DE15880C - Apparat zur chemischen und mechanischen Reinigung des Wassers - Google Patents
Apparat zur chemischen und mechanischen Reinigung des WassersInfo
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- DE15880C DE15880C DENDAT15880D DE15880DA DE15880C DE 15880 C DE15880 C DE 15880C DE NDAT15880 D DENDAT15880 D DE NDAT15880D DE 15880D A DE15880D A DE 15880DA DE 15880 C DE15880 C DE 15880C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/01—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation using flocculating agents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/003—Sedimentation tanks provided with a plurality of compartments separated by a partition wall
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/02—Settling tanks with single outlets for the separated liquid
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/24—Feed or discharge mechanisms for settling tanks
- B01D21/2444—Discharge mechanisms for the classified liquid
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
I.
Bei der Beschreibung der Erfindung, welche uns unter No. 12496 patentirt ist, befinden
sich Apparate zur Mischung des Wassers mit den Fällungsmitteln und zur Trennung von
Niederschlägen und sonstigen mechanischen Verunreinigungen des Wassers durch Absetzen
bei continuirlichem Betrieb und solche bei nicht continuirlichem Betrieb, welche gesondert in
Anwendung kommen.
Der gezeichnete Apparat, Fig. 1, 2 und 3, stellt eine Verbindung beider Arten dar, indem
in demselben sowohl in continuirlichem wie in unterbrochenem Strom (in der Ruhe) ein Absetzen
stattfindet. Es tritt bei demselben das zu klärende Wasser durch das Mischrohr A ein
und mischt sich hier mit der Lösung der Fällungsmittel, welche bei B eintreten. Dieses
Rohr A entspricht dem in dem oben genannten Patent No. 12496 gezeichneten Mischrohr. Das
mit den Fällungsmitteln gemischte Wasser tritt in das Absetzgefäfs I ein und steigt in demselben
auf, um oben durch das Rohr D auszutreten. Die in P. R. No. 12496 angegebene
Scheidewand C ist hier fortgelassen, kann indefs gleichfalls angebracht werden.
Unten auf dem Boden des Gefäfses befinden sich die Klappen E E1, welche den analogen
Klappen des genannten Haupt-Patents entsprechen. Dieselben sind indefs insofern anders
angeordnet, als ihr Drehpunkt nicht in der Mitte, sondern am Rand liegt. Selbstverständlich
kann der Drehpunkt auch, wie im Haupt-Patent angegeben ist, in der Mitte liegen.
Unter dem Gefäfs befindet sich der Ablafsstutzen F mit Hahn; durch diesen läfst man
den Schlamm abblasen, nachdem die Klappen EE1 horizontal gestellt sind, während sie beim
gewöhnlichen Betrieb aufrecht stehen, wie auch in der Zeichnung angedeutet ist.
Das zum Theil bereits geklärte Wasser tritt durch das Rohr D in das zweite Absetzgefäfs
unten ein.
Das Eintrittsrohr krümmt sich nach oben; es befindet sich über demselben ein Vertheilungsstück
G, welches bewirkt, dafs der Strom des Wassers sich theilt, und ein Niedersinken der
Niederschläge in das Eintrittsrohr während der Ruhepausen nicht stattfindet. Das Wasser steigt
in diesem Gefäfs gleichfalls nach oben, um wieder durch das Rohr D1 in das Absetzgefäfs
III geführt zu werden. Das Wasser tritt dann in das Absetzgefäfs IV unten ein und
oben aus. Hier wiederholt sich dasselbe, und schliefslich tritt das geklärte Wasser bei D 3
aus, um nach dem Umschalteapparat H geleitet zu werden.
Es sind hier vier hinter einander liegende Absetzgefäfse gezeichnet, die Zahl ist indefs
unwesentlich; es können auch mehr oder weniger sein. In der Zeichnung ist ein quadratischer
Querschnitt gezeichnet; es kann natürlich auch ein runder oder anders geformter sein.
Unmittelbar neben dieser Reihe von Gefäfsen befindet sich eine zweite Reihe, bei denen in
gleicher Weise das zu reinigende Wasser sich mit dem Fällungsmittel mischt und das Absetzen
genau in der oben beschriebenen Weise erfolgt. Der Austritt erfolgt durch D 7.
Die Rohre D3 und D1 vereinigen sich in einem
Umschalteapparat H und werden von hier nach dem gemeinschaftlichen Abflufsrohr J geführt,
welches das Wasser schliefslich zur Verbrauchsstelle leitet.
Der Umschalteapparat besteht aus einer Ventil-, Schieber- oder Kolbensteuerung, welche
gestattet, dafs entweder das Wasser aus den beiden Apparatreihen zugleich in das Rohr J
eintritt, oder dafs wechselnd das Wasser aus der einen oder der anderen Apparatreihe nach_/
strömt. Tritt ein derartiger Wechselbetrieb ein, so findet, während die eine Reihe von J
abgeschlossen ist, in den fraglichen Apparaten vollständige Ruhe statt, und das Absetzen geschieht
alsdann vollkommener und schneller als im continuirlichen Strom. Wendet man nur je
ein Absetzgefäfs an, so befinden sich an demselben das Misch- und Eintrittsrohr unten und
der Schaltapparat oben an demselben.
Es ist in der Zeichnung eine selbsttätige Umschaltevorrichtung angedeutet. Diese Umschaltevorrichtung
ist so eingerichtet, dafs nach einer bestimmten Zahl von Hüben der Pumpen Umsteuerung eintritt. Selbstverständlich kann
statt dieser selbstthätigen Umschaltung auch eine solche mittelst Hand angewendet werden.
II.
Die Proben des gereinigten Wassers behufs Controlirung des Reinigungsverfahrens wurden
bisher in gewöhnliche Gläser mit der Hand gefüllt und dort mit Reagentien versetzt, um die
Wirkung der letzteren zu beobachten. Da dieses Nehmen von Proben erfahrungsmäfsig
von den Maschinisten häufig unterlassen wird, und die Betriebsleiter oft keine Zeit haben,
dies selbst zu thun, so unterbleibt es ganz.
Der in Fig. 4 und 5 gezeichnete Probirapparat besteht aus einem oder mehreren (in
der Zeichnung sind drei angenommen) Glasröhren A, welche in der Weise, wie das bei
den Wasserstandsgläsern der Dampfkessel üblich ist, in Hahnköpfen eingespannt sind. Dieselben
haben am oberen Ende ein kleineres Rohr mit Niederschraubhahn B, welcher tropfenweise
Reagentien aus einem darüberliegenden Behälter oder aus der Druckleitung der Fällungsmittel
zutreten läfst. Das dritte Glas dient in vorliegendem Falle nur dazu, um die Klarheit des
Wassers an sich zu prüfen; hier werden deshalb Reagentien nicht zugesetzt, und ein Theil des
gereinigten Wassers strömt nur durch das Glas. Bei den beiden anderen Gläsern tritt die zur
Probenahme benutzte Mischung von Wasser und Fällungsmitteln durch einen unteren Hahn
tropfenweise aus. Auch hier mufs die Flüssigkeit klar bleiben, wenn die Wasserreinigimg
eine vollständige war. Wendet man beispielsweise in dem einen dieser Probirgläser' Soda
an, und entsteht kein Niederschlag, so ist das ein Beweis, dafs Soda in genügender
Menge zugesetzt war. Wird in dem anderen Glas oxalsaures Ammoniak zugesetzt, und bleibt
das Wasser ungetrübt, so beweist dies, dafs aller Kalk ausgefällt war.
Claims (3)
1. die nahe dem Boden der Gefäfse befindlichen Mischrohre A aus je einem gemeinsamen
Druckrohr für das zu reinigende Wasser und für die Lösungen der Fällungsmittel gespeist werden; ferner gleichzeitig
2. die Austrittsrohre DO1 etc. für das gereinigte
Wasser mit einem gemeinsamen Abflufsrohr J in der Weise verbunden sind, dafs das Wasser durch einen Umschalteapparat
H entweder gleichzeitig oder wechselnd aus beiden Gefäfsen bezw. Gefäfsreihen
eintreten kann, und
3. Einrichtung des Unischalteapparats H in der Weise, dafs nach einer bestimmten Anzahl
von Hüben der Pumpe, welche das zu reinigende Wasser fördert, eine Umsteuerung
eintritt, und dadurch das Gefäfs (die Gefäfsreihe), welche bisher mit dem Abflufsrohr J
communicirte, von diesem selbstthätig abgesperrt, und dagegen das andere Gefäfs (die andere Gefäfsreihe) mit ihm in Verbindung
gebracht wird.
II. Die Anbringung einer oder mehrerer Probirapparate, welche aus einem zwischen zwei
Hahnköpfen befindlichen Glasrohr und einem an dem einen Hahnkopf befindlichen Eintrittshahn für Reagentien bestehen, und welche so
eingerichtet sind, dafs das zu probirende Wasser sich in dem einen Hahnkopf mit den Reagentien
mischt, dann bei ganz langsamem Durchfliefsen durch das Glasrohr die Reaction zeigt und durch
den anderen Hahnkopf abfliefst.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7343T | 1893-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15880C true DE15880C (de) |
Family
ID=4193938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15880D Active DE15880C (de) | 1893-09-25 | Apparat zur chemischen und mechanischen Reinigung des Wassers |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH7343A (de) |
| DE (1) | DE15880C (de) |
-
0
- DE DENDAT15880D patent/DE15880C/de active Active
-
1893
- 1893-09-25 CH CH7343A patent/CH7343A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH7343A (de) | 1894-03-15 |
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