DE144487C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE144487C DE144487C DENDAT144487D DE144487DA DE144487C DE 144487 C DE144487 C DE 144487C DE NDAT144487 D DENDAT144487 D DE NDAT144487D DE 144487D A DE144487D A DE 144487DA DE 144487 C DE144487 C DE 144487C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- dust
- funnel
- gas
- gout
- chamber
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B7/00—Blast furnaces
- C21B7/002—Evacuating and treating of exhaust gases
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 144487 KLASSE 18«. S/?i
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gasfang für Hochöfen, bei welchem das Gasableitungsrohr
in bekannter Weise oberhalb der Gicht fortgesetzt ist und dann erst nach unten abbiegt.
Die Erfindung bezweckt, die Menge der feinen Erz- und Koksteilchen, welche mit den
Gichtgasen entweichen, wesentlich zu vermindern, dadurch, daß der Erz- und Koksstaub
durch eine besondere Leitung zur Gichtmündung zurückgeführt wird.
Um die Abscheidung des Staubes zu erleichtern, ist der Gasabzug an der Biegungsstelle zu einer zweckmäßig mit einer Prallplatte
versehenen Kammer erweitert, in welcher der ausfallende Staub in einem Trichter gesammelt
und durch die besondere Leitung, welche mit selbsttätigen Klappen versehen ist, nach dem Beschickungstrichter zurückgeführt
wird.
Die erweiterte Kammer hat gleichzeitig den Zweck, die durch Explosionen hervorgerufenen
Beschädigungen zu vermeiden oder doch zu vermindern.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Erfindung:
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt.
Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein senkrechter Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
ι ist der Ofenschacht, dessen Mauerwerk 3 in üblicher Weise einen Metallmantel 2 besitzt.
4 ist der Gichtring, der wie sonst gebaut ist; an seinem unteren Ende ist der Trichter 5
gelagert. 6 ist die Glocke; die Gasableitungen 7 bestehen aus gußeisernen Rohren 8, welche
im Mauerwerk liegen und schräg, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, oder in senkrechter Richtung
wie in Fig. 1, aus diesem heraustreten.
Die Gichtstaubfänger 15 stehen in Verbindung
mit den Gasableitungsrohren und verlaufen zunächst als Rohre in senkrechter Riehtung
nach oben, bis sie in beträchtlicher Entfernung vom oberen Ofenende sich nach unten
als Rohre 16 fortsetzen. Die Rohre 8 besitzen nach der Anordnung der Fig. 1 ovalen
Querschnitt, wie in Fig. 3 punktiert angedeutet; dies hat den Zweck, einen größeren Querschnitt
und damit größeres Fassungsvermögen zu erhalten. Weiter nach oben geht der
Querschnitt in einen runden über. In beträchtlicher Entfernung von der Gicht, zweckmäßig
an der Stelle der Umbiegung, ist der Gichtstaubfänger zu einer Kammer 17 erweitert,
in welcher die Gase expandieren können, wodurch das Absetzen des Staubes
erleichtert wird. Die Expansionskammer ist unten offen und enthält einen Trichter 18,
der durch ein Rohr 19 zum Fülltrichter der Gicht führt. Durch dieses Rohr gelangt der
ausgeschiedene Staub in den Ofen zurück. Um die Staubabscheidung noch weiter zu begünstigen
, ist zweckmäßig inmitten der Expansionskammer eine Platte 20 angeordnet, welche bei 21 einen Ausschnitt für den Durchgang
der Gase besitzt, im übrigen aber den Staub auf seinem Wege aufhält und zur Abscheidung
bringt. Als weiteres Mittel zur Begünstigung der Staubabscheidung dienen Dampf-
oder LuftdUsen 22, die zu beiden Seiten der Platte 20 angeordnet sind. Das Rohr 19
führt den gesammelten Staub zum Trichter 5 zurück, so daß er jeweils beim Beschicken des
Ofens wieder in diesen gelangt.
Im Rohr ig sind schwingende Klappen 23, 24 und 25 angeordnet; diese Klappen werden
von Gegengewichten 26 in der Schließlage gehalten, öffnen sich aber von selbst unter
dem Gewicht des auf ihnen liegenden Staubs; . hierdurch findet eine selbsttätige Abführung
des letzteren statt. Um das Zerstäuben und Wegfliegen der Erz- und Koksteilchen zu verhindern,
kann man den Staub mittels Düsen 27 im Trichter 18 befeuchten.
Am oberen Ende der Kammer 17 ist das Explosionsventil 28 angeordnet. Der Staubfänger
ist mit feuerfestem Stoff 29 ausgekleidet. Die Zahl der Gasaustrittsöffnungen und der
Staubfänger kann beliebig sein; in Fig. 1 sind deren je zwei gezeigt, während in Fig. 4 nur
eine solche Vorrichtung vorhanden ist; dort ist aber der Querschnitt ein größerer. Bei
der Ausführnngsform nach Fig. 4 besitzt das Rohr 8 nicht ovalen Querschnitt, und dementsprechend
ist auch das Rohr 15 auf seiner ganzen Länge zylindrisch.
Der Ofen wird wie üblich bedient, indem man ihn in geeigneten Zwischenräumen mit
Erz, Koks und dergl. beschickt. Die Gase ziehen durch die Leitungen 7 und die Gichtstaubfänger
in üblicher Weise ab, wobei sie mehr oder weniger feine Erz- und Koksteilchen mitnehmen. Solche Teilchen, die
nicht im Rohr 15 schon abgeführt werden, gelangen in die Kammer 17, wo die Gase
expandieren und ihre Geschwindigkeit mindern, und die dort fallenden Teilchen gelangen in
den Trichter 18. Die Abscheidung wird durch die Platte 20 und die Düse 22 begünstigt.
Im Trichter 18 werden die abgeschiedenen Staubteilchen mittels der Düse 27 angefeuchtet
und gelangen selbsttätig durch das Rohr 19 zum Trichter 5 und von da bei der nächsten
Abscheidung wieder in den Ofen. Nur eine ganz unbeträchtliche Menge von sehr leichtem
Staub gelangt in das Rohr 16, dieses kann aber keineswegs verstopft werden. Tritt eine
Explosion im Ofen ein, so können die Gase ungehindert durch das Rohr 15 und das Explosionsventil
28 ins Freie gelangen, nachdem die Spannkraft in der Kammer 17 ohnehin
schon abgenommen hat. Dadurch wird die Gicht, der Trichter und die Glocke wesentlich
geschützt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Gasfang für Hochöfen mit oberhalb der Gicht fortgesetztem und dann erst nach unten abbiegendem Gasableitungsrohr, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasleitung an der Biegungsstelle zu einer, zweckmäßig mit einer Prallplatte (20) versehenen Kammer (17) erweitert ist, in welcher der ausfallende Staub in einem Trichter (18) gesammelt wird, um durch eine mit selbsttätigen Klappen (23, 24, 25) versehene Leitung (19) nach dem Beschickungstrichter zurückgeführt zu werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE144487C true DE144487C (de) |
Family
ID=411904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT144487D Active DE144487C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE144487C (de) |
-
0
- DE DENDAT144487D patent/DE144487C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4026171C2 (de) | Vorrichtung zum Abscheiden von Feststoffpartikeln aus einer Gasströmung | |
| DE2629533C2 (de) | Begichtungsanlage für Schachtöfen, insbesondere Hochöfen | |
| EP0014782A1 (de) | Entstaubungseinrichtung | |
| DE3619907A1 (de) | Verfahren und kuehler zum kuehlen von granulatfoermigem material | |
| DE2606085C2 (de) | Fackelbrenner | |
| DE2519135A1 (de) | Reinigungsanlage | |
| DE144487C (de) | ||
| DE500717C (de) | Fliehkraftstaubabscheider | |
| DE2220534C3 (de) | Drehströmungswirbler zur Sichtung und Abscheidung feinkörniger Partikel | |
| DE3110578C2 (de) | ||
| DE2401735A1 (de) | Vorrichtung zum klassieren von partikeln und abtrennen von feinkorn | |
| DE2162236C3 (de) | Satellitenkühler für einen Drehrohrofen | |
| DE107723C (de) | ||
| DE36503C (de) | Windregulirvorrichtung für Schmiedefeuer und dergl | |
| DE2406505C3 (de) | Drehtrommelofen zur Abfallverbrennung | |
| DE10324058B4 (de) | Wärmetauscher sowie Heizkraftanlage | |
| DE493677C (de) | Staub- und Flugaschenfaenger fuer Feuerungsanlagen | |
| DE484393C (de) | Einrichtung am Drehrohrofen zur Materialzufuehrung | |
| DE12059C (de) | Neuerungen am Verfahren und an Apparaten zur Reinigung von Kohlengas | |
| DE884470C (de) | Schachtofen zum Brennen, Sintern oder Roesten von kleinstueckigem Brenngut | |
| DE112951C (de) | ||
| DE225750C (de) | ||
| DE3028724C2 (de) | Verfahren zum abschnittsweisen Füllen eines Verkokungsofens und Kokskohlenfüllwagen zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2753414A1 (de) | Vorrichtung zur beschickung von elektrischen lichtbogenoefen | |
| DE3319098C2 (de) | Anlage zur Reinigung eines Abgasstromes von festen Partikeln |