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Friedrich Hermann Albert Striepe, Hamburg-Harburg. Tubenverschluss.
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Bei den üblichen Tubenverschlüssen ist es lästig, jedesmal bei Entnahme
die Verschlu88-kappe ganz ab-und wieder aufzuschrauben. Dieser Übelstand wird durch
die Erfindung beseitigt.
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Der neue Tubenverschluss besitzt zwar ebenfalls eine auf den Tubenstutzen
aufzuschraubende Verschlusskappe, er unterscheidet sich aber von den bisher üblichen
dadurch, dass die Kappe eine mittlere obere Öffnung besitzt und im Tubenstutzen
ein von Stegen gehaltener Ventilkegel angeordnet
| ist, dessen obere, den Mantel eines kurzen Kegel- |
| stumpfe bildende Dichtungsfläche, au. s dem Stutzen |
| herausragt » t der entsprechend ausgebildeten |
| Öffnung der Kappe zwecks öffnens und Schließens |
| der Tube zusammenwirkt. |
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Dabei kann der Kappenboden selbst mit einer Dichtungsfläche versehen
sein. Die Dichtungsfläche kann aber auch von einem in der oberen offenen Kappe festgehaltenen
Gummiring gebildet werden, der beim Drehen der Kappe gegen die Dichtungsfläche des
Kegels gepresst bezw. wird.
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Bei diesem neuen Tubenverschluas fällt das übliche Ab-und Aufschrauben
der Verschlußkappe fort. Bei der ersterwähnten Ausführungsform ist nur ein Anlüften
erforderlich und bei der zweiten Ausführungsform braucht überhaupt nicht mehr die
Verschlus@kappe gedreht zu werden. Mit dem neuen Verschluss ist der weitere Vorteil
verbunden, dass das Verschlussventil aussen an der Austrittsöffnung abschliesat
und der ausgetretene Tubeninhal. t nach dem Schliessen unmittelbar hinter den Dichtflächen
abgestrichen werden kann. Eine Verkrustung des Tubeninhalts kann daher am Ventil
nicht eintreten.
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Die zweite ausführungsform ist für Tuben gedacht, welche einen geschmeidigeren,
dünnflüssigeren Inhalt besitzen. Hierbei genügt bereits ein Druck auf die Tube,
um den Inhalt unter @ochschieben des Gummiring austreten zu lassen.
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Tubenstutzen und Ventilkegel kann in einem Vorgang gepresst werden,
so dass die herstellungkosten nur unwesentlich höher als die der bisherigen Stutzen
sind. Als Material fUr den neuen Tubenver-
| schlass kann jedes auch zur Herstellung der bisher- |
| gen SubenverachlRsse geeigneter, das sind also ins- |
| besondere Kunststoffe, benutzt werden. |
| An den Zeichnungen soll die Erfindung noch |
| näher erläutert werden. |
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Es stellen dar : Figur 1 Schnitt durch eine Ausführungsform des neuen
Tubenverschlusse@ Figur 2 ein Querschnitt durch Figur l, an der durch Pfeile gekennzeichnete
! Linie, Figur 3 einen Schnitt durch eine andere Ausführungform der Erfindung und
Figur 4 einen Querschnitt durcl Figur 3t an der durch Pfeile gekennzeichnetej Linie.
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Figur 1 besteht der Tubenverschluas aus einem Ventilkegel l, welcher
am Tubenstutzen 2 durch Stege 4 gehalten wird. Auf dem Tubenstutzen 2 sitzt eine
Verschlußkappe 3 mit Innengewinde, welche jedoch im Gegensatz zu den bisherigen
Kappen mit einer mittleren, oberen Öffnung 5 versehen ist, welche gewissernassen
den Sitz des Ventilkegels darstellt.
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Wird die Verschlußkappe 3 etwas gelüftet, z. B.
| nur einen Gewindegang aufwärts gedreht, so hebt sich |
| der Sitz des Kegels in der Kappe, um die Ganghöhe |
| von dem Ventilkegel nach oben ab, und der Tuben- |
| inhalt kann bei einem Druck auf die Tube austreten. |
| Z 7/ |
| Nach Abstreichen dieses Inhalts ausgetretenen wird |
| dann die Kappe wieder abwärts geschraubt und das |
Ventil hierdurch geschlossen. Die ausgetretene Masse läsat sich unmittelbar am Ventil
abstreichen, ohne
einen Rest im Verschluss zurückzulassen.
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Der Verschluß nach Abb. 3 enthält wieder den gleichen Ventilkegel
wie der Verschluss gemäß Abb. l, jedoch ist die Kappe in anderer Weise ausgebildet.
In diesem Fall ist nicht der Kappenboden Sitz des Ventilkegels, sondern der Boden
besitzt eine größere Öffnung und sein ringförmiger Randteil dient dazu, einen Gummiring
6 festzuhalten, welcher beim Testdrehen der hiermit 7 bezeichneten Kappe den Gummiring
7 gegen den Ventilkegel 9 unter Spannung festlegt. Wird aber hier ein Druck auf
den Tubenkorper ausgeübt, so vermag der Tubeninhalt den Gummiring 6 vom Ventilkegel
abzuheben, so dass er dann durch eine bei 8 sich bildende Öffnung austreten und
abgestrichen werden kann.
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Beim nachlassen des Drucks schliesst sich dann die Tube durch Anlegen
des Gummirings 6 auf die
| Dichtungsfläohedes Ventilkegels wieder selbst- |
| tätig. |
| Schutzanspruche. |
| l. Tubenverschluss, bestehend aus einer auf einem |
| Tubenstutzen aufschraubbaren Verschlusskappe, da- |
| durch gekennzeichnet, dass die Kappe eine mittlere |
| obere Öffnung besitzt und im stutzen ein von Stegen |
| gehaltener Ventilkegel angeordnet ist, dessen obere |
| Dichtungsfläche aus dem Stutzen herausragt und |
| mit einer entsprechend ausgebildeten Öffnung der |
| Kappe zusammenwirkt. |
| 2. Versohlusa nach Anspruch l, dadurch gekenn- |
| zeichnet, dass der Kappenboden selbst an seiner |
| Öffnung mit einer Dichtungsfläche versehen ist. |
| 3. Verschluss nach Anspruch l, dadurch gekenn- |
| zeichnet, dass als Dichtungsglied ein von der oben |
| offenen Kappe festgehaltener Gummiring gegen die |
| Dichtungsfläche des Kegels gepresst wird. |