DE18042C - Neuerung in der Herstellung künstlichen Fischbeins - Google Patents

Neuerung in der Herstellung künstlichen Fischbeins

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DE18042C
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R. AUERBACH in London
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 9: Borstenwaarenfabrikation.
Zusatz-Patent zu No. 15265 vom 28. Januar 1881.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. September 1881 ab. Längste Dauer: 27. Januar 1896.
Diese Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in der Erzeugung einer Art zusammengesetzten künstlichen Fischbeins, die bestimmt ist, in der Fabrikation von Miedern, Leibchen, Kleidern jeder Art verwendet zu werden, und die grofse Leichtigkeit mit Elasticität und Festigkeit verbindet.
Zu diesem Zwecke wird der zusammengesetzte »künstliche Fischbein« aus über einander gelegten Metallstücken gebildet, die auf gehörige Weise in Bezug auf einander und zwischen zwei oder mehreren Stahldrähten, welche die beiden Seiten der Stangen oder Stäbchen bilden, angeordnet werden, deren Zwischenräume entweder mit dünnem, über einander gesetztem Metall, oder aber, und dies vorzugsweise, mit auf einander gehäuften oder auf einander geklebten Cocos-, Piassava oder anderen Fasern oder mit Papiermache, Horn, Xylonit, Celluloid, Leinwand oder anderem Gewebe oder äquivalenter Substanz (wie sie in der Beschreibung meines Haupt-Patentes D. R. P. No. 15265 angedeutet wurden) ausgefüllt sind. '
Die Dimensionen und die räumliche Anordnung in Bezug auf einander, der verschiedenen Stücke, welche diesen künstlichen Fischbein bilden, können überdies, den verschiedenen Zwecken entsprechend, denen sie dienen sollen, abgeändert werden.
In fast allen Fällen wird der innerste, mittelste Theil des »künstlichen Fischbeins«, der beim Liegen am meisten in Anspruch genommen wird, infolge der Anordnung der zu seinem Aufbau verwendeten Stücke auf eine geeignete, zweckentsprechende Weise verstärkt.
Zur besseren Erklärung ist in der beiliegenden Zeichnung eine Form einer dieser Erfindung gemäfs construirten Menge aus zusammengesetztem »Fischbeinsubstitut« in verschiedenen Ansichten dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Stange;
Fig. 2 ein Verticalschnitt derselben durch die Linie x-x der Fig. 1;
Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie Y-Y der Fig. 1.
In der besonderen, in der Zeichnung dargestellten Form ist der mittlere Theil aus zwei metallenen Bändern α α gebildet, die über einander gelegt sind und vermittelst schleimiger, klebriger oder anderer Substanzen, die entweder allein oder gemischt angewendet werden, eins über dem anderen erhalten werden. Es wird vorgezogen, alle Gummiarten, Fischleim, Gummilack oder Kitt, oder gallertartige Substanzen oder Lösungen harziger Stoffe oder andere zu verwenden, welche an der freien Luft rasch erhärten. Um den Gesammtkörper dieses zusammengesetzten Fischbeinersatzes zu festigen, wird er mit einem oder mehreren Metalldrähten b umgeben, und die Enden der Stange können gleicherweise durch Plättchen oder dünne Lamellen aus Metall c verstärkt werden. Wenn die metallenen Drähte, nämlich die runden, an den beiden Seiten und die- anderen
in der Mitte und an beiden Enden an ihrem Platze sind, werden die leeren Stellen d, welche übrig bleiben, vermittelst eines Bandes, aus Papiermache', Horn irgend welcher Art, Xylonit, Rinde oder Flocke oder Cocos-, Piassava-, Kitool-Faser oder anderen vermittelst einer der oberwähnten Substanzen zusammengeklebten Stoffen, wie Guttapercha oder Harz, ausgefüllt. Dann wird der Gesammtbau der zusammengesetzten Stange vermittelst eines spiralförmig umwundenen Drahtes oder eines Bandes abgeschlossen und das Ganze in eine der obenerwähnten Lösungen oder vorzugsweise in Guttapercha eingetaucht, welches den Vortheil besitzt, den Gegenstand undurchdringlich zu machen und ihm grofse Elasticität zu ertheilen.
Für die Verwendung des zusammengesetzten »Fischbein-Substitute« in der Fabrikation von Miedern, Kleidern, Herren- und Damenanzügen (um denselben eine haltbarere Form zu geben) und zu dergleichen Zwecken werden einfach über einander gelegte metallene Plättchen angewendet, ohne sonstige Substanzen hinzuzufügen, welche dazu dienen, die offenen Stellen auszufüllen, und werden diese Platten durch einfaches Eintauchen in irgend welche der oben angeführten Lösungen zusammengekittet. Sie können dann gefirnifst oder durch Kautschuk undurchdringlich gemacht werden, dann werden sie entweder blos über einander gelegt oder an beiden Seiten mit Eisendraht beschützt und schliefslich mit Bändern oder Hüllen irgend welcher Art umgeben. Es werden an den beiden Enden der verschiedenen Stangen Crinolinenreifen und dergleichen Kappen von der gewünschten Form und Farbe befestigt. Dann kann die so gefertigte Stange aus Fischbeinersatz gefirnifst, gemalt, plattirt oder mit irgend welcher geeigneten Substanz, sei es Gewebe oder sonstwie, bedeckt werden.
Wie bereits erwähnt, ändern sich Anzahl und Anordnung der verschiedenen metallenen Bestandtheile je nach dem Zwecke des Gegenstandes.
Die seitlichen Metalldrähte können durch starke Piassavafasern oder andere geeignete Substanz ersetzt werden und die Stange irgend welchen gewünschten Querschnitt haben.
Diese Stangen künstlichen Fischbeins können auch durch Uebereinanderlegen zweier sehr dünner durchlöcherter Platten erhalten werden, die so angeordnet werden, dafs die Löcher des einen mit den vollen Theilen der anderen zusammenkommen.
Durch diese Anordnung wird grofse Leichtigkeit und Biegsamkeit ohne Gefahr des Bruches erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von zusammengesetztem künstlichen Fischbein, gebildet aus Stahldrähten, deren Zwischenraum mit auf einander liegenden Metallstreifen oder vorzugsweise in der Mitte mit zusammengeklebten Metallplättchen und an den Enden mit zusammengeklebtem Cocos-, Piassava- oder anderem geeigneten Gewebe oder Faser ausgefüllt wird, wobei das Ganze mit einem Draht oder Bande umschlungen wird und mit Gewebe umsponnen werden kann und durch Eintauchen in eine Guttapercha- oder andere klebrige Lösung undurchdringlich und elastisch gemacht wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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