DE14181C - Verfahren zum Schneiden von Glaswaaren und zum Poliren von Schnittflächen - Google Patents

Verfahren zum Schneiden von Glaswaaren und zum Poliren von Schnittflächen

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DE14181C
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J. fahdt in Dresden
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/09Severing cooled glass by thermal shock
    • C03B33/095Tubes, rods or hollow products

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1880 ab.
Die Erfindung besteht in einer mechanischen Vorrichtung zum Absprengen von Glaswaaren mittelst eines durch Elektricität ins Glühen gebrachten Metalldrahtes, sowie ferner in einer mechanischen Vorrichtung zum Verschmelzen der Schnittflächen.
Erstere Vorrichtung ist in Fig. 1 in der Seitenansicht, in Fig. 2 in der Endansicht, in Fig. 3 in der Ansicht von oben dargestellt.
Auf einem beliebigen Gestell A sind die beiden Polträger B B in Schlitzen verschiebbar montirt und durch Gegenmuttern festgestellt. Diese beiden Träger sind durch geeignete Leitungsdrähte α α mit den beiden Polenden einer beliebigen, elektrischen Batterie, gleichviel, ob die Elektricität auf mechanischem oder auf chemischem Wege erzeugt wird, verbunden. Zwischen den Spitzen der beiden Polträger B B ist ein Draht c mit metallischem Contact eingespannt, welcher Draht durch den elektrischen Strom bei geschlossener Kette sofort glühend wird. An Stelle des Drahtes soll natürlich ebensowohl ein Metalloid, welches durch Elektricität sich bis zum erforderlichen Grade erhitzen läfst, benutzt werden können.
Das abzusprengende Glas ist auf Trägern C C, welche in dem Schlitz b horizontal verschiebbar und aufserdem durch Feststellung mittelst Muttern in der senkrechten Richtung verstellbar sind, gelagert. Diese Träger C haben je zwei Rollen D, welche sich leicht drehen und dadurch gestatten, dafs der Glaskörper in seiner horizontalen Lage schnell mit der Hand gedreht werden kann.
Die Träger C C werden in solchem Abstand von einander und zu dem Draht c und ferner in senkrechter Richtung so eingestellt, dafs der Glaskörper beim Auflegen mit der abzusprengenden Stelle genau auf dem Draht c zu liegen kommt. Sowie nun der Draht durch Schliefsung des Stromes erglüht, und dem Glas mit der Hand eine Drehung gegeben wird, so dafs es an seinem Umfange mit dem Draht in Berührung kommt, wird das Glas auf der Berührungslinie augenblicklich so stark erhitzt, dafs es durch Berühren mit einem feuchten Gegenstande (Schwamm, Pinsel oder auch nur mit dem feuchten Finger) oder durch eine plötzliche Kühlung einen feinen Sprung erhält und sich auf der erhitzten Linie glatt trennt.
Der zwischen den Polträgern BB befestigte Draht kann auch schlaff herabhängen, so dafs er sich durch Aufdrücken des Glaskörpers dem Umfange des letzteren von selbst anpafst und mit demselben rings herum in Berührung tritt, ohne dafs das Glas eine wesentliche Drehung zu empfangen braucht. Auch kann der Draht gespalten sein und sich mit den beiden in der Mitte 'aus einander gebogenen, an den Enden vereinigten Einzeldrähten um den Umfang des Glaskörpers spannen. Dasselbe kann auch erreicht werden, indem einer der Träger B beweglich gemacht wird, wie in Fig. 4 dargestellt. Nach Auflegen des Glaskörpers auf den Draht c läfst man den durch eine Klinke festgehaltenen Träger los und dieser greift mit dem einen Draht so um den Glaskörper herum, dafs die Drahtschlinge nahezu geschlossen und die Sprenglinie ringsherum geführt wird, ohne dafs das Glas eine merkliche Drehung erhält.
Eine Verschiebung des Glaskörpers in der
durch An-
Ordnung eines Supports E, welcher dem Glas vorn oder hinten, oder an beiden Seiten, als Widerhalt dient.
Um die noch scharfkantige Schnittfläche abzurunden, kommt das Glas nach der Absprengung auf den in Fig. 5 und 6 dargestellten Schmelzapparat. Derselbe besteht aus einem sogenannten Paternosterwerk F mit endloser Kette G mit geeigneten Lagern H, welche die abgesprengten Gläser tragen. Durch eine Hebelvorrichtung (Tritthebel) oder durch eine Kurbel oder einen sonstigen Vorschub-Mechanismus werden die Lager H schubweise fortbewegt, und zwar so, dafs bei jedem Haltepunkt das Glas mit der Schnittfläche genau vor eine Stichflamme / (Löthrohr oder Glasbläserlampe) zu stehen kommt. Die erste Flamme wärmt das Glas an, die anderen verschmelzen allmälig die scharfkantigen Schnittflächen. Die Flammen können derart regulirt werden, dafs, in einer mit der vorhergehenden Operation in Zusammenhang stehenden Zeit, die Glaskörper an der Schnittfläche bis zu ihrem Schmelzpunkte erhitzt werden, wodurch die scharfe Kante verschmilzt und rund wird.
Die leichte Regulirbarkeit der Flammen ist deshalb erforderlich, weil nicht jedes Glas den gleichen Schmelzpunkt hat, letzterer aber erreicht werden mufs und auch nicht wesentlich überschritten werden darf, weil sonst die Gläser im ersteren Falle nicht verschmelzen, im anderen Falle durch zu hohe Hitze ihre Form verlieren wurden.
Zur besseren Vertheilung der Hitze (Flamme) wird den Gläsern auf dem Kettentisch durch entsprechend angebrachte Frictionsscheiben K eine langsam rotirende Bewegung ertheilt.
Die Kette G mit den Lagern H wird mit den Gläsern, nachdem diese verschmolzen sind, durch einen mäfsig erwärmten Ofen geführt, welcher den Zweck hat, die Gläser gleichmäfsig zu erwärmen, damit ein Abspringen der verschmolzenen Theile nicht stattfindet; aus diesem Ofen werden sie durch einen Kühlraum hindurchgeführt und sind dann zum Verpacken und zum Versand und Gebrauch fertig.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Apparat zum Absprengen oder Abschneiden von Glaswaaren, bestehend aus einem zwischen den Polen BB einer elektrischen Batterie gehaltenen, durch den elektrischen Strom ins Glühen gebrachten Draht c oder Metalloid, in Verbindung mit den stellbaren Trägern C C, welche eine Drehung des Glaskörpers gestatten.
2. Der zwischen den beiden Polenden gehaltene, schlaffe Draht c, welcher sich durch Auflegen des Glaskörpers zur Schlinge um den Umfang des letzteren anschmiegt, sowie die Benutzung eines gespaltenen Drahtes zu gleichem Zweck.
3. Der Apparat mit einem beweglichen Polträger, welcher den Draht um den Glaskörper herumlegt.
4. Die Vorrichtung zum Verschmelzen der Schnittflächen, bestehend aus dem Paternosterwerk F mit den Kettentischen oder Lagern IT und den Frictionsscheiben K, in Verbindung mit einer Anzahl Stichflammen I.
5. Die Combination dieser Verschmelzvorrichtung mit einem anschliefsenden Ofen zum Anwärmen und einem Kühlraum zum Kühlen der Gläser.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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