DE16332C - Neuerungen an Trocken- und Destillationsapparaten - Google Patents

Neuerungen an Trocken- und Destillationsapparaten

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DE16332C
DE16332C DE188116332D DE16332DD DE16332C DE 16332 C DE16332 C DE 16332C DE 188116332 D DE188116332 D DE 188116332D DE 16332D D DE16332D D DE 16332DD DE 16332 C DE16332 C DE 16332C
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DE188116332D
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F. STÖRMER in Paris
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/12Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft
    • F26B17/16Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft the materials passing down a heated surface, e.g. fluid-heated closed ducts or other heating elements in contact with the moving stack of material
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F26B17/12Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft
    • F26B17/14Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft the materials moving through a counter-current of gas
    • F26B17/1433Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft the materials moving through a counter-current of gas the drying enclosure, e.g. shaft, having internal members or bodies for guiding, mixing or agitating the material, e.g. imposing a zig-zag movement onto the material
    • F26B17/1466Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft the materials moving through a counter-current of gas the drying enclosure, e.g. shaft, having internal members or bodies for guiding, mixing or agitating the material, e.g. imposing a zig-zag movement onto the material the members or bodies being in movement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1881 ab.
Um die Abfälle der Färbehölzer, Gerberlohe, Sägespäne u. s. w. behufs continuirlicher Destillirung zu verkohlen, genügen die bei der Gewinnung des Braunkohlentheers üblichen stehenden Retorten nicht.
Das fein getheilte Holz und der bei der Verkohlung gebildete Kohlenstaub sind so schlechte Wärmeleiter, dafs man nur ein gutes Resultat erzielt, wenn man die Masse in sehr dünner Schicht der Wärme aussetzt. Da aber bei einer sehr dünnen Schicht die Reibung zwischen der Retortenwand und der inneren Begrenzung zu grofs wird, um das Herabsinken der leichten Holz- und Kohlenmasse zu gestatten, mufs die innere. Wand beweglich gemacht werden, um dadurch sozusagen ein Rührwerk zu bilden.
Diese ständige Bewegung hat auch noch den Zweck, während der Arbeit die Holztheile gleichmäfsig unter einander zu mischen und zu erhitzen.
Die Verkohlung schreitet überall gleichmäfsig fort, die Wärme wirkt so regelmäfsig durch die ganze Masse, dafs nirgends eine Ueberhitzung stattfindet und man somit die gröfstmögliche Ausbeute von flüchtigen Producten erhält. Auch gestattet die constante Bewegung eine ununterbrochene Füllung und Bewegung des Apparates.
Die regelmäfsige Wirkung der Wärme beweist die Thatsache, dafs man das Holz vollständig trocknen kann, ohne etwas zu verkohlen.
Es zeigte sich noch bei Versuchen, dafs das Prmcip in seiner Nacktheit nicht praktisch durchführbar war. Namentlich traten durch die Hemmung des zusammengeprefsten Holzes verursachte Stockungen ein, und es brachen sogar die stärksten Axen und Ringe.
Durch genaue Untersuchungen fand ich folgenden Grund: Der Abstand zwischen der Retortenwand und dem inneren Rührwerk ist während einer Umdrehung nie constant, indem die Hitze Formveränderungen sowohl in der Retortenwand als noch stärker in den inneren Glocken hervorruft. In Fig. 2 der Zeichnung ist dies Verhältnifs übertrieben dargestellt. In einem gegebenen Augenblick ist ein Abstand a vorhanden, im nachfolgenden Augenblick ist dieser Abstand um b vergröfsert worden. Die Masse, die während des Abstandes α und b heruntersinkt, soll sich, wenn die Stelle α wieder vorkommt, mit dem viel geringeren Raum begnügen, wodurch eine sehr starke Compression stattfindet. Ist a, wie es in meinem neuen Apparat der Fall ist, 1 cm und die Excentricität b =: 3 cm, wird die Compression
=3 fach.
Wenn man bedenkt, dafs solche Compressionen an allen Glocken vorkommen und sogar an mehreren Stellen auf derselben Glocke, so ist es begreiflich, dafs die bekannten stehenden Retorten, wie sie bei der Gewinnung des Braunkohlentheers üblich sind, nur mit rotirenden Glocken versehen, nicht für die in dieser Beschreibung gedachten Zwecke anwendbar sind. Für diese ist es einerseits nothwendig, dafs der Abstand zwischen Retortenwand . und Glocken möglichst klein bleibt, denn die rationelle Verkohlung fordert es; . andererseits müssen die Glocken so viel Spielraum lassen, dafs die
sinkende Masse continuirlich und frei passiren kann. Es ist dafür die unten beschriebene Form der Glocken praktisch anwendbar.
Fig. ι zeigt den Apparat im Verticalschnitt. A ist ein gewöhnlicher Ofen mit den Feuerkanälen BBB, C die Retortenwand, D die durch Zahnräder und Riemen gedrehte Axe, EEE die hohlen Glocken, welche durch inwendige, nicht in der Zeichnung angegebene Arme auf der stehenden Axe hängen. Diese Glocken, die in Fig. 3 vergröfsert dargestellt sind, bestehen aus einem hohlen Kegel F, welcher unten am Rande und an einer mittleren Stelle mitvorspringenden horizontalen Ringen GG versehen ist. Die Ringe G G sind winkelförmig im Schnitt und mit ihrem aufrechten Theil an den Cylinder F genietet. Die vereinigten Hohlräume der über einander gesteckten Glocken EE... bilden dadurch ein verticales Rohr, das oben durch Deckplatte H geschlossen ist. Durch die Deckplatte passirt das zur Abführung der DestillirungsdämpfebestimmteRohr/. Der Trichter K ist zum Füllen des Apparates bestimmt und läfst die zu verkohlende Masse durch die ringförmige Oeffnung an der Retortenwand in den Apparat fallen. Der untere Trichter L ist unten in der Mitte offen und kann durch Kegel P mittelst Hebels M mehr oder weniger geöffnet werden. Hierdurch fallen die Kohlen aus und können aufgesammelt werden.
Um den Unterschied in der Wirkungsweise zwischen dem früher bekannten Apparat, Fig. 2, und meiner neuen Construction hervorzuheben, nehme ich für diese (wie sie in Fig. 3 angegeben ist) dieselben Verhältnisse an, die oben für Fig. 2 gewählt wurden. Demnach wird die
. a> + b 2 + 1 3
Compression ;— = = — = 1,5
. a 2 2
statt 3 fach wie im vorigen Fall. Während also die zu behandelnde Masse in ebenso dünner Schicht wie bei den früheren Apparaten die Retortenwand passirt, wird die Compression doch nur halb so grofs. Aufserdem verursachen aber noch die flachen vorspringenden Ringe, dafs unter ihnen ein leerer Raum mn ο entsteht, der auch viel dazu beiträgt, die Compression zu verringern.
Diese Form der Glocken mit horizontalen oder fast horizontalen Flächen, die, ringförmig oder abgebrochen, bis dicht an die Retortenwand hervorspringen, während der kegelförmige Theil der Glocken mehr entfernt bleibt, ist deswegen praktisch brauchbar, um einen ununterbrochenen Betrieb zu erzielen.
Derselbe Apparat kann auch zum Trocknen von Getreide, Holzabfällen und ähnlichen fein^ getheilten Materialien verwendet und in diesem Fall zweckmäfsig mit Dampf erhitzt werden.
Auch für Destillirung von Braunkohlen und Paraffinschiefer ist er den älteren Apparaten vorzuziehen, indem die Ungleichmäfsigkeit der Gasentwickelung geringer wird.
Anstatt oben können die abgehenden Dämpfe auch unten abgeleitet, und ebenfalls kann der Antrieb sowohl oben wie unten bewirkt werden. Die drehende Bewegung der Glocken läfst sich auch durch eine oscillirende ersetzen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Apparaten zum Destilliren oder Trocknen von Farbeholz, Gerberlohe, Sägespänen u. s. w. eine sich drehende oder oscillirende Axe D, welche die inneren Glocken trägt und mit diesen eine Art Rührwerk bildet.
2. Bei Apparaten zur Destillirung oder zum Trocknen von Farbeholz, Gerberlohe, Sägespänen u. s. w. die Anwendung von inneren Glocken EE. . ., jede bestehend aus einem hohlen, abgestumpften Kegel F, mit zwei oder mehreren horizontalen, vorspringenden Ringen G versehen, die bis dicht an die innere Wandung der Retorte gehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE188116332D 1881-06-08 1881-06-08 Neuerungen an Trocken- und Destillationsapparaten Expired DE16332C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE16332T 1881-06-08

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