DE15265C - Neuerungen in der Herstellung faseriger Materialien für Bürsten und Besen, sowie als Ersatz für Fischbein - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung faseriger Materialien für Bürsten und Besen, sowie als Ersatz für Fischbein

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DE15265C
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Original Assignee
R. AUERBACH in London
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46BBRUSHES
    • A46B3/00Brushes characterised by the way in which the bristles are fixed or joined in or on the brush body or carrier

Landscapes

  • Cleaning Implements For Floors, Carpets, Furniture, Walls, And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 9: Borstenwaarenfabrikation.
RUDOLPH AUERBACH in LONDON.
Ersatz für Fischbein.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Januar 1881 ab.
Diese Erfindung bezieht sich hauptsächlich auf die Fabrikation einer neuen Substanz, welche ein künstliches, faseriges, wie es der Erfinder nennt, »vegetabilisches Fischbein« bildet, und welches erzeugt wird, indem man vegetabilische Fasern verschiedener Art auf die später beschriebene Weise behandelt.
Dieses neuere Material soll sich für viele Zwecke, für welche das Fischbein gegenwärtig allgemein verwendet wird, ebenso gut eignen und ■ im "Vergleiche mit letzterem billiger sein.
Die Erfindung schliefst auch in sich die Verwerthung der bei dieser Fabrikation ausgeschiedenen dünnen und kurzen Fasern des Materials für Bürsten und Besen.
Bei der Fabrikation des besagten künstlichen Fischbeins nimmt der. Erfinder die Faser von Piassava (aus. der brasilianischen Palme Attaka funifera gewonnen),. Alphagras, »Kitool«, mexikanische Faser oder Blätter und irgend welches anderes holziges oder vegetabilisches Material und unterwirft diese dem folgenden Verfahren:
Er tränkt die oben erwähnten Materialien mit einer Lösung von kieselsaurem Natron, allein oder gemischt mit Schwerspath, Feldspath oder gewöhnlicher Kreide, und veranlafst dadurch die besagten Fasern, in der Form eines flachen oder runden Körpers zusammenzuhängen.
Statt der obigen Lösung wendet der Erfinder jedoch vorzugsweise Gummi irgend welcher Art an, sowie Fischleim, Leim, Schellack oder irgend welchen geeigneten Kitt, oder schleimige, leimartige oder klebrige Substanzen; in manchen Fällen können auch harzartige Substanzen in Lösung angewendet werden.
Sobald besagte Fasern gleichförmig die ganze Masse hindurch an einander hängen (welche Masse oder Körper, wie erwähnt, rund, flach oder von irgend welcher gewünschten Form sein kann), wird diese Masse in flache oder runde Schichten oder Streifen mit glatten Oberflächen getheilt.
Wenn »Kitool« oder Cocosnufsfaser, Hanf, Baumwolle und dergleichen benutzt wird, zieht Erfinder es vor, dieselben in flache Streifen zu theilen und an den Rändern derartiger Streifen die Fasern von Piassava oder andere gerade Fasern zu befestigen, um die Ränder besagter Streifen gerade zu machen; in manchen Fällen werden zum derartigen Einfassen der »Kitool«- Streifen dünner Metalldraht und Metallplatte angewendet.
Wenn die Streifen, Stangen oder Körper derart vorbereitet sind, und nachdem sie sorgfältig getrocknet worden, wird mit Hülfe eines Pinsels oder auf andere Weise ein Ueberzug von »Celluoid«, Xylonite oder dergleichen, vorzugsweise aber von Leim, Schellack oder Fischleim oder irgend welcher anderen gallertartigen Masse oder Composition, die fähig ist, zu erharten, wenn sie der Luft ausgesetzt wird, aufgetragen.
Um besagte Streifen wasserdicht zu machen (nachdem dieselben auf die zuletzt beschriebene Weise überzogen worden), überzieht sie der Erfinder ferner mit einer Kautschuklösung, Copal
oder irgend welcher anderen geeigneten wasserdichten Mischung.
Um die Stärke und Dauerhaftigkeit irgend welcher Streifen oder Stangen solchen künstlichen Fischbeins zu erhöhen, überzieht sie der Erfinder schliefslich durch irgend welche geeignete Mittel mit Metallfolie oder anderem sehr biegsamen Material, vorzugsweise aber mit einem Bande aus Seide, Baumwolle, Leinen oder anderem Gewebe, das um den Streifen oder die Stange spiralförmig herumgewunden wird.
/ Dieses Band trägt dazu bei, das Springen oder das Loslösen irgend eines Theiles des gallertartigen Ueberzuges zu verhindern, das sonst beim Gebrauche des Streifens infolge seines Biegens oder Drehens eintreten würde.
Für die Zubereitung der Fasern für Bürsten oder Besen nimmt der Erfinder die dünnen, kurzen Fasern, die für die obige Fabrikation ungeeignet sind, oder die von den in dieser Fabrikation gebrauchten abgesondert werden und tränkt sie in einer Lösung : von. Harz oder anderer geeigneter Substanz (die leimartig, harz-1 artig oder schleimig sein kann), um sie derart zähe zu machen, dafs sie hinreichend steif und dauerhaft werden, um an Stelle der gewöhnlichen Borsten bei verschiedenen. Arten von Bürsten oder Borsten angewendet zu werden und somit für die Erzeugung dieser Artikel ein sehr öconomisches Material zu liefern.
Der Erfinder kann der Faser einen Firnifs von irgend welcher Farbe oder Schattirung ertheilen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das ' Verfahren für die Fabrikation eines Substitute für Fischbein, welches darin be-. steht, die Faser geeigneter Pflanzen mit einer Lösung, von kieselsaurem Natron, aliein oder gemischt mit Schwerspath, FeIdspath, Kreide oder mit Gummi, Fischleim, Leim, Schellack oder Kitt oder schleimiger, klebriger Substanz zu tränken, bis diese Fasern an einander hängen, dieselben dann in Streifen zu schneiden und in manchen Fällen die Ränder dieser Streifen mit geraden Fasern (wie Piassava) oder Metalldraht und Metallplatten einzufassen, nach dem Trocknen dieselben ■ mit einem Ueberzug von Celluoid oder Xylonite oder dergleichen, vorzüglich aber von Leim, Schellack oder Fischleim zu bedecken; ferner, um sie wasserdicht zu machen, mit Kautschuklösung, Copal oder anderen wasserdichten Mischungen zu überziehen, und schliefslich zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit dieselben mit Metallfolie, Seide, Baumwolle, Leinwand oder dergleichen zu überziehen.
  2. 2. Die Zubereitung der Fasern für" Bürsten oder Besen, welche darin besteht, die kurzeii Abfallfasern in einer Lösung von Harz oder anderen geeigneten leimartigen oder schleimigen Substanzen zu tränken und in manchen Fällen mit einem Firnifs zu versehen.
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