DE12059C - Neuerungen am Verfahren und an Apparaten zur Reinigung von Kohlengas - Google Patents
Neuerungen am Verfahren und an Apparaten zur Reinigung von KohlengasInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
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Description
1880.
Klasse 26.
CHARLES CLEMENT WALKER in LILLESHALL (Grafschaft Salop)
und WILLIAM THOMAS WALKER in HIGHGATE (Grafschaft Middlesex, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. April 1880 ab.
Der Gegenstand dieser Erfindung bezweckt die Verdichtung bezw. Absonderung des dem
Kohlengase anhängenden oder von ihm mitgerissenen Theeres, und zwar zu jenem Zeitpunkte,
wo das Gas aus dem es kühlenden Condensator kommt und bevor es in den sogenannten
Skrubber eintritt.
Zu dem Ende wird zwischen den gerade benutzten Condensator irgend welchen Systems
und zwischen den Skrubber ein säulenähnliches Gefäfs eingeschaltet, welches eine Anzahl Siebböden
enthält. Die letzteren können aus durchlöcherten Platten von Stahl-, Schmiede- oder
Gufseisen, oder auch aus irgend einem passenden, netzartig durchbrochenen anderen Stoffe
bestehen. Ihnen im besonderen fällt die Aufgabe zu, während des Durchströmens der Gase
den Theer davon abzusondern.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist erwähntes säulenähnliche Gefäfs in Verbindung mit einem,
in England unter dem Namen Walkers annular Condenser bekannten Condensationsapparate dargestellt.
Darin sind AAA eine Reihe der Cylinder dieses Condensators, BBB Röhren, welche
erstere in die erforderliche Communication mit einander setzen; das Gas durchströmt das bekannte
Gefäfssystem in der Richtung der eingezeichneten Pfeile.
Mehrere solcher Cylinder A und Röhren B anzuwenden, empfiehlt sich aus dem Grunde,
damit das den letzten Cylinder unten bei a verlassende Gas genügend abgekühlt sei vor
seinem Eintritte in den, Gegenstand dieser Erfindung bildenden, Behälter C.
Der Behälter C, von beliebiger Querschnittsgestalt und von beträchtlicher Höhe, hat eine
Querschnittsgröfse, welche die der Zuleitungsröhre mehrfach übersteigt. Dieses nicht nur, um
die freie Oeffnung der Sieb wände D D1 .... D6
mindestens gleich der Durchschnittsfläche der Zuführungsröhre halten zu können, sondern auch
um zu erzielen, dafs sich die Gase beim Eintritt in den Behälter C etwa vier- oder mehrfach
auszudehnen gezwungen sind. In C emporsteigend, müssen die Gase durch die netzartig
durchbrochenen Wände DD1. . . hindurchströmen; dabei erfolgt Centraction derselben
und die verschiedenen den Gasen anhängenden Theerkügelchen werden in nähere Berührung
mit einander gebracht. Während des Durchganges der Gase durch den Behälter C erfolgt
demnach eine wiederholte Ausdehnung, Zertheilung derselben mit darauf folgender Zusammenziehung:
eine Beeinflussung der Gase, welche eine allmälige Vereinigung der kleinen Theerkügelchen
und bezw. eine Niederschlagung dieser zur Folge hat. Das den Behälter oben verlassende
Gas ist vollkommen von allen Theerbestandtheilen befreit.
Den Schwankungen in der Erzeugung von Gas, wie solche zwischen der Fabrikation im
Sommer und Winter stattfinden, wird wie folgt Rechnung getragen.
Mehr oder weniger der Siebböden, von oben nach unten gerechnet, sind nicht fest wie die
unteren, sondern beweglich eingesetzt. Dieses gilt beispielsweise von den drei oberen Böden D^,
D5 und D1. Sind dieselben mit Drehzapfen b b
bezw. aufserhalb mit Handhaben c versehen, so ist eine Drehung dieser Böden um 900 ermöglicht.
In der Zeichnung nimmt Di noch die normale Lage ein, während Db und D6 gewendet
erscheinen.
Das durch die Siebfläche Z>4 hindurchströmende
Gas findet von hier ab bis zum Ausgange mithin keine merkliche Verengung des Querschnittes mehr vor. Je nachdem mehr oder
weniger dieser bewegbaren Böden angeordnet sind, ist dem ganzen Apparate eine gröfsere
oder geringere Regulirfähigkeit verliehen.
Zu beachten ist, dafs die freie Querschnittsfläche der oberen Siebböden nach oben hin,
sowohl nach Gröfse der Einzelöffnungen, als auch bezüglich der Gesammtfläche abnimmt.
Dieses wird theilweise auch durch Vergröfserung des undurchlöchert gelassenen Umfangsringes erreicht.
In ähnlicher Weise sind die unteren Siebböden eingerichtet; so hat die untere Siebwand
D gröfsere Oeffnungen als D1, diese
gröfsere als D^ u. s. w. Die Ursache hiervon ist, dafs der Haiipttheil der zu verrichtenden
Arbeit von den unteren Siebböden, auf welche der Gasstrom zuerst trifft, übernommen wird.
Zweckmäfsigerweise werden die unteren Siebwände convex gehalten; nicht allein, damit
sich den bezeichneten Forderungen hinsichtlich Gröfse des freien Gesammtquerschnitts und jener
der Einzelöffnung leichter gerecht werden läfst, sondern auch, um den sich an den Siebböden
niederschlagenden Theer zu veranlassen, leicht nach der Peripherie abzufiiefsen. Hier sammelt
er sich in ringförmigen Rinnen d d und läuft an den Wänden des Behälters C abwärts.
Anstatt die oberen Siebböden selbst drehbar, wie oben erläutert, einzusetzen, kann man denselben
auch dadurch die bezeichnete Regulirfähigkeit geben, dafs man sie mit der genügenden
Maximal-Durchgangsfläche versieht und mit einer Klappe combinirt, durch welche, nach
Befinden, ein gewisser Theil dieses freien Durchgangsquerschnitts für den Gasedurchflufs abgeschlossen
werden kann.
Das den Behälter C oben verlassende Gas tritt dann zunächst behufs weiterer Reinigung
in einen Skrubber irgend welchen Systemes ein.
Es ist nicht unbedingt nothwendig, den Behälter C, wie in der Zeichnung dargethan, senkrecht
zu stellen; er kann auch waagrecht angeordnet werden.
Durch die vorstehend gekennzeichnete Anordnung wird erfahrungsmäfsig, ohne besondere
Unzuträglichkeiten oder schädlichen Rückdruck, eine vollständige Ausscheidung der dem Gase
anhängenden oder von ihm mechanisch mitgerissenen Theertheilchen erzielt. Es ist gleichgiltig,
ob man, wie hier vorausgesetzt, den mit den Siebwänden versehenen Behälter C mit dem
bekannten Walker'schen, oder ob man ihn mit einem anderen guten Gascondensator zusammenstellt
bezw. zwischen einen solchen und den Skrubber einschaltet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:In einem Behälter, welcher zwischen dem das Gas kühlenden Condensator und zwischen dem es von Ammoniak befreienden Skrubber angeordnet und wirksam ist, und welcher die Verdichtung bezw. Ausscheidung der dem Gase anhängenden oder mechanisch mit ihm fortgerissenen Theertheilchen bezweckt: die sich wiederholenden Siebböden, welche Oeffnungen von abstufend verschiedener Weite und desgleichen verschiedener Gesammt -Durchgangsfläche besitzen, und welche mit Vorrichtungen zu ihrer gänzlichen oder nur theilweisen In- oder Aufserbetriebsetzung, den Veränderungen in der Gaserzeugung entsprechend, versehen sind; wobei als besonderer Zweck dieser Siebböden und ihrer Ableitungswege gilt, die Theertheilchen des Gases in der bezeichneten Art allmälig zu verdichten und bezw. abzuführen, währenddem das Gas ungehindert durch- bezw. weiterströmt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6254179B1 (en) | 1997-11-06 | 2001-07-03 | Webasto Thermosysteme Gmbh | Air conditionable vehicle seat |
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