DE154765C - - Google Patents
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- DE154765C DE154765C DENDAT154765D DE154765DA DE154765C DE 154765 C DE154765 C DE 154765C DE NDAT154765 D DENDAT154765 D DE NDAT154765D DE 154765D A DE154765D A DE 154765DA DE 154765 C DE154765 C DE 154765C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C5/00—Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
- C21C5/02—Crucible furnace process
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherige Herstellung von Tiegelstahl, d. h. solchem, bei welchem die Rohmaterialien
(Stabeisen, Brucheisen von verschiedenem Kohlenstoffgehalt usw.) in vorher bestimmter
Zusammensetzung in den Tiegel eingebracht werden, besteht im Füllen der Tiegel mit
dem in kleine Stückchen gebrochenen bezw. gekörnten Material (unter Zugabe kohlender,
schlackenbildender und anderer Zuschläge,
ίο wie Ferromangan, Ferrosilicium, Ferrochrom,
Wolfram u. dgl.), Verschließen des Tiegels mit einem Deckel, Anwärmen und Brennen
des gefüllten Tiegels in einem Gasflammofen und Einsetzen der glühenden Tiegel in den
hocherhitzten Schmelzofen, in welchem sie zur Durchführung der chemischen Reaktionen
so lange (etwa 3 Stunden) verbleiben, bis der Stahl sich beruhigt und abgesetzt hat.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Beschickung für jeden Tiegel besonders
zusammengesetzt werden muß, was die Erzielung eines für alle Tiegel gleichmäßigen
Stahles erschwert.
Um diesen Nachteil zu beseitigen und eine gleichmäßige Beschaffenheit der Beschickung
in allen Tiegeln zu erzielen, wird gemäß vorliegender Erfindung die aus Stabeisen, Brucheisen
von verschiedenem Kohlenstoffgehalt usw. zusammengestellte Beschickung im
ganzen für eine Reihe von Tiegeln gleichzeitig vorgeschmolzen.
Dieses Vorschmelzen der Beschickung im ganzen für eine Reihe von Tiegeln hat außerdem
noch den Vorteil, daß das Niederschmelzen der Beschickung in dem Tiegel selbst nicht stattfindet und daß die Tiegel
nur so lange der Erhitzung ausgesetzt werden, als es zur Durchführung der chemischen
Reaktionen, zur Beruhigung und Absetzung des Stahles notwendig ist. Der Tiegel hat
ohnehin eine geringe Lebensdauer (etwa 12 bis 15 Stunden bei starker Erhitzung); das
Schmelzen des Rohmaterials im Tiegel nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch, so daß also
von den etwa 3 Stunden, welche zur Durchführung des ganzen Tiegelprozesses, Schmelzung
mit inbegriffen, benötigt werden, etwa 2 Stunden für die Lebensdauer des Tiegels
gewonnen werden können. Dieser Vorteil wird zwar auch in den Fällen erreicht, in
welchen die Tiegel von einem Konverter oder Herdofen aus beschickt werden; indessen
entzieht sich hierbei die Zusammensetzung der Beschickung der vorherigen Kontrolle,
da das in den Konverter oder Herdofen eingebrachte Material noch Reaktionen durchzumachen hat, während beim Einschmelzen
von Stab-, Brucheisen usw. chemische Reaktionen im wesentlichen nicht eintreten.
Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens
verfährt man wie folgt: Anstatt das Stabeisen, Brucheisen von verschiedenem Kohlenstoffgehalt usw. in kleine Stücke zu
zerschlagen und einen jeden Tiegel damit zu beschicken, werden diese Rohmaterialien in
Blöcken, oder in der Form, in welcher sie
gerade vorhanden sind, in vorher bestimmter Zusammensetzung in einen Schmelzofen von
. , z. B. 5 t Inhalt eingebracht und geschmolzen. Von dem geschmolzenen Material werden
etwa 2 t in die Tiegel abgestochen, so daß also etwa 3 t im Ofen verbleiben, welchen
dann wiederum etwa 2 t, der abgezogenen Menge entsprechend, zugesetzt werden.
Dieser Zusatz schmilzt in dem geschmolzenen Material schnell nieder und mischt sich mit
diesem.
Die mit dem abgestochenen Material gefüllten Tiegel, in welche Zuschläge von
Ferromangan, Kohlenstoffe, Ferrosilicium, Ferrochrom oder Wolfram eingebracht werden
können, werden in den Tiegelofen gebracht und ungefähr 1 Stunde erhitzt, bis
die chemischen Reaktionen sich vollzogen haben und der Stahl sich beruhigt und abgesetzt
hat. Die Tiegel werden dann entleert und ebenso gefüllt wie vorher; das aus dem Schmelzofen abgestochene Rohmaterial wird
dann wieder durch frische Rohmaterialien ergänzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Tiegelstahl unter Einbringung der Beschickung in schmelzflüssigem Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Stabeisen, Brucheisen von verschiedenem Kohlenstoffgehalt usw. zusammengestellte Beschickung im ganzen für eine Reihe von Tiegeln gleichzeitig vorgeschmolzen und noch flüssig in die Tiegel eingebracht wird, zu dem Zwecke, eine gleichmäßige Beschaffenheit der Beschickungen allen Tiegeln zu erzielen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE154765C true DE154765C (de) |
Family
ID=421284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT154765D Active DE154765C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE154765C (de) |
-
0
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