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Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen Ziehen von Glasröhren oder-stäben.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum ununterbrochenen Ziehen von Glasröhren und-stäben.
Zum Ausführen des Verfahrens gemäss der Erfindung werden zunächst feste Glasposten (im folgenden "Glasblöcke" genannt) hergestellt, die auf einem Träger (im folgenden,, Zubringer" genannt) aufgereiht werden. Die unteren Blöcke werden so lange erhitzt, bis das Glas schmilzt und längs des erweiterten Zubringerteiles abwärts gleitet, worauf es in Rohr-oder Stabform ausgezogen wird. Man kann die obere Seite und die Unterseite der Glasblöcke so ausbilden, dass sie sich ineinander schieben und nach dem Aufreihen koaxial angeordnet sind.
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens weist einen Träger für die Glasblöcke auf, dessen unterer Teil gegenüber den oberen Teilen eine Quersehnittsänderung hat, die die Blöcke stützt, sowie eine Heizvorrichtung zum Schmelzen des von diesem Zubringerteil gestützten Glases. Der Zubringer kann sowohl aus einer Stange, die unten in einem erweiterten Teil endet, als aus einem rohrförmigen Stück bestehen, das in einem eingezogenen Teil endet, oder aber aus einer Kombination dieser beiden Ausführungsformen.
Falls ein rohrförmiges Stück verwendet wird, so kann dessen unteres Ende mit Öffnungen versehen sein.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Fig. 1 zeigt im Aufriss und Grundriss einen als Block bezeichneten Glasposten. Fig. 2 stellt im Aufriss und Teilschnitt einen Zubringer dar, der aus einer hohlen Stange besteht, die sich nach unten in einem kegelförmigen Teil fortsetzt. Fig. 2a veranschaulicht im Schnitt diesen unteren Teil des Zubringers in einer andern Ausführung. Fig. 3 zeigt sehaubildlieh eine Halte-oder Zangenvorrichtung für den Zubringer und Fig. 4 im Aufriss und Teilschnitt die in Fig. 3 dargestellte Anordnung mit aufgereihten Blöcken. In dieser Figur sind auch die verschiedenen Wärmezonen der Vorrichtung angedeutet. Die Fig. 5 und 6 einerseits und 7 anderseits zeigen je eine Art der Beheizung des zu verarbeitenden Rohstoffes.
Fig. 8 und 9 veranschaulichen im Aufriss und im Schnitt nach 9-9 der Fig. 8 eine Vorrichtung zur Regelung des Ziehens der Rohre. Fig. 10 und 11 stellen im Aufriss und im waagrechten Schnitt nach 11-11 der Fig. 10 eine Vorrichtung zum Teilen des Rohres in Stücke dar, die gemäss der Erfindung ausgebildet ist. Fig. 12 ist eine andere Ausführungsform dieser in Fig. 11 dargestellten Schneidvorrichtung. Fig. 13 und 14 zeigen im Aufriss und Grundriss den Antrieb für die Ziehvorrichtung (nach Fig. 8 und 9) und für die Schneidvorrichtung (Fig. 10-12). Fig. 15 ist ein Gesamtaufrissbild einer Vorrichtung zum Herstellen von Glasrohren gemäss der Erfindung.
Sollen gemäss der Erfindung, u. zw., genauer, gemäss denjenigenAnwendungsarten undAusführungs- formen, welche, soweit sich erkennen Ksst, den Vorzug verdienen, beispielsweise gerade Glasrohre hergestellt werden, so kann dies etwa in der nachstehend beschriebenen Weise erfolgen :
Man stellt zunächst zylindrische Körper 1 von geeigneter Grösse aus festem Glase her, die im folgenden als "Glasblöcke" bezeichnet werden sollen. In diesen Blöcken befindet sich ein zylindrisehes Loch 11.
Diese Glasblöcke sind so ausgebildet, dass sie sich beim Übereinandersetzen mit ihren ausgesparten bzw. hervorspringenden Teilen ineinanderschieben (vgl. Fig. 4).
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Die Glasblöcke können sehr leicht durch an sich bekannte Verfahren, wie durch Absprengen, Giessen oder Pressen, hergestellt werden. Man kann mit diesen Blöcken, solange das Glas noch heiss genug, aber schon fest ist, farbige Glasstäbe 12 zusammenlaufen lassen, die beim Ziehen einen dünnen, farbigen Längsstreifen am Rohr entstehen lassen, der beispielsweise zur Kennzeichnung der Art des Glases oder auch eine Unterscheidungsmarke-bilden kann, aus welcher die Verbraucher des Rohres die Art der Herstellung unter Verwendung von solchen Blöcken erkennen können.
Man kann ferner auf diese Blöcke, solange das Glas noch heiss genug, aber schon erstarrt ist, entweder einen grossen Streifen aus weissem Emailglas anbringen, der beim Ziehen einen entsprechend breiten weissen Längsstreifen am Glasrohr ergibt, wodurch dieses Rohr beispielsweise zur Herstellung von Wasserstandsgläsern verwendbar wird, oder auch mehrere übereinanderliegende Emailstreifen von verschiedener Farbe und Breite, wodurch beispielsweise bei Verwendung zweier übereinanderliegender blauer und weisser Emailstreifen das farbige Rohr zur Herstellung von Beleuchtungskörpern verwendbar ist.
Die Blöcke, die nicht sofort verarbeitet werden sollen, werden zweckmässig ausgeglüht und abgekühlt. Sollen sie dagegen sofort verarbeitet werden, so werden sie zunächst in einen kleinen Vorratsoder Zwischenofen gebracht, in dem eine von der Art des Glases abhängende Temperatur herrscht, und in welchem die Blöcke heiss aber noch fest bleiben.
Die Verwendung solcher Blöcke zur Herstellung gerader Glasrohre schafft zwar gegenüber den bekannten Verfahren eine zusätzliche vorbereitende Behandlung, bringt jedoch eine Reihe wesentlicher Vorteile mit sich : a) Stehen Glasöfen zur Verfügung und stellt man selbst diese Blöcke her, so kann man solche Blöcke herstellen und auf Vorrat lagern, wodurch der Betrieb der Öfen und der Glashäfen den einzelnen Anforderungen besser angepasst werden kann. b) Hat man keine Glasschmelzöfen so kann man einen genügenden Vorrat an Glasblöcke beschaffen, und man braucht nur die unbedingt erforderliche Menge jeweils zu beziehen und auf Lager zu nehmen. e) Die durch Ziehen od. dgl. hergestellten Blöcke sind vollkommen homogen, wodurch man Rohre von besonders guter Beschaffenheit erhält.
d) Man kann die Blöcke vor der Bearbeitung prüfen und diejenigen ausscheiden, deren Beschaffenheit zu wünschen übrig lässt. e) Man kann schliesslich selbst im Laufe eines Tages ohne Unterbrechung mehrere Male die Art des zu verarbeitenden Glases ändern, derart, dass der Vorgang des Ziehens keinen Augenblick unter- brochen zu werden braucht, was bei keinem bekannten Verfahren möglich ist.
Als Träger für die Glasblöcke, längs welchem sie unter Behandlung durch später ausführlicher zu beschreibende Heizvorrichtungen auf die Schmelztemperatur des Glases gebracht werden, verwendet man einen sogenannten Zubringer (Fig. 2), der aus einem zylindrischen, feuerfesten Rohr 2 besteht, das
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Eisen-Verbindung oder Nickelstahl benutzt werden. Der Aussendurchmesser dieses Zubringerrohres ist etwas kleiner als derjenige der axialen Löeher 11 der Blöcke. Das Rohr besitzt ringförmige Quernuten 3 und 4, also Schwächungen des Rohres, in welche sich zangenförmige Haltevorrichtungen 91 und 92 (Fig. 3) legen können.
Dieses Rohr 2 wird über ein anderes Rohr 5 geschoben, das gleichfalls bei der Schmelztemperatur des Glases noch-nicht erweicht und durch einen Gewindering 6 getragen wird, der auf sein eines Ende geschraubt ist. Hiedurch kann nach Belieben ein Eegelkörper 7 aus geeignetem Material, zweckmässig aus feuerfestem Ton od. dgl. auf und ab bewegt werden, der auf dem andern Ende des Rohres 5 sitzt und dessen Querschnitt an der grössten Stelle dem des herzustellenden Rohres entspricht. Hiebei kann dieser Querschnitt nach Belieben kreisförmig, oval, dreieckig oder viereckig sein oder auch jede andere, beispielsweise vieleckige Form besitzen.
Der Kegel 7 wird von einer Platte 8 getragen, welche etwas über der Aussenseite des Kegels hervorsteht und deren Querschnitt demnach dem freien Ende des Kegels etwa entspricht, jedoch etwas grössere Abmessungen als dieser besitzt. Der Kegel 7 und die Platte 8 sind so ausgebildet, dass man beim Ziehen ein blasenfreies Rohr von guter Beschaffenheit ohne Riefen u. dgl. erhält. Um dies zu erreichen, besteht der Kegel zweckmässig aus einer mageren, feuerfesten und sehr feinkörnigen Erde, die stark gebrannt ist. Auf diese wird vorher ein dünner Glasüberzug aufgebracht, so dass das Glas, welches auf der verglasten Oberfläche des Kegels entlang fliesst, auf diesem glatten Überzug entlang gleitet, ohne dass Gase, die im Innern des feuerfesten Kegels 7 enthalten sind, frei werden und Fehler bei der Herstellung der Glasrohre hervorrufen können.
Die Platte 8 besteht aus Metall, das bei der Schmclztemperatur des Glases noch nicht erweicht und das nicht, wie beispielsweise das Eisen, brüchig oder blätterig wird. Dieses Metall darf auch, wie beispielsweise das Kupfer, mit dem Glas keine Verbindungen eingehen, durch welche eine Färbung des
Glases entstehen könnte. Die Oberfläche des Metalls muss vollkommen glatt bleiben, damit sich das
Glas in vorzüglicher Weise von ihm ablöst. Reines Nickel erfüllt alle diese Bedingungen in hervorragendem Masse.
Um bei seiner Verwendung die Platte 8 genügend widerstandsfähig gegen die mechanischen Zugbeanspruchungen zu machen, kann die Platte zwischen zwei Gegenplatten und 82 (Fig. 2a) eingespannt
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werden, die selbst nicht mit dem Glas in Berührung kommen und beispielsweise aus Nickelstahl oder aus Chromnickel bestehen, da diese Legierungen eine wesentlich höhere mechanische Zugfestigkeit besitzen als das Nickel selbst.
Man kann auch die Platte aus einem Metall von genügender Widerstandsfähigkeit herstellen und die Platte mit einem Nickelilberzug versehen oder auch den Rand der Platte aus Nickel herstellen.
Jedoch ist die in Fig. 2a dargestellte Ausführungsform vorzuziehen, da sie jede Gefahr einer Zerstörung der Platte infolge verschiedener Ausdehnung der einzelnen Metalle beseitigt.
Die Einrichtungen, durch welche die Blöcke nacheinander auf das Zubringerrohr geschoben werden können, ohne dass dieses verschoben oder selbst irgendwie bewegt wird, bestehen aus zangenförmigen Haltern 9J. und 9 (Fig. 3), die bei 9 und 911 gehalten werden. Diese Zangen greifen in ihrer Schliesslage in die ringförmigen Ausnehmungen Bund 4 des Rohres 2. Eine Verriegelungsvorrichtung (Fig. 7), die beispielsweise aus einem zweiarmigen Hebel 10 in Form einer Gabel besteht, der um den Zapfen 101 schwingt, verhindert, dass sich die beiden Zangen gleichzeitig öffnen. Man kann zweckmässiger noch diese Haltevorriehtung aus drei derartigen Zangen herstellen, von denen zwei stets geschlossen sind.
Hiedurch bleibt das Zubringerrohr vollkommen starr in seiner Lage, so dass jede Erschütterung des Rohres vermieden wird, die durch das Aufbringen neuer Blöcke hervorgerufen werden könnte und beim Ziehen wellige Glasrohre entstehen lassen würde.
Die Mittel zur Erhitzung werden so ausgeführt, dass sich die den Blöcken zugeführte Wärme auf verschiedene Temperaturzonen A, B, 0, D verteilt (Fig. 4), so dass die Blöcke beim Abwärtsgleiten des Rohres 2 infolge des Schmelzens der unteren Blöcke zunächst in eine Wärmezone A gelangen, in welcher sie warm, aber noch fest bleiben. Hierauf kommen sie in eine heissere Zone B, in der sie sich miteinander verbinden und verschmelzen, worauf sie in der noch heisseren Zone 0 vollständig zum Verschmelzen gelangen und an dem verbreiterten Teil 7 entlang fliessen.
Auf diese Zone 0 folgt eine vierte Zone D, in welcher die Temperatur nach Belieben und je nach der Art des zur Verarbeitung kommenden Glases, dem Durchmesser und auch der Dicke des herzustellenden Rohres verändert werden kann.
Die Heizvorrichtungen können, wie dies Fig. 5 zeigt, aus Gasbrennern 11 bestehen, die in der Zone C liegen und gleichmässig um das Zubringerrohr verteilt sind. Die Öffnungen dieser Brenner weisen nach dem Rohr hin. Die gesamte Brenneranordnung sitzt auf einem waagrechten Ring 13, der sich auf einen Teil 12 stützt, demgegenüber der Ring, beispielsweise durch eine Schubstange 14 und eine regelbare Kurbel 15 bewegt, im Kreise waagrecht hin und her schwingen kann. Die Grösse dieser Schwingung entspricht dem Abstand zweier benachbarter Brenner voneinander, so dass bei Verwendung von zehn Brennern der Hub dieser schwingenden Bewegung ein Zehntel des Umfanges beträgt. Hiedurch wird eine sehr gleichmässige Erhitzung des Glases auf dem ganzen Umfange des Blockes erzielt.
Die Zone B wird durch ein hülsenförmiges Gehäuse 16 abgeschirmt, und die Heizwirkung der Zone D kann durch axiale Verschiebung einer beweglichen Hülse verändert werden. Sollen beispielsweise Glasrohre mit grossem Durchmesser hergestellt werden, so muss die Hülse 17 bis dicht unter den Kegel des Zubringers angehoben werden, um die Erstarrung des Glases zu beschleunigen. Wenn man dagegen Rohre mit kleinem Durchmesser herstellt, so muss diese Hülse 17 heruntergelassen werden, damit die zähe Masse weich bleibt und noch gezogen werden kann. Diese Bewegungen können mit aufwärts oder abwärts gehenden Bewegungen des Zubringers verbunden sein.
Man kann auch als Heizmittel nach Art der Fig. 7 einen zylindrischen Ofen 18 verwenden, der mit Kohle, Rohöl, Gas oder auch elektrisch geheizt werden kann. Im Innern dieses Ofens hängt das Zubringerrohr gleichachsig mit dem Ofen. In der Zone C herrscht die höchste Temperatur, während die Zone B durch eine feste Gehäusehülse 16 abgeschirmt ist. In der Zone D befindet sich eine bewegliche Hülse 17, die auf einem Ring 171 sitzt, der von Gewindebolzen 178 mittels Stellmuttern 172 getragen wird. Diese Stellvorrichtung ist im Boden des Ofens befestigt.
Das Rohrstück 5 im Innern des Zubringerrohres 2 kann gegebenenfalls einen Absperrkörper enthalten, durch welchen man den Durchgangsquerschnitt dieses Rohres verändern und damit die Luftströmung regeln kann, die von Natur aus in dem gezogenen Rohr, d. h. in der vom Zubringerrohr herabhängenden, sich langziehenden Masse und in dem Rohrstück 5 selbst entsteht.
Man kann auch in dem Rohrstück 5 durch geeignete Mittel, beispielsweise durch eine in Fig. 7 schematisch angedeutete Pumpe 70, einen Unterdruck oder auch durch entsprechende Zuführungen verdichteter Luft einen Überdruck erzeugen.
Die eigentlichen Mittel zum Regeln des Rollrziehens können nach Art der Fig. 8 und 9 ausgeführt sein.
Mehrere Rollen 21 (in dem Beispiel sind vier Rollen veranschaulicht) sitzen auf Achsen 19, die übereinander in einem lotrechten Ständer 251, u. zw. gegenüber dem Maschinengestell 20 selbst regelbar
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mit flachem Boden, die mit Asbest verkleidet ist. An der obersten Rolle ist axial ein Kettenrad 22 befestigt, welches mittels einer Kette 23 vom Motor aus bewegt wird. Diese Kette steht mit einer im folgenden ausführlicher beschriebenen Vorrichtung in Verbindung. Ein Zahnradgetriebe M überträgt die Drehbewegung in gleicher Richtung und Geschwindigkeit auf die unteren Rollen.
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Der gegenüberliegende Gestellpfosten 252 trägt eine der Zahl der Rollen 21 entsprechende Anzahl Achsen 26, um welche im Winkel gebogene Arme 27 schwingen können. Diese Arme tragen regelbare Gegengewichte 29 und frei auf ihnen drehbar je eine Rolle 28 von genau gleichem Durchmesser wie die Rollen 21. Auch der Umfang dieser Rollen 28 ist mit Asbest verkleidet und besitzt eine winklig eingeschnittene Nut, mit welcher sich die Rolle gegen das Rohr legt, u. zw. bei jedem beliebigen Rohrdurchmesser.
Die ganze Einrichtung ist so getroffen, dass stets zwei Rollen (21 und 28) auf gleicher Höhe zu beiden Seiten der lotrechten Achse XY der Maschine liegen und mit geeignetem Druck das Glasrohr umgreifen.
Die Drehrichtung und-geschwindigkeit der mit den losen Rollen 28 zusammenarbeitenden Rollen 21 ist so gewählt, dass diese Rollen das von dem Zubringer herabfliessende Rohr erfassen und lotrecht zwischen den beiden Rollen 21 und 28 in geregelter und stetiger Weise von oben nach unten, also in lotrechter, mit der Achse X-Y zusammenfallender Richtung weiterführen, so dass das Ziehen des Glases gleichmässig und von einem einzigen Antriebsrad 22 ausgehend erfolgt, wobei die Geschwindigkeit dieses Antriebsrades 22 nach Belieben geregelt werden kann.
Der Abstand zwischen den Rollen 21 und 28 kann durch Verschiebung der Gestellpfosten 251 und 252 nach Belieben geregelt werden.
Da'die Angriffsfläche der Mitnehmerrollen 21 zylindrisch ist, so bleibt die Umfangsgeschwindigkeit, welche die Ziehgeschwindigkeit des Glasrohres bestimmt, für alle Punkte dieser Oberfläche gleich, so dass diese Geschwindigkeit konstant und unabhängig von dem Durchmesser des gezogenen Rohres bleibt. Würde dagegen die wirksame Fläche dieser Rollen 21 so ausgebildet sein, wie dies etwa bei den Rollen 28 der Fall ist, d. h. würde sie aus einer winkligen Ringnut bestehen, so würde die Umfangsgeschwindigkeit sich entsprechend dem Umfang ändern, der zwischen den Berührungspunkten mit dem Glasrohr und dem Rollmittelpunkt liegt.
Die Mittel zum Zerschneiden des gezogenen Rohres in bestimmte Längen können nach Art der Fig. 10 und 11 ausgebildet sein. Hier werden zwei Messerscheibe 30 mit lotrechter Achse verwendet, zwischen welche das zu zerschneidende Rohr hindurchgeht. Diese Messer sitzen auf einem beweglichen Gestell 31, das im folgenden als Schafott"bezeichnet wird. Dieses ganze Gestell kann mittels einer im folgenden ausführlicher beschriebenen Vorrichtung auf-und abwärts bewegt werden. Das Schafott wird durch lotrechte Säulen 32 geführt.
Sein Gewicht ist durch Gegengewichte 3. 1 ausgeglichen, die an Seilen 34 hängen. Die gesamte Einrichtung ist so gewählt, dass, wenn das Schafott in seine oberste Stellung gelangt ist, es genau mit derselben Geschwindigkeit abwärts sinkt wie das erstarrende bzw. erstarrte Rohr, das sich mit einer durch die Rollen 21 festgelegten Geschwindigkeit abwärts bewegt.
Die Messer, welche sich dauernd nach verschiedenen Richtungen drehen, sind zunächst ausser Tätigkeit, während sie von einem bestimmten Zeitpunkt beim Abwärtsgleiten des Schafotts an entsprechend der Rohrlänge, die man abschneiden will, sich dem Glasrohr nähern und es zerschneiden, um zu dem Zeitpunkt, in welchem das Schafott in seine unterste Stellung gelangt, wieder auseinanderzugehen.
Um das Zerschneiden zu erleichtern, kühlt man vorteilhaft die Messer, beispielsweise durch kaltes Wasser.
Man kann auch als Schneidvorrichtung, wie dies Fig. 12 veranschaulicht, zwei Arme 62 und 621 verwenden, die gegeneinander beweglich sind und besondere Klemm-oder Zangenbacken 63 tragen.
Werden diese Arme einander genähert, so zwängen diese von Federn 631 getragenen Teile das gezogene Rohr zwischen sich. Die Teile bilden somit eine Art elastische Zange, so dass sich ihre Öffnung selbsttätig dem Glasdurchmesser anpasst.
Diese Zangenbacken werden beispielsweise durch einen kalten Luftstrom kühl gehalten, der aus einem Druckluftbehälter zugeführt wird. Wenn die Klemmbacken mit dem schon erstarrten, aber noch heissen Rohr in Berührung kommen, so entsteht ein Sprung im Glas durch die Berührung mit einem kalten Körper.
Diese Klemmbacken können auch von dem sie tragenden Gestell isoliert und mit den Klemmen einer elektrischen Stromquelle verbunden sein, so dass die Teile, wenn sie miteinander in Berührung kommen, eine Art Kurzschluss erzeugen, wodurch eine plötzliche Erhitzung an der Klemmstelle entsteht, während man dieser Klemmstelle einen kalten Luftstrom zuführt. Auch hiedureh zerspringt das Glasrohr.
Die Vorrichtung zur Höhenverstellung des Schafotts kann in folgender Weise ausgebildet sein (vgl. Fig. 13 und 14).
Am Gestell 20 der Maschine sitzt eine Riemenscheibe 35 mit einem Schwungrad 36, die von einem Elektromotor mit regelbarem Erregerwiderstand durch eine Kraftübertragung, beispielsweise mittels eines Riemens 37, angetrieben wird. Die Achse dieser Scheibe trägt einen Ritzel 38, der in ein Zahnrad 39
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Auf der Achse 40 sitzt noch ein Rad 41, von dem nur ein Teil seines Umfanges Zähne trägt. Diese Zähne können einerseits mit einem Ritzel 42 und anderseits mit einem Ritzel 43 abwechselnd in Eingriff kommen, die beiderseits des Rades 41 angeordnet sind. Diese Ritzel drehen sich in entgegengesetzter
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Richtung. Wenn also der eine Ritzel mit dem Rad 41 in Eingriff steht, erhält der andere keinen Antrieb durch dieses Rad.
Die Ritzel 42 und 43 sind je mit gleich grossen Zahnrädern 45 und 46 verbunden, die ihrerseits in zwei Zahnstangen eingreifen, welche zu beiden Seiten eines am Schafott 31 sitzenden Teiles 47 angebracht sind. Durch diese Anordnung ergibt sich, dass, wenn beispielsweise der Ritzel 42 durch den mit Zähnen besetzten Teil des Rades 41 in der auf Fig. 15 eingetragenen Pfeilrichtung mitgenommen wird, das Stück 47 und infolgedessen das ganze Schafott sich abwärts bewegt, während sich hiebei das andere Rad 46 und der Ritzel 43, welcher von der andern Zahnstange mitgenommen wird, frei drehen, bis das Schafott stillsteht. Dies ist der Fall, wenn der gezahnte Teil des Rades 41 ausser Eingriff mit dem Ritzel 42 kommt.
Man lässt nun das Schafott 41 während einer kurzen oder längeren Zeit in seiner untersten Lage stehen, um die Trägheitswirkungen zu vermindern. Zu diesem Zweck braucht nur das Rad 41 unter Weiterdrehung auf der Achse 40 nicht sogleich mit dem Ritzel 43 in Eingriff zu treten. Sobald dann dieser Eingriff zwischen dem Rad 41 und dem Ritzel 43 erfolgt, welcher in der entgegengesetzten Weise den Teil 47 bewegt, geht das Schafott aufwärts.
Um den Eingriff des gezahnten Teiles des Rades 41 mit den entsprechenden Teilen der Ritzel 42 oder 43 auf alle Fälle zu gewährleisten, ist vor den ersten Zähnen des Rades 41 ein vorspringender Ansatz oder ein Nocken 411 angebracht, während die Ritzel 42 und 43 entsprechend vorspringende Ansätze oder Nocken 421 und 431 tragen, die an solchen Stellen sitzen, dass, wenn der Nocken 411 den Ritzel 42 oder 43 mitnehmen soll, zunächst sein Nocken mit dem Nocken 421 oder 431 in Berührung kommt und sich auf ihm nah Art eines Zahneingriffs abwälzt. Hiedurch bewirkt dieser Nocken mit Sicherheit, dass die Ritzel mit dem unterbrochenen Zahnkranz des Rades 41 in Eingriff kommen.
Es ist ersichtlich, dass die Nocken 421 und 431 jedesmal in diejenige Stellung zurückkehren, die sie zur Einleitung des Zahneingriffes einnehmen müssen, da der Ritzel 42 oder 43, auf dem sie sitzen, in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, wenn er durch die Zahnstange 47 mittels der Räder 45 oder 46 im umgekehrten Sinne gedreht wird.
Zur Erzielung eines Gleichlaufes, d. h. einer Übereinstimmung zwischen der Ziehgeschwindigkeit und derjenigen, mit welcher sich das Schafott 31 verschiebt, wird auf der Achse 40 eine Kettennuss 48 angebracht, die mit dem Antriebsritzel 22 (Fig. 9) der eigentlichen Ziehvorrichtung durch eine Kette 23 verbunden ist.
Die eigentliche Vorrichtung zur Bewegung der Messer wird zw eckmässig in der folgenden, in Fig. 10 und 11 veranschaulichten Weise ausgeführt :
Die Achse jedes Messers 30 sitzt auf einem Arm 49, der bei 50 gelenkig in dem Schafott 31 gelagert ist. Jede Achse trägt eine Riemen- oder Schnurscheibe 55, die durch einen Riemen 54 od. dgl. mit einer Scheibe 51 verbunden ist, welche lose auf dem Schwenkzapfen 50 sitzt. Diese Scheibe 51 wird mittels einer Scheibe 511 und je eines Riemens 52 von einer Doppelscheibe 53 mitgenommen, welche mittels eines langen Keiles auf einer lotrechten, in ihrer Höhe festliegenden Welle 56 befestigt ist, deren Antriebsscheibe 57 durch einen Riemen oder eine Schnur von einem Motor in Drehung versetzt wird.
Die ganze Vorrichtung ist so ausgebildet, dass bei genau gleichförmiger Drehung der Scheibe 57 und einer Verschiebung des Schafotts nach oben die Scheibe 53 durch die Welle 56 gedreht wird und diese Drehung durch die Riemen oder Schnüre 52 und 54 und die Scheiben 57, 57 und 55 in entgegengesetzten Drehrichtungen auf die Messer 30 überträgt.
Die vorher genannten gegenseitigen Sehwingbewegungen der Messer 30, durch welche sie sich dem Rohr nähern oder von ihm fortbewegen, werden dadurch erzeugt, dass die beiden Arme 49 durch Hebel 491, die bei 492 ihren Drehpunkt ; haben, mit einer Zugstange 61 verbunden sind, welche einen Gelenkdaumen 59 trägt, auf welchen eine Feder 591 wirkt. Dieser Daumen kommt bei dem Niedergang des Schafotts mit einer als Nocken wirkenden Stange 58 in Berührung. Diese Nockenstange 58 ist so ausgebildet, dass der Daumen 59 beim Abwärtsgleiten des Sehafotts die Stange 61 derart mitnimmt, dass die Arme 49 und damit die Messer einander genähert werden und das Rohr zerschneiden, bevor das Schafott beim Niedergang den tiefsten Punkt erreicht hat.
Die Stelle, an welcher das Durchschneiden erfolgt, richtet sieh nicht nur nach der Form des Nockens 58, sondern auch nach der Lage desselben zum Masehinengestell. Sowohl die Daumenform wie seine Lage lassen sich nach Belieben ändern.
Sobald das Schneiden erfolgt ist, verlässt der Daumen 59 den Nocken 58, so dass die Stange 61 unter der Wirkung einer Feder 60 sofort in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt und die Messer plötzlich auseinandergehen, um Stellungen in geeignetem Abstand vom Rohr einzunehmen, während dieses abwärts geht und das Schafott in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Sobald das Schafott wieder nach oben gelangt, kommt der Daumen 59, bevor er über den Nocken 58 gleitet, mit ihm in Berührung, entfernt sich dann und nimmt unter der Wirkung der Feder 591 seine Ausgangsstellung ein, sobald der Nocken überschritten ist.
Um das Schneiden durch die Messer zu erleichtern, kann man die soeben beschriebene Vorrichtung mit der nun zu beschreibenden Greifervorrichtung vereinigen, die durch das Schafott getragen wird und das Rohr in dem Augenblick des Schneidens an einer in der Nähe der Messer liegenden Stelle einklemmt, die nach dem Zubringerrphr hin liegt.
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Diese Greifervorriehtung besteht aus einer Art Zange oder Klammer, welche einen Teil 71 besitzt, der auf dem Schafott angebracht ist und dessen Lage mittels einer Gewindestange 72 eingestellt werden kann. Der bewegliche zweite Teil 73 dieser Zange oder Klammer besteht aus einem Hebel, der mit dem
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gebildeten Hebelanordnung in Verbindung steht, derart, dass die Bewegung des Hebels 73 von dem Zusammenwirken des Nockens 58 und des Daumens 59 abhängt. Vorteilhaft wird in dieser Hebelanordnung 73I eine Feder 74 angebracht, damit die Anlage dieser Greifervorrichtung elastisch wird.
Die mit dem Rohr in Berührung kommenden Teile der Flächen 71 und 73 tragen eine Asbestverkleidung.
Eine Feder 75 bringt den Hebel 73 in seine Ausgangsstellung zurück, sobald das Schneiden erfolgt ist, u. zw. in dem Augenblick, in welchem die Messer auseinandergehen.
Verwendet man zum Schneiden des Rohres die in Fig. 12 veranschaulichte Vorrichtung, so kann man die auf den Enden der Arme 62 und 621 sitzenden Teile ? mittels einer Hebelanordnung bewegen, die um zwei fest in dem Schafott sitzende Zapfen 64 und 65 schwingen können. Der eine trägt den
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Teile 63 unter Einleitung der Bewegung vom Nocken 58 sich einander nähern können, während ihr Auseinandergehen unter dem Einfluss einer Zugfeder 60 erfolgt, sobald der Daumen den Nocken 58 verlässt und das Schafott in die Gegend der tiefsten Stellung gelangt ist.
Ist die Vorrichtung in dieser Weise ausgebildet, so sind ihre einzelnen Hauptteile nach Art der Fig. 15 lotrecht übereinander angeordnet. Diese Gesamtvorrichtung hat die folgende Arbeitsweise :
Man erwärmt entweder in einem besonderen kleinen Ofen eine bestimmte, dem Vorrat entnommene
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die Weiterbearbeitung aber erleichtert wird. Oder man entnimmt die von ihrer Anfertigung her noch warm gehaltenen Blöcke einem Zwischenofen.
Diese Blöcke werden nun nacheinander auf oder in eine Zubringervorrielhtung eingeführt, wobei man jedesmal nacheinander die einzelnen Haltezangen öffnet und schliesst, welche die Zubringervorrichtung an ihrer Stelle halten. Die einzelnen Glasblöeke werden nacheinander abwärts geführt, gegebenenfalls mit Hilfe von Haken, sie bilden insgesamt eine Glassäule, deren unterer Teil sich gegen den den Zubringer begrenzenden Aussenkegel 7 aus feuerfestem Material stützt. Das Gewicht dieser Glasblocksäule muss so gross sein, dass es dazu beiträgt, dass sich die am kegeligen Teil des Zubringers liegenden Blöcke im Zeitpunkt des Erweichens miteinander vereinigen.
Sobald der erste Glasblock weich wird, fliesst er über die ganze Länge des Zubringers und tritt über den unteren Zubringerrand. Diese überfliessende Masse zieht beim Niedersinken das geschmolzene Glas mit sich, bis sich unter dem Zubringer eine ringförmige, zylindrische oder vieleckige Glasmasse bildet, welche noch geschmolzen ist und deren unteres Ende bei Berührung mit der kalten Luft am Austritt des Ofens hart und fest wird, so dass zunächst eine formlose rohrförmige Masse und darauf ein Rohr entsteht, dessen Querschnitt die gewünschte Gestalt besitzt. Das Festwerden kann mittels Ventilatoren oder kalter Druckluft beschleunigt werden.
Die formlose Masse bei Beginn der Herstellung wird, sobald sie in die Höhe der Ziehvorrichtung gelangt, von Hand abgeschnitten und fortgeworfen. Das Rohrende, welches nun von selbst nach unten
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dieser Rollen ist nach Belieben regelbar, wodurch es möglich wird, Rohre mit dem gewünschten Durchmesser herzustellen.
Am Ende der Ziehvorrichtung tritt das Rohr in die Vorrichtung, die zum Zerschneiden dient und deren Geschwindigkeit bedingt ist durch diejenige der Mitnehmerrollen. In dieser Vorrichtung wird das Rohr in Stücke von bestimmter Länge zerschnitten, die dann dadurch aufgefangen werden, dass man sie an einer schiefen Ebene 81 nach einer Stelle gleiten lässt, an der sie gesammelt werden.
Indessen hat der zweite Glasblock, der am ersten geklebt hat und von ihm fortgezogen worden ist, einem dritten Glasblock Platz gemacht, dessen Ende sich mit dem zweiten vereinigt hat usf., wobei die zum Schmelzen kommenden Blöcke im Masse ihres Verbrauches durch neue Blöcke ersetzt werden.
Man kann auch, falls dies gewünscht wird, verschiedenartige, z. B. verschieden gefärbte Glasblöcke einander folgen lassen, z. B. Blöcke aus gelbem Glas solchen aus hellem durchsichtigem Glas. Selbst wenn die Zusammensetzung der Glasblöcke nicht gleichbleibt, heften sie sich aneinander, sobald sie genügend heiss geworden sind, wobei ein Bruch, wenn er überhaupt eintritt. erst nach dem Erkalten und auf einer kleinen Rohrlänge eintritt, die bequem entfernt werden kann.
Auf diese Weise erhält man ein Herstellungsverfahren für geradlinige Rohre aus schmelzbarem und ziehbarem Staff, "welches der gestellten Aufgabe voll entspricht und unter anderm, insbesondere bei der Herstellung geradliniger Glasrohre, die folgenden Vorteile bietet :
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a) Es können Blöcke verschiedener Zusammensetzung für die Durchführung des Verfahrens beschafft werden. b) Die Herstellung kann auf den Tagesbedarf beschränkt und nach Belieben unterbrochen werden. c) Man kann ohne Unterbrechung des Arbeitsganges in der Herstellung der Rohre solche ver- schiedener Farben und Zusammensetzung einander folgen lassen. d) Eine einfache und vergleichsweise billige Einrichtung kann zur Durchführung des Verfahrens verwendet werden.
e) Der Durchmesser der herzustellenden Rohre kann dadurch leicht geändert werden, dass lediglich die Umdrehungsgeschwindigkeit der Ziehrollen und die Wärmeentwieklung der Brenner oder des Ofens geändert werden. f) Es können Rohre mit beliebigem Querschnitt hergestellt werden, beispielsweise solche, die von der Zylinderform abweichen, also im wesentlichen länglichen oder vieleekigen Querschnitt haben. g) Es können Rohre hergestellt werden, die einen farbigen Streifen oder ein farbiges Band tragen oder auch beides, wobei diese Farbe in der Masse des Rohres liegt. h) Durch entsprechende Auswahl und Verwendung von Glasblöeken vollkommen gleicher Be- schaffenheit. können Rohre in vollkommener Ausführung und Zusammensetzung hergestellt werden.
Selbstverständlich und wie dies auch bereits erwähnt worden ist, beschränkt sich die Erfindung in keiner Weise auf diejenigen Anwendungsarten und Ausführungsformen, welche im vorstehenden aus- fiihrlicher behandelt worden sind, sondern umfasst auch Abänderungen derselben aller Art, insbesondere solche, bei denen das Ziehen der Rohre nach dem Austritt der zu ziehenden Masse aus dem Ofen oder nach der durch die Brenner erhitzten Stelle nicht von oben nach unten, sondern in einer andern, von der lotrechten abweichenden Richtung, beispielsweise in waagrechter Richtung erfolgt.
Auch können die verschiedenen Vorrichtungen, die insgesamt zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung dienen, anstatt nacheinander von oben nach unten die umgekehrte Reihenfolge, also von unten nach oben, haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum ununterbrochenen Ziehen von Glasrohren oder-Stäben, dadurch gekennzeichnet, dass man Glasblöeke herstellt und auf einem Zubringer aufreiht, hierauf die unteren Blöeke so lange erhitzt, bis das Glas schmilzt und längs des Zubringers abwärts gleitet, worauf es in Rohr-oder Stabform ausgezogen wird.