DE163253C - - Google Patents
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- DE163253C DE163253C DENDAT163253D DE163253DA DE163253C DE 163253 C DE163253 C DE 163253C DE NDAT163253 D DENDAT163253 D DE NDAT163253D DE 163253D A DE163253D A DE 163253DA DE 163253 C DE163253 C DE 163253C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25D—REFRIGERATORS; COLD ROOMS; ICE-BOXES; COOLING OR FREEZING APPARATUS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F25D5/00—Devices using endothermic chemical reactions, e.g. using frigorific mixtures
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- Devices That Are Associated With Refrigeration Equipment (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Kühlvorrichtung mit Kühlbehälter für Kältemischung
mit eingesetzten durchlässigen Zwischenwänden und mit sich an den Behälter
anschließenden Rohrschlange zum Ablassen der Kälteflüssigkeit. Die Kühlwirkung
wird in bekannter Weise durch die Einwirkung der im Innern erzeugten Kälte auf die Wandung der Vorrichtung erzielt. Das
ίο zur Kältemischung nötige Salz und Eis wird
jedoch dem Behälter getrennt zugeführt und die Mischung erfolgt erst im Innern desselben
in regelbarer Weise durch die Vermittlung des verschieden hoch einstellbaren Schmelzwassers.
Durch die verschiedene Einstellung des Schmelzwasserspiegels wird nämlich nicht nur die äußere wirksame Kühlfläche des Behälters
verändert, sondern auch die Abkühlung im Innern desselben selbst. Dadurch hat man
es in der Hand, den Grad der Abkühlung des umgebenden Raumes zu regeln.
Fig. ι zeigt in schematischer Durchführung
einen vertikalen Schnitt durch den Kühlbehälter mit Rohrschlange,
Fig. 2 eine Oberansicht und
Fig. 3 und 4 weitere Ausbildungen des Kühlbehälters.
Die Wandungen des Kühlbehälters 1 sind die Kühlflächen für die Abgabe der durch das
Schmelzen des Eises entstandenen Kälte, während die Rohrschlange 2 nur in bekannter
Weise die der abfließenden Kälteflüssigkeit etwa noch innewohnende Kälte abgibt. Um
die Kühlflächen auf die gewünschte niedrige Temperatur von einigen Graden unter Null
zu bringen und sie hernach auf dieser Höhe zu erhalten, ist der Behälter 1 durch Anordnung
einer entsprechenden Anzahl von Abteilungen 3 und 4 für die getrennte Aufnahme von Salz (Chlornatrium, Chlormagnesium,
Chlorcalcium und ähnlichen Stoffen) einerseits und Eis oder Schnee andererseits zur Erzeugung einer Kältemischung
eingerichtet. Es ist nicht nötig, Wasser in den Behälter einzuleiten, da das
sich bildende Schmelzwasser als wirksame Flüssigkeit in genügender Menge vorhanden
ist. Die Abteilungen 3 und 4 können selbst wieder durch Wände 5 (Fig. 2) unterteilt
sein. Die Trennungswände 6 zwischen den einzelnen Abteilungen sind durchlässig, also
als gelochte Bleche, Gitter, Geflechte oder dgl. ausgebildet. Dadurch wird erreicht, daß
die Berührung des Eises mit dem Salze keine direkte ist; diese Berührung wird vielmehr
indirekt durch die Salzlösung vermittelt. Desgleichen wird die Kälteabgabe von dem
schmelzenden Eise an die Außenwände des Kühlbehälters, die die Kühlflächen bilden,
durch die Salzlösung vermittelt. Die Berührungsfläche von Schmelzwasser und Salz
ist hierbei abhängig von der Höhe des Flüssigkeitsstandes in der Kühlvorrichtung, desgleichen
ist davon abhängig die Berührungs-
fläche von Salzlösung und Eis und der Salzlösung mit den Außenwänden. Daraus folgt,
daß die Wirksamkeit der ganzen Kühlvorrichtung von der Höhe des Flüssigkeitsspiegeis
der Salzlösung abhängt.
Durch die Bauart des Behälters ist man in der Lage, Eis und Salz getrennt voneinander
und unabhängig von der Wirksamkeit desselben jederzeit nachfüllen, ferner aber
ίο auch die Temparatur im Räume beliebig
regeln zu können. Die Temperatur im Behälter selbst kann nämlich dadurch verändert
werden, daß bald eine größere, bald eine geringere Anzahl von Fächern 3 mit Salz gefüllt
oder indem mit Verstellen der Trennungswände die Größe der Salzabteilungen geändert
wird, da hierdurch die Berührungsfläche des Wassers mit dem Salz, dadurch die Konzentration
der Lösung, und dadurch wiederum die Auflösung des Eises verändert wird und dies die Temparatur im Innern der Kühlvorrichtung
bedingt.
Weiter wird auch die Veränderung, d. h. die Vergrößerung oder die Verkleinerung
der Berührungsfläche von Salz mit Schmelzwasser und Salzlösung mit Eis, wie bereits
erwähnt, durch Heben bezw. Senken des Flüssigkeitsstandes bewirkt. Dies kann entweder,
wie Fig. ι zeigt, mittels Drosseln eines Ablaßhahnes 7 oder, wie Fig. 3 zeigt,
mittels einer Hahnbatterie 9 oder auf irgend eine andere Art erfolgen.
Indem das Niveau des Schmelzwassers im Behälter auf eine beliebige Höhe gebracht
wird, läßt sich die Größe der Berührungsfläche zwischen Wasser und Salz und demzufolge
auch die Menge des in der Zeiteinheit aufgelösten Salzes ändern; in gleicher Weise ändert sich die Berührungsfläche
zwischen Salzlösung und Eis.
Nach dem oben Gesagten wird durch Heben des Flüssigkeitsspiegels die Auflösung des
Salzes und demzufolge auch die Konzentration der Lösung, sowie die Auflösung des Eises
verstärkt, und dadurch die Temperatur im Innern der Vorrichtung und somit auch in
dem die Kühlvorrichtung umgebenden Raum erniedrigt. Diese Wirkung kann dadurch verstärkt werden, daß die Fächer zur Aufnähme
des Salzes spitz zulaufend (von unten nach oben erweitert) ausgebildet werden (Fig. 4), so daß bei höher eingestelltem
Flüssigkeitsspiegel die Größe des Salzraumes im Verhältnisse zur Größe des Eisraumes zunimmt.
Die durchlässige Trennungswand 6 zwischen Eis- und Salzraum kann unten bei 10 drehbar sein und in verschieden geneigten
Lagen eingestellt werden. Da bei schräg gestellter Trennungswand bei höherem Flüssigkeitsspiegel
eine im Verhältnisse zur Eismenge größere Salzmenge mit dem Schmelzwasser in Berührung kommt, wird die Temperatur
im Apparate infolge der stärkeren Konzentration der Lösung erniedrigt. Diese Veränderung
der Temperatur kann durch Änderung der Schräge der Wand 6 reguliert werden, indem bei stärkerer Neigung ein
rascheres Sinken der Temperatur bei Heben des Wasserspiegels erreicht wird.
Durch Einstellung der Höhe des Flüssigkeitsspiegels wird zugleich auch die Größe
der nach außen wirksamen Kühlfläche und sohin auch die Kälteabgabe an die Luft des
Raumes geregelt, weil die als Kühlflächen dienenden Wandungen des Gefäßes nur bis
zu der Höhe des Wasserspiegels die tiefe Temperatur der Salzlösung besitzen. Es ändert
sich also durch Heben bezw. Senken des Flüssigkeitsspiegels 1. die Konzentration der
Salzlösung, also die Temperatur im Apparate selbst, und 2. die Berührungsfläche zwischen
Salzlösung und Behälteraußenwand, also die nach außen wirksame Kühlfläche, so daß die
Temperatur des Raumes durch gleichzeitige Veränderung der Temperatur in der Kühl-Vorrichtung
und der Größe der Kühlfläche wirksam geregelt werden kann.
Der obere, nicht mit Schmelzwasser gefüllte Teil des Gefäßes dient als Reservoir für Salz
und Eis, indem der unter Wasser befindliche Teil von Salz und Eis beständig aufgelöst wird
und die Kältemischung erzeugt, während der darüber befindliche Teil im gleichen Maße
nachsinkt und zu beliebiger Zeit und in beliebiger Menge wieder ersetzt werden kann,
ohne daß hierbei die Kältewirkung geändert wird. Bei der Ausführung nach Fig. 4 ist
außerdem noch eine vertikal verstellbare Wand 11 in dem das Eis enthaltenden Flüssigkeitsraum
angeordnet, durch deren freigelassenen Raum allein der Übertritt der stark konzentrierten Salzlösung in dem Eisschmelzraum
stattfinden kann, so daß die spezifisch schwere konzentrierte Lösung sich am Boden
des Behälters sammeln muß, während darüber befindliche Schichten nur wenig Salz enthalten.
Durch diese Anordnung wird beim Ablassen der Flüssigkeit von oben durch die an der Seitenwand des Behälters angeschlossene
Hähne 9 ein geringerer Salzverlust erreicht als bei Behältern mit gleichmäßig konzentrierter
Lösung, sowie ein allmähliches Eintauchen des Eises in immer konzentriertere Lösung.
Der Kühlbehälter wird oben nicht abgeschlossen, so daß das aus dem Behälter
herausragende Eis auch zur Vorkühlung der Luft dient. Die Vorrichtung kann sowohl
für ein Kühlhaus als auch für einen Eiskasten verwendet werden. Im ersteren Falle
wird die Vorrichtung derart gebaut und an-
geordnet, daß sie samt dem oben hinausragenden aufgeschichteten Eise die ganze
Höhe einer Wand einnimmt. Die obersten Eislagen ragen somit in die wärmsten Lu ftschichten
hinein, wodurch die oben befindliche Luft abgekühlt wird, immer kältere Flächen berührend, an der Kühlvorrichtung
herabstreicht und dadurch den Luftkreislauf im Kühlraume bewirkt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Behälter zum Kühlen durch Kältemischung, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bestandteile der Kältemischung mittels durchlässiger Zwischenwände (6) getrennt gehalten werden und die kühlende Oberfläche durch Veränderung der Höhenlage des Kühlwasserspiegels verändert werden -kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE163253C true DE163253C (de) |
Family
ID=428955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT163253D Active DE163253C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE163253C (de) |
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0
- DE DENDAT163253D patent/DE163253C/de active Active
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