DE148778C - - Google Patents

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DE148778C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVl: 148778 -KLASSE 52 a.
Kettenstichschuhwerknähmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1902 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kettenstichschuhwerknähmaschinen, besonders Rahmeneinstechmaschinen, welche zum Nähen von gewendetem Schuhwerk und zum Annähen des Rahmens bei Rahmenschuhwerk dienen. Bei diesen Maschinen liegt der gewachste Nähfaden im Innern der Brandsohle zwischen den beiden in üblicher Weise angebrachten Falzen, dem sogenannten Zwischenstoff. Dieser weiche und schwammige Stoff -muß beim Nähen sehr geschont werden, damit er nicht durchschnitten oder gestreckt . wird, wodurch die Haltbarkeit der Einstech naht und das Aussehen des Schuhes beeinträchtigt würde. Es muß daher besonders ein ruckweises Anziehen des Nähfadens vermieden werden. Es ist ferner notwendig, das Schleifen des Fadens im Haken der Nadel, während der Faden von der Nadel festgehalten wird, zu vermeiden. Beides ist bei den üblichen Rahmeneinstechmaschinen im allgemeinen erreicht, jedoch tritt im letzten Moment, während die Nadel den vorhergehenden Stich vollständig festzieht, doch noch eine geringe Bewegung des Fadens im Nadelhaken ein, welche ruckweise vor sich geht.
Die vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, diesen plötzlichen Ruck nach außen so viel als möglich zu vermindern. Dies geschieht' dadurch, daß in denjenigen Mechanismus, welcher auf der Nadelseite das Festziehen des Stiches besorgt, eine Feder eingeschaltet wird, welche bei dem Festziehen des Stiches einen nachgiebigen Zug auf den Faden ausübt. Diese Feder wird, wenn das Festziehen des Stiches durch die Nadel selbst erfolgt, am zweckmäßigsten an der Stelle eingeschaltet, wo der das Nadelsegment mit dem Antriebshebel ^verbindende Lenker an letzteren angreift. Diese Federeinrichtung macht auch bei solchen Rahmeneinstechmaschinen, bei'denen der Stich nicht, durch die (Nadel festgezogen wird, die Einwirkung der Nadel auf den Faden elastisch, wodurch Schwächungen des letzteren vermieden werden.
Die beiliegende Zeichnung stellt in Fig. 1 die Anwendung, der Erfindung an einer Goodyearmaschine mit Fadenaufnehmer dar. Der Klarheit halber sind Rahmenführer, Rißführer, Rißführerhebel, Ahle, Ahlenhebel, Vorschubschieber und die den letzteren betätigende, den Vorschub bewirkende Kurven-'' scheibe nicht gezeichnet. Fig. 2 bis 5 stellen den Nadelantrieb im einzelnen dar.
L ist der Fadenführer, F der Fadenhalter, T der Fadenaufnehmer, t der Hilfsfadenaufnehmer, N die Nadel und S das um den ' Zapfen S1 drehbare Nadelsegment. Alle diese Teile arbeiten in der üblichen Weise. Das Nadelsegment S ist, wie bisher, durch einen Lenker η mit dem Nadelhebel 1 verbunden, der durch eine Kurvenscheibe (Fig. 1) in Schwingung versetzt wird. Der Hebel 1 besitzt nun gemäß der vorliegenden Erfindung an seinem Vorderende eine Aussparung oder Nut 2, in welcher ein Block 3 längsweise verschiebbar ist. Der Block ruht auf einer Feder 4 (Fig. 2), deren Oberende einen kleinen Ansatz 5 auf der Unterseite des Blockes und deren Unterende einen ähnlichen Ansatz einer Druckplatte 6 umfaßt. Die Druckplatte 6 kann durch Schraube 7, die in ein Gewinde im Hebel I eingefügt ist, in senk-
rechter Richtung verstellt und in ihrer Stellung" durch eine Gegenmutter 8 gesichert - werden. An den Block 3 greift mittels eines Zapfens 9 der Lenker η an (Fig. 2 und 3). Durch diese Einrichtung wird erreicht, daß die Nadel, während sie durch die Aufwärtsbewegung des Hebels 1 zurückgezogen wird, infolge der Einschaltung der Feder 4 einen nachgiebigen Zug auf den Faden ausübt, so daß der Stich in elastischer Weise festgezogen wird. Infolgedessen wird jeder plötzliche Zug auf den Faden in dem schwammigen Zwischenstoff vermieden. Die Bewegung in entgegengesetzter Richtung durch Zurückschwingen des Nadelhebels 1 erfolgt ohne Einschaltung einer Feder zwangläufig, wodurch ein sicheres Durchstechen des Materials mittels der Nadel erzielt und der Faden dem Fadenführer in der richtigen Lage dargeboten wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Kettenstichschuhwerknähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Nadelseite des Arbeitsstückes in den Mechanismus zum Festziehen des Stiches eine nachgiebige Vorrichtung eingeschaltet ist, welche beim Festziehen, des Stiches einen nachgiebigen Zug auf den Faden ausübt.
2. Eine Ausführungsform der Ketten-Stichschuhwerknähmaschine nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß der das Nadelsegment tragende Lenker (n) und der Antriebhebel (1) unter Einschaltung einer Feder (4) in der Weise miteinander verbunden sind, daß die Bewegung der Nadel in der Richtung, in welcher die Schleife durch das Werkstück gezogen und der Stich festgezogen wird, eine nachgiebige ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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FR327073A (fr) 1903-06-13

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