DE15757C - Verfahren zur Darstellung von arsen- und seelenfreier Schwefelsäure aus den Soda-Rückständen des LEBLANC-Verfahrens mit Hülfe von Kiesabbränden - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von arsen- und seelenfreier Schwefelsäure aus den Soda-Rückständen des LEBLANC-Verfahrens mit Hülfe von Kiesabbränden

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DE15757C
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Germany
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sulfuric acid
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DENDAT15757D
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H. BORNTRAEGER in Würzburg, Katharinengasse 11
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren beruht auf Auslaugung des in den Sodarückständen des Leb lan c-Verfahrens enthaltenen Schwefelwasserstoff-Schwefelcalciums unter Druck und der Absorption des auf diese Art gelösten Schwefels durch das Eisenoxyd der Kiesabbrände, wodurch Schwefeleisen gebildet wird, welches durch Abrösten in reine schweflige Säure und Eisenoxyd zerfällt.
Zur Ausführung des Verfahrens wird folgender Apparat benutzt:
Durch das Mannloch e wird mit Hülfe des Trichters J alter oder frischer Sodarückstand, wie ihn das L eb 1 anc-Verfahren liefert, in das Druckfilter A eingefüllt, so dafs dieses bis zu einem Drittel der Höhe damit angefüllt ist. Der Sodarückstand ruht alsdann auf dem Siebboden f, welcher mit einem starken Filtrirtuche bedeckt ist. Das Druckfilter wird sodann durch den Hahn des Wasserrohres α zu zwei Drittel der Höhe mit Wasser gefüllt, während welcher Operation alle übrigen Hähne des Apparates zu schliefsen sind. Nach der Füllung wird das Mannloch e geschlossen und durch den Hahn des Rohres b der volle Dampfdruck eines Kessels auf den Inhalt des Druckfilters ausgeübt. Zeigt das Manometer c 5 bis 6 Atmosphären Druck an, so öffnet man den Hahn des Rohres g und läfst die gelbe Schwefellauge in das Reservoir B einfliefsen, wo dieselbe mit gemahlenen Kiesabbränden, die etwas mit Wasser angefeuchtet sind, mittelst des Rührwerkes H gemischt wird. Das Rührwerk H wird durch die Transmission h in Bewegung erhalten. Man läfst so lange Lauge in B einfliefsen, bis eine filtrirte Probe der Mischung gelb gefärbt ist, also die Absorption beendet ist. Ist dies der Fall, so öffnet man den Hahn am Reservoir B und läfst nach Abstellen des Hahnes des Rohres g den schwarzen Schlamm durch die Hähne des Rohres i in die Trichter CDEF einfliefsen, welche am Boden durchlöchert und mit einem Tuche bedeckt sind,, um die Masse abtropfen zu lassen. Nach erfolgter Abtropfung kippt man die Trichter mittelst der Kippvorrichtung L um, wodurch deren Inhalt in das inzwischen entleerte Reservoir G fällt, von wo er in eine mäfsig warme Etage eines Kiesofens gebracht wird, um dort zuerst getrocknet zu werden. Das anhängende Wasser gelangt so als Dampf in die Bleikammern. Ist die Masse trocken, in welchem Zustande sie 15 bis 20 pCt. Schwefel enthält, so stöfst man sie in eine heifse Etage, wo sie in ein bis zwei Stunden völlig abbrennt und den Bleikammern arsen- und selenfreie schweflige Säure zuführt. Die abgeröstete Masse kann sofort wieder in das Reservoir B zurückgebracht werden, um neuen Schwefel zu absorbiren. Die Apparate sind von Eisen construirt.
Ist der Sodarückstand in A angelangt, so schliefst man den Hahn des Rohres g, entlastet durch Oeffhen des Hahnes am Rohr K nach Abstellung des Dampfes den Apparat und ent-
ferrit, wenn das Manometer c auf ο steht, durch das Mannloch d den ausgelaugten Sodarückstand.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von arsen- und selenfreier Schwefelsäure aus den Sodarückständen des Leblanc-Verfahrens durch Auslaugen der Rückstände mit Wasser unter Druck, Zusammenrühren der Lauge mit gemahlenen Kiesabbränden und Abfiltriren, Trocknen und Rösten des so gebildeten Schlammes.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKERF.T.
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