DE1543C - Zurichtungsart des Kratzenleders - Google Patents

Zurichtungsart des Kratzenleders

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DE1543C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/84Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • D01G15/86Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for with flexible non-metallic backing

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

1877.
Klasse 76.
D. UHLHORN in AACHEN. Zurichtungsart des Kratzenleders.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Das Wesentliche dieser Erfindung besteht in der Verwendung eines vom Erfinder zuerst verbesserten Leders zur Herstellung einer, die bislierige an Güte und Haltbarkeit bedeutend übertreffenden Lederkratze.
Diese Verbesserung besteht darin, dafs das Leder auf der Seite, wo der Zahn heraustritt, mit einer Federharzlösung getränkt und durch eine Lage dieses Federharzes mit 'einem starken Gewebe verbunden wird. Hierdurch werden die nachfolgenden Vortheile der gewöhnlichen bisher gebräuchlichen Lederkratze gegenüber erreicht.
1. Unbedingte Sicherheit, dafs die Leimstellen (die Verbindungsstellen der Lederstücke) bei festem Anziehen sich nicht öffnen, was vorzugsweise für eiserne Walzen von Wichtigkeit ist, bei denen nicht genagelt werden kann, und
2. dafs das infolge des Offengehens der Leimstellen leicht eintretende Ueberreifsen der Kratze vermieden wird. Die Wichtigkeit dieser Vorzüge begreift sich leicht, wenn berücksichtigt wird, dafs durchschnittlich auf 1 m Länge zwei Leimstellen kommen.
3. Die gröfsere Geschmeidigkeit des Leders an der Stelle, wo der Zahn aus dem Leder tritt, an welcher der Zahn erfahrungsmäfsig zuerst beim Schleifen abbricht und die sich hieraus ergebende gröfsere Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit der Kratze beim Schleifen und Arbeiten in der Spinnerei.
4. Die Möglichkeit, harten, sich demnach nur langsam abnutzenden und guten Schnitt haltenden Draht zu verwenden, ohne, wie bei der gewöhnlichen Lederkratze, Gefahr zu laufen, dafs die Kratze beim Schleifen und Arbeiten ausbricht.
5. Die Verwendung dünneren und deshalb durchgehend besser gegerbten Leders, welches dadurch auch weniger dem Zug unterworfen ist, während dickeres Leder sich verhältnifsmäfsig mehr und ungleich auslängt und dadurch selbst bei bester Auswahl des Leders ungleich hohe Stellen in der Kratze bildet, was schliefslich beim Gleichschleifen derselben ein Ausbrechen der Zähne an den höheren Stellen hervorruft; aufserdem hat das dickere Leder die Neigung, sich an den Seiten zu heben, was ebenfalls von grofsem Nachtheile für die Kratze ist, da es das Ausspringen der Kratze an den sich hebenden Stellen zur Folge hat.
6. Die Ausgleichung kleiner Ungleichheiten des Leders durch das aufgeklebte Gewebe, wodurch sich die verbesserte Lederkratze rascher ausschleifen läfst, als die bisher gebräuchliche. Die verbesserte Lederkratze kann somit nicht nur überhaupt das Schleifen länger aushalten, als die gewöhnliche Lederkratze, ohne auszubrechen, sondern sie schleift sich auch an und für sich eher gleich, so dafs also die Anwendung ersterer in dieser Beziehung einen doppelten Vortheil gewährt.
7. Die gröfsere Widerstandsfähigkeit dieser Kratze gegen das. Eindringen des zum Fetten der Wolle verwendeten Oeles. in das Leder, da das OeI durch das Gewebe und das Federharz hieran gehindert wird, und hierdurch die durch das Eindringen des Oeles in das Leder entstehende gröfsere Dehnbarkeit desselben vermieden wird. Diese bei der gewöhnlichen Lederkratze entstehende zu grofse Dehnbarkeit des Leders hat gewöhnlich ein erneutes Aufziehen der Kratze zur Folge, wodurch die Haltbarkeit derselben bedeutend beeinträchtigt wird.
Voraussichtlich wird die verbesserte Lederkratze, ihrer gröfseren Elasticität wegen, auch eine bessere Arbeitsfähigkeit, als die bisherige Lederkratze haben, und läfst sich wohl mit Bestimmtheit annehmen, dafs ihre Dauer der bisher gebräuchlichen gegenüber ca. 1 Jahr oder 20 pCt. gröfser ist, während die Herstellungskosten dieselben sind, da der Preis des Federharzes des Gewebes und der zur Tränkung und Klebung erforderliche Arbeitslohn zusammen dem Preisunterschiede zwischen dem bei der verbesserten Lederkratze zur Anwendung kommenden dünneren Leder und dem dickeren Leder der gewöhnlichen Lederkratze gleichkommen.
DE1543DA 1877-07-03 1877-07-03 Zurichtungsart des Kratzenleders Expired - Lifetime DE1543C (de)

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