DE1449272A1 - Fahrkartenautomat mit einer Kartenwaehlvorrichtung - Google Patents
Fahrkartenautomat mit einer KartenwaehlvorrichtungInfo
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Description
HA9272
Anmelder: SODECO Societe des Compteurs de Geneve
NEUE UNTERLAGEN
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrkartenautomaten mit einer
Kartenwählvorrichtung, deren einzelne Wähltasten je einer bestimmten Fahrkarte zugeordnet sind, mit einem Münzeinwurf und mit Münzwertdetektoren,
welche die Werte der einzelnen, eingeworfenen Münzen feststellen, mit einer Kartenausgabevorrichtung, die bei Betätigung einer
Wähltaste auf die gewählte Fahrkarte eingestellt wird, mit einer Zählerund Speichervorrichtung zum Vergleich des Fahrkartenpreises mit dem Λ
Wert der eingeworfenen Münzen sowie mit einer Vorrichtung zum automatischen Geldwechsel und zur automatischen Rückerstattung der eventuellen
Differenz zwischen dem eingeworfenen Münzbetrag und dem Fahrkartenpreis.
Bei bisher bekannten Fahrkartenautomaten bestehen die Rechen- und Speichervorrichtungen weitgehend aus mechanischen und elektromechanischen
Bauelementen, wie Stufenschaltern, Rollenzählern, Nockenvorrichtungen und mechanischen Verriegelungseinrichtungen.
•3Ue Unterlagen (Art. 7 § 1 Abs. 2 Nr. 1 Satz 3 des Änderungsges. v. 4. 9.
0900. S2.12D.123 - BIl/KW/me 9 0 9 Ö 1 8 / 0 CU 6
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Insbesondere ist es bekannt, den eingeworfenen Münzbetrag durch einen Zähler zu registrieren, der über ein Kegelgetriebe auf ziemlich
komplizierte Weise für eine mechanische Speicherung des Münzbetrages sorgt, während der Preis der gewählten Fahrkarte ebenfalls durch eine
mechanische Vorrichtung dargestellt wird, die ein Klinkenschaltwerk,
auf rotierbaren Wellen angeordneten Scheiben mit Schlitzen sowie mit den Schlitzen zusammenarbeitende Stössel enthält, welche den gewählten
Fahrkarten zugeordnet sind. Der dem Benutzer rückzuerstattende Betrag,
nämlich die Differenz zwischen eingeworfenem Münzwert und Fahrkartenpreis, wird auf mechanische Weise ermittelt, indem eine
rotierende Welle den Differenzbetrag auf einen Zähler gibt, welcher über eine Zahnstange antreibbar ist.
Bei einem anderen bekannten Fahrkartenautomaten wird der eingeworfene
Münzbetrag mechanisch durch den Drehwinkel eines auf einer Welle sitzenden Registrierrades dargestellt, wobei besonders zu betätigende
Anschläge diesen Drehwinkel begrenzen. Der rückzuerstattende Differenzbetrag wird dann durch eine Subtraktionsklinke unter Drehung des Registrierrades
abgezählt.
Bei einem anderen bekannten Automaten mit Stufenschaltern arbeitet die
Rückgabe vor richtung derart, dass die ausgeworfenen Münzen selber über
Kontakte einen Elektromagneten steuern, welcher seinerseits die Stufenschalter
betätigt.
Zur Ermittlung eines eventuellen Kundenguthabens ist es bei einem anderen Automaten bekannt, die Beträge mittels elektrischer Impedanzkreise
darzustellen und die Differenz mittels einer elektromechanischen Vorrichtung zur Nullwertsuche zu bestimmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrkartenautomaten
der eingangs beschriebenen Art sowohl hinsichtlich des konstruktiven
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Aufbaus als auch seiner Funktionen zur Auswertung der eingeworfenen
Münzbeträge zu vereinfachen, indem nicht nur die Rechen- und Speichervorrichtung
unter Verzicht auf elektromechanische Bauelemente weitgehend
mit elektronischen Bauelementen arbeitet, sondern ein neuartiges Auswertungsprinzip angewendet wird, welches die Anzahl der durchzuführenden
Operationen reduziert.
Ausgehend von einem Fahrkartenautomaten der eingangs beschriebenen
Art ist die Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe gekennzeichnet durch eine elektrische Zähler- und Speichereinrichtung, in welcher der betreffende
Fahrkartenpreis bei Betätigung der Fahrkartenwähltaste eingestellt
wird, durch einen Impulsgenerator, welcher von den Münzwertdetektoren gesteuert wird und den Münzwerten entsprechende Impulsfolgen
an die erwähnte Zähler- und Speichereinrichtung sendet, in welcher die eintreffenden Impulse eine sukzessive Subtraktion des eingeworfenen
Münzbetrages vom gespeicherten Fahrkartenpreis bewirken, durch ein Prüfrelais, welches nach Erreichen des Zählerstandes Null die
Kartenausgabevorrichtung in Tätigkeit setzt, durch eine zur erwähnten Geldwechsel- und Rückerstattungsvorrichtung gehörende elektrische
Einheit, welche durch das erwähnte Prüfrelais bei über den Zählerstand Null hinausgehender Rückschaltung des Zählers an die Zähler- und
Speichereinrichtung angeschlossen wird und welche den durch Subtraktion über den Wert Null hinausgehenden Restbetrag, welcher den
Komplementarwert des zu erstattenden Rückgabebetrages darstellt, durch komplementäre Umbelegung der Zähler- und Speichereinrichtung
in den wahren Rückgabebetrag umwandelt, sowie durch eine erneute Inbetriebsetzung des erwähnten Impulsgenerators, der eine Anzahl von
diesem Rückgabebetrag entsprechenden Impulsen an die elektromagnetischen
Ausgabevorrichtungen und gleichzeitig an die Zähler- und Speichereinrichtung zurücksendet, welche dadurch sukzessive auf Null
zurückgestellt wird und bei Erreichen des Zählerstandes Null den Impulsgenerator abschaltet.
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Auf diese Weise wird erreicht, dass ein einziger, zunächst von dem
Münzwertdetektoren gesteuerte Impulsgeber durch die von ihm ausgesendete Impulsfolge in einem Arbeitsgang für einen Vergleich des zuvor
gespeicherten Fahrkartenpreises mit dem eingeworfenen Münzbetrag, für die Rückstellung des Zählers auf Null und damit für den Auswurf
der Fahrkarte, und, im Falle eines überschüssigen Geldbetrages, im
Zuge der gleichen Impulsfolge für die Ermittlung dieses Restguthabens, sowie anschliessend, nach nochmaliger Inbetriebsetzung, für den Auswurf
dieses Betrages sorgt, wobei gleichzeitig die erneute Rückstellung des Zählers auf Null erfolgt. Damit wird der Aufwand an Schaltungen
und elektromechanischen Vorrichtungen wesentlich gegenüber den bisher bekannten Automaten verringert. Das Problem des Vergleichs von
Fahrkartenpreis und eingeworfenem Münzbetrag ist auf die verhältnis massig
einfach zu lösende Aufgabe reduziert, die Ausgabe einer Fahrkarte immer dann auszulösen, wenn der Zähler seine Nullstellung erreicht.
Der Automat nach der Erfindung lässt sich sehr einfach beliebig hohen, zu verarbeitenden Maximalbeträgen anpassen, da diese
Maximalbeträge nur durch die ohne besonderen Aufwand sehr gross zu wählende Kapazität der elektrischen Zähler- und Speichereinrichtung
bestimmt ist, ohne dass eine entsprechend hohe Zahl von mechanischen Elementen erforderlich wäre.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 : eine Ansicht des geöffneten Automaten, Fig, 2 : ein Blockschaltbild des Automaten,
und 4 5 Einzelheitendes Schaltschemas nach Fig. 2,
bis Il : Diagramme, welche die Funktion der einzelnen
Speicherelemente veranschaulichen,
Fig. 12 : eine Ansicht der Geldrückgabe vor richtung, Fig. 13 : einen Schnitt längs der Linie XIII-XIII nach Fig. 12,
und 15 : Ansichten eines Einzelteils nach Fig. 13 in vergrösserter
Darstellung und
Fig. 16 : ein Schaltschema der Rückgabe vor richtung nach Fig. 12.
Fig. 16 : ein Schaltschema der Rückgabe vor richtung nach Fig. 12.
Der Verkaufsautomat hat nach Fig. 1 eine Tastatur 1, deren Tasten 2 den
gewünschten Fahrkarten entsprechen und die vom Käufer zu betätigen sind. Jeder der Tasten steuert ein Relais 3 (Fig. 2), das einerseits mit
einer Druckeinrichtung 4 für die Fahrkarten und andererseits mit einem Relaissystem 5 für die Festsetzung der Preise verbunden ist. Der
Automat weist ferner einen aus den drei Relaisketten 6a, 6b und 6c bestehenden Speicher, ein Schalter system 7, das an die Relaiskette 6a
angeschlossen ist, ein Anzeigeorgan 8 (Fig. 1), eine Einrichtung 9 zum Einwurf und zur Prüfung der Münzen, welche das Prüfergebnis an das
Steuerorgan 10 weitergibt, ein Kontrollgerät 11 sowie eine Münzrückgabevorrichtung
12 auf. Die Gesamtheit aller Baueinheiten ist in einem Schrank 13 angeordnet, der auf Fig. 1 in geöffneter Stellung dargestellt
ist; die Innenwand der einen Schranktür 14a trägt die Tastatur 1, während an der Innenwand der anderen Schranktür 14b die Rückgabe vor richtung
angeordnet ist.
Die Relais 3 sind mit dem Relaissystem 5 über eine Verteilerplatte 15
verbunden, welche die einzelnen Klemmen der zum Relaissystem 5 über eine Verteilerplatte 15 verbunden, welche die einzelnen Klemmen
der zum Relaissystem 5 gehörenden Relais 16', 16", I6ltf usw. (die
Anzahl ist natürlich nicht auf drei beschränkt), die sogenannten Preisrelais,
trägt. Diese Preisrelais übersetzen die vom Relais 3 empfangene Information in den Kaufpreis für die gewünschte Fahrkarte, Das geschieht
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derart, dass jedes Preis relais die Erregung eines oder mehrerer Relais des Speichers steuert, in welchem jedem Speicherrelais ein
bestimmter Betrag zugeordnet ist.
Die Speicher kette 6a erlaubt die Speicherung von Beträgen zwischen
0 und 0,9 Franken, die Kette 6b die von Beträgen zwischen 0 und 9. -- Franken und die Kette 6c die von Beträgen zwischen 0 und
90. -- Franken; bei einer Beschränkung auf drei Preisrelais und drei Speicherketten, wie im beschriebenen Ausführungsbeispiel, können
also maximale Beträge bis 99.90 Franken gespeichert werden.
Jede Speicherkette 6a, 6b bzw. 6c besitzt nach Fig. 3 vier Relaispaare
Xl, Yl bis X4, Y4, bzw. Vl, Wl bis V4, W4 (Fig. 4) bzw. Tl,Ul, bis
T4, U4. Jedes Relaispaar repräsentiert, wenn es erregt ist, das Komplement einer bestimmten Binärzahl. Es können mehrere Relais paare
gleichzeitig erregt sein, was die Speicherung einer Zahl erlaubt, die gleich der Summe Komplemente ist, welche den betreff enden Relais·
paaren entsprechen. Die folgende Tabelle gibt für jeden Betrag, der durch die verschiedenen Relaisketten gespeichert werden kann, die
zur Darstellung dieses Betrages erregten Relais an:
Kette 6a
0,2X4/Y4
0,3 X1'+ X2 + X3A1 + Y2 + Y3
0,4 X2 + X3/Y2 + Y3
0,5X1 + X3ZY1 + Y3
0,6 X3 / Y3
0,7 X1+ X2/Y1+ Y2
0,8 X2 /Y2
ÖÖS818/ÖÖ4S
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Vl + | Kette | 6b | W4 | 10 | T1 + | Kette | 6c | |
1 | V4/ | V" | rJ + | 20 | T4Z | T4-/ | U1 + U4 | |
2 | vi + | ^w4 | 'W1 + w_ + w | 30 | T1 + | U4 | ||
3 | V2-> | V2 + | V3> | y W3 | 40 | T2 + | T2 + | T-/U + U + U 3' 1 2 3 |
4 | Vl + | -V3Z^ | W3 | 50 | T1 + | T3Z | U2 + U3 | |
5 | V3/ | V3Zv | ri + | 60 | T3/ | T3/ | U1 + U3 | |
6 | 'W3 | Λ- ΛΙΓ | 70 | T1 + | U3 | |||
7 | V2Z1 | V2Z | Wl | 80 | T2Zt | T2Zi | J1 + U2 | |
8 | V1Z | w-z | 90 | T1Z | ||||
9 | • A | W1 | 0 | • A | ||||
O | ||||||||
Der bewegliche Kontakt der Preisrelais 16, die die Speicherung des
Preises für die gewünschten Fahrkarten steuern, ist mit den entsprechenden Speicherrelais verbunden; wenn beispielsweise der Fahrkartenpreis
6,20 Franken beträgt, dann ist das Relais 16' direkt mit dem Relaispaar
^4' ^4 und das Relais 16 " mit dem Relaispaar X3, Υ·ΐ verbunden,
während das dritte Preisrelais 16"' keine Anregung eines der Relais der
Speicherkette 6 c bewirkt.
Die auf Fig. 3 für die Kette 6a und auf Fig. 4 für die identischen Ketten
6b und 6c dargestellten Systeme sind an sich bekannt und brauchen hier nicht näher beschrieben zu werden. Ihre Fuktion beruht auf dem Prinzip
einer Anregungsfolge und auf dem Kurzschliessen der verschiedenen Relais X1 bis X4; wobei einer der Kontakte X1 bis X3 dieser Relais die
Schliessung des Speisekreises des folgenden Relais X bestimmt , wenn
das eigene Steuerrelais dieses Kontaktes kurzgeschlossen ist.
Auf Fig. 5 ist die zeitliche Erregungsfolge der verschiedenen Relais
der Kette 6a dargestellt, wie sie sich aufgrund von Impulsen ergibt, welch© der Relajskette durch einen nicht näher dargestellten Impuls-
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generator i" zugeführt werden. Auf der ersten Linie in Fig. 5 sind,
die empfangenen Impulse als Funktion der Zeit dargestellt; im vorliegenden Falle wurden zehn Impulse I-X, angenommen. Auf den
darunterliegenden Linien bezeichnen die schraffierten Rechtecke die Erregungszeiten der verschiedenen Relais in Abhängigkeit von der
eintreffenden Impulsfolge.
Der gespeicherte Betrag erscheint auf einer im Oberteil des Schrankes
13 angeordneten Anzeigevorrichtung, die vier Fenster aufweist; hinter
jedem Fenster befinden sich beispielsweise Neonröhren, die mit zehn Elektroden in Form der Ziffern 0-9 ausgerüstet sind. Jede dieser
Elektroden ist nach Fig. 2 mit denjenigen Relais der Speicherketten 6a bis 6c verbunden, welche dem betreffenden Ziffernwert entsprechen.
Die Einrichtung zum Drucken der Fahrkarten, die beispielsweise ähnlich aufgebaut sein kann, wie es im Schweizer Patent Nr. ....
(Schweizer Patentanmeldung Nr. 646/61) beschrieben ist, umfasst Druckstöcke 17, die den verschiedenen Aufdrucken der gewünschten
Fahrkarten entsprechen.und die auf einem von einem Motor 19 angetriebenen
Karussell 18 angeordnet sind. Die Relais 20a und 20b nach Fig. 2 dienen zur Steuerung des Anlaufs und des Stillsetzens des Motors;
ferner ist eine Papierrolle 20 für die zu bedruckenden und auszugebenden
Fahrkarten sowie ein Farbwerk 18a vorgesehen. Die Motorrelais 20a und 20b werden von einem Wähler 21 gesteuert, der soviele Kontakte
besitzt, wie Druckstöcke vorgesehen sind. Diese Kontakte sind mit den entsprechenden Relais 3 verbunden. Die erste, in die Einwurfvorrichtung
9 eingeworfene Münze bewirkt die Schliessung des Relais 20b, wodurch der Erregerkreis des Motors 19 geschlossen wird. Wenn sich
der für die gewählte Fahrkarte bestimmte Druckstock dem Farbwerk 18a gegenüber befindet, steuert der Wähler 21 das Relais 20a, wodurch
der Motor und das Druckstockkarussellstillgesetzt werden.
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Der Druck und die Ausgabe der Fahrkarte erfolgen erst dann, wenn der
vom Käufer eingeworfene Betrag an Münzen gleich dem Kaufpreis der Fahrkarte oder um maximal 0,90 Franken höher als dieser Kaufpreis ist.
Die Kontrolleinrichtung 11 betätigt zu diesem Zwecke, wenn der Betrag
an eingeworfenen Münzen den genannten Forderungen entspricht, die Druckvorrichtung 4 und gegebenenfalls die Rückgabeeinrichtung 12, wie
es später noch näher erläutert wird.
Wenn der eingeworfene Betrag den Wert von 0,90 Franken übersteigt,
dann verhindert die Kontrolleinrichtung 11 den Druck der Fahrkarte und ermöglicht, dass eine auf Fig. 1 mit 22a bezeichnete Steuereinrichtung
von Hand betätigt werden kann; dadurch lässt sich eine Ventilklappe 23
(wie sie im einzelnen in dem Schweizer Patent Nr ; Schweizer
Patentanmeldung Nr. 646/61, beschrieben ist) betätigen, welche die
zuviel eingeworfenen Münzen über einen Kanal 23a in einen Entnahme behälter 24 fallen lässt, aus dem sie der Käufer herausnehmen kann.
Das gleiche Klappenventil 23 bewirkt andererseits, wenn der eingeworfene
Betrag dem Kaufpreis entspricht oder um höchstens 0j?0 Franken
höher ist, dass die Münzen in eine Kasse 25 geleitet werden, die an der Innenwand der Schranktür 14a angeordnet ist.
Wenn der Betrag an eingeworfenen Münzen kleiner als der gespeicherte
Kaufpreis ist, dann bewirkt die Kontrolleinrichtung 11 nach einer bestimmten vorgebbaren Zeit, beispielsweise nach 50 Sekunden, die
Oeffnung der Ventilklappe 23 und damit die Rückgabe aller eingeworfenen , Münzen; gleichzeitig wird die gespeicherte Information des Kaufpreises,
beispielsweise mit Hilfe nicht dargestellter Zeitrelais, gelöscht. Die gleichen Lösch-Relais treten in Tätigkeit, wenn nach Betätigung einer
Taste innerhalb einer bestimmten Zeit kein Geld eingeworfen wird.
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Im Falle eines Ausbleibens der Speisespannung, beispielsweise bei
einem Ausfall des Netzes oder beim Absinken der Spannung unter einen für die zuverlässige Funktion des Automaten erforderlichen Wert,
sorgen nicht dargestellte Steuerrelais sowie ebenfalls nicht dargestellte, ständig an das Netz angeschlossene Kondensatoren dafür, dass auf alle
Fälle noch soviel elektrische Energie zur Verfügung steht, um die Ventilklappe 23 zu betätigen und dem Käufer das bereits eingeworfene
Geld zurückzugeben.
Die Geldrückgabevorrichtung 12 besteht nach Fig. 12 aus einem Kasten
30, in den sechs transparente Röhrchen 31a - 31f eingesetzt sind, die mit den Rückgabemünzen gefüllt sind. Beispielsweise enthalten die
Röhrchen 31a bis 31d 20-Rappen-Stücke und die Röhrchen 31e und 31f
10-Rappen-Stücke. Diese Münzröhrchen sind auf der Unterseite in
die Muffen 35a bis 35 f eingesetzt und werden auf ihren Oberseiten durch Druckorgane 33 gehalten, welche in die Ringe 32 auf der Oberseite
der Röhrchen eingreifen. Am unteren Ende, kurz oberhalb der Muffen, sind die Münzröhrchen mittels eines U-förmigen Bügels 34
(Fig. 15) verschlossen, der durch entsprechende Oeffnungen in der Münzröhrchenwand geschoben ist und seinerseits auf seinem herausragenden
Teil eine kleine Oeffnung 34a aufweist, damit das betreffende Münzröhrchen, wenn es voll ist, mittels eines nicht dargestellten und
durch diese kleine Oeffnung 6a zu steckenden Blockierungsorgan oder
eines Siegels fest verschlossen werden kann, beispielsweise während des Transports. Wenn die Röhrchen in ihrer senkrechten Stellung
zwischen den Druckorganen 33 und den Muffen 35 montiert worden sind, lassen sich die Bügel 34 einfach unter Zerreissen des Siegels entfernen.
An dem unteren horizontalen Wandteil 30a, auf welchem die Muffen 35
angeordnet sind, sind Plättchen 36a bis 36g in einem bestimmten Abstand befestigt, welcher gerade der Dicke der entsprechenden Münze
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entspricht. Die Enden der Plättchen 36 ragen jeweils unter die Oeffnung
der Muffen 35 und haben einen Abstand voneinander, welcher der Breite einer in das Wandteil 30a neben jeder Muffe eingeschnittenen Spalte 37c
(Fig. 13, Fig. 15) entspricht. An dem Wandteil 30a sind ferner neben
jedem Münzröhrchen Winkelstücke 30b befestigt, an deren langem Schenkel je ein Drehmagnet 38, ein Schalter 39 und eine Wippe 40 angeordnet
sind. Wenn einer der Elektromagnete erregt wird, dann dreht sich der Hebel 41 im Sinne des Pfeiles fl (Fig. 13) entgegen der Wirkung
der Rückholfeder 42 und verschiebt dabei mit seinem durch den Spalt 37c (nach Fig. 13) unten aus dem Gehäuse heraus ragenden Arm
den Stössel 44 parallel zum Wandteil 30a nach rechts. Der Stössel 44
ist mittels einer Welle 43 gelenkig am Hebel 41 gelagert und an seinem kurzen Ende mittels einer Feder 45 rait dem heraus ragenden Ende des
Hebels 41 verbunden. Dadurch wird, unabhängig von der Winkelstellung des Hebels 41, die horizontale Lage des Stössels 44 gewährleistet. In
der auf Fig. 13 dargestellten Ruhelage des Stössels 44 befindet sich dessen der Feder 45 abgewandtes Ende im Raum zwischen zwei benachbarten
Plättchen 36 in Berührung mit dem Rand der im Münzröhrchen zu unterst liegenden Münze p. Wenn der Stössel 44 bei Erregung des
Elektromagneten 38 vorgeschoben wird, dann wird die Münze ρ in der
Darstellung nach Fig. 13 nach rechts herausgestossen und fällt in den Sammelbehälter 45 (Fig. 1), der unterhalb der Münzröhrchen 31 angeordnet
ist; von dort gelangen die Münzen weiter in den Entnahmebehtlter 24 (Fig. 1).
Nach Entregung des Elektromagneten nehmen Stössel 44 und Hebel 41 unter der Wirkung der Feder 42 wieder ihre auf Fig. 13darge stellte
Ruhelage ein, so dass die im betreffenden Münzröhrchen befindliche Säule von Münzen he runter gleiten kann und die nunmehr unterste Münze auf
dem Plättchen 36 zur Auflage kommt.
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Jede der erwähnten Wippen 40 wird aus einem im Punkte 46 drehbar gelagerten Hebel gebildet, dessen oberes Ende sich zu einer Schaufel
47 verbreitert. Das untere Ende einer Wippe 40 liegt unter der Wirkung der Feder 48 gegen den mit dem Stössel 44 verbundenen Anschlag 44a
an. Jedesmal, wenn der Stössel 44 bei Erregung des Magneten eine Münze auswirft, wird daher die Wippe 40 unter der Wirkung der Feder
46 in Richtung des Pfeiles f2 nach Fig. 13 gedreht, wobei jedoch die Grosse dieser Drehung, solange sich noch Münzen im betreffenden
Münz röhrchen befinden, nur sehr klein ist, da ja diese mögliche
Drehbewegung durch den Anschlag des unteren Endes der Wippe 40 gegen den Rand der sofort nachrutschenden Münzen begrenzt wird.
Bei Rückkehr des Stössels 44 in seine Ruhestellung wird auch die
Wippe 40 durch den erwähnten Anschlag 44a wieder in ihre Ruhestellung zurückgedreht. Erst wenn der Stössel 44 die letzte im Münzröhrchen
befindliche Münze auswirft, entfällt die Begrenzung der Drehbewegung der Wippe 40, da nunmehr deren unterstes Ende in eine Aussparung
35' der Muffe 35 hineingreifen kann. Diese mögliche Drehbewegung ist so gross bemessen, dass die Schaufel 47 gegen den
Knopf 39a des Schalters 39 drückt. Dieser Knopf betätigt einen Schwenkkontakt 50 (Fig. 16), der im Kreis eines Wahlschalters 51 bzw.
52 liegt und der mit den beiden festen Kontakten 51 und 52 (Fig. 16) zusammenarbeitet. Der eine feste Kontakt 51 ist mit der einen Klemme
der Erregerwicklung des betreffenden Elektromagneten 38 und der andere feste Kontakt 52 mit dem Schwenkkontakt 50 des Schalters
des benachbarten Münzröhrchens verbunden. Der Schwenkontakt 50 eines Schalters 38 stellt auf diese Weise solange über den Kontakt
die Verbindung zur Eregerspule des ihm zugeordneten Elektromagneten 38 her, wie sich noch wenigstens eine Münze im betreffenden Münzröhrchen
befindet; wenn jedoch die letzte Münze eines Münzröhrchens ausgeworfen wird, stellt der Schwenkkontakt 50 über den Kontakt 52
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die Verbindung zum folgenden Münzröhrchen her, wenn sich in diesem
wenigstens noch eine Münze befindet, andernfalls über dieses zu einem
anderen Münzröhrchen, das wenigstens noch teilweise gefüllt ist.
Der beschriebene Automat arbeitet wie folgt:
Fall a) Der vom Käufer eingeworfene Münzbetrag ist genau gleich dem
Preis der gewünschten Fahrkarte.
Es sei angenommen, dass der Käufer z.B. eine Fahrkarte zum Preise von 6,20 Franken wünscht und zu diesem Zwecke die entsprechende
Taste der Tastatur drückt. Dann werden lediglich die Speicherketten 6a und 6b zur Speicherung des eingeworfenen Betrages benötigt. In der
Kette 6a werden die Relais X4 und Y4 (Fig. 3 und 11) und in der Kette 6b die Relais V3 und W3 (Fig. 4 und 7) erregt. Daraufhin erscheint
auf der Anzeigevorrichtung 8 der Betrag der eingeworfenen Summe, also 6,20 Franken. Es sei ferner angenommen, dass zunächst ein
Fünffrankenstück eingeworfen wurde. Im entsprechenden Einwurfkanal
werden Abmessungen und Gewicht dieses Stückes geprüft und es wird ein elektrischer Impuls an das Steuerorgan 10 gesandt, wenn die
Prüfung positiv ausfällt. Das Organ 10 besteht aus einem Impulsgenerator, der auf Fig. 4 mit dem Buchstaben 1 " bezeichnet wurde.
Dieser Generator sendet an die Speicherkette 6b fünf Impulse aus und steuert die Schliessung des Relais 20b. Daraufhin bewegt der Motor 19
den der gewünschten Fahrkarte entsprechenden Druckstock vor den Drucker. Die fünf Generatorimpulse verändern die Stellung der Relais
Vl, Wl bis V4, W4 (Fig. 7) in der dargestellten Weise derart, dass am Ende des fünften Impulses die Relais Vl und Wl sowie V4, W4
erregt sind, während die anderen Relais unerregt sind. Auf der Leuchtanzeige 8 erscheint nunmehr der Betrag von 1,20 Franken, was der
Summe entspricht, die noch zum Erhalt der Fahrkarte bezahlt werden muss.
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Anschliessend wirft der Käufer 1,-- Franken ein, woraufhin der Generator 10 einen einzigen Impuls an die Kette 6b sendet. Das bewirkt
das Abfallen der Relais Vl, Wl und W4, V4, so dass dieser Speicher
gelöscht wird; daraufhin erscheint auf der Anzeige 8 nurmehr der Betrag von 0,20 Franken. Der anschliessende Einwurf eines 20-Rappen-Stücks
in den dafür vorgesehenen Schlitz der Einwurfvorrichtung 9 oder auch der Einwurf zweier 10-Rappen-Stücke bewirkt durch den Kontakt
(Fig. 3) des Generators 10 die Aussendung zweier Impulse an die Kette 6a (Fig. 11), deren Relais Xl und Yl dadurch erregt werden und anschliessend
gemeinsam mit dem Relais X4 bzw. Y4 wieder abfallen.
Damit ist auch der Speicher 6a gelöscht und auf der Anzeigevorrichtung 8 erscheint der Wert 0. Nunmehr gibt das Kontrollgerät 11 den Befehl
zum Druck der Fahrkarte, die, wenn sie bedruckt worden ist, von der Papierrolle 22 getrennt wird und in den Entnahmebehälter 24 fällt.
Durch nicht dargestellte Mittel bewirkt das Kontrollgerät anschliessend,
dass der Preis des ausgegebenen Billetts noch einmal in den Speicher eingegeben wird und dass dem eingeworfenen Geldbetrag entsprechende
Impulse erzeugt werden. Diese Impulse dienen dazu, einerseits den eingworfenen Geldbetrag durch einen summierenden Zähler 53 zu registrieren
und andererseits durch einen druckenden Zähler 54 auf einem Abrechung β bogen festzuhalten.
Die Geldrückgabevorrichtung ist in diesem betrachteten Beispiel nicht
in Funktion getreten.
Fall b) Der eingeworfene Geldbetrag ist höher als der Fahrkärtenpreis.
Es sei angenommen, dass der Käufer eine Fahrkarte zum Preise von 6,20 Franken wünscht und dazu ein Fünf-Frankenstück, ein Ein-Frankenstück
und ein 50-Rappenstück einwirft. Die Speicherung, Anzeige und Löschung der Beträge erfolgt zunächst in ganz analoger Weise, wie
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vorstehend beschrieben. Auf der Anzeige 8 erscheint zunächst der Betrag
von 6,20 Franken, dann von 1,00 Franken und schliesslich 0,20
Franken, erteprechend der Reihenfolge des Einwurfs von zunächst
einem Fünf-Frankenstück und dann einem Ein-Frankenstück. Im
Augenblick, wenn das 50-Rappen-Stück eingeworfen wird, sind nur noch
die beiden Relais X 4 und Y4 erregt, während die anderen Relais nicht erregt sind. Durch den Einwurf wird die Anzeige gelöscht. Der Generator
10 sendet über den Kontakt 11 fünf Impulse an die Kette 6a, wodurch die Stellung der Relais (Fig. 8) derart verändert wird, dass am Ende
dieser Impulsfolge lediglich die Relais Xl und Yl einerseits und die Relais X2 und Y2 andererseits erregt sind, während die anderen Relais
unerregt bleiben. Nunmehr tritt das Kontrollorgan 11 in Tätigkeit und steuert das Schaltersystem 7 (Fig. 2 und 3), dessen Kontakte 11', 11"
und 11 '" (Fig. 6) nacheinander geschlossen werden; durch das Schliessen
dieser Kontakte werden der Speicherkreis 7a und der Kreis 7b an den positiven Pol einer Spe is espannungs quelle angeschlossen. Der
Speicherkreis 7a enthält vier Relais C, CA, CB und CC, die von den
Relais Xl, X2, X3 bzw. X4 erregt werden. Im betrachteten Ausführungsbeispiel werden lediglich die Kontakte der Relais Xl und X2
geschlossen, so dass nun die Relais C und CA infolge des Schliessens von Kontakt II1 erregt werden.
Die Eregung dieser Relais C und CA bewirkt die Schliessung der Kontakte
c1 und ca1 des Kreises 7a und der Kontakte c, ca des Kreises 7b,
wie es gestrichelt auf Fig. 3 dargestellt ist. Wenn die Relais C und CA erregt sind, wird über das Kontrollgerät der Kontakt 11" geöffnet.
Dadurch wird die Speisung der Relais X2, Y2 bis X4, Y4 der Kette 6a unterbrochen, so dass diese Relais abfallen, während lediglich die
Relais Xl und Yl erregt bleiben. Ebenfalls bleiben die Relais C und CA erregt, weil sie über die Kontakte c! und ca1 über den Kontakt 11' des
Kontrollgeräts 11 am positiven Pol der Spannungsquelle gehalten werden.
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Wie auf Fig. 3 dargestellt, sind die Kontakte c und ca des Kreises 7b
derart angeordnet, dass bei Schliessung des Kontaktes llMt, die nach
Fig. 6 gleichzeitig mit der Schliessung des Kontaktes 11" erfolgt, die Relais X2, Y2 und X3 erneut erregt werden. Sie stellen also zusammen
mit den Relais Xl, Yl, deren Erregiingszustand sich ja während der
Funktion des Schaltersystems 7 nicht geändert hat, die Summe dar, die an den Käufer zurückzuzahlen ist, da sie das Komplement zu dem Betrag
repräsentieren, der nach dem Einwurf eines 50-Rappen-Stücks und nach der Aussendung von fünf Impulsen an die Kette 6a gespeichert
wurde. Dieser dargestellte Betrag von 0,70 Franken (Relais Xl, Yl und X2, Y2) ist also dem rückzuzahlenden Betrage von 0,30 Franken äquivalent.
Das Kontrollgerät 11 steuert nunmehr die Oeffnung der Kontakte 11* und
11"· sowie die Aussendung von Rückzahlungsimpulsen an die Kette 6a.
Diese Impulse werden gleichfalls an die Geldrückgabevorrichtung 12 gesandt, und zwar über die vier Kontakte 11 , g, yl und 10a (Fig. 16).
Der Kontakt II1 , dessen Schliessung also durch das Kontrollgerät 11
gesteuert wird, wird also nur dann geschlossen, wenn ein Betrag an
den Käufer zurückerstattet werden muss. Der Kontakt g, der durch ein Relais G gesteuert wird, bleibt in der auf Fig. 16 dargestellten Lage,
solange wenigstens eines der Münzröhrchen 31a bis 31d der Rückgabevorrichtung
12 wenigstens noch ein 20-Rappen-Stück enthält und schaltet
erst dann in seine andere Stellung um, wenn sämtliche Münzröhrchen
leer sind.
Der Kontakt yl wird direkt durch das Relais Yl der Kette 6a gesteuert.
Im betrachteten Ausführungsbeispiel wird dieses Relais zu Beginn der Aussendung der Rückzahlungsimpulse erregt, wodurch der Kontakt yl
die auf Fig. 16 gestrichelt dargestellte Stellung einnimmt. Er kehrt in
seine Ausgangsstellung nach der Aussendung des ersten Impulses zurück
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und wird durch jeden neuen Rückzahlungsimpuls wieder in die gestrichelt
dargestellte Stellung geschaltet; er dient also als ein Impulsteiler. Der Kontakt 10a wird direkt vom Impulsgenerator gesteuert und schaltet
nach der Aussendung des ersten Rückzahlung s impuls es aus der auf Fig. 16 in ausgezogener Linie gezeichneten Stellung in die gestrichelt
dargestellte Stellung. Zu Beginn der Aussendung der Rückzahlungs impulse sind die Relais der Kette 6a, wie beschrieben, alle erregt
(Fig. 9), mit Ausnahme der Relais X4 und Y4. Der Kontakt yl des Speisekreises für die Rückgabe vor richtung 12 befindet sich in der
auf Fig. 16 gestrichelt dargestellten Stellung.
Durch den ersten Rückzahlungs impuls wird bewirkt, dass einerseits
die Relais Xl, Yl bis X3, Y3 abfallen und andererseits die Relais X4, Y4 erregt werden. Ausserdem wird dieser erste Impuls über die
Kontakte H** , g, yl und 10a zum Elektromagneten 38 des Münzröhrchens
31e geleitet. Das hat zur Folge, dass die Auswurf einrichtung
dieses Röhrchens ein 10-Rappen-Stück auswirft, woraufhin der Kontakt
10a in die gestrichelt dargestellte Stellung umschaltet. Durch den zweiten Rückzahlungs impuls werden die Relais Xl, Yl erregt, während
die Relais X4, Y4 erregt bleiben; dieser Impuls bewirkt daher keine Geldrückgabe, da sich der Kontakt yl noch in seiner in ausgezogener
Linie dargestellten Stellung befindet. Durch den dritten Rückzahlungs impuls wird der gesamte Speicherwert gelöscht und gleichzeitig über
den Auswerfer des Münzröhrchens 31b ein 20-Rappen-Stück ausgeworfen.
Damit hat der Käufer den zuviel eingeworfenen Betrag von 30 Rappen herausbekommen.
Die Rückzahlüngsimpulse betätigen ausserdem einen summierenden Zähler 55, welcher den ausgeworfenen Betrag an Münzen registriert,
und ferner einen druckenden Zähler 54, der die ausgeworfenen Beträge auf einem Abrechnungsbogen notiert.
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Wenn die Reserve an 20-Rappen-Stücken während des Prozesses der Rückzahlung erschöpft wird, schaltet das Relais G den Kontakt g aus
der mit durchgehender Linie dargestellten Stellung in die gestrichelt dargestellte Stellung, so dass alle folgenden Impulse nunmehr vom
Kontakt g an den Elektromagneten 38 des Röhrchens 31e oder aber, wenn das Röhrchen 31e leer ist, an den Magneten des Röhrchens 31f
weitergegeben werden. Damit wird der rückzuzahlende Restbetrag in Form von 10-Rappen-Stücken ausgeworfen.
Nach dieser Rückzahlung wird durch nicht dargestellte Ueberwachungs mittel
ein weiterer Betrieb der Rückzahlungs vor richtung 12 gesperrt, so dass nunmehr Fahrkarten nur noch bei Einwurf des genau dem
Fahrkartenpreis entsprechenden Betrages gekauft werden können. Gleichzeitig werden durch diese Ueberwachungs mittel Anzeigevorrichtungen,
beispielsweise im Büro einer Aufsichtsperson, ausgelöst, durch
die angezeigt wird, dass die Reserve an 20-Rappen-Stücken erschöpft ist.
Wenn der an den Käufer zurückzuzahlende Betrag nur aus einem oder mehreren 20-Rappen-Stücken besteht und keine 10-Rappen-Stücke einschliesst,
dann arbeitet die Rückgabe vor richtung wie folgt:
Es sei angenommen, dass der Preis der Fahrkarte 6,30 Franken beträgt
und die Summe von 6,50 Franken eingeworfen wurde.
Da die Preisrelais 16' und 16" die Erregung der Relais XI, Yl bis X3,
Y3 der Kette 6a (Fig. 10) und V3, W3 der Kette 6b (Fig. 4) steuern,
bewirkt der Einwurf eines Fünf-Franken-Stückes und eines Ein-Franken-Stückes
die Löschung des im Speicher 6b gespeicherten Betrages wie vorstehend beschrieben. Die fünf vom Generator 10 nach Einwurf
eines 50-Rappen-Stückes ausgesandten Impulse bewirken über das Kontrollgerät 11 eine Aenderung der Erregungszustände der Relais der
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Kette 6a derart, dass nach dem fünften Impuls lediglich die Relais X2
und Y2 erregt bleiben, was dem Betrag von 0,80 Franken entspricht. In der vorstehend beschriebenen Weise werden daher durch das
Schaltersystem 7 die Relais X4 und Y4 erregt, was dem auszuwerfenden Betrage von 0,20 Franken entspricht.
Nunmehr beginnt der Generator 10 mit der Aussendung der Rückzahlungsimpulse.
Da, im Unterschied zum vorstehend beschriebenen Fall, die Relais Xl und Yl nicht erregt sind, und daher der Kontakt yl offen ist
(er nimmt die auf Fig. 16 mit ausgezogener Linie dargestellte Stellung ein), kann erst der zweite Rückzahlungsimpuls an das Auswerferorgan
des Münzröhrchens 31c geleitet werden. Auf diese Weise wird nur ein
20-Rappen-Stück zurückerstattet. Der Speicher 6a wird nach zwei
Impulsen (Fig. 11) gelöscht und das Kontrollgerät 11 unterbricht in diesem Augenblick die weitere Aussendung von Impulsen.
Obwohl sich das beschriebene Ausführungsbeispiel auf einen Automaten
bezieht, der nur Beträge von höchstens 0,90 Franken zurückerstatten kann, ist die Erfindung natürlich nicht auf einen derartigen maximalen
Rückerstattungsbetrag beschränkt, sondern kann hinsichtlich ihrer Rückgabekapazität beliebig erweitert werden. Das kann insbesondere
dadurch geschehen, dass man die Speicher ketten 6b und 6c mit einem
analogen Schaltersystem 7 ausstattet, wie es auf Fig. 3 dargestellt ist. Ebenso kann die Geldrückgabevorrichtung auch für höhere Münzwerte,
beispielsweise 1,--, 2,-- oder 5,-- Franken eingerichtet werden. In einer nicht dargestellten Variante kann das dem Speicher 6a zugeordnete
Schalter system 7 auch durch die Relais des Speichers 6c und
der entsprechenden Kontakte gebildet werden, so dass der Speicher 6c in geeigneter Weise mit dem Speicher 6a gekoppelt ist.
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Auch hinsichtlich der einzelnen Bauelemente und Baugruppen ist die
Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern das erfindungsgemässe Prinzip lässt sich auch mit anderen
Typen von Druckvorrichtungen, z.B. selbstfärbenden Druckern und auch anderen Typen von Rückgabeyorrichtungen verwirklichen.
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Claims (1)
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PATENT ANSPRU CH
Fahrkartenautomat mit einer Kartenwählvorrichtung, deren einzelne
Wahltasten je einer bestimmten Fahrkarte zugeordnet sind, mit einem Münzeinwurf und mit Münzwertdetektoren, welche die Werte
der einzelnen, eingeworfenen Münzen feststellen, mit einer Kartenaus gäbe vor richtung, die bei Betätigung einer Wähltaste auf die gewählte
Fahrkarte eingestellt wird, mit einer Zähler- und Speichervorrichtung
zum Vergleich des Fahrkartenpreises mit dem Wert der eingeworfenen Münzen sowie mit einer Vorrichtung zum automatischen
Geldwechsel und zur automatischen Rückerstattung der eventuellen Differenz zwischen dem eingeworfenen Münzbetrag und dem Fahrkartenpreis,
gekennzeichnet durch eine elektrische Zähler- und Speichereinrichtung (6a,6b,6c), in welcher der betreffende Fahrkartenpreis bei
Betätigung der Fahrkartenwähltaste (3) eingestellt wird, durch einen Impulsgenerator (10), welcher von den Münzwertdetektoren (9) gesteuert
wird und den Münzwerten entsprechende Impulsfolgen an die erwähnte Zähler- und Speichereinrichtung sendet, in welcher die eintreffenden
Impulse eine sukzessive Subtraktion des eingeworfenen Münzbetrages
vom gespeicherten Fahrkartenpreis bewirken, durch ein Prüfrelais (11), welches nach Erreichen des Zählerstandes Null die Kartenausgabevorrichtung
in Tätigkeit setzt, durch eine zur erwähnten Geldwechsel- und Rückerstattungsvorrichtung gehörende elektrische Einheit (7),
welche durch das erwähnte Prüf relais (11) bei über den Zählerstand
Null hinausgehender Rückschaltung des Zählers an die Zähler- und
Speichereinrichtung (6a) angeschlossen wird und welche den durch Subtraktion über den Wert Null hinausgehenden Restbetrag, welcher den
Komplementarwert des zu erstattenden Rückgabebetrages darstellt, durch komplementäre Umbelegung der Zähler- und Speicher-einrichtung
in den wahren Rückgabebetrag umwandelt, sowie durch eine erneute Inbetriebsetzung des erwähnten Impulsgenerator (10), der eine
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H49272
Anzahl von diesem Rückgabebetrag entsprechenden Impulsen an die
elektromagnetischen Ausgabevorrichtungen (38) und gleichzeitig an die Zähler- und Speichereinrichtung zurücksendet, welche dadurch
sukzessive auf Null zurückgestellt wird und bei Erreichen des Zähler standes Null den Impulsgenerator (10) abschaltet.
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Applications Claiming Priority (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
CH1166162A CH384260A (fr) | 1962-10-04 | 1962-10-04 | Distributeur automatique de billets |
CH1166162 | 1962-10-04 | ||
DES0086921 | 1963-08-27 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
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DE1449272A1 true DE1449272A1 (de) | 1969-04-30 |
DE1449272B2 DE1449272B2 (de) | 1972-06-15 |
DE1449272C DE1449272C (de) | 1973-01-11 |
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Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
CH384260A (fr) | 1964-11-15 |
GB1018069A (en) | 1966-01-26 |
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DK112555B (da) | 1968-12-23 |
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