DE155208C - - Google Patents

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DE155208C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02CSHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
    • E02C5/00Mechanisms for lifting ships vertically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Underground Or Underwater Handling Of Building Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schiffshebewerk, bei welchem das Heben und Senken der Schiffsbehälter flaschenzugartig erfolgt. Das Erfinderische der Einrichtung liegt darin, daß die Schiffsbehälter in den Hebeorganen an Stelle und gleich einer Flaschenzugsrolle gelagert sind. Dies bietet den Vorteil,' daß die Schiffsbehälter nahezu auf die gleiche Höhe mit den
ίο Aufhänge- und Triebrollen gehoben werden können, wodurch wiederum nur eine \vesentlich geringere Höhe der Stützwerke erforderlich wird.
Ein Hebewerk dieser Art ist in seiner Gesamtanlage in den Fig. 1 bis 4 der Zeichnungen in zwei Ausführungsformen veranschaulicht, und zwar in den Fig. 1 und 2 mit einem Hebebehälter und besonderem Gegengewicht, und in den Fig. 3' und 4 mit zwei sich gegenseitig das Gleichgewicht haltenden Schiffsbehältern. Die Fig. 5 bis 7 zeigen eine besondere Ausführungsform des Schiffsbehälters und Fig. 8 eine Einzelanordnung in größerem Maßstabe.
Auf den Trage- oder Stützwerken α sind an mehreren Stellen große Rollen b angeordnet, über welche die an Stellen c der Stützwerke verankerten Hebeorgane d (Seile, Ketten o. dgl.) geführt werden.
Die zur Naßförderung der Schiffe bestimmten Behälter e und gegebenenfalls das Gegengewicht f sind nicht, wie es sonst bei Hebezeugen üblich ist, an den Hebeorganen d aufgehängt, sondern darin rollend gelagert.
Da bei dieser Anordnung, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, die Schiffsbehälter nahezu auf gleicher Höhe mit den Achsen der Aufhängerollen b liegen, so können letztere sowie die Verankerungsstellen c in wesentlich geringerer Höhe (nach den hier in Betracht kommenden Abmessungen um etwa 6 bis 10 m) angebracht und infolgedessen die Stützwerke entsprechend niedriger gehalten \verden, wie wenn die Schiffsbehälter in der sonst bei Hebezeugen üblichen Weise an den Hebeseilen oder -ketten aufgehängt würden. Hieraus ergibt sich eine bedeutende Kostenersparnis bei der Anlage des Werkes.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß infolge des großen Umfanges der Rollkörper nur eine sehr geringe Biegung der Hebeorgane erfordert wird, so daß sich die Biegungswiderstände auf ein Mindestmaß beschränken, ferner daß bei den zur Anwendung kommenden größeren Hebelkräften auch die Reibungsverluste an den Drehungspunkten sich erheblich vermindern.
Dies bedingt einerseits eine wesentliche Schonung der Hebeorgane und somit eine größere Sicherheit für ihre andauernde Tragfähigkeit, andererseits eine erhebliche Einschränkung des Kraftbedarfs bei dem Betriebe und damit der Betriebskosten, da infolge der Gewichtsausgleichung der auf- und niedergehenden Lasten im wesentlichen nur die geringen Reibungs- und Biegungswiderstände zu überwinden sind.
Als Schiffshebebehälter e ist bei Fig. 1 und 2 eine an beiden Stirnseiten an die Kanalhaltungen ' anzuschließende zylindrische Trommel, wie solche für Schiffshebewerke bereits bekannt geworden sind, angenommen.
Sie wird unmittelbar in den Hebeorganen gelagert und bedarf keiner besonderen Führung. Als Gegengewicht/ ist beispielsweise ebenfalls eine zylindrische, nach Bedarf mit Wasser zu füllende Trommel angenommen, die in der Hauptsache geringeren Querschnitt . hat als der Schiffsbehälter, um Raum für die innenseitigen Ständer des Hauptstützwerkes zu gewinnen. Dagegen ist diese Trommel
ίο an den Stellen der Lagerung in den Hebeorganen mit scheibenförmigen Erweiterungen g versehen, um behufs Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Biegung der Hebeorgane einen annähernd gleich großen Umfang des Rollkörpers wie bei dem Schiffsbehälter zu erhalten.
An Stelle einer solch großen, mit Wasser zu füllenden Trommel können auch Gegengewichte aus Stein, Eisen u. dgl. in Form von großen scheibenförmigen Rollkörpern verwendet werden, die etwa unter sich durch eiserne Stangen u. dgl. verspannt und versteift werden, um einen zusammenhängenden Rollkörper zu schaffen und besondere Führungen gegen das Kippen der einzelnen Gewichte entbehrlich zu machen.
Die Anordnung, bei der das oder die Gegengewichte ebenfalls als Flaschenzugrollen in den wieder nach oben geführten und dort verankerten Hebeorganen gelagert statt unmittelbar an den Enden der letzteren aufgehängt sind, gewährt der letztgedachten Anordnung gegenüber, bei der allerdings nur die Hälfte des Gewichts erforderlich wäre, den wesentlichen Vorteil, daß die Anlage eines besonderen Schachtes für das niedergehende Gewicht, dessen Tiefe ungefähr der Hubhöhe des Schiffsbehälters entsprechen müßte, sich erübrigt.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform des Hebewerkes mit zwei abwechselnd auf- und niedergehenden Schiffsbehältern sind an Stelle rollbarer Trommeln einfache trogförmige Behälter angenommen, welche — da sie in der Größe und Form den im Kanal verkehrenden Schiffen ziemlich genau angepaßt werden können — gegenüber den großen Rolltrommeln mit ihrem erheblichen Eigengewicht und ihrem sehr beträchtlichen überflüssigen Wasserraum eine große Gewichtsersparnis bedingen.
Diese Träger werden, wie insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 ersichtlich, mittels Stützrahmen h und die letzteren umfassenden, infolge der Zwischenlagerung von Rollenoder Kugelkränzen drehbaren Ringen i in den Hebeorganen d gelagert und durch unmittelbar an den Rahmen h oder an hieran befindlichen Armen k angebrachte Führungsrollen / an seitlichen Führungsschienen m gerade geführt und gegen Kippen gesichert.
Fig. 7 (Schnitt A-B von Fig. 5) läßt beispielsweise die Lagerung des Rahmens h in dem drehbaren Ring i mittels Rollen η erkennen.
Die Rollen und gleichzeitig der Ring ■ gegenüber dem Rahmen sind dabei gegen seitliche Verschiebungen durch Winkeleisen 0 und Verdeckplatten ρ gesichert, während die Parallelführung der Rollen durch beiderseits angebrachte Scheibenringe q, in welchen die Achsen der Rollen liegen, bewirkt wird.
Sollte es notwendig sein, einen größeren Raum über dem Wasserspiegel des Schiffsbehälters für Schiffe mit Masten, Aufbauten o. dgl. frei zu lassen, so könnten unter Hinweglassung der im Interesse einer gleichmäßigen Biegung und Beanspruchung der Hebeorgane allerdings sehr wünschenswerten Ringe i und des oberen Teiles der Rahmen h die Hebeorgane unmittelbar über die Rollen η geführt werden, die in diesem Falle natürlich an den Rahmen befestigt und zur sicheren Führung der Hebeorgane mit Ringnuten o. dgl. versehen werden müßten.
Die Schiffströge können mit den Rahmen h fest verbunden werden, wenn nach Hebung oder Senkung des Behälters der Anschluß an die beiderseitigen Kanalhaltungen unmittelbar erfolgen kann. Ist es jedoch geboten, die Kanalhaltungen aus irgend welchen Gründen weiter voneinander entfernt zu halten, als die Länge des Hebebehälters beträgt, so läßt sich folgende, in den Fig. 3, 4, 5 und 7 beispielsweise angedeutete Anordnung treffen.
Die Schiffsbehälter werden in an sich bekannter Weise nicht fest mit den sie stützenden Rahmen verbunden, sondern mit gleichzeitig zur Versteifung der Behälter dienenden Führungsschienen r auf oder zwischen in den Rahmen angeordneten Rollen s gelagert, um in bestimmter Höhe oder Tiefe mittels einer geeigneten Antriebsvorrichtung aus den Rahmen heraus und auf einem anschließenden wagerechten oder geneigten Rollen- oder Schienenweg t bis zur Kanalhaltung weitergeführt werden zu können. Die Behälter werden in diesem Falle während des Hebens und Senkens durch entsprechende Sperrvorrichtungen gegen unbeabsichtigtes Rollen in den Rahmen gesichert.
Im übrigen ließen sich, soweit notwendig, gleich wie bei sonstigen Aufzügen noch Sicherheits-, Fangvorrichtungen o. dgl. anbringen oder Einrichtungen treffen, die in bestimmter Höhe oder Tiefe die Hebebehälter unterstützen und dadurch die Hebeorgane entlasten, ebenso Einrichtungen an den Verankerungsstellen der Hebeorgane, welche die Regelung und die Bewachung der gleichmäßigen Spannung und Beanspruchung der letzteren ermöglichen.
Fig. 8 zeigt eine der Aufhänge- und zugleich Triebrollen b. Die in Ringnuten laufenden Hebeorgane sind, da hierfür beispielsweise Drahtseile angenommen sind, der größeren Adhäsion wegen nicht nur über die Rolle geführt, sondern um sie geschlungen. Die Rolle selbst ist an den seitlichen.Rändern (oder auch in der Mitte) mit einem oder mehreren Zahnkränzen u versehen, in welche
ίο die zweckmäßig von gemeinsamer Stelle ν (Fig. ι bis 4) aus angetriebenen Zahnräder iv
— welche gleich wie die Verankerungsstellen der Hebeorgane in den Fig. 2 und 4 der Deutlichkeit der Zeichnung wegen nicht mit dargestellt sind — eingreifen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Schiffshebewerk, dessen Schiffsbehälter durch Flaschenzüge gehoben und gesenkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise als Rolltrommeln ausgebildeten Schiffsbehälter (e) in den Hebeseilen (d) o. dgl. als Flaschenzugrollen gelagert sind, damit sie nahezu auf die gleiche Höhe mit den Aufhänge- und Triebrollen (b) gehoben werden können.
  2. 2. Schiffshebewerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Rolltrommeln offene trogförmige Behälter o. dgl. verwendet werden, die in den Hebeorganen (d) mittels besonderer, durch seitliche Führungen (I tnj gegen Kippen gesicherter Stützrahmen (h) und diese umfassender, infolge der Zwischenlagerung von Rollen- oder Kugelkränzen drehbarer Ringe (i) gelagert sind.
  3. 3. Schiffshebewerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiffsbehälter (e) .— falls ihre Länge kleiner als der wagerechte Abstand der beiden Kanalhaltungen ist — in an sich bekannter Weise nicht fest mit den sie stützenden Rahmen (h) verbunden sind, sondern mittels Rollen (s) o. dgl. beweglieh in ihnen lagern, damit sie aus den Rahmen heraus- und auf einem anschließenden Rollen- oder Schienenweg (t) bis zur Kanalhaltung fortbewegt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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