halbkreisrunde Form des Kastens, sowie seine von oben herab schmal zulaufenden Fächer werden es dem Setzer ermöglichen, ohne besondere Anstrengung nach jeder Richtung hin zu greifen und die Lettern leicht fassen zu können.
Der runde Ausschnitt gestattet dem Setzer, selbst den entferntesten Fächern gleich nahe zu sein.
Die Eintheilung des Kastens in Fächer findet nach Bedürfniß der Glieder einer Sprache statt. Für Sprachen, bei deren Zergliederung sich ein Mehrbedürfniß der Fächer herausstellt, habe ich die oberen, also breitesten Fächer in zwei und drei Theile getheilt, Fig. 2 und 3.
Die Vertheilung der Wort- und Summenglieder in demselben ist so getroffen, daß die gangbareren dem Setzer nahe liegen.
Zur leichteren Orientirung des Setzers können kleine Zettelchen, worauf der Inhalt des Faches in fetter Schrift gedruckt ist, oberhalb des Faches aufgeklebt werden.
Der Kasten wird aus leichtem, aber doch hartem Holze hergestellt und zerfällt zur leichteren Handhabung in zwei Theile. Die Anbringung von zwei oder mehreren stärkeren Rippen in jedem Kastentheile wird die Biegung des Holzes zu den Kreislinien abschwächen.
Diese Kreislinien können aber auch aus 2 mm starkem Metall bestehen, und würde hierdurch der einzelne Fachraum an Größe gewinnen.
Der Kasten wird mit einem Rande versehen sein, um Zeilen auf denselben stellen zu können.
Das zu diesem Setzkasten nöthige Regal wird ebenfalls rund ausgeschnitten, damit dem Setzer das Naherücken und Bewegen nicht erschwert wird, und wird zum Einschieben beider Kastentheile eingerichtet sein.
Fig. 1 zeigt das deutsche Wortglieder-Letternsystem in seinen Hauptgliedern. Die in stehender Schrift ausgeführten Buchstaben bezeichnen die bisher in der "Fraktur" und in der "Antiqua" benutzten Lettern. Die leeren Fächer sind für die "Ausschließung" bestimmt. Diese Zeichnung stellt den ersten Theil der Zergliederung vor und giebt ein Bild der Urlaute nicht nur der deutschen, sondern aller übrigen Sprachen.
In Fig. 2 ist das deutsche Wortglieder-Letternsystem in seinen Haupt- und Verbindungsgliedern dargestellt und die weitere Entwickelung der Zergliederung vorgeführt.
Fig. 3 zeigt das deutsche Wortglieder-Letternsystem in seiner vollständigen Zergliederung mit Berücksichtigung der in dieser Sprache wechselnden Orthographie und der ihr eigenthümlichen Versalienglieder, das Gesammt- und Hauptbild der Erfindung gebend.
Fig. 4 zeigt das Summenglieder-Letternsystem in seiner ersten Zergliederung.
Fig. 5 zeigt das Summenglieder-Letternsystem in seiner vollständigen Zergliederung, das Gesammtbild der Zergliederung darstellend.
Das Setzen mit den Gliederlettern.
Die Art, diese Glieder zu Wörtern oder Summen zusammenzusetzen, ist genau dieselbe, wie bisher bei den einzelnen Buchstaben.
Beim Setzen soll besonders auf die vorhandenen Glieder in der Weise Rücksicht genommen werden, daß der unnöthige Gebrauch der einzelnen Buchstaben oder Zahlen fortfällt. Nur in dem Falle, daß sich keine Ersparniß des Griffes herausstellt, oder bei Wörtern aus fremden Sprachen, soll der einzelne Buchstabe als Verbindungsglied verwendet werden.
Die einzelnen Buchstaben, mit dem Zeichen [ versehen, welche voraus ein Spatium angegossen haben, sind für spationirten (gesperrten) Satz bestimmt. Dieses vorausgegossene Spatium wird auch eine Vermengung mit den anderen einzelnen Buchstaben verhüten.
Das auf Seite 2 und 3 befindliche Tableau dient zur vergleichenden Klarlegung der Erfindung.
Claims (4)
1. Die Wort- und Summenglieder-Lettern zur beschleunigten Herstellung des Typensatzes.
2. Die zu gesperrter Schrift verwendbaren Buchstaben mit einem Spatium vorausgegossen, so daß die einzelnen großen Buchstaben hierzu verwendet werden können, als eine Beschleunigung bei spationirten Worten.
3. Der halbkreisrunde Setzkasten mit halbkreisrundem Ausschnitte, in zwei Theile getheilt.
4. Das hierzu nöthige Regal mit rundem Ausschnitte, zum Einschieben der Kastentheile eingerichtet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16355C true DE16355C (de) | 1881-12-30 |
Family
ID=293347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16355D Expired DE16355C (de) | Halbrunder Setzkasten in Verbindung mit den in systematischer Weise zusammengesetzten Lettern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16355C (de) |
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