DE1598232C3 - Sicherheits-Gaswaschflasche - Google Patents
Sicherheits-GaswaschflascheInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gaswaschflasche mi zwei konzentrischen Gefäßen, von welchen das erste
innere Gefäß oben einen Anschluß für die Gaszulci tung und unten Öffnungen für den Übertritt des Ga
scs in das zweite, äußere Gefäß aufweist, dessen un terer Teil den Raum für die Waschflüssigkeit bilde
und welches oben eine Austrittsöffnung für das be handelte Gas aufweist, wobei von knapp oberhal
des Bodens des zweiten Gefäßes ein unten offene
3 4
Druckausgleichsrohr konzentrisch durch das erstu zum Auffanggefäß hin geöffnet ist und vom Gefäß
Geföß nach oben in ein Auffanggefäß führt, das mit boden ein vorzugsweise syphonartiger Rücklauf ii
der Außenluft, einer Inertgasatmosphäre od. dgl. in das Auffanggefäß führt. Hierdurch wird auch bc
Verbindung steht. spontanem Überdruck bzw. großer Gas- und Flüssig
Bei einer bekannten Gaswaschflasche dieser Art 5 kcitsgeschwindigkeit ein vollkommener Spritzschut:
weist der obere Teil des inneren Gefäßes ein relativ erreicht, und es ist nicht erforderlich, das Druckaus
geringes Volumen auf; der effektive Querschnitt die- gleichsrohr knieförmig in das Auffanggefäß ragen z\
ses Teils ist kleiner als der Querschnitt des die lassen. Das Rohr kann ohne weiteres niveaugletch ii
Waschflüssigkeit aufnehmenden Raumes. Weiter den tiefsten Punkt des Auffanggefäßes münden, wo
führt bei dieser bekannten Gaswaschflasche die Aus- io durch stets ein vollständiger Rückfluß aufgedrückte
trittsöffnung direkt in den Raum für die Waschflüs- Wasch-, bzw. Sperrflüssigkeit gewährleistet ist.
sigkeit. Es hat sich gezeigt, daß bei dieser bekannten Nachstehend wird die Erfindung an Hand de
Konstruktion Druckausgleichsrohr und Auffangefäß Zeichnung näher erläutert, es zeigen
nicht ausreichen, um bei Druckströmungen einerseits F i g. 1 und 2 zwei Ausführumgsbeispiele des Erfin
einen Übertrtitt von Waschflüssigkeit in die Gaszu- 15 dungsgegenstandes in schematischer Axialschnitt
leitung bzw. in die Entnahmeleitung und andererseits bzw, der für durchsichtige Gegenstände üblicher
ein Eindringen irgendwelcher Flüssigkeit aus dem Darstellung,
angeschlossenen Apparat in die Waschflüssigkeit mit Fig. J das obere Ende einer Sicherheits-Gas
Sicherheit zu verhindern. Da als Waschflüssigkeit oft waschflasche, beispielsweise dc<
Fig. I oder 2, mi
sehr aggressive Mittel, wie beispielsweise konzen- 20 einem speziellen Gegendruck-, bzw.. Sicherheitsventi
trierte Schwefelsäure verwendet werden, sind sowohl in vergrößertem Maßstab in der gleichen Darstel
die Zu- und Ableitung als auch die angeschlossenen lungsart.
Geräte stark gefährdet. Man war daher oft gezwun- Die in den F i g. 1 und 2 gezeigten Sicherheits-Gas
gen, zusätzlich ein Vor- und ein Nachschaltgeräß waschflaschen bestehen erfindungsgemäß aus dre
vorzusehen, wodurch jedoch der Aufbau der Anord- as konzentrischen zylinderförmigen Gefäßen 1,2 unc
nun» und ihre Manipulation wesentlich verkompli- 11, von welchen das erste, innerste Gefäß 1 (Vor
ziert wird. schaltgefäß) das mittlere Gefäß?. (Gaswaschgefäß
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu besei- überragt, oben einen Anschluß 3 für die Gaszuleitunt
tigen. Es soll eine Sicherheits-Gaswaschflasche ge- und unten Öffnungen 4 für den Übertritt des Gases ir
schaffen werden, welche in einer Einheit die gleichen 30 das mittlere Gefäß 2 aufweist. Im unteren Teil de;
Funktionen erfüllt wie die bisher verwendeten Gas- mittleren Gefäßes 2 ist die Wasch- bzw. Sperrflüssig
waschflaschenbattericn, bestehend aus mindestens keit 5 angedeutet. Der vorstehende Teil des innerster
drei Gaswaschflaschen und einem Druckausgleichs- Gefäßes 1 ist zur Bildung einer Vorkammer 6 kugel
ventil. förmig erweitert. Die Wand 7 des äußersten Gefäße;
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch er- 35 11 trägt oben einen Anschluß 9 für die Entnahme de:
reicht, daß der obere Teil des ersten Gefäßes zur BiI- behandelten Gases. Die Wand 8 des mittleren Gefä
dung einer Vorkammer im Querschnitt, vorzugsweise ßes2 weist gleichfalls oben mindestens eine Überkugelförmig
oder zylindrisch vergrößert ist, und daß irittsöffnung 10 auf, durch welche das aus de:
das zweite Gefäß von einem dritten Gefäß konzen- Waschflüssigkeit 5 aufsteigende Gas in das äußerste
Irisch umgeben ist, wobei dieses dritte Gefäß oben 4° Gefäß 11 gelangt, das als Naciischaltkammer wirkt
eine Entnahmeöffnung für das behandelte Gas auf- Die Übertrittsöffnung 10 und der Entnahmcan
weist, welche der Austrittsöffnung des zweiten Gefä- schluß9 befinden sich darstellungsgemäß auf etw;
ßes vorzugsweise diametral gegenüberliegt. gleicher Höhe und sind gegenseitig versetzt, Vorzugs
Diese neuartige Sicherheits-Gaswaschflasche weise einander diametral gegenüberliegend angeord-
zeichnet sich bei höchster Bctriebssicherhci' durch 45 net.
einen besonders raumsparenden kompakten Aufbau Die Wand des äußersten Gefäßes 11 kann ihrerr
aus und ermöglicht cir^ sehr rationelle Arbeitstech- tiefsten Punkt mit einem versperrbaren Ablaß (nichi
nik. dargestellt) für allenfalls in dieses Gefäß eingedrun-
Bei der oben diskutierten bekannten Gaswaschfla- gene Flüssigkeit ausgestattet sein.
sehe ragt das Druckausgleichsrohr knieförmig in das 5" Von knapp oberhalb des Bodens des mittleren Gc
Auffanggefäß. Obwohl hierbei die Öffnung nach un- fäßes2 führt ein unten offenes Drujkausgleichsrohi
ten weist, besteht die Gefahr, daß in das Auffangge- 12 konzentrisch durch das innerste Gefäß 1 nacr
fäß gedrückte Waschflüssigkeit aus dem oben offe- oben in ein Auffanggefäß 13, das andererseits mi
neu Auffanggefäß hcrausspritzt und die Umgebung der Außenluft in Verbindung steht oder mit Gas. ins
oder angeschlossene Einrichtungsteile, wie Inertgas- 55 besondere mk Inertgas oder dem gleichen wie clcrr
speicherung usw. gefährdet. Außerdem kommt es oft zu waschenden Gas bespült wird. Diese Verbindung
vor, daß in das Auffanggefäß gelangte Waschflüssig- erfolgt über ein labyrinthartiges Spritzschutzclemcni
keit auch nach dem Wiedereintritt normaler Druck- 14, welches durch ein konzentrisch von üben in da;
Verhältnisse nicht in den Waschraum zurückfließt. Auffanggefäß ragendes Rohr 15 und ein dieses Roh/
Diese Mängel werden gemäß einer Ausgestaltung 60 mit Abstand umgebendes Gefäß 16 gebildet ist. Hier-
der Erfindung dadurch beseitigt, daß das Auffangge- bei ist unten das Rohr 15 zum Gefäß 16 und letztere;
fäß des Druckausgleichsrohrcs über ein labyrintharti- oben zum Auffanggefäß 13 hin geöffnet. Darstcl-
ges Element mit der A?\ßcnltifl, dem Inertgas od. dgl. lungsgcmäß ist der untere Rand des Rohres 15 kro
in Verbindung steht, wobei vorzugsweise das laby- nenartig geformt, wobei dieses Rohrende mit der
rinthartige Element dvch ein konzentrisch von oben 65 vorspringenden Teilen 17 seines Randes am Boden
in das Auffanggefäß r&gcndes Rohr und ein dieses des Gefäßes 16 angeschmolzen ist. Zwischen diesen
Rohr mit Abstand umgebendes Gefäß gebildet ist, Verbindungsstellen befinden sich dann Durchflußöff-
wobei unten das Rohr zum Gefäß und letzteres oben nungen 18. Das Gefäß 16 ist mit seinem oberen
Rand an der Ausglcichsbchälterwandung angeschmolzen und knapp darunter mit Durchflußöffnungen
19 verschen. Von der tiefsten Stelle des Bodens
des Gefäßes 16 führt ein syphonartigcr Rücklauf 20 (Fig. I) oder ein pilzartiger Rücklauf 29 (F i g. 2) in
das Auffanggefäß 13 zurück. Das obere Ende des Rohres 15 des Labyrinth-Spritzschutzes 14 weist
cinr-n Kegclschliffanschliiß 21 od. dgl. auf.
Das effektive Volumen der Vorkammer 6 des innestcn Gefäßes 1 und/oder das effektive Volumen des
Auffanggefäßes 13 sind je mindestens doppelt so groß als die Menge der im mittleren Gefäß 2 eingefüllten
Waschflüssigkeit S. Hierbei liegt das Niveau der Waschflüssigkeit während des Betriebes im mittleren
Gefäß bei etwa 0,2 bis maximal 0,25 der lichten Gesamthöhe dieses Gefäßes, wobei vorzugsweise
die lichten Durchmesser des innersten und mittleren Gefäßes in einem Verhältnis von etwa 1:3 bis
1.1,5, insbesondere 1:2 zueinander stehen. Der Durchmesser und die Höhe des mittleren Gefäßes
stehen in einem Verhältnis von etwa 1 :5 bis 1:15 zueinander.
Bei der in F i g. 2 gezeigten Ausführungsform ist das mittlere Gefäß 2 von etwa 0,25 bis 0,8, vorzugsweise
0,5 bis 0,75 seiner lichten Höhe im Querschnitt verengt, darstcllungsgemäß dadurch, daß
seine Wand 8 in diesen Höhenbereich über eine senkrechte, spitzwinkelige oder hintcrschnittene Stufe
nach innen gezogen ist. Der hierdurch gebildete zylindrische Spalt 23 wirkt für Schaumblasen als
Quetsch- und Zerteilzone und verhindert somit, daß bei Verwendung schaumaktiver Waschflüssigkeiten S
Schaum bzw. Waschflüssigkeit durch die Übertrittsöffnung 10 in das äußerste Gefäß 11 gelangt. Diese
Wirkung kann noch dadurch erhöht werden, daß zumindest eine Innenwandfläche des verengten Querschnittsbereiches
23 aufgerauht wird. An der rauhen Fläche werden die gequetschten Schaumblasen aufgerissen
und zerstört. Die Herstellung dieser rauhen Flächen erfolgt bei Gaswaschflaschen am besten
durch Grob-Sandslrahlen oder Aufsintern eines Belages
aus feinkörnigen, scharfen Glassplittern.
Der verengte Durchschnittsquerschnitt 23 des mittleren Gefäßes 2 und die übrigen Engstellen (3,
10,9, 24) der Flasche sind natürlich in ihrer Größe so aufeinander abgestimmt, daß an keiner dieser
Stellen eine die optimale Durchsatzkapazität verringernde Stauung auftritt. Es hat sich gezeigt, daß
hierzu der Spalt 23 im Querschnitt etwa 1,5- bis 2mal größer sein muß als beispielsweise die Entnahmeöffnung
9, weil ein Teil des Spaltquerschnitls durch die an seinen Wänden rückfließende Waschflüssigkeit
verbraucht wird.
Die Wand8 des mittleren Gefäßes 2 weist knapp
unterhalb ihrer oberen Öffnung 10 eine flanschartig nach innen vorspringende, den Gefäßquerschnitt verengende
Ringschulter 24 auf, wodurch eine weitere Sicherung gegen das Eindringen von Waschflüssigkeit
in das äußerste Gefäß 11 erreicht wird. Die Ringschulter steht mit ihrer unteren Fläche vorzugsweise
etwa senkrecht auf der Gefäßwand; die obere Ringfläche kann schräg gestellt sein.
Die obere öffnung 10 des mittleren Gefäßes kann durch mehrere kleinere öffnungen ersetzt sein, die
alle in einer oder mehreren Horizontalebenen (Ringlinien) liegen, wobei jedoch diese Öffnungen auf
einen nur relativ kurzen Teil des Gefäßumfanges (maximal 0,5 des Umfanges) verteilt sind, der im wesentlichen
der Hntnahmcöffnung9 des äußersten Gefäßes
11 diametral gegenüber liegt (nicht dargestellt). Die obere Öffnung 10 bzw. die diese ersetzenden
kleineren Öffnungen können auch in der oberen Ringfläche der Ringschulter 24 angeordnet sein
(nicht dargestellt). Alle diese Maßnahmen dienen dazu, bei optimalen Strömungsverhältnissen einen
Übertritt von Waschflüssigkeit in das äußerste Gefäß 11 bzw. dessen Entnahmeanschluß 9 wirksam zu
ίο sperren.
Gemäß F i g. 1 ist am Anschluß 21 des Labyrinth-Spritzschutzes
14 ein mit einem Trocknungsmittel füllbares Rohr 22 angeschlossen. Es ist jedoch
auch möglich ein gewichtsbelastendes od. dgl. Gegendruckventil anzuschließen, wodurch der Gegendruck
von der Bauhöhe unabhängig und diese daher verringert werden kann.
Die Fig. 3 zeigt den oberen Teil einer Sicherheits-Gaswaschflaschc,
wobei am Anschluß 21 ein
ao sogenanntes Brechplattenventil angeschlossen ist.
Dieses Ventil besteht aus zwei Kammern 27 und 28, die jede mit Glaswolle od. dgl. gefüllt sind. Die einander
gegenüberliegenden Ränder der beiden Kammern sind durch Flansche 33 bzw. 34 gebildet, die
«5 mit ihren plangeschliffenen Stirnflächen unter Zwischenlage
eines Dichtungsringes 31, einer Brechplatte 26 und eines scharfkantigen Ringes 32 aus
hartem Material, beispielsweise rostfreiem Stahl, aufcinamlcrlicgcn.
Die beiden Flansche werden von einer Hülse 35 übergriffen, die an der hinteren
Schulter des oberen Flansches 34 anliegt und mittels einer am oberen Rand der Gaswaschflaschc angesetzten
Spann- und Haltevorrichtung 37 mit Druck nach unten konzentrisch fixiert ist.
Die untere Kammer 27 des Brechplattenventils
weist einen Anschluß 36 auf, der entweder mit dem Behälter für das zu waschende Gas, insbesondere
über ein T-Stück mit dem Anschluß3, oder einer Inertgasquelle
zumindest angenähert gleichen Drucks verbunden wird (nicht dargestellt), wodurch im Steigrohr
12 ein statischer Gegendruck entsteht, der dem Druck im Gefäß 1 bzw. 2 die Waage hält (F i g. 1,2).
Die obere Kammer 28 ist über ein als Druckdrossel wirkendes Element, darstellungsgemäß ein Kapillarrohrstück
30, mit der Außenluft verbunden.
Die Brechplatte 26 ist so dimensioniert, daß sie bei einem bestimmten einseitigen Überdruck (vo- unten)
bricht, wobei die untere, innere Kante des Ringes 32 die Sollbruchstelle markiert. Für einen Überdruck
von 6 bis 8 m Wassersäule wird eine 0,1 mm starke Glasplatte von 10 cm2 freier Fläche (gleich Querschnitt
des Ringes 32) eingesetzt.
Beim Bruch der Glasplatte 26 wirkt die Glaswolle od. dgl. der beiden Kammern 27 und 28 als Splitterfang.
Der Drosselquerschnitt des Kapillarrohrstückes 30 ist so bemessen, daß die Druckwelle abgeflachi
wird. Hierdurch wird jedes Herausspritzen vor Waschflüssigkeit sicher vermieden. Dieses Druck
drosselrohr 30 kann als Signalpfeife kontruiert odei mit irgendeiner anderen Gasabblas-, bzw. Über
druck-Meldevorrichtung verbunden sein.
Die normalen Strömungsrichtungen des Gases sine in der gesamten Sicherheits-Gaswaschfiasche durcl
Pfeile angedeutet.
Der Labyrinth-Sprilzschutz 14 verhindert auch be
spontan entstehendem Überdruck das Herausdrük ken von Gaswaschflüssigkeit bzw. Sperrflüssigkeit
z.B. konzentrierter Schwefelsäure, aus der Sicher
heits-Gaswaschflasche bz.v. dem Auffanggefäß 13.
Dies ist besonders aus Betriebs-Sicherheitsgründen ein sehr großer Vorteil gegenüber den bekannten
Gaswaschflaschen.
Bei eintretendem Unterdruck im Gaszylinder oder in v.er Gaszuführungsleitung 3 kann die Gaswaschflüssigkeit
nicht aus der neuartigen Sicherheits-Gaswaschflasche gesogen werden. Somit kann die
Waschflüssigkeit nicht in die Gaszuführungsleitung oder in den Gaszylinder gelangen, und eine Berührung
mit den Verbindungsschläuchen ist auch ausgeschlossen. Im übrigen kann nötigenfalls durch Begasen
des Labyrinth-Spritzschutzes 14 am eingebauten Auffanggefäß 13 des Druckausgleichsrohres 12 mit
Inertgas das Eindringen von Luft bei Unterdruck verhindert werden. Sobald die Druckdifferenz via
Druckausgleichsrohr wieder ausgeglichen ist, fließt die Gaswasch- bzw. Sperrflüssigkeit des Druckausgleichsrohres
vom kolbenförmigen Auffanggefäß wieder vollständig in die Sicherheits-Gaswaschflasche
zurück.
Die Sicherheits-Gaswaschflasche kann natürlich in verschiedenen Größen hergestellt und verwendet
werden. Für den universellen Einsatz eignet sich als
ίο zweckmäßigste Größe ein Modell mit einem Außendurchmesser
von etwa 65 mm und einer Gesamthöhe von etwa 600 mm. Die Sicherheits-Gaswaschflasche
ist vorzugsweise aus etwa 2 bis 3 mm starkem Glas gefertigt, kann jedoch auch in Stahl oder anderen
Werkstoffen hergestellt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
- Patentansprüche:1, Sipherheits-Gaswaschflasche mit zwei konzentrischen Gefäßen, von welchen das erste, innere Gefäß oben einen Anschluß für die Gaszuleitung und unten Öffnungen für den Übertritt des Gases in das zweite, äußere Gefäß aufweist, dessen unterer Teil den Raum für die Waschflüssigkeit bildet und welches oben eine Austrittsöffnung für das behandelte Gas aufweist, wobei von knapp oberhalb des Bodens des zweiten Gefäßes ein unten offenes Druckausgleichsrohr konzentrisch durch das erste Gefäß nach oben in ein Auffanggefäß führt, das mit der Außenluft einer Inertgasatmosphäre od. dgl. in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des etsfen Gefäßes (1) zur Bildung einer Vorkammer (6) im Querschnitt, vorzugsweise kugelförmig oder zylindrisch vergrößert ist, und daß das zweite Gefäß (2) von einem dritten Gefäß (11) konzentrisch umgeben ist, wobei dieses dritte Gefäß oben eine Entnahmeöffnung (9) für das behandelte Gas aufweist, trie gegenüber der Austrittsöffnung (10) des zweiten Gefäßes um vorzugsweise etwa 180° (diametral) versetzt ist.
- 2. Sicherheits-üaswaschflasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffanggefäß (13) über ein labyrinthartiges Eilement (14) mit der Außenluft, dem Inertg .s od. dgl. in Verbindung steht.
- 3. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das labyrinthartige Element (14) durch ein konzentrisch von oben in das Auffanggefäß (13) ragendes Rohr (15) und ein dieses Rohr (15) und ein dieses Rohr mit Abstand umgebendes Gefäß (16) gebildet ist, wobei unten das Rohr zum Gefäß und letzteres oben zum Auffanggefäß hin geöffnet ist und vom Gefäßboden ein vorzugsweise syphonartiger Rücklauf (20) in das Auffanggefäß führt.
- 4. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rand des konzentrisch nach unten ragenden Rohres (15) kronenartig geformt und mit den vorspringenden Teilen (17) dieses Randes mit dem Boden des umgebenden Gefäßes (16) verbunden ist, wobei zwischen den Verbindungsstellen Durchflußöffnungen (18) freigelassen sind.
- 5. Sicherheits-Gaswaschflasche nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das effektive Volumen der Vorkammer (6) des ersten, innersten Gefäßes (1) und/oder das effektive Volumen des Auffanggefäßes (13) zumindest doppelt so groß ist als die Menge der im zweiten, mittleren Gefäß (2) eingefüllten Waschflüssigkeit (5), wobei das Betriebsniveau der Waschflüssigkeit im mittleren Gefäß bei etwa 0,2 bis maximal 0,25 der Gesamthöhe dieses Gefäßes liegt und vorzugsweise die Durchmesser des ersten und zweiten Gefäßes in einem Verhältnis von etwa 1 : 3 bis 1 : 1,5, insbesondere 1 :2 zueinander stehen, beim Verhältnis des Durchmessers vom zweiten Gefäß zur Höhe dieses Gefäßes von etwa 1:5 bis 1 : 15, insbesondre 1 r K).
- 6. Sicherheits-Gaswaschflasche nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite, mittlere Gefäß (2) von etwa 0,25 bis 0,8, vorzugsweise von etwa 0,5 bis 0,75 seiner lichten Höhe im Querschnitt verengt ist.
- 7. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der verengte Querschnitt (23) zumindest so groß ist wie der Querschnitt der Entnahmeöffnung (9), vorzugsweise etwa doppelt so groß als dieser,
- 8. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der beiden koaxialen Innenwandflächen des verengten Querschnittbereichs (23) rauh ist.
- 9. Sicherheits-Gaswaschflasche nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (8) des mittleren Gefäßes (2) knapp unterhalb ihrer oberen öffnung (10) eine flanschartig nach innen vorspringende Ringschulter (24) aufweist.
- 10. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche der Ringschulter (24) etwa senkrecht und die obere Fläche schräg auf der Gefäßwand steht.
- I!. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (10) in der oberen Fläche der Ringschulter (24), knapp an der Gefäßwand angeordnet ist.
- 12. Sicherheits-Gaswaschflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (10) des mittleren Gefäßes (2) durch mehrere in einer oder mehreren Horizontalebenen ringförmig nebeneinanderliegende öffnung kleineren Querschnitts ersetzt »st.
- 13. Sicherheits-Gaswaschflasche nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an das labyrinthartige Element (14) ein GcgenJruckventil mit einer Brechplatte (26) angeschlossen ist.
- 14. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb der Brechplatte (26) liegende Kammer (27) einen Anschluß (36) für Druckgas aufweist, und vorzugsweise mit Glaswolle od. dgl. gefüllt ist.
- 15. Sicherheits-Gaswaschflasche nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Blechplatte (26) liegende Kammer (28; mit Glaswolle od. dgl. gefüllt ist und über eir Drosselelement (30) mit der Außenluft in Ver bindung steht.
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- 1965-09-17 GB GB39851/65A patent/GB1086828A/en not_active Expired
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |