DE159749C - - Google Patents

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DE159749C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gemäß. Patent 147968 wird die in den meisten vegetabilischen Nahrungsstoffen enthaltene assimilierbare organische Phosphorverbindung aus den vegetabilischen Stoffen durch Mineralsäuren extrahiert.
In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, daß die Aufschließung der organischen Phosphorverbindung bezw. deren Extraktion außer mit verdünnten
ίο Mineralsäuren auch mit gewissen organischen Säuren bewirkt werden kann.
Schon früher (s. Winterstein, Ber. d. D. ehem. Ges. XXX, 1897, S. 2300) wurde versucht, die organische Phosphorverbindung unter Verwendung von Essigsäure zu extrahieren. Wie aus dieser Veröffentlichung aber deutlich hervorgeht, liefert die Extraktion mit Essigsäure durchaus ungenügende Ergebnisse. Tatsächlich ist diese Arbeitsweise auch sowohl hinsichtlich der erhaltenen Ausbeuten als auch der Reinheit des Produktes technisch wertlos, da die Extraktionswirkung der Essigsäure in der für die Extraktion in Frage kommenden Verdünnung (Normal- bis Doppelnormallösung) nahezu gleich Null ist. Versucht man die Wirkung der Essigsäure dadurch zu verstärken, daß man konzentriertere Essigsäure, z. B. drei-, vier- oder fünffach normal, anwendet, so wird die Extraktionswirkung in bezug auf die organische Phosphorverbindung allerdings etwas, aber unwesentlich erhöht, gleichzeitig werden aber auch eine Menge anderer in den betreffenden Rohmaterialien vorhandener Stoffe extrahiert, welche die nachfolgende Isolierung und Reinigung der phosphororganischen Verbindung zu einer technischen Unmöglichkeit gestalten.
Ganz im Gegensatz zu diesem ungünstigen Verhalten der Essigsäure wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß gewisse andere organische Säuren, nämlich solche, die bereits als Normallösungen auf Kongopapier mineralsauer reagieren, wie z. B. Ameisensäure, Chloressigsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Zitronensäure, sowie Sulfosäuren der Benzol- und Näphtalinreihe, sich in vorzüglicher Weise zur Extraktion der organischen Phosphorverbindung eignen. Die hierbei erzielten Ergebnisse sind betreffs Ausbeute nicht nur gegenüber dem mittels Essigsäureextraktion erreichten unvergleichlich besser, sondern kommen sogar den gemäß Patent 147968 unter Verwendung von Mineralsäuren erhältlichen Resultaten gleich.
Bei der Extraktion verfährt man in ähnlicher Weise wie im Beispiel des Hauptpatentes 147968, nur mit dem Unterschied, daß man hier die dort angewendete Mineralsäure durch eine organische Säure der oben gekennzeichneten Art ersetzt. Behufs vollständiger Aufschließung der in den Samen oder Öl-
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kuchen befindlichen wasserunlöslichen Salze der phosphororganischen Säure genügt es, die genannten organischen Säuren in Form einer Normal- bis Doppelnormallösung anzuwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung der organisehen, in den meisten vegetabilischen Nahrungsstoffen enthaltenen assimilierbaren Phosphorverbindung, darin bestehend, daß man die Extraktion statt mit Mineralsäuren, wie in dem Patent 147968 angegeben, mit solchen organischen Säuren ausführt, welche bereits als Normallösung auf Kongopapier mineralsauer reagieren, wie ■ z. B. Zitronensäure, Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure sowie Sulfosäuren der Benzol- und Naphtalinreihe.
    Berlin. Gedrückt in Der reichsdruCkereL
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