DE1461635B - Schreibspitze - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schreibspitze für ein Schreibgerät, das ein hohles, rohrförmiges
Gehäuse besitzt, in dessen vorderem Teil die aus kapillarem Werkstoff bestehende Schreibspitze in
einer Öffnung angeordnet ist. Das hintere Ende dieser Schreibspitze steht mit einem die Schreibflüssigkeit
speichernden Werkstoff in Verbindung, während das vordere Ende der Schreibspitze so angeordnet ist,
daß es über den äußeren Rand der genannten Öffnung hinausragt.
Zur Schaffung von Schreibgeräten, die als Markierapparate dienen und Symbole, Schriftzeichen usw.
auf in der Regel ziemlich rauhe Oberflächen auftragen sollen, sind bisher schon mehrere Vorschläge
gemacht worden. Einer von diesen wird durch die in der französischen Patentschrift 1300 386 beschriebene
Vorrichtung dargestellt, bei der zur Herstellung flüssiger Markierungen ein Stück Filz oder
eine andere geeignete, flüssigkeitsabsorbierende Substanz in einem Rohr vorgesehen ist, das als
Schreibflüssigkeitsbehälter dient und beim Markieren von Hand geführt wird; in die flüssigkeitsabsorbierende
Substanz taucht ein Docht von rechteckigem Querschnitt aus Nylon oder Polyäthylen mit vorteilhafterweise
parallel zueinander abgeschrägten Enden ein, der von einem verengerten, halsartigen Teil des
Rohres gehalten und gestützt wird und dessen äußeres Ende als Schreibspitze dient, die bei Nichi;-'
gebrauch des Apparates durch eine auf den Hals des Rohres aufgesetzte Schutzkappe vor Beschädigungen
geschützt wird. Ein solcher Markierapparat besitzt verschiedene Vorzüge; er ist ziemlich einfach und
billig herzustellen (der einteilige Schreibflüssigkeitsund Dochtbehälter z. B. als stranggepreßtes, oben
offenes Rohr, dessen oberer Teil anschließend durch Einziehen desselben zu einem Hals verengert wird),
die leicht aufsetzbare und abnehmbare Schutzkappe kann so ausgebildet werden, daß sie dichtend auf dem
Behälterhals aufsitzt und dadurch ein Verdunsten der Schreibflüssigkeit beim Tragen des Apparates
verhindert, und der Docht kann leicht, z. B. durch Einkerben des Behälterhalses, in dem ihn führenden
Behälterhals festgehalten werden. Ein solcher Markierapparat eignet sich vorzüglich zur Anbringung
von Markierungen auf rohen Flächen, ζ. Β. den Flächen von Versandkartons, den Schnittflächen von
Bauholz, auf Baumaterialien, Postpaketen usw.; er ist jedoch nicht für feine Arbeiten geeignet, wie sie bemv
normalen Schreiben und bei Buchführungsarbeiten auszuführen sind, wo dünne, sich scharf von der
Umgebung abhebende und rasch trocknende Linien zu ziehen sind, die von einer Schreibspitze ausgeführt
werden müssen, bei der auf keinem Fall ein Überlaufen der Schreibflüssigkeit stattfinden darf.
Eine in verschiedener Hinsicht dem im vorstehenden angeführten Markierapparat ähnliche Vorrichtung
wird durch den in der deutschen Patentschrift 960 256 beschriebenen Füllschreiber dargestellt, der
insbesondere zur Beschriftung von Wagenzetteln bei Eisenbahnen dient. Bei ihm wird statt des Dochtes
ein aus synthetischen Stoffen (Perlon, Nylon, Superpolyamid usw.) bestehendes Borstenbüschel zum Beschriften
benutzt, das im vorderen Endteil eines rohrförmigen Flüssigkeitsbehälters axial verstellbar
ist, an seinem rückwärtigen Ende eine Fassung aufweist und von einer Hülse umgeben ist, die sein
vorderes Ende stützend und versteifend umfaßt. Die zylindrisch gestaltete Fassung für das Borstenbüschel
ist in einer Hülse verschiebbar, die ihrerseits wieder im vorderen Endteil des mit Schreibflüssigkeit gefüllten
Behälters verschiebbar ist; infolge dieser Befestigungsweise des als Schreibspitze dienenden
Borstenbüschels ist die Schreibspitze sehr genau einstellbar. Der aus der Hülse vorstehende Teil des
Borstenbüschels kann wie bei dem oben geschilderten Markierapparat durch Aufsetzen einer Schutzkappe
auf das Vorderende des Flüssigkeitsbehälters abgedeckt werden. Die Schreibflüssigkeit gelangt durch
die saugende Wirkung der Kapillarzwischenräume der Borsten und die Pumpwirkung der sich beim
Schreiben infolge des vom Schreibenden ausgeübten Druckes nach außen umbiegenden Borsten auf die
Schreibfläche. — Auch dieser Füllschreiber hat eine Reihe von Vorteilen aufzuweisen, besonders die einfache
und genaue Verstellbarkeit der Länge des als Schreibteil dienenden Borstenbüschels, welch letztere
vom Verwendungszweck des Füllschreibers sowie davon abhängt, ob z. B. mit dünnflüssiger Füllertinte
oder mit dickflüssigen Tinten oder Druckmassen geschrieben bzw. gezeichnet wird. Auch hier sind jedoch
die Voraussetzungen für das Zustandekommen schmaler, sich gut von der Umgebung abhebender
Linien beim Schreiben nicht gegeben, wie sie bereits im Vorstehenden geschildert wurden.
Um nun eine für feinere Arbeiten geeignete Schreibspitze zu entwickeln, mußte zunächst von der
Verwendung von Filz als Material für diese Spitze abgesehen werden, weil sich derartige Spitzen bei
Markierapparaten als nicht steif und verschleißfest genug erwiesen haben, selbst dann nicht, wenn versucht
wurde, das Filzstück zur Erzielung einer schlanken Schreibspitze von geringem Durchmesser
zuzuspitzen. Die Haltbarkeit derartiger Spitzen war vollkommen ungenügend und die Belastbarkeit derselben
so gering, daß der das Schreibgerät Führende dauernd seine Handmuskeln anspannen mußte, um
das Gerät mit leichtem Druck mit dem Papier oder der sonstigen Schreibfläche in Berührung zu halten,
was natürlich zur baldigen Ermüdung des Schreibenden führte. Versuchte man, eine aus Filz bestehende
Schreibspitze von großem Querschnijtt zuzuspitzen, um dadurch einen feinen Schriftpunkt zu erzielen, so
erhielt man zwar eine etwas größere Steifheit und Belastbarkeit, jedoch nutzte sich die feine Schreibspitze
bald ab und zeigte zudem die ausgesprochene Neigung, sowohl Schreibflüssigkeit auslaufen als
auch allzu breite Linien entstehen zu lassen, wenn das Schreibgerät nicht fest in der Hand
gehalten wurde und nur die eigentliche Schreibspitze mit leichtem Druck mit der Schreibfläche in Berührung
kam.
Ferner mußten bei der Entwicklung einer solchen Schreibspitze gewisse Vorteile der mit Fasern,
Borsten oder Filz arbeitenden Markiervorrichtungen, namentlich die Benutzung kapillarer Hohlräume zur
Zuführung der Schreibflüssigkeit, beibehalten und Nachteile, Mängel und Einschränkungen dieser Vorrichtungen
nach Möglichkeit vermieden werden. Die Erfindung strebt eine Schreibspitze der Fließfederausführung
von ziemlicher Starrheit an, die in ein einfach gebautes, billig herzustellendes und leicht in
der Hand zu führendes Schreibgerät eingebaut werden kann und deren Werkstoff beim Schreiben so
gut wie keine Belastung durch den Schreibaufdruck erfährt, die daher auch eine große Haltbarkeit besitzt.
Der Schreibaufdruck soll bei dieser Spitze größten-
teils von einem anderen Teil des Schreibgerätes aufgenommen werden.
Die Erfindung erreicht diese Ziele dadurch, daß sie eine Schreibspitze aus einem stark verdichteten
Bündel langer Teile, z. B. parallel zueinander angeordneter Fäden oder Fasern vorschlägt, die mit ihren
benachbarten Wänden kapillare Durchgänge für die Schreibflüssigkeit bilden und in ihrer Längsrichtung
von einem dünnwandigen, nahtlosen elastischen Rohi aus verschleißfestem Werkstoff fest umschlossen
werden. Sie erreicht diese Ziele ferner dadurch, daß die Schreibspitze an einem Ende zum Schreiben als
glatte Gleitfläche abgerundet ist. Gegebenenfalls wird die im Querschnitt kreisrund gestaltete Schreibspitze
in einer nicht kreisrunden öffnung, die im vorderen Ende des als Gehäuse dienenden Rohres vorgesehen
ist, unter Aussparung von Luftdurchlässen in Richtung der Längsachse des Schreibgeräts gehalten, und
zwar wird ihre (einstellbare) Lage im Schreibgerät durch Reibung kraftschlüssig festgelegt.
Außer den Vorteilen einer leichten und billigen Herstellung und einer bequemen Handhabung hat die
Erfindung vor allem den Vorteil einer langen Gebrauchslebensdauer, da der beim Schreiben ausgeübte
Druck nicht durch die als Schreibspitze dienenden Fäden oder Fasern, sondern größtenteils durch
das sie haltende elastische Rohr aufgenommen wird, die Fäden oder Fasern also geschont werden. Dieses
Rohr kann auch aus einem geeigneten Kunststoff, z. B. Teflon, bestehen, der gegen den chemischen
Angriff der Bestandteile der Schreibflüssigkeit immun ist, eine geringe Reibung auf der Schreibfläche und
Verschleißeigenschaften besitzt, die diejenigen des kapillaren Kernwerkstoffs stark unterstützen. Die
inneren Enden des Faser- oder Fadenbündels stehen mit der Schreibflüssigkeit in inniger Berührung, und
die äußeren, vom Rohr nicht mehr bedeckten Enden desselben sind gerade nur so weit bloßgelegt, daß sie
bei der üblichen Schräghaltung des Schreibgeräts die Schreibflüssigkeit mit der Schreibfläche in Berührung
bringen. Durch entsprechende Gestaltung der Spitze des Bündels und des Rohrendes kann schließlich
dafür gesorgt werden, daß mit der erfindungsgemäßen Schreibspitze die gewünschten feinen Linien gezogen
und feinen Punkte angebracht werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt ?
F i g. 1 eine zum Teil als Schnitt gezeichnete Ansicht des Schreibgerätes,
F i g. 2 ein vergrößert gezeichneter senkrechter Schnitt durch den die Schreibspitze tragenden
unteren Teil des Schreibgerätes nach F i g. 1,
F i g. 3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 in der Fig. 2,
F i g. 4 einen vergrößert gezeichneten Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch das Schreibgerät an der
Verbindungsstelle zwischen der Schreibspitze und dem Hauptkörper des Schreibgerätes nach der
Linie 4-4 in der F i g. 2.
Das als Ausführungsbeispiel gewählte Schreibgerät 10 weist einen rohrförmigen Hauptkörper 11 aus
einem geeigneten Material, z. B. aus einem geformten Kunststoff auf. Der Hauptkörper 11 verjüngt sich
zum unteren Ende 12, das mit einer nichtkreisrunden Öffnung 13 versehen ist, in die eine Schreibspitze
14 eingesetzt ist. Wird das Schreibgerät nicht benutzt, so wird die Schreibspitze 14 vorzugsweise
durch eine Kappe 15 geschützt, die entweder auf das eine oder das andere Ende des zylindrischen Hauptkörpers
des Schreibgerätes aufgesetzt wird.
Der Hauptkörper 11 wird mit einer geeigneten Schreibflüssigkeit gefüllt, die erwünschtermaßen von
einem absorbierenden Material 17 zurückgehalten wird. Solche für diesen Zweck geeignetere Materialien
sind an sich bekannt und können aus einem porösen faserigen Material, Filz, einer Masse von
inerten körnigen Partikeln unter anderem bestehen.
ίο Das obere Ende des Hauptkörpers 11 ist mit einer
abnehmbaren Kappe 19 versehen, wodurch ein Wiederauffüllen des Materials 17 mit Tinte ermöglicht
wird, wenn der Tintenvorrat aufgebraucht ist. Die in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellte und ein
wichtiges Merkmal der Erfindung darstellende Schreibspitze 14 besteht aus einem im allgemeinen
steifen, jedoch etwas biegsamen, an den Enden offenen Rohr 20, das einen stark zusammengedrängten
Kern aus einem die Tinte zuführenden kapillaren Material 21 umschließt. Die einzelnen
Elemente der Schreibspitze 14 sind stark vergrößert dargestellt, um das Verständnis des Aufbaus zu erleichtern
besonders im Hinblick auf den Umstand, daß der Außendurchmesser des Rohres 20 vorzugsweise
nicht mehr als 1,25 mm und der Innendurchmesser ungefähr 0,875 mm beträgt. Die Wandung des
/Rohres weist daher eine Dicke von ungefähr 0,187 mm auf. Die Dicke kann je nach den Eigenschaften
des Materials verändert werden.
Obwohl für die Schreibspitze ein Metall, z. B: Messing oder Aluminium verwendet werden kann,
wurden ausgezeichnete Ergebnisse mit stranggepreßten Kunststoffen erzielt, die von der verwendeten
Tinte nicht angegriffen werden. Tetrafluoräthylen, im Handel unter der Bezeichnung »Teflon« bekannt, ist
für diesen Zweck besonders gut geeignet wegen seiner Festigkeit, Zähigkeit, seiner ungewöhnlichen großen
Abriebfestigkeit, seiner Widerstandsfähigkeit gegen Tinten, seiner langen Lebensdauer und seines ungewohnlich
kleinen Reibungskoeffizienten.
Das als Umhüllung dienende Rohr 20 ist mit irgendeinem, die Tinte zuführenden Kapillarmaterial
17, z. B. mit einer Vielzahl von sehr feinen Fäden oder Fasern aus einem adsorbierenden oder nicht
adsorbierenden Material gefüllt. Im besonderen hat sich gezeigt, daß die besten Ergebnisse mit einer
• - Kernfüllung aus einem unverdrillten 200-fädigen Nylongarn von 3700 denier erzielt werden,, welches
Material durch das Rohr gezogen wird, bis dieses vollständig mit diesen Fäden gefüllt ist. Das obere
oder innenliegende Ende der vom Hauptkörper 11 umschlossenen Schreibspitze ragt erwünschtermaßen
nach oben in das absorbierende, die Tinte zurückhaltende Material 17 hinein, oder das Material kann
am angrenzenden Ende des umhüllenden Rohres 20 "abgeschnitten werden. Die Fäden stehen am unteren
Ende etwas über das vordere Ende der Schreibspitze hinaus vor und erhalten erwünschtermaßen ein abgerundetes
Ende 22, wie in F i g. 2 dargestellt. Die angrenzende Randkante des als Umhüllung dienenden
Rohres 20 wird in der gleichen Weise abgerundet oder abgeschrägt, wobei eine glatte Gleitfläche 23
geschaffen wird, an die sich ohne Übergang das abgerundete Ende 22 des Kapillarmaterials anschließt.
Die Gleitfläche 23 bildet daher ein allgemein schmales kegelsumpfförmiges Band, von dem ein
kleiner Bezirk eine Gleitfläche bildet, die über die Schreibfläche entlanggleitet, wenn der Halter in der
normalerweise üblichen Schräglage in bezug auf die Schreibfläche gehalten wird. Es ist ebenso zu erkennen,
daß das angrenzende abgerundete Ende 22 der Fäden die Schreibfläche berührt und die Tinte zu
dieser Schreibfläche in Form eines sehr schmalen Bandes leitet, das von dem sehr schmalen Teil der
steifen Gleitfläche 23 bestimmt wird, das tatsächlich mit der Schreibfläche in Berührung steht. Da weiter-^
hin nur ein verhältnismäßig kleiner Prozentsatz dieser Gleitfläche jeweils mit der Schreibfläche in Berührung
gebracht werden kann, und da diese schmale Gleitfläche die Breite der Linie bestimmt, die beim
Gleiten der Schreibspitze über die Schreibfläche zurückbleibt, so lassen sich sehr feine Linien ziehen.
Da der beim Schreiben ausgeübte Druck von dem als Umhüllung dienenden Rohr 20 und nicht vom
kapillaren Material 21 aufgenommen wird, so werden die als kapillares Material21 z.B. verwendeten verhältnismäßig
biegsamen Fasern oder Fäden nicht abgelenkt und nehmen nur wenig oder gar keine Rei- so
bungskräfte oder ausgeübten Schreibdruck auf. Infolgedessen werden die die Schreibfläche berührenden
Enden der Fäden durch den Schreibdruck nicht auseinandergespreizt, sondern nur sehr leicht mit der
Schreibfläche in Berührung gehalten, ganz gleich, welche Neigung das Schreibgerät in bezug auf die
Senkrechte zu Beginn des Schreibens aufweist.
Das als Umhüllung dienende Rohr 20 ist derjenige Bestandteil der Schreibspitze, der der Abnutzung
einen Widerstand entgegensetzt/Wird für die Umhüllung, wie an sich erwünscht, ein Material mit
einem kleinen Reibungskoeffizienten gewählt, so erhält die Umhüllung eine äußerst lange Lebensdauer
und somit auch das geschützte, einen Kern bildende kapillare Material 21.
Ein weiteres, in den F i g. 2 und 3 dargestelltes Merkmal der Erfindung bezieht sich auf die Lagerung
der Schreibspitze 14 im Hauptkörper 11. Die Öffnung 13, in die die Schreibspitze 14 eingesetzt wird, weist
einen nicht kreisrunden sondern z.B. einen sechseckigen Querschnitt auf, wie in der F i g. 3 dargestellt.
Der Innendurchmesser dieses Sechsecks ist etwas kleiner als der Außendurchmesser des als Umhüllung
dienenden Rohres 20, so daß diese in der Öffnung im Reibsitz festsitzt, wobei mehrere sehr kleine Durchlasse
24 verbleiben, die das Eindringen von Luft zulassen, wenn die Tinte beim Gebrauch des .Schreibgerätes
verbraucht wird. Die Luftdurchlässe 24 ermöglichen auch einen Temperatur- und Druckausgleich
ohne ein Heraussickern der Tinte zuzulassen. Sollte die Schreibspitze 14 beschädigt oder aus
irgendeinem Grund unbrauchbar werden, so kann sie ohne Schwierigkeit herausgezogen und durch eine
andere gleiche Schreibspitze ersetzt werden.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Schreibgerätes ist aus der vorstehenden ausführlichen Darstellung
der Bauelemente und deren Arbeitsbeziehung zueinander zu ersehen. Hiernach kann der vorderste Teil
der Schreibspitze 14 auf eine Schreibfläche aufgesetzt werden, wobei irgendein Teil der Gleitfläche 23 mit
der Schreibfläche in Berührung gelangt und als Gleitschuh dient. Die mehr oder weniger starken Schreibdrücke
werden im wesentlichen gänzlich von dem als Umhüllung dienenden Rohr 20 aufgenommen, während
der aus kapillarem Material 21 bestehende Körper der Schreibspitze 14 nur etwas oder unmerklich
durchgebogen wird. Ein wiederholtes Durchbiegen der Schreibspitze 14 quer zu deren Länge erfolgt
natürlich beim Schreiben jedoch in so geringem Ausmaß, daß es innerhalb der Elastizitätsgrenze der
Schreibspitzenanordnung liegt. Ungeachtet dieses wiederholten Abbiegens kehrt die Schreibspitze 14 sofort
in den ursprünglichen geraden Zustand zurück, wenn der Druck nachläßt, selbst wenn -zufällig oder
aus anderen Gründen die Schreibspitze 14 sehr stark abgebogen wird.
Claims (2)
1. Schreibspitze für ein Schreibgerät mit einem hohlen rohrförmigen Gehäuse, in dessen vorderem
Teil in einer Öffnung die Schreibspitze aus kapillarem Werkstoff vorgesehen ist, deren hinteres
Ende mit einem eine Schreibflüssigkeit speichernden Werkstoff in Verbindung steht und
deren vorderes Ende zum Schreiben über den äußeren Rand der Öffnung herausragend angeordnet
ist, dadurchgekennzeichnet, daß als Schreibspitze (14) ein stark verdichtetes Bünde]
langer Teile, z. B. parallel zueinander angeordneter Fäden bzw. Fasern, kapillare Durchgänge
einschließend, in Längsrichtung von einem dünnwandigen, nahtlosen elastischen Rohr aus verschleißfestem
Werkstoff fest umschlossen ist und die Schreibspitze an einem Ende zum Schreiben
als glatte Gleitfläche abgerundet ist.
2. Schreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibspitze (14) von
kreisrundem Querschnitt in einer nicht kreisrunden Öffnung (13) im vorderen Ende des rohrförmigen
Gehäuses (11) unter Aussparung von Luftdurchlässen (24) in Richtung der Längsachse
des Schreibgerätes einstellbar durch Reibung kraftschlüssig festgelegt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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