DE1608657C - Stoßofen fur insbesondere Stab und Drahtstraßen zuzuführende Knüppel - Google Patents
Stoßofen fur insbesondere Stab und Drahtstraßen zuzuführende KnüppelInfo
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- DE1608657C DE1608657C DE1608657C DE 1608657 C DE1608657 C DE 1608657C DE 1608657 C DE1608657 C DE 1608657C
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stoßofen mit je einer in den gegenüberliegenden Ofenstirnwänden vorgesehenen
Ein- und AusstoßöfFnung für insbesondere Stab- und Drahtstraßen zuzuführende Knüppel und
mit Fördermitteln für den Knüppeltransport in Längsund Querrichtung des Ofens. Bei einem durch das
deutsche Patent 975 753 bekannten Stoßofen dieser Art sind zur Förderung der Knüppel in Längsrichtung
ortsfest im Ofen gelagerte Rollen vorgesehen, die jedoch laufend der Hitzeeinwirkung und damit einem
erheblichen Verschleiß unterliegen.
Diese Öfen zeichnen sich vor allem durch ihre geringen Wärmevcrluste aus, da die Knüppel in
Längsrichtung ein- und ausgebracht werden und die Öfen demgemäß nur kleine Ein- und Auslaßöffnungen
erfordern. Bei einem anderen bekannten Ofen ist eine Ausstoßvorrichtung vorgesehen, die aus einem von
einem Treiber in Längsrichtung verschiebbaren Stößel bestellt, der mit seiner Stirnseite den jeweiligen
Knüppel slirnseitig durch die Ofenöffnung ausstößt und dem dicht hinter der Ausstoßöffnung angeordneten
ersten Walzgerüst zuführt. Sobald die Walzen den ausgestoßenen Knüppel gefaßt haben, wird der Stößel
durch den Treiber wieder zurückgezogen und aus dem Ofenbereich gebracht. Mit Hilfe dieser Ausstoßvorrichtung
können nur Knüppel begrenzter Länge wegen der hierbei auftretenden Knickgefahr ausgestoßen
werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, einen Stoßofen der einleitend beschriebenen Art zu
schaffen, bei dem die thermische Belastung der Fördermittel weitgehend entfällt und auch ein Knicken der
Knüppel nicht zu befürchten ist, so daß längere Knüppel zur Erzielung größerer Bundgewichte eingesetzt
werden können. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß in der ausstoßseitigen Ofenlängswand
eine öffnung in Höhe der Ausstoßöffnung vorgesehen ist, in die ein senkrecht zur Ofenlängsrichtung
verfahrbares Treibaggregat einfahrbar ist, das an Tragarmen Treiberrollen besitzt, wobei wenigstens
eine angetrieben ist und deren Achsen ober- und unterhalb der von ihnen zu greifenden und zu fördernden
Knüppel quer zur Ofenlängsrichtung liegen. Hierbei sind die Fördermittel nun während des Förderns
der Hitze ausgesetzt, während auch zehn lange Knüppel nicht durchknickcn können.
Zweckmäßig bildet das Treiberaggregat gemeinsam mit seiner Antriebsmaschine eine, verfahrbare Einheit.
Die Treiberrollen werden vorteilhafterweise wassergekühlt, wobei entweder die Unterrolle oder Unter-
und Oberrolle gemeinsam zum Fassen der Knüppel einstellbar ausgebildet sind. Zum Ausfördern der
Knüppel werden entweder eine oder beide Treiberrollen angetrieben. Damit die Gewähr besteht, daß die
Trciberrollcn den Knüppel mittig fassen, wird am Rahmen des Treibers eine einstellbare, als Anschlag
dienende Stoßplatte oder Rolle angeordnet. Bei mehradrigem Walzen ist es erforderlich, bereits einen
weiteren Knüppel auszustoßen und dem Walzwerk zuzuführen, während sich der vorhergehende Knüppel
noch im Ofen und im Hereich der Trciberrollcn befindet. Das Ausstoßen eines weiteren Knüppels läßt
sich hierbei in vorteilhafter Weise dadurch erreichen, daß die Treiberrollen an zwei den Rahmen überragenden
Tragarmen angeordnet sind, derart, daß zwischen den Treibeirollen und dem Rahmenteil ein
freier Querschnitt in (iröße zumindest eines Knüppels verblei bl.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird der den Knüppel ausfördernde Treiber so ausgebildet, daß er
die Knüppel gleichzeitig um 45° dreht, falls das' erste Kaliber des Walzgerüstes als Spießkant ausgeführt ist.
Dadurch erübrigt sich ein besonderer zwischen erstem Walzgerüst und Ofen angeordneter Spießkanttreiber.
Vorteilhafterweise erfolgt das Kanten der Knüppel um 45° durch konisch ausgebildete Treiberrollen. An
Stelle von konischen Rollen lassen sich auch zylindrische Rollen verwenden, wenn diese nach Fassen,
des Knüppels über ein Hebelsystem um 45° geschwenkt werden.
Die Knüppel liegen im Ofen eng aneinander, so daß sie unter der Hitze zusammenbacken können und
deshalb vor dem Ausfördern getrennt werden müssen. Das Trennen der Knüppel läßt sich mit Hilfe des
Treibers in einfacher Weise dadurch erreichen, daß dieser derart ausgeführt ist, daß er gemeinsam mit dem
gefaßten Knüppel in geringen Grenzen zurückgefahren werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in gleicher Weise auch als Einstoßvorrichtung verwendet werden.
Hierbei ergibt sich der Vorteil, daß ein übermäßiges Verlaufen der Stäbe im Ofen verhindert wird.
In der Zeichnung sind Prinzipsskizzen der Erfindung und deren Einzelheiten dargestellt.
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht des Stoßofens mit der Ausstoßvorrichtung;
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt des Ofens im Bereich der Ausstoßvorrichtung;
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt des Ofens im Bereich der Ausstoßvorrichtung;
F i g. 3 zeigt die Treiberrollen und die Stellung der einstellbaren Stoßplatte, die als Anschlag für die
Knüppel dient;
F i g. 4 zeigt das Ausstoßen eines weiteren Knüppels, während sich der vorhergehende noch im Bereich des Treibers befindet;
F i g. 4 zeigt das Ausstoßen eines weiteren Knüppels, während sich der vorhergehende noch im Bereich des Treibers befindet;
F i g. 5 die konische Ausbildung der Treiberrollen zum Kanten der Knüppel um 45°.
An .den Stirnwänden 1 und 2 des Ofens 3 sind die Einstoßöffnung 4 und die Ausstoßöffnung 5 vorgesehen. Der Einstoßöffnung 4 ist der Zuführrollgang 6 vorgeordnet und der Ausstoßöffnung 5 der Ausführrollgang 7 nachgeordnet. Die Pfeile 8 veranschaulichen die Transportrichtung der nicht weiter dargestellten Knüppel innerhalb des Ofenraumes, mittels der ebenfalls nicht näher gezeigten, die Längswand 9 durchdringenden Druckstößel. An der Längswand 10 ist die öffnung 11 vorgesehen, durch die der Treiber 12 ein- und ausfahrbar angeordnet ist. An den überkragenden Tragarmen 13 und 14 sind die Treiberrollen 15 und 16 zum Ausstoßen der Knüppel 17 vorgesehen. Während der Tragarm 13 mit dem Rahmen 18 ein gemeinsames Teil bildet, ist der Tragarm 14 durch die Achse 19 gelenkig mit dem Rahmen verbunden, so daß durch den Kraftkolben 20 eine Höhenverstellung der Treiberrollen 16 und damit gleichzeitig der erforderliche Reibungsschluß zwischen dem Knüppel 17' und den Treiberrollen 15 und 16 ermöglicht wird. Zwischen beiden Tragarmen ist die in beiden Richtungen einstellbare Anschlagplatte 21 für die Knüppel angeordnet. Die Treibeirollen werden durch den Motor 22 angetrieben, während durch ucw Motor 23 der Treiber, welcher mit auf Schienen 24 laufenden Rädern 25 versehen ist, in oder außer Arbeitsstellung durch Hinfuhren b/w. Ausfahren aus dem Ofen bringbar ist.
An .den Stirnwänden 1 und 2 des Ofens 3 sind die Einstoßöffnung 4 und die Ausstoßöffnung 5 vorgesehen. Der Einstoßöffnung 4 ist der Zuführrollgang 6 vorgeordnet und der Ausstoßöffnung 5 der Ausführrollgang 7 nachgeordnet. Die Pfeile 8 veranschaulichen die Transportrichtung der nicht weiter dargestellten Knüppel innerhalb des Ofenraumes, mittels der ebenfalls nicht näher gezeigten, die Längswand 9 durchdringenden Druckstößel. An der Längswand 10 ist die öffnung 11 vorgesehen, durch die der Treiber 12 ein- und ausfahrbar angeordnet ist. An den überkragenden Tragarmen 13 und 14 sind die Treiberrollen 15 und 16 zum Ausstoßen der Knüppel 17 vorgesehen. Während der Tragarm 13 mit dem Rahmen 18 ein gemeinsames Teil bildet, ist der Tragarm 14 durch die Achse 19 gelenkig mit dem Rahmen verbunden, so daß durch den Kraftkolben 20 eine Höhenverstellung der Treiberrollen 16 und damit gleichzeitig der erforderliche Reibungsschluß zwischen dem Knüppel 17' und den Treiberrollen 15 und 16 ermöglicht wird. Zwischen beiden Tragarmen ist die in beiden Richtungen einstellbare Anschlagplatte 21 für die Knüppel angeordnet. Die Treibeirollen werden durch den Motor 22 angetrieben, während durch ucw Motor 23 der Treiber, welcher mit auf Schienen 24 laufenden Rädern 25 versehen ist, in oder außer Arbeitsstellung durch Hinfuhren b/w. Ausfahren aus dem Ofen bringbar ist.
Ist es bei mehradrigen Walzen erforderlich, bereits einen weiteren Knüppel auszustoßen, während sich
der vorhergehende noch im Bereich der Treibers befindet, wird gemäß F i g. 4 die Anschlagplatte so
weit zurückgestellt, daß die Treiberrollen, durch Weiterfahren des Treibers den Knüppel 17" fassen
und ausstoßen können. Der vom Walzwerk bereits gefaßte Knüppel 17' befindet sich zwischen der Anschlagplitte
21 und de.m neu auszustoßenden Knüppel 17".
Ist da? erste Walzenkaliber ein Spießkant, muß der KnüppCi um 45° gekantet werden. Dies erfolgt nach
F i g. 5 durch konische Ausbildung der Treiberrollen 15', 16'. Während des Hebens der Treiberrollen 16'
kippt der Knüppel 17' entsprechend der gestrichelt eingezeichneten Lage um 45° um seine Längsachse
und wird anschließend in dieser Lage von den Treiberrollen ausgestoßen. Die Rollen 15', 16' sind der Übersichtlichkeit
halber geöffnet dargestellt, bei der Übernahme und beim Fördern des Knüppels sind sie jedoch
geschlossen.
20
Claims (10)
1. Stoßofen mit je einer in den gegenüberliegenden Ofenstirnwänden vorgesehenen Ein- und Ausstoßöffnung
für insbesondere Stab- und Drahtstraßen zuzuführende Knüppel und mit Fördermitteln
für den Knüppeltransport in Längs- und Querrichtung des Ofens, dadurch gekennzeichnet,
daß in der ausstoßseitigen Ofenlängswand (10) eine öffnung (11) in Höhe der
AusstoßöfFhung (5) vorgesehen ist, in die ein senkrecht zur Ofenlängsrichtung verfahrbares
Treiberaggregat (12) einfahrbar ist, das an Tragarmen (13, 14) Treiberrollen (15, 16) besitzt, wobei
wenigstens eine angetrieben ist und deren Achsen ober- und unterhalb der von ihnen zu greifenden
und zu fördernden Knüppel (17, 17') quer zur Ofenlängsrichtung liegen.
2. Stoßofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Treiberaggregat (12) gemeinsam
mit seiner Antriebsmaschine (22) eine verfahrbare Einheit bildet.
3. Stoßofen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberrollen (15,16)
wassergekühlt sind.
4. Stoßofen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Treiberrollen
(15, 16) und Rahmen (18) eine einstellbare Anschlagplatte oder Rolle (21) für die Knüppel angeordnet
ist.
5. Stoßofen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberrollen (15, 16)
an je einem den Rahmen (18) überkragenden Tragarm (13, 14) angeordnet sind, derart, daß zwischen
den Treiberrollen und dem Rahmenanteil ein freier Querschnitt in Größe zumindest eines Knüppels
verbleibt.
6. Stoßofen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Treiber den auszustoßenden
Knüppel (17') gleichzeitig um 45° um seine Achse dreht.
7. Stoßofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberrollen (15', 16') konisch
ausgebildet sind.
8. Stoßofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei zylindrischer Ausbildung der
Rollen (15,16) diese nach Fassen des Knüppels (17') über ein Hebelsystem um 45° schwenkbar sind.
9. Stoßofen nach den Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Treiberaggregat (12)
derart ausgeführt ist, daß es gemeinsam mit dem von ihm gefaßten Knüppel (17') in geringen Grenzen
zurückfahrbar ist.
10. Stoßofen nach einem der Vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einstoßseitig
an der Längswand (9) des Ofens (3) eine öffnung zum Ein- oder Ausfahren eines als Einstoßvorrichtung
dienenden Treiberaggregates zum Fördern der Knüppel vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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