DE1498947B2 - Vorrichtung zum fuellen und entleeren einer fluessigkeits kuevette - Google Patents
Vorrichtung zum fuellen und entleeren einer fluessigkeits kuevetteInfo
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Description
den drei Rohre 1, 2 und 3 hindurchgehen. Die Rohre 1 und 2 reichen bis zu einem Niveau L der
Küvette C, das der normalen Füllhöhe entspricht. Das Rohr 3 geht nahezu bis zum Boden der Küvette
und dient zum Entleeren. Die Rohre 1, 2 und 3 sind mit dünnen Schläuchen la, la und 3a verbunden.
Am Stopfen A befestigte Schirme S dienen zur Lenkung der Flüssigkeitsbewegung während des Füll-
und Entleervorganges. Die Schläuche 2 a und 3 a führen zu einem Ventil D, dessen Betätigungshebel H bei
Hl schwenkbar ist und die Absperrorgane D1 und D 2 gegen die Kraft von Federn D 3 und D 4 öffnen
kann. Über die Absperrorgane D1 und D 2 läßt sich die Verbindung zwischen den Schläuchen 2 a und 3 a
und einer Saugleitung E herstellen. Der Schlauch la ist am Hebel H befestigt, wobei sein Ende nach unten
reicht.
Die Anordnung arbeitet folgendermaßen: Die Küvette C sei zunächst leer. Es wird nun eine Flasche B,
die eine Probe der zu untersuchenden Flüssigkeit enthält, unter den Hebel H gehalten, so daß der Schlauch
la in die Flasche hineinreicht. Hebt man die Flasche
in dieser Stellung etwas an, so drückt sie den Hebel nach oben, wodurch der Schlauch 2 a mit dem Saugrohr
E verbunden wird. Dadurch wird die Flüssigkeit aus der Flasche B durch den Schlauch la in die
Küvette C gesaugt, bis das Niveau L erreicht ist. Weitere überschüssige Flüssigkeit, die in die Küvette eintritt,
wird durch den Schlauch 2 a abgezogen. Dann wird die Flasche B weggenommen, wodurch der
Hebel H seine mittlere Stellung einnimmt, wobei beide Absperrorgane D1 und D 2 geschlossen sind,
so daß das Saugrohr £ von den Schläuchen 2 a und 3 a abgesperrt ist. Nach Durchführung der Messungen
(z. B. bei einem Spektrophotometer) kann die Küvette geleert werden, indem der Hebel H etwas nach
unten gedruckt wird, wodurch der Schlauch 3 α mit dem Saugrohr E verbunden wird.
Um zu verhindern, daß zurückbleibende Tröpfchen im Rohr 1 über die Innenwände der Küvette verspritzt
werden, ist der Schirm S vorgesehen, der alle Tröpfchen zum Boden der Küvette leitet. Von dort
können sie durch Sog in das Rohr 3 eintreten. Der Schirm S dient auch zur Verhinderung des Auftretens
von Luftblasen in der Flüssigkeit während des Füllvorgangs. Die Luftblasen könnten nämlich so
zurückbleiben, daß sie teilweise in den Lichtstrahl geraten und dadurch zu falschen Ergebnissen führen
würden.
Eine andere Möglichkeit zur Verhinderung der Bildung von Luftblasen besteht darin, daß das Rohr 1
in der Küvette so gebogen wird, daß der eintretende Flüssigkeitsstrom niemals auf die Oberfläche der bereits
in der Küvette befindlichen Flüssigkeit auf treffen kann. Beispielsweise kann das Ende des Rohres 1 so
gebogen sein, daß es auf eine Seitenwand der Küvette gerichtet ist.
Die Küvette C ist breiter als sonst bei derartigen Instrumenten üblich und der Stopfen A mit den Rohren
1, 2 und 3 befindet sich an einer Seite des Behälters, so daß bei der optischen Untersuchung der
durchtretende Lichtstrahl von den Rohren nicht behindert wird.
Beim normalen Meßvorgang muß die Empfindlichkeit des Instruments so eingestellt werden, daß
eine Durchlässigkeit von 100% definiert ist. Diese Einstellung erfordert die Einführung eines Bezugskörpers in den Strahlengang an Stelle des zu prüfenden
Gegenstandes. Dies ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung leicht möglich, da die Schläuche
la, 2a und 3a beispielsweise aus Polyäthylen oder einem ähnlichen biegsamen Werkstoff bestehen, so
daß die Küvette C leicht herausgenommen werden kann. Statt dessen könnte man auch die Küvette C
mit der Bezugsflüssigkeit füllen und somit ständig im Strahlengang belassen.
Bei richtiger Anbringung des Entleerungsrohres 3 läßt sich erreichen, daß weniger als 1% der benutzten
Flüssigkeit nach der Entleerung in der Küvette zurückbleibt. Für die Absorptionsmessung einer
Reihe von Flüssigkeiten mit ähnlicher Absorption ist dieser Flüssigkeitsrest vernachlässigbar klein.
Bei sehr genauen Messungen mit stark voneinander abweichenden Absorptionswerten genügt ein einfaches
Durchspülen der Küvette durch einmaliges Füllen und Leeren mit der zu untersuchenden Flüssigkeit,
um jede Verunreinigung vernachlässigbar klein zu machen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Füllen und Entleeren einer Auch bei diesen Küvettenanordnungen ist es aber
Flüssigkeitsküvette, dadurch gekennzeich- 5 erforderlich, die Füllung der Küvette durch Eingießen
net, daß in die Küvette von oben vakuumdicht oder unter Verwendung einer Pipette oder einer Indrei
Rohre führen, von denen eines (1) bis zur jektionsspritze vorzunehmen, bevor die Küvette in
Küvettenoberseite oder weiter bis höchstens zur das optische Instrument eingesetzt wird. Dieser Vor-Einfüllhöhe
reicht und mit einem Behälter (B) gang ist heikel und zeitraubend, insbesondere da Vorverbunden
ist, der die Analysenflüssigkeit ent- io kehrungen getroffen werden müssen, um zu gewährhält,
ein zweites';· (2) bis zur Einfüllhöhe reicht leisten, daß die Außenflächen der Küvette, durch die
und mit einem Ventil (D) verbunden ist und ein das Licht hindurchgehen soll, völlig sauber bleiben,
drittes (3) bis zum Boden reicht und ebenfalls Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung
mit dem Ventil (D) verbunden ist, und daß das zum Füllen und Entleeren einer Flüssigkeitsküvette
Ventil (D) in einer Mittelstellung beide letzt- 15 zur Verfügung zu stellen, bei der nicht nur die Entgenannten
Rohre (2, 3) verschließt und in zwei leerung, sondern auch die Füllung der Küvette durch
Außenstellungen je eines der Rohre (2, 3) mit Ansaugen über eine Vakuumleitung durchgeführt
einer Saugleitung (E) verbindet. werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungskennzeichnet,
daß das Ventil (D) selbsttätig in 20 gemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß in
die Mittelstellung zurückkehrt. die Küvette von oben vakuumdicht drei Rohre füh-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- ren, von denen eines bis zur Küvettenoberseite oder
kennzeichnet, daß das andere Ende der Zuleitung weiter bis höchstens zur Einfüllhöhe reicht und mit
(la) zum ersten Rohr(l) durch ein abwärts ge- einem Behälter verbunden ist, der die Analysenrichtetes
Rohr gebildet wird und die Verbindung 25 flüssigkeit enthält, ein zweites bis zur Einfüllhöhe
zur Analysenflüssigkeit im Behälter (B) durch An- reicht und mit einem Ventil verbunden ist und ein
heben desselben bewirkt wird. drittes bis zum Boden reicht und ebenfalls mit dem
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- Ventil verbunden ist, und daß das Ventil in einer
kennzeichnet, daß die Zuleitung (la) an einem Mittelstellung beide letztgenannten Rohre verschließt
Betätigungshebel (H) des Ventils (D) flexibel be- 30 und in zwei Außenstellungen je eines der Rohre mit
festigt ist und daß der Betätigungshebel (H) der- einer Saugleitung verbindet.
art angeordnet ist, daß beim Anheben des Behäl- Vorzugsweise wird das andere Ende der Zuleitung
ters (B) das Ventil in diejenige Lage kommt, in zum ersten Rohr durch ein abwärts gerichtetes Rohr
der das bis zur Einfüllhöhe reichende Rohr (2) gebildet und die Verbindung zur Analysenflüssigkeit
mit der Saugleitung (E) verbunden wird. 35 im Behälter wird durch Anheben desselben bewirkt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungs-Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in der form der Erfindung ist die Zuleitung an einem BeUmgebung
der Rohre (1 bis 3) Schirme zum Lei- tätigungshebel des Ventils flexibel befestigt und der
ten der Flüssigkeitsströmung vorgesehen sind. Betätigungshebel ist derart angeordnet, daß beim An-
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- 4° heben des Behälters das Ventil in diejenige Lage
kennzeichnet, daß die Rohre (1 bis 3) durch einen kommt, in der das bis zur Einfüllhöhe reichende Rohr
Stopfen (A) in die Küvette eingeführt sind. mit der Saugleitung verbunden wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, da- Auf diese Weise ist nicht nur die Entleerung, sondurch
gekennzeichnet, daß auch die Schirme (S) dem auch die Füllung der Küvette in sehr einfacher
am Stopfen (A) befestigt sind. 45 Weise möglich. Füllung, Entleerung und Reinigung
der Küvette lassen sich durch Betätigung eines einzigen
Hebels durchführen, wobei gemäß der erwähn-
ten Ausführungsform dieser Betätigungshebel beim
Anheben des Behälters von selbst mitgenommen 50 wird.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fül- Vorzugsweise sind die Rohre in einen Verschluß-
len und Entleeren einer Flüssigkeitsküvette, die zur stopfen eingesetzt. Um die Küvette bis zu einem beoptischen
Untersuchung von Flüssigkeiten, z.B. in stimmten Niveau füllen und entleeren zu können,
einem Absorptionsspektrometer dient. sind zwei Saugrohre vorgesehen, von denen das eine
Entscheidend für die praktische Verwendung einer 55 bis zu dem gewünschten Niveau und das andere bis
Flüssigkeitsküvette ist ihre Füllungs- und Reinigungs- zum Boden des Gefäßes reicht. Über ein Absperrmöglichkeit.
Es ist bekannt, die vollständige Ent- organ können die beiden Saugrohre wahlweise mit
leerung der Küvette mit Hilfe von Saugrohren durch- einer Saugleitung verbunden werden. Ein drittes
zuführen. Bei einer bekannten Anordnung dieser Art Rohr ist mit dem Vorratsbehälter der zu unterist
die Küvette an ihrer Unterseite mit einem Loch 60 suchenden Flüssigkeit verbunden. Der Betätigungsversehen, das unter Zwischenschaltung eines von hebel für das Absperrorgan ist vorzugsweise so an-Hand
zu betätigenden Ventils mit einer Saugleitung geordnet, daß er mittels des Vorratsgefäßes betätigt
verbunden werden kann. So lassen sich die zu unter- werden kann.
suchende Flüssigkeit und die Reinigungsflüssigkeit Die wesentlichen Merkmale der Erfindung werden
mit geringer Mühe entfernen. 65 nachstehend an Hand einer schematischen Zeichnung
Den gleichen Zweck erfüllt eine andere Konstruk- beschrieben.
tion, bei welcher das untere Ende der Küvette mittels Die in einem optischen Instrument befindliche
eines Uberlaufrohres mit einer neben der Küvette Küvette C weist einen Verschlußstopfen A auf, durch
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| DE3242455A1 (de) * | 1982-11-12 | 1984-05-17 | Dr. Bruno Lange Gmbh, 1000 Berlin | Anordnung zum befuellen der messkuevette eines photometers |
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Also Published As
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