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Niveau-Meßeinrichtung für Waschmaschinen Die Erfindung bezieht sich
auf eine Niveau-Meßeinrichtung für Waschmaschinen mit einem mit Elektroden versehenen,
oben offenen Steigbehälter, der mit dem Waschbehälter über eine unten anschließende
Zeitung verbunden und mit einer Klarwasserzuleitung versehen ist-.-Eine derartige
Meßeinrichtungrermittelt den Widerstand zwischen je einer Meßelektrode und einer
Gegenelektrode. Wenn beide Elektroden durch die Flüssigkeit bedeckt sind,, ergibt
sich ein niedrigerer Widerstand als bei unbedeckten Elektroden: Allerdings muß man
mit ziemlichen Widerstandsschwankungen rechnen. Beispielsweise beträgt der Widerstand
zwischen den Elektroden ! bei Verwendung von Seifenwasser lediglich 200 bis
300 Ohm, -bei er bei Verwendung von. klarem Wasser bis zu zwölf Kiloohm ansteigen
kann. Wenn sich kein Wasser zwischen den Elektrodenbefindet, rechnet man-mit einem
Widerstand in der Größenordnung von ein Megohmdieser kann jedoch bis auf 12,5-Kiloohm
abfallen, wenn sich die Stegbehälterwand mit einem Seifenfilm überzieht: Dieser
Widerstandswert ist somit fast gleich demjenigen bei mit
schlecht
leitendem Wasser gefüllter Maschine.. Das bringt Schwierigkeiten bei der Auslegung
der Überwachungseinrichtung.
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Man hat daher versucht, die .Bildung eines Seifenfilms in dem Steigbehälter
zu verhindern, indem man am Boden dieses Behälters eine Klarwasserzuleitung münden
ließ. Auf diese Weise sollte. bei jedem Füllvorgang der Steigbehälter nur- mit Klarwasser
gefüllt werden. Außerdem sollte das Eindringen von Seifenwasser aus dem Waschbehälter
verhindert werden. Es hat sich jedoch herausge-' stellt., . daB_,hierdurch ._dieBildung
-- einer Seifenhaut nicht verhindert sondern nur verzögert werden konnte.-Der Erfindung
liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Niveau-Meßeinrichtung für Waschmaschinen
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei der mit Sicherheit vermieden ist,
daß sich im Steigbehälter eine das Meßergebnis beeinträchtigende Seifenhaut bildet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Klarwasserzuleitung
unmittelbar in die Anschlußleitung übergeht-und . zusammen. mit wenigstens einem
oberhalb der Ablauf-Rückstauhöhe von ihr abzweigenden Blektrodenraum den Steigbehälter
bildet. Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß beim Entleeren der Waschmaschine
infolge Austauschvorgängen, nicht stationären Strömungsverhältnissen usw. geringe
Teile der Seifenlauge über die Anschlußleitung bis zu einer gewissen Ablauf-Rückstäuhöhe
in den@Steigbehälter gelangen können. Diese Teile der Seifenlauge werden beim anschließenden
Zulauf' von Klarwasser am Boden des Steigbehälters bis in dessen Elektrodenbereich
getrieben. Auch bei - nur geringfügigen Ablagerungen ergibt sich dann nach einer
gewissen Zahl von Waschvorgängen eine erhebliche Widerstandsverminderung zwischen
den Elektroden bei abgelassenem Wasser. Wenn jedoch die Klarwasserzuleitung unmittelbar
in die.Anschlußleitung übergeht und.ein Blektrodenraum Brat oberhalb der Ablauf-Rüokstäuhöhe
von
ihr abzweigt, ist,schergestellt, daß in den El.ektrodenraum überhaupt keine Seifenlauge
gelangen kann und daß die im untersten Teil der Klarwasserzuleitung sich möglicherweise
befindende Seifenlauge bei jedem Füllvorgang vollständig in den Waschbehälter zurückgedrückt
wird: Obwohl die Klarwasserzuleitung einen Teil des Steigbehälters bildet, besteht
dennoch keine Gefahr, daß die Elektroden bereits .vom zulaufenden Klarwasser benetzt
werden und ein Signal abgeben, weil sie sich außerhalb der Klarwasserzuleitung befinden.
In .diesem Zusammenhang ist es sehr empfehlenswert, daß Klar- |
wasserzule.itung und Elektrodenraum a der Abzweigstel e n ch |
obenen offenen, spitzen Winkel miteinander bilden. Hierdurch ist mit einer allen
praktischen Erfordernissen genügenden Sicherheit gewährleistet, daß die Elektroden
nicht durch das zulaufende Wasser benetzt werden, sondern nur dann, wenn das Flüssigkeitsni'veau
entsprechend hoch gestiegen ist. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel zweigen
übereinander mehrere Blektrodenräume mit
Je einer Elektrode von der Klarwasserzuleitung
ab. Diese übereinander abzweigenden Elektroden= räume können mit einer gemeinsamen
Entlüftungsleitung versehen sein . Bei dieser Ausgestaltung sind die einzelnen Elektroden,
auch wenn sie nur geringen Höhenabstand voneinander haben, gut voneinander getrennt.
Außerdem lassen sich sehr kleine Elektrodenräume vorsehen, in denen Niveauschwankungen
kaum: auftreten . können.
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Eine sehr stabile und für@die Praxis gut geeignete Konstruktion ist
gekennzeichnet durch zwei parallel zueinander angeordnete Rohre, die durch schräg
stehende, je eine Elektrode aufweisende, untereinander ebenfalls parallele Rohrabschnitte
miteinander verbunden sind. Die beiden parallelen Rohre bilden die Klarwasserzuleitung
und die Entlüftungsleitung. Dieses Gebilde
kann aus relativ dünnen
Rohren aufgebaut sein und besitzt wegen der mehrfachen gegenseitigen Verbindung
dennoch eine große Steifigkeit. Es kann parallel zu einer Seitenwand des Waschbehälters
angeordnet werden und nimmt_wenig Platz ein. Wegen der " Schrägneigung der Rohrabschnitte
können die Elektroden, die innerhalb einer begrenzten Niveaudifferenz ansprechen
solleng dennoch-eine recht große Oberfläche erhalten.
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Eine besonders einfache Herstellung ergibt sich, wenn die Rohrabschnitte
aus zwei Kunatstoffhalbschalen zusammengesetzt sind. Hierbei können die Elektroden
in die Halbschalen mit eingepreßt werden.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in,der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 in schematischer Darstellung
eine erfindungegemäße . Niveau-Meßeinrichtung in Verbindung mit einem Waschbehälter
und Fig. 2 einen horizontalen Schnitt längs der Linie A -A in - Fig. 1. " Ein Waschbehälter
1 wird in üblicher Weise über einen Wasseranschluß 2, ein Magnetventil 3 und eine
Zulaufl.eitung 4, in die wahlwehe ein Behälter 5 mit Wasch- oder Spülmittel eingeschaltet
werden kann, mit Wasser versorgt. Alm unteren Ende befindet eich ein Wasserablauf
6,. der zu einer Entleerungäpumpe führt. Neben dem Waschbehälter 1 -ist e.n Steigbehälter
7 einer Niveau-Meßeinrichtung vorgesehen.
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Hinter dem Magnetventil 3 zweigt von der Hauptzuleitung 4 eine Klarwasserzuleitung
8 ab. Diese bildet einen Teil des Steigbehälters
7 und geht an
ihrem unteren Ende 9 unmittelbar in . eine_Verbindungsleitung 10 zwischen Steigbehälter
7 und Waschbehälter 1 über. Von der Klarwasserzuleitung 8: zweigen insgesamt - fünf
schräg nach oben gerichtete Rohrabschnitte 11, 12, 13, 14 und 15 ab, die je eine
Elektrode 16, 17 18, 19 und 20 aufweisen. Die Rohrabschnitte 11-15 bilden demnach
Elektrodenräume. Sie sind an ihrem oberen Ende über eine gemeinsame Entlüftungsleitung
21 miteinander verbunden.
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Der Steigbehälter 7 besteht aus zwei Halbschalen 22 und 23, die so:
geformt sind, daß sie zwischen sich die Klarwasserzuleitung 8, die schrägstehenden
Rohrabschnitte 11-15 und die Entlüftungsleitung.21 bilden. sowie die Elektroden
16-20 zwischen sich festhalten:. Das obere und untere Ende dieses Steigbehälters
kann mittels Gummimuffen mit der Hauptzuleitung 4 bzw. der Anschlußleitung 10 verbunden
werden. Die Elektroden sind mit einem nicht veranschaulichten Steuergerät verbunden:
Als Gegenelektrode dient der Waschbehälter selbst. Die unterste Elektrode 16 dient
dem Troekengehschutz, die darüber befindliche Elektrode 1.7 bestimmt den Flüssigkeitsstand
zum Feuchten, die Elektrode 18 das Waschniveau und die Elektrode 19 das Spülniveau.
Die Elektrode 20 ist mit der Überlaufsicherung verbunden.. In der Zeichnung ist@das
niedrigste Arbeitsniveau 24
(Feuchten) eingezeichnet. Sobald der Flüssigkeitsstand
das durch die Elektrode bestimmte Niveau erreicht hat, wird vom Steuergerät her
das Magnetventil 3 abgeschaltet und der Flüssigkeitszulauf unterbrochen.
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:Beim Entleeren wird der Flüssigkeitsinhalt des Waschbehälters-1 und
der Steigbehälters, 7 über die Zeitung 6 von der Pumpe algesaugt: Infolge verschiedener
Umstände ist damit zu: rechnen, daß Flüssigkeit aus dem Waschbehälter 1,. zum Beispiel
auch Seifenlauge, bis zu einer Ablauf-Rüokstauhöhe 25 in den Steigbehälter 7 eindringt.
Wegen der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
kann dort aber die Seifenlauge
nicht stören.. Sie befindet sich nur in demjenigen Teil des Steigbehälters,-der
durch die Klar-Wasserleitung gebildet wird. Beim erneuten Füllen des Waschbehälters.l
wird@daher diese Seifenlauge vollständig in den Waschbehälter 1 zurückgedrückt..
Ein Hochdrücken in den Steigbehälter ist ausgeschlossen. Zu beachten ist ferner,
daß die Elektroden 16-20 gegen das zulaufende Klarwasser geschützt angeordnet sind.
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.Sie können erst dann.e in Signal abgeben, wenn das Flüssigkeitsniveau
bis in ihre Höhe gestiegen ist.
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Selbstverständlich ist es auch möglich, daß mehrere Elektroden in
einem gemeinsamen Blektrodenraum angeordnet sind. Auch genügt es in manchen Fällen,
die Elektroden. lediglich in Ausbauchungen der Klarwasserzuleitung 8 anzuordnen.-