DE155668C - - Google Patents
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- DE155668C DE155668C DENDAT155668D DE155668DA DE155668C DE 155668 C DE155668 C DE 155668C DE NDAT155668 D DENDAT155668 D DE NDAT155668D DE 155668D A DE155668D A DE 155668DA DE 155668 C DE155668 C DE 155668C
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- bolt
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B39/00—Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking
- E05B39/02—Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking with destructible seal closures or paper closures
Landscapes
- Eyeglasses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
JVi 15.5668 KLASSE 68 a.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verschluß, der zum Verschließen aller
Arten von Koffern, Felleisen, Taschen mit Eisenbeschlägen und anderen Gegenständen
mit Deckeln oder Türen, deren Teile miteinander durch Ringnägel oder ösen vereinigt
werden, bestimmt ist.
Die Erfindung bezweckt, eine Verschlußvorrichtung zu schaffen, welche es gestattet,
ίο bevor man einen Gegenstand, den man zu
empfangen oder zu überwachen hat, abnimmt, sich durch einen kurzen Blick zu überzeugen,
ob er nicht seines Inhaltes beraubt ist. Andererseits gestattet die Erfindung, beliebige Gegenstände
mit einem Vorhängeschloß zu verschließen und jeden Versuch betrügerischer Öffnung zu entdecken.
Die Erfindung stellt eine Art Vorhängeschloß dar, dessen Bügel, der dazu dient, die
beiden Teile zu vereinigen, zusammenzubringen und zu verschließen, aus einer Metallplatte
besteht. Diese besitzt Federkraft oder ist in Scharnieren beweglich, und ihr freies Ende
kann in den Querschnitt eines Ringes ein-
a5 geführt werden, in welchem ein Riegel auf
einem Zapfen drehbar gelagert ist und den federnden oder angelenkten Bügel im geschlossenen
Zustande sichert.
Das Festhalten dieses Drehriegels bei verschlossenem Zustande des Bügels wird dadurch
bewirkt, daß man in den Ring, in welchem dieser Riegel gelagert ist, eine gewisse
Menge Siegellack hineinbringt, welches den Abdruck des Siegels des Eigentümers erhält,
so daß, um die Öffnung des Vorhängeschlosses zu bewirken, der Drehriegel nicht
geöffnet werden kann,· ohne dieses Siegel zu verletzen. Um jeden Öffnungsversuch nach
Entfernen des Siegels durch betrügerische
Maßnahme zu verhindern, etwa derart, daß man das Siegel unbeschädigt läßt, um es
wieder in den Ring hineinzubringen, in welchem sich der Riegel für den Verschlußbügel
des Vorhängeschlosses befindet, ist dieses Vorhängeschloß durch eine Kontrollvorrichtung
vervollständigt. Diese enthält einen beweglichen Rahmen, der mit einer Glaslinse
oder einer Glasplatte versehen ist, hinter welche sich ein gummierter Zettel anlegt, der das
Gepräge des Siegels, eines nassen Stempels oder irgend ein Warenzeichen wiedergibt.
Außerdem ist auf der Achse des Riegels für den Bügel eine Nase angebracht, welche
während der Drehung des Riegels einen Hebel in Drehung versetzt, der der Einwirkung
einer Feder unterworfen ist und , mehrere Spitzen trägt, um den gummierten Zettel bei
der Ausführungv der Drehung des Riegels,
durch welche die Öffnung des Vorlegeschlosses bewirkt wird, zu zerreißen.
Die beiliegende Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes
der Erfindung dar. Fig. 1 ist eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Innenansicht, Fig. 3 ein
Schnitt nach a-b der Fig. 2. Fig. 4 ist eine Rückansicht des Kastens, welcher die Schließteile
enthält.
Wie die Zeichnung zeigt, besteht das Schloß aus einem Kasten 1, in welchem bei 2 ein
plattenförmiger Bügel 3 befestigt ist. Dieser federt oder sitzt auf einem Scharnier und
bildet eine Schleife 4, welche dazu bestimmt ist, in Ösen oder Ringnägel der beiden zusammenzufügenden
Teile eingeführt zu werden. Der federnde Bügel 3 kann mit seinem Ende 5 in einen Querschnitt eines auf der
vorderen Oberfläche des Schloßkastens angebrachten Ringes 6 eingeführt werden. In
diesem Ringe kann sich ein Riegel 7 drehen, welcher, sobald er in die durch die Fig. 1
dargestellte Lage gebracht ist, das Ende der federnden Platte 3 unter sich festhalten kann.
Der Ring 6, welcher einen kleinen, erhöhten Rand auf der vorderen Oberfläche des
Kastens 1 bildet, ist dazu bestimmt, den Siegellack aufzunehmen, der den Riegel 7
bedeckt und das Gepräge des Siegels des Eigentümers trägt. Der Riegel 7 sitzt auf
einer Achse 8, die in einer an der Hinterwand des Kastens 1 vorgesehenen Öffnung
in ein Vierkant oder irgendwelchen Dorn . endigt, auf den man einen Schlüssel aufstecken
kann, um den Riegel 7 in Drehung zu versetzen.
Das Öffnen kann also nur geschehen unter der Bedingung, daß der Riegel 7 gedreht
wird. Diese Drehung hat notwendigerweise das Zerbrechen des Gepräges des Siegellackes,
welcher in dem Ring 6 auf den Riegel 7 gebracht ist, zur Folge. Da es jedoch vorkommen
kann, daß es einem gelingt, das Siegel, welches in dem Ringe 6 enthalten ist,
zu entfernen und dabei das Gepräge vollkommen unbeschädigt zu erhalten, so daß es
nach Öffnung des zu verschließenden Gegenstandes wieder dorthin zurückgebracht werden
könnte, ist das Schloß in der nachfolgend beschriebenen Weise vervollständigt.
Vorn auf dem Kasten -i ist ein kleiner
Rahmen 10 angebracht, der sich um 11 am Rande des Kastens 1 dreht und der, wenn
er auf dem Kasten umgeklappt ist, sich an der dem Scharnier 11 entgegengesetzten Seite
unter den Bügel 3 legen kann, welcher den Rahmen 10 in diesem Falle auf der vorderen
Fläche des Schlosses aufgelegt festhält. Dieser Rahmen 10 besitzt eine Öffnung 111, welche
beispielsweise durch eine Linse oder eine Glasplatte geschlossen ist. Wenn das Schloß
geöffnet ist, d. h. wenn der Riegel 7 das freie Ende des Bügels 3 freigibt, so daß
dieser infolgedessen abgehoben werden kann, so kann der Rahmen 10 von der Oberfläche
des Kastens ebenfalls hinweggedreht werden, so daß man hinter die Linse einen gummierten
Zettel kleben kann, der einen Stempel oder irgend ein passendes Zeichen trägt. Dieser
Zettel ist von außen unzugänglich, wenn das Schloß geschlossen ist, da in diesem Falle"
der Rahmen 11 auf der vorderen Fläche des Kastens festgehalten wird durch den Bügel 3,
dessen Ende durch den Riegel 7 festgehalten
5S wird. In dem Kasten 1 ist auf einem
Zapfen 12 ein Hebel 13 angebracht, der unter
der Einwirkung einer Feder 14 steht. Einer der Arme dieses Hebels trägt eine oder
mehrere Spitzen 15, die sich in einer Nut 16
in der vorderen Platte des Kastens 1 hinter dem Rahmen 10 bewegen. Der andere Arm
des Hebels 13 bewegt sich in der Bahn einer Nase 17, die sich auf der Achse 8 des Drehriegels
7 befindet. Wenn der oben erwähnte gummierte Zettel hinter den Rahmen 10 geklebt
ist und man die Drehung des Riegels 7 vornimmt, um den Bügel 3 freizugeben, so wird die Nase 17 eine Bewegung der Spitzen 15
in der Nut 16 veranlassen, sobald sie gegen den Hebel 13 stößt, so daß diese Spitzen den
hinter dem Rahmen 10 angeklebten Zettel zerreißen. Jeder Versuch der Öffnung des
Vorhängeschlosses wird also nicht nur das Zerstören des Siegellackstempels, welcher in
dem Ring 7 enthalten ist, sondern auch ein Zerreißen des als Kontrolle dienenden Zettels
zur Eolge haben.
Man verfügt also über ein doppeltes Prüfungsmittel. Diese beiden Mittel können auch
eventuell durch das Anbringen eines die Adresse des Empfängers oder Eigentümers der Sendung tragenden Zettels auf der hinteren
Fläche des Kastens 1 vervollständigt werden. Dadurch wird das Ende der Achse 9 von
diesem Zettel bedeckt, und man muß notwendigerweise das Papier verletzen, um den
Schlüssel aufzustecken, wenn man die Vorrichtung" öffnen will.
Die ganze Vorrichtung ist absolut hermetisch, und das Zusammenfügen der verschiedenen
Stücke geschieht durch Sicherheitsniete, welche jedes Auseinandernehmen unmöglich
machen.
Claims (2)
1. Ein Kontrollverschluß in Form eines Vorhängeschlosses, gekennzeichnet durch
einen in sich federnden oder am Schloßkasten ι angelenkten Bügel 3, dessen freies
Ende, welches dazu bestimmt ist, in die zu vereinigenden Teile eingeführt zu werden,
unter einen Drehriegel 7 gebracht werden kann, der sich in einem Ringe befindet,
der zur Aufnahme eines Stempels · aus Siegellack zum Bedecken und Festhalten des Riegels in der Schließlage
dient.
2. Eine Ausführungsform des Schlosses nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse des Riegels 7 eine Nase 17 besitzt, die während der Drehung
des beweglichen Riegels auf einen Hebel 13 einwirkt, der mit Spitzen versehen
ist, die in einer Nut des Kastens der Vorrichtung sich bewegen und einen Zettel zerreißen können, der in einem von dem
Bügel 3 des Schlosses geschlossen gehaltenen Rahmen befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE155668C true DE155668C (de) |
Family
ID=422119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT155668D Active DE155668C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE155668C (de) |
-
0
- DE DENDAT155668D patent/DE155668C/de active Active
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