DE1542294B2 - Dosiergeraet fuer chemikalien zur wasserbehandlung - Google Patents

Dosiergeraet fuer chemikalien zur wasserbehandlung

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DE1542294B2 DE1966L0054738 DEL0054738A DE1542294B2 DE 1542294 B2 DE1542294 B2 DE 1542294B2 DE 1966L0054738 DE1966L0054738 DE 1966L0054738 DE L0054738 A DEL0054738 A DE L0054738A DE 1542294 B2 DE1542294 B2 DE 1542294B2
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    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
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    • C02F1/685Devices for dosing the additives
    • C02F1/688Devices in which the water progressively dissolves a solid compound
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    • B05B7/26Apparatus in which liquids or other fluent materials from different sources are brought together before entering the discharge device
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Description

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Die Erfindung betrifft ein Dosiergerät für Chemikalien zur Wasserbehandlung mit einem ein Stauelement in Form einer Kugel, Scheibe, Teller od. dgl. enthaltenden Kopfstück, einem Druckbehälter und einer Dosierflasche.
Zur Beseitigung bzw. zur Stabilisierung der Härte des Frischwassers kann man sich verschiedener Verfahren, z. B. des Austauschverfahrens, bedienen. Die hierzu erforderlichen, auf dem Markt befindlichen Dosiergeräte für den Zusatz der in Frage stehenden Chemikalien arbeiten mit Hilfe einer sogenannten Stauscheibe. Das Arbeiten mit dieser Stauscheibe bei schwankenden Fließgeschwindigkeiten und Mengen ist aber mengenproportional ungenau, d. h. bei einer kleinen Fließgeschwindigkeit von etwa 150 l/h erfolgt keine Dosierung, im mittleren Bereich ist die Dosierung einigermaßen genau und im oberen Bereich überschreitet sie das Vielfache der Menge, die vom Gesetzgeber als zulässig betrachtet wird. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß bei den meisten auf dem Markt befindlichen Geräten die Lösungsgeschwindigkeit im Vorratsbehälter im Zusammenwirken mit der Fließgeschwindigkeit und Zeit noch einen weiteren Faktor der Ungenauigkeit darstellt.
Zum Stand der Technik ist ferner die Literaturstelle Chemie-Ingenieur-Technik 24, Nr. 12 (1952), Seiten 672 bis 678 zu nennen, in welcher ein Dosiergerät beschrieben ist, bei dem durch ein Drosselorgan in der Leitung, die die zu behandelnde Flüssigkeit enthält, ein geringer Differenzdruck erzeugt wird. Der Plus-Druck wird in die Druckkammer eines Automaten geführt, die einen dichten, zusammendrückbaren Faltenbalg enthält, der mit einer anderen Flüssigkeit gefüllt ist, und die mit der Minusseite des Steuerorgans in Verbindung steht. Durch diese Anordnung wird eine bestimmte Menge an Flüssigkeit aus dem Faltenbalg in die Rohrleitung gedrückt und je nach der wechselnden Flüssigkeitsmenge, die durch die Rohrleitung strömt, verändert sich der Differenzdruck und damit proportional die zu dosierende Flüssigkeitsmenge.
Dieser bekannte Dosier-Automat unterscheidet sich vom erfindungsgemäßen Dosiergerät bereits gattungsmäßig, da ersterer kein Stauelement in Form einer Kugel, Scheibe oder Teller aufweist; ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht darin, daß beim Dosier-Automat des ebengenannten Standes der Technik kein Nebenstrom vorhanden ist und daß sich bei diesem bekannten Dosier-Automat der Differenzdruck und damit proportional die zu dosierende Flüssigkeitsmenge verändert.
Im Gegensatz dazu hat das Stauelement des erfindungsgemäßen Dosiergeräts, also beispielsweise die Stauscheibe, einen quadratisch ansteigenden Differenzdruck.
Zum Stand der Technik ist ferner auf die österreichische Patentschrift 212231 hinzuweisen, die ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Impfen von in Leitungen strömenden Flüssigkeiten zum Gegenstand hat, wobei diese Vorrichtung aus einer in einer Flüssigkeitsleitung eingeschalteten Querschnittsverengung und einer darüber angeordneten, im Nebenschluß angeschlossenen Lösevorrichtung für das Impfchemikal besteht und vor der Querschnittsverengung ein Rückschlagventil und vor einem Vorratsraum ein auf einen Mindestdruck einstellbares Druckminderventil aufweist.
Dieser ebengenannte Stand der Technik arbeitet im Vergleich zum erfindungsgemäßen Dosiergerät nach einem anderen Grundprinzip.
Vorliegender Erfindung liegt nun die technische Aufgabe zugrunde, den Fortschritt zu erzielen, daß die Dosierung sowohl bei relativ niederem Wasserverbrauch, also bei niederer Fließgeschwindigkeit, als auch bei hoher Fließgeschwindigkeit optimal erfolgt.
Diese technische Aufgabe wird bei einem Dosiergerät der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß durch eine in einem Nebenstrom eingebaute Düse sowie durch eine Druckfeder, die den Druck auf das Stauelement in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit des Hauptstromes regeln, wobei die Einspeisung der Chemikalien aus der Dosierflasche über den zweiten Differenzdruck erfolgt, gelöst.
Zum Stand der Technik ist schließlich noch festzustellen, daß bei solchen Dosiergeräten für Chemikalien zur Wasserbehandlung Absperrventile und Lippenventile an sich als Elemente bekannt sind.
Das erfindungsgemäße Dosiergerät kann als gelochte Kunststoffflasche mit weichem, durckempfindlichem Kunststoffbeuteleinsatz ausgebildet sein, wobei die Einspeisung über den zweiten Differenzdruck im Nebenstrom auf der Minusseite des Gerätes er-
ib
folgt.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist so, daß das im Hauptstrom befindliche Stauelement einen Plusdruck erzeugt, der über eine im Nebenstrom eingebaute Düse den eigentlichen Wirkdruck zur Einspeisung der Chemikalien erzeugt. Dies hat zur Folge, daß bei einem relativ niederen Wasserverbrauch schon eine Dosierung erfolgt und bei einer hohen Fließgeschwindigkeit über das sich verändernde Stauelement im Hauptstrom ein quadratischer Anstieg der Dosiermenge verhindert wird. Dadurch ist es möglich, mit dem erfindungsgemäßen Gerät eine nahezu mengenproportionale Dosierung zu erreichen.
Um die Dosiermenge regeln zu können und die Wirtschaftlichkeit des Gerätes und der Chemikalien zu erhöhen, ist als Gegenlager der Hauptdruckfeder eine verstellbare Hutmutter mit einer Skala angebracht, auf der die jeweils eingestellte Dosiermenge abgelesen und je nach den Erfordernissen verändert werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das im Hauptrohr befindliche Stauelement sowie das Lip- \ penventil im Nebenstrom oder Bypass rückflußver- ' hindernde Eigenschaften besitzen, so daß die zu dosierenden Chemikalien nicht in das städtische Wassernetz rückfließen können. Das Gerät besitzt somit zwei Eigenschaften, die vom »Verband der Gas- und Wasserfachleute« seit langem gewünscht bzw. gefordert werden.
Um die Lösungsgeschwindigkeit sowie die Konzentration gleichmäßig zu halten, besitzt das Gerät eine auswechselbare, gelochte Kunststoffflasche als Einwegflasche mit einem sehr dünnen, druckempfindlichen Kunststoffbeutel als Einsatz.
Als Plusdruckgefäß hat das Gerät in seinem Unterteil eine Kunststoffhaube, die durch einen Nutring abgedichtet ist und durch ein am Gefäß angebrachtes Gewinde bzw. eine Überwurfmutter gehalten wird.
Nachstehend ist eine Ausführungsform des Gerätes, das in einfacher Weise in die wasserführende Leitung eingebaut wird, an Hand der Zeichnung beschrieben.
Das Gerät besteht aus drei Hauptteilen, nämlich dem Kopfstück 1 mit dem Hauptdurchflußrohr und dem Druckbehälter 2 mit der darin befindlichen Dosierflasche 3. Die im Winkel von etwa 40° zum Durchflußrohr angeordnete Stauvorrichtung enthält das Stauelement 4 in Form eines Tellers. Auf diesem Teller lagert die Druckfeder 7, die als Gegenlager beispielsweise eine Hutmutter od. dgl. besitzt. Die Hutmutter, die mit einem Gewinde versehen ist und mit Hilfe eines Nutringes abgedichtet wird, dient gleichzeitig dazu, die Dosiermenge je nach Wunsch zu verändern. Sie arbeitet mit einer Dosierskala 9 auf dem Hauptdruckgeber oder Stauelement 4 zusammen.
Die mit + und — bezeichneten Stellen sind die Öffnungen, an denen der Nebenstrom 5 an das Hauptdurchflußrohr angeschlossen ist. Im Nebenstrom 5 befindet sich eine als Staukörper ausgebildete Düse 6, die über die mit 8+ im Nebenstrom 5 bezeichnete Öffnung den Plusdruck in den Druckbehälter 2 leitet. Über die mit 8— im Nebenstrom bezeichnete Öffnung werden die Impfchemikalien dem Wasser zugeführt. Die mit 10 bezeichnete Stelle stellt
ein Lippenventil dar, welches beim Schließen des Absperrventils 11 und der Betätigung eines Entlüftungsventil die Plusseite in dem Druckbehälter 2 drucklos macht zwecks Auswechslung der Dosierflasche 3.
Der Druckbehälter 2 ist aus Kunststoff material und wahlweise, je nach Gerätegröße, zur Befestigung mit einem Gewinde versehen bzw. durch eine Überwurfmutter gehalten. Beide Ausführungen, Gewinde oder Überwurfmutter, werden durch einen in das Kopfstück 1 eingelegten Nutring abgedichtet.
Der Chemikalienbehälter ist eine gelochte Kunststoffflasche 3, in die ein sehr weicher, druckempfindlicher Kunststoffbeutel eingelegt ist, der zur Aufnahme der Chemikalien dient. Die Kunststoffflasche 3 und das Gegenstück am Kopfstück 1 sind so
beschaffen, daß eine zusätzliche Dichtung bzw. ein Dichtungsring überflüssig ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Dosiergerät für Chemikalien zur Wasserbehandlung mit einem ein Stauelement enthaltenden Kopfstück, einem Druckbehälter und einer Dosierflasche, gekennzeichnet durch eine in einem Nebenstrom (5) eingebaute Düse (6) sowie durch eine Druckfeder (7), die den Druck auf das Stauelement (4) in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit des Hauptstroms regeln, wobei die Einspeisung der Chemikalien aus der Dosierflasche (3) über den zweiten Differenzdruck erfolgt.
2. Dosiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierflasche (3) als gelochte Kunststoffflasche mit weichem, druckempfindlichem Kunststoffbeuteleinsatz ausgebildet ist.
3. Dosiergerät nach den Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierflasche (3) derart angeordnet ist, daß die Einspeisungsstelle der Chemikalien über den zweiten Differenzdruck im Nebenstrom auf der Minusseite in der Nähe der Düse (6), nämlich an der Stelle (8), liegt.
4. Dosiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Nebenstrom (5) eingebaute Düse (6) auswechselbar ist.
5. Dosiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Hauptdruckgeber oder Stauelement (4) eine Dosierskala (9) angebracht ist.
6. Dosiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenstrom (5) ein Lippenventil (10) zur Verhinderung einer Verdünnung der Impfchemikalien in der Dosierflasche (3) angeordnet ist.
7. Dosiergerät nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenstrom (5) ein Absperrventil (11) angeordnet ist.
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