DE1443515C - - Google Patents
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Description
Veresterungsprodukten und den Harzen das Glanzoptimum
erreicht, so bricht man die Reaktion ab, z. B. durch Neutralisation der Mineralsäure mit
Natronlauge.
Zur Feststellung des optimalen Glanzes und des optimalen Netzvermögens trägt man die Werte der
laufenden Probenahmen zweckmäßigerweise graphisch auf. Man erhält das Bild einer stetigen Funktion, aus
der sich das gesuchte Optimum, ohne daß man es überschreitet, in bekannter Weise zeichnerisch extrapolieren
läßt.
Dank der bereits näher erläuterten Vorzüge eignen sich die Verfahrensprodukte hervorragend zur Herstellung
von Selbstglanzemulsionen, vor allem in Verbindung mit nichtionogenen Emulgatoren.
Es wurden 100 kg eines gebleichten Montanwachses der Säurezahl 114 in Gegenwart von 0,05 kg 40°/0iger
Schwefelsäure bei 1100C unter Rühren mit 6 kg Äthylenglykol verestert, wobei man die Abnahme der
Säurezahl des Veresterungsgemischs laufend überwachte. Von der Säurezahl 40 an wurde das Verfahrensprodukt
zudem ständig auf seine Emulgierbarkeit geprüft, welche erstmalig bei dem Wert 30 auftrat. Zu
diesem Zeitpunkt wurde das Gemisch mit 4 kg eines Kondensationsprodukts aus Kolophonium und Acrylsäure
versetzt, das die Säurezahl 210 hatte. Die Säurezahl des Gemischs stieg dadurch wieder auf 37 an.
Die Veresterung wurde ohne Unterbrechung fortgesetzt, und das Veresterungsprodukt wurde laufend
auf sein Glanzvermögen untersucht. Bei der Säurezahl 30 hatte der Glanz sein Optimum erreicht, so daß die
Reaktion durch Zusatz von 0,07 kg 50°/oiger Natriumbicarbonatlösung
abgebrochen wurde.
Das Verfahrensprodukt zeigte außer hohem Glanz auch eine gute Emulgierbarkeit und in Form seiner
Emulsionen ein ausgezeichnetes Netzvermögen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung' von emulgierbaren wachskompositionen verwendet.
Selbstglanzwachskompositionen mit hohem Glanz Als Ausgangsmaterialien eignen sich für das erfin-
durch Veresterung von gebleichtem Montanwachs 5 dungsgemäße Verfahren mit Chromsäure oder Di-
mit mehrwertigen Alkoholen, dadurch ge- chromat gebleichte Montanwachse mit Säurezahlen
kennzeichnet, daß man dem Veresterungs- zwischen etwa 80 und 160 einerseits und mehrwertige
gemisch von dem Zeitpunkt an, bei welchem es Alkohole, wie Äthylenglykol, Butylenglykol, Propylen-
emulgierbar wird, Harze zusetzt, die man üblicher- glykol, Trimethylolpropan, Glycerin und Penta-
weise als Zusätze zur Verbesserung des Netz- io erythrit andererseits. Da die Verfahrensprodukte
Vermögens von Selbstglanzwachskompositionen Säurezahlen zwischen etwa 40 und 10 haben,.errechnet
verwendet. sich hieraus und aus den Säurezahlen der Ausgangs-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- wachse die theoretische Menge des benötigten mehrzeichnet,
daß man als Harze Umsetzungsprodukte wertigen Alkohols, praktisch verwendet man jedoch
aus Kolophonium und Acrylsäure mit einer Säure- 15 vorteilhafterweise die Alkohole in einem Überschuß
zahl bis zu etwa 210 zusetzt. - bis zu ungefähr 40 Äquivalentprozent. Im allgemeinen
verwendet . man auf 100 Gewichtsteile gebleichtes
Montanwachs zwischen 5 und 8 Gewichtsteile des
mehrwertigen Alkohols.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Her- 20 Geeignete in gebleichtem Montanwachs lösliche
stellung von gut emulgierbaren und netzfähigen Selbst- Harze sind z.B. Naturharze wie Kolophonium und
glanzwachsen mit optimalem Glanz. dessen durch Veresterung mit mehrwertigen Alkoholen
Es ist allgemein bekannt, daß man durch'Vereste- erhältliche Derivate. Als mehrwertige Alkohole sind
rung von gebleichten Montanwachsen mit mehr- hier die gleichen Verbindungen zu nennen, welche als
wertigen Alkoholen mit Hilfe von Mineralsäuren als 25 geeignete Esterkomponenten für die Herstellung der
Veresterungskatalysatoren emulgierbare Wachse er- Montanwachsester aufgezählt wurden; als weitere
hält, die sich zur Herstellung von Selbstglanzwachs- Komponenten für derartige modifizierte Kolophoemulsionen
eignen. Die Veresterung muß dabei genau niumharze empfehlen sich ungesättigte Carbonsäuren
zu dem Zeitpunkt unterbrochen werden — beispiels- wie Maleinsäure und Acrylsäure,
weise durch Neutralisation der Mineralsäuren — wenn 30 Außerdem eignen sich reine Kunstharze mit sauren das Wachs seinen größten Glanz hat. Dieser Zeitpunkt Gruppen und vor allem Umsetzungsprodukte aus kann nach den bisherigen Kenntnissen nur empirisch Kolophonium und ungesättigten Carbonsäuren wie bestimmt werden, und/ zwar indem man dem Ver- Acrylsäure. Die letztgenannten Produkte sind Harze esterungsprodukt laufend Proben entnimmt und diese mit relativ hoher Säurezahl (etwa 210), weshalb sie auf ihren Glanz untersucht. Dabei beginnt man mit 35 für den erfindungsgemäßen Zweck besonders gut geder Probenahme zweckmäßigerweise dann, wenn das eignet sind.
weise durch Neutralisation der Mineralsäuren — wenn 30 Außerdem eignen sich reine Kunstharze mit sauren das Wachs seinen größten Glanz hat. Dieser Zeitpunkt Gruppen und vor allem Umsetzungsprodukte aus kann nach den bisherigen Kenntnissen nur empirisch Kolophonium und ungesättigten Carbonsäuren wie bestimmt werden, und/ zwar indem man dem Ver- Acrylsäure. Die letztgenannten Produkte sind Harze esterungsprodukt laufend Proben entnimmt und diese mit relativ hoher Säurezahl (etwa 210), weshalb sie auf ihren Glanz untersucht. Dabei beginnt man mit 35 für den erfindungsgemäßen Zweck besonders gut geder Probenahme zweckmäßigerweise dann, wenn das eignet sind.
Produkt im Laufe der Veresterung emulgierbar wird. Die erforderliche Menge dieser Harze wird zweck-
Dies ist im allgemeinen der Fall, wenn die Säurezahl mäßigerweise empirisch zunächst in der Weise ermitdes
Veresterungsprodukts einen Wert von ungefähr 40 telt, indem man ein gut emulgierbares verestertes
erreicht hat. Im Bereich der Emulgierbarkeit, für den 40 Montanwachs ohne Rücksicht auf die Glanzeigenetwa
Säurezahlen zwischen 40 und 10 kennzeichnend schäften mit so viel Harz versetzt, bis eine emulgierte
sind, kann somit das Glanzoptimum beispielsweise an Mischung die optimale Netzfähigkeit hat. Hierbei
einer Stelle liegen, bei der die Säurezahl den Wert 23 muß lediglich beachtet werden, daß man infolge des
hat. Bricht man die Veresterung hier ab, so zeichnet damit verbundenen Anstiegs der Säurezahl nicht aus
sich das Verfahrensprodukt zwar durch gute Emulgier- 45 dem emulgierbaren Bereich heraus gelangt. Die so erbarkeit
und optimalen Glanz aus, jedoch hat es nor- mittelten Werte, die im allgemeinen zwischen 2 und
malerweise noch eine unzureichende Netzfähigkeit, 10 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile (nicht verso
daß die Emulsionen keine zusammenhängenden estertes) Montanwachs liegen, sind nicht kritisch lind
Filme auf dem Boden bilden, besonders dann nicht, gestatten Abweichungen um etwa ±10%, weshalb sie
wenn der Boden schon einmal mit Wachs behandelt 50 nicht für jeden Fabrikationsansatz neu bestimmt zu
wurde. werden brauchen.
Die.mangelnde Netzfähigkeit läßt sich durch Zusatz Zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
von in gebleichtem Montanwachs löslichen Harzestern werden die Harze zugegeben, wenn man mit der Ver-
und vor allem Harzsäuren zu dem fertigen Selbstglanz- esterung des Montanwachses in den Bereich der
wachs beheben, wodurch jedoch stets das Glanz- 55 Emulgierbarkeit gelangt ist, wenn also die Säurezahlen
vermögen des Wachses erheblich beeinträchtigt wird. etwa Werte zwischen 40 und 20 erreicht haben. In
Außerdem erhöht sich durch den Zusatz der Harz- bestimmten Fällen, wenn Harze mit niedriger Säuresäuren
die Säurezahl, und normalerweise wird infolge- zahl verwendet werden, ist es auch möglich, die Verdessen
auch die Emulgierbarkeit vermindert. Somit esterungskomponenten zu Beginn der Veresterung mit
gab es bisher keine Möglichkeit, Selbstglanzwachse 60 den Harzen zu versetzen. Harze mit hoher Säurezahl
herzustellen, bei denen sowohl Emulgierbarkeit und sind für diese Arbeitsweise weniger geeignet, da diese
Glanz als auch das Netzvermögen befriedigend sind. Harze bei längerem Erhitzen zu Verfärbungen neigen.
Es wurde nun gefunden, daß man gut emulgierbare Im übrigen verfährt man bei der Veresterung in ge-
Selbstglanzwachskompositionen mit hohem Glanz wohnter Weise, d. h., man verwendet als Katalysatoren
und ausgezeichnetem Netzvermögen durch Vereste- 65 Mineralsäuren wie Schwefelsäure in Mengen von unrung
von gebleichtem Montanwachs mit mehrwertigen gefähr 0,05 Gewichtsprozent, bezogen auf das Montan-Alkoholen
erhält, wenn man dem Veresterungsgemisch wachs, und bevorzugt Reaktionstemperaturen zwivon
dem Zeitpunkt an, bei welchem es emulgierbar sehen etwa 100 und 120° C. Hat die Mischung aus
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